Test: HK Audio Lucas Nano 600, aktives Klein-PA System

Betrieb

Für meinen Soundcheck wähle ich zuerst die einfachste Variante, die Nano 600 mit den Tops huckepack und Musik über MP3-Player. Der Sound ist kraftvoll, erstaunlich tief spielt der Sub auf. Dieser ist eher rund als knackig abgestimmt, eine Charakteristik, die ganz gut passt. Der Übergang zu den Tops ist auch gut getroffen, die Mitten spielen recht druckvoll, der Höhenbereich ist schön offen, ohne schrill zu werden. Auch bei Maximallautstärke behält die Anlage ihren Grundklang. Ganz wichtig, die Abstimmung des Bassgehäuses hat sich gelohnt, es ist steif genug und gerät nicht ans Dröhnen. Die Klangregelung arbeitet einfach und effizient, ein Dreh und die Contour-Schaltung hebt Bässe und Höhen an, die Mitten werden etwas zurück gedrängt. Das gibt dem Signal vorwiegend bei leiser Beschallung mehr Durchsetzungsvermögen.

Test 1 hat mir auch gezeigt, dass es für ein optimales Ergebnis wirklich wichtig ist, die Topteile auf Ohrhöhe zu haben, also packe ich für die nächste Runde die Würfel auf eine Stativstange. Diese wird von HK unter dem Namen Mono-Add-on angeboten und besteht aus zwei 35 mm Distanzrohren, die miteinander verschraubt werden, einer Adapterplatte und einen Lautsprecherkabel mit Speakon-Anschlüssen.

Das Mono-Add-on

Das Mono-Add-on

Geliefert wird das Package in einer Transporttasche. So ganz überzeugt mich das Mono-Add-on nicht, es ist mit einem UVP von 79,00 Euro recht hochpreisig und dafür mit zu vielen Kompromissen behaftet. So gibt es keine Höhenverstellung und es muss mit der Adapterplatte ein weiteres Teil mitgeführt werden. Die Platte ist auch einzeln erhältlich, so kann auch eine andere Stativstange verwendet werden. Da aber an den Tops schon eine 3/8″ Gewindebuchse vorhanden ist, fände ich hier eine Teleskopstange für dieses Gewinde am sinnvollsten.

Aber wollen wir uns damit nicht länger aufhalten, schnell Gitarre und Mikrofon angestöpselt und los gespielt. Schön ist, dass durch die Phantomspeisung auf Kanal 1 auch ein Kondensatormikro zum Einsatz kommen kann. Pegeln, die Klangregelung wird für kleine Korrekturen genutzt und so ist die Geschichte in Sekunden am Start. Hier zeigt sich, dass die Nano 600 relativ unempfindlich gegen Feedback ist, da hier kein separates Monitoring zum Einsatz kommt, ein wichtiger Punkt. Ich probiere nun Mikro und Instrument gleichzeitig an Kanal 2 zu betreiben, auch das funktioniert, hier regle ich das Lautstärkeverhältnis mit dem Volumepoti der Klampfe. Falls man sich jetzt noch damit anfreunden kann, auf Kanal 3 ein Keyboard mit Cinch anzuschließen, können tatsächlich Keyboard und Gitarre jeweils mit Gesang an den Nano 600 betrieben werden.

Zwei Dinge sind mir noch aufgefallen, auf die ich noch hinweisen möchte. Zum einen sollten die Volumepotis der nicht benutzten Kanäle ganz zugedreht sein, gerade in der Schalterstellung „Line“ ist hier sonst ein ziemlich starkes Rauschen zu hören. Punkt zwei betrifft den Balance-Regler, der ist auch in den Mono-Konfigurationen in Betrieb und sollte natürlich in der Mitte stehen, sonst treten da unschöne Artefakte auf.

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