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Test: HoTone Ampero II Stomp, Effektgerät

HoTone Ampero II Stomp - kompakter Alleskönner?

18. April 2023

Test: HoTone Ampero II Stomp, Effektgerät

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Welch schönes Thema doch Effekte und Amps sind, nicht wahr? Seit den ersten Bodentretern Mitte des vergangenen Jahrhunderts faszinieren sich fast alle Gitarrist:innen für die Boxes of Goodness. Seit der Einführung der Digitaltechnik in die Effektgerätbranche werden die Kisten heiß diskutiert. Gerade die Modeling-Technik und später das Capturing/Profiling lösen immer wieder große und lange Diskussionen in den Online-Portalen (oder am heimischen Gitarren-Stammtisch) aus. Gerade die kompakten Alleskönner werden in den aktuellen Zeiten des Platzsparens beim Reisen durch hohe Kosten und (gefühlt) immer kürzer werdende Change-over-Zeiten auf Festivals immer beliebter. Vor allem seitdem die digitalen Abbilder von Amps und Effekten immer besser werden und näher an die Originale herankommen (bin gespannt auf eure Meinungen dazu in den Kommentaren). Heute werfen wir mal einen neuen Kandidaten in den Ring, der laut seiner Specs eine Menge kann und das auf kleinem Raum. Hier ist das HoTone Ampero II Stomp. Let’s unbox this beauty.

Test: HoTone Ampero II Stomp, Effektgerät

HoTone Ampero II Stomp – Front

UNBOXING – HoTone Ampero II Stomp, Effektgerät

Das Multieffektgerät/der Modeling-Amp wird im schmucken Karton verpackt samt etwas Zubehör via Post geliefert. Sieht erstmal schön aus. Neben dem Effektgerät findet man im Karton ein zweiteiliges externes Netzteil, USB-A-Kabel inkl. Adapter für USB-B, Barfußkappen für die Footswitches und eine Kurzanleitung zum HoTone Ampero II Stomp. Cool, alles dabei, was man braucht und kein unnötiger Krempel. Pluspunkt direkt beim Auspacken! Was kann das Teil denn so, außer im modernen Design schick aussehen? Let’s check what’s inside. ..

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Hotone Ampero II Stomp
Hotone Ampero II Stomp
Kundenbewertung:
(32)
Test: HoTone Ampero II Stomp, Effektgerät

HoTone Ampero II Stomp – Karton

SPECS & FACTS – HoTone Ampero II Stomp, Effektgerät

Auf der Seite der Specs bleibt es weiter spannend. Cool, was man da so liest.

Das mit seinen Abmessungen von nur 18,5 x 14,5 x 5,8 cm sehr kleine und kompakte Pedal bringt dennoch stolze 1040 g auf die Waage.

Auf der Vorderseite erkennt man drei Fußschalter zur Auswahl von Presets und Banks. Darüber findet man drei kleine DrehPotis zum physischen Einstellen von Parameter. Ein großes Drehpoti regelt die Lautstärke und ein weiterer Dreh- und Push-Knob ist für weitere Parameter etc. zuständig. Sehr praktisch, um live keine Settings zu ändern (aus Versehen), ist der Screen-Lock-Button auf der rechten Seite. Der Kern des Pedals ist ein 4,3″ großer Touchscreen. Auf diesem werden alle Effekte, Amps, Cabs etc. platziert und eingestellt.

Intern sorgt die New-gen Tri-Core DSP platform mit ESS Sabre Independent AD/DA-Wandlern, die bei 24 Bit und 44,1 kHz Auflösung einen maximalen Dynamikumfang von 124 dB liefern. Für die Sounds ist die Advanced CDCM HD+F.I.R.E. Digital-Modeling-Technology zuständig.

Mit Hilfe dieser stehen im Pedal zur Verfügung:

  • 460 Effekte
  • 87 Amps
  • 68 Cabinets
  • 50 Third Party IRs

Diese lassen sich auf einer Dual-Chain-Architektur mit verschiedenen seriellen und parallelen Routing-Optionen platzieren.

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Des Weiteren kann das HoTone Ampero II Stomp:

  • 60 Sekunden Stereo-Looper
  • 3 Input-Modes pro Input-Kanal
  • 8 in / 8 out USB-Audiointerface
Test: HoTone Ampero II Stomp, Effektgerät

HoTone Ampero II Stomp – Rear

Anschlussseitig findet man auf der Rückseite des Pedals einen Stereo-Input (in Form von zwei Standard 6,3 Klinkenbuchsen), einen Stereo-Output (balanced/unbalanced, ebenfalls 6,3 Klinkenbuchsen TRS), einen TRS-Anschluss für ein externes Expression-Pedal, einen On/Off-Knopf und den obligatorischen Powerinput (9 – 18 V, 5 mm / 2,1 mm, minus innen, das Netzteil ist im Lieferumfang enthalten).

An den beiden Seiten wurden weitere Anschlüsse verbaut. So findet man auf der rechten Seite des Ampero II Stomp einen MIDI IN und MIDI OUT/THRU und einen USB-C-Port. So lässt sich die Unit sowohl über MIDI fernsteuern, über USB editieren und sie kann weitere Gerät über MIDI ansteuern.

Test: HoTone Ampero II Stomp, Effektgerät

HoTone Ampero II Stomp – rechts (MIDI und USB)

 

Auf der anderen Seite (links) sind vier weitere Anschlüsse verbaut. Für den Anschluss eines externen Zuspielers (MP3-Player, Laptop, Smartphone etc.) steht ein AUX IN (Miniklinkenanschluss) zur Verfügung. Auch gibt es hier den Miniklinkenanschluss für einen Kopfhörer oder InEar-Hörer.

Äußerst praktisch der TRS-Stereo-FX-Loop, mit dem sich externe Effekte einschleifen lassen.

Test: HoTone Ampero II Stomp, Effektgerät

HoTone Ampero II Stomp – FX Loop und Aux In, Phones Out

 

Auf 300 Presets (100 Banks mit jeweils 3 Presets) lassen sich so Effekt- und Amp-Kombinationen abspeichern und aufrufen.

PRAXISTEST 1: HANDLING – HoTone Ampero II Stomp, Effektgerät

Durch den Touchscreen, den Dreh-/Push-Knob, die drei Poti sund Footswitches sowie die Editor-Software für Mac/Windows und die vielfältigen Anschluss- und Einsatzmöglichkeiten des HoTone Ampero II Stomp ist die Unit sehr bedienerfreundlich und sehr intuitiv. Wie auf einem Smartphone lassen sich auf dem Touchscreen Dinge anfassen, auswählen, verschieben und editieren. In Kombination mit den physischen Potis auf dem Gerät bleiben keine Wünsche offen. Wirklich ein großer Pluspunkt an dieser Stelle. Kaum ein anderer Hersteller bietet diesen Komfort in der Bedienung. Die Strukturen sind super klar und man kann im Grunde innerhalb einer Minute der Einarbeitung in das Gerät quasi alle Einstellungen vornehmen.

Großes Kino sind auch einige Features wie beispielsweise ein Master-EQ oder parallele Wege, die höherpreisige Produkte anderer Hersteller teilweise nicht oder erst durch Updates können.

Wer nicht auf dem Boden rumkriechen will zum Programmieren der Sounds, kann auch via USB mit einem Windows/Mac Rechner connecten und in der zugehörigen Software arbeiten.

Test: HoTone Ampero II Stomp, Effektgerät

HoTone Ampero II Stomp – Software

Sehr spannend sind auch die Funktionen des 8 In/8 OIut Interfaces. So lassen sich Recordings sehr simpel realisieren oder eigene Kreationen mit Live-Zuspielung bauen. Das flexible Routing des HoTone Ampero II Stomp erfüllt hierbei viele Wünsche und lässt eine Menge verschiedener Setups zu.

PRAXISTEST 2: SOUNDS – HoTone Ampero II Stomp, Effektgerät

Wie klingt das Teil denn nun? Die Specs, die Features und das Handling klingen erstmal sehr gut. Doch der Kern einer jeden Unit ist und bleibt der Sound. Wir checken direkt mal verschiedene Amps mit verschiedenen Gitarren und sehen, wohin uns die Soundwelt so entführt …

Let’s have some fun …

CLEAN SOUNDS (D’Angelico Excel DC Mini Semi Hollow/Fender Perf Strat)

Im cleanen Bereich findet man warme, klare Cleansounds. Teilweise etwas zu clean für meinen Geschmack. Hier wäre etwas mehr Schmutz wie bei echten älteren Amps schön. Aber dennoch, die Sounds sind von guter Qualität und eignen sich super für verschiedenste Genres. Die Namen der Amp-Models erinnern stark an die originalen Vorbilder und so lassen sich die richtigen Sounds easy finden und einstellen.

MID-GAIN/RHYTHM-SOUNDS (Fender Perf Strat/Ibanez AZ 2407 F)

Gehen wir eine Stufe weiter in den Gain-Settings und hören/schauen uns mal die Mid-Gain-Sounds an. Am Breakup-Point arbeitet das AMPERO recht dynamisch. Man erkennt im Spielgefühl und Sound gewisse Abstriche zu so manch höherpreisigem Konkurrenten. Ob das im Live-/Bandkontext noch zu hören ist, bliebe auszutesten. Spielspaß hat man dennoch jede Menge.

HIGH-GAIN-SOUNDS (Ibanez AZ 2407 F)

Im High-Gain-Bereich gibt eine Vielzahl an Amps zur Auswahl. Die Kombinationsmöglichkeiten von Heads mit verschiedenen Cabs (wie im echten Leben) ist großartig. Hier lassen sich wunderbare Soundvarianten und Klangcharakteristika aus den Cab-Simulationen bei gleichem Head herausholen und austesten! Mega!

EFFEKTE

Die Effekte sind allesamt von guter Qualität. Gemessen am Preis-Leistung-Verhältnis super sehr gut. Die Auswahl ist groß, man findet fast alles, was man sucht und die Einstellmöglichkeiten pro Effekt sind angemessen. Teilweise gibt es sogar richtige Schmankerl, die selbst höherpreisige Konkurrenten nicht anbieten.

Alle Klangbeispiele wurden in folgender Signalkette angefertigt:

Fender Perf MN Strat / Ibanez AZ 2407 F / D’Angelico Excel DC Mini Black Dog -> HoTone Ampero II Stomp -> Universal Audio Apollo Twin X Interface -> Steinberg Cubase 12 PRO

Es kamen keine EQs, Kompressoren und andere Plug-ins zum Einsatz.

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Fazit

Unterm Strich bekommt man mit dem HoTone AMPERO Stomp II ein sehr gut ausgestattetes Amp-Modeling/Effektgerät, das auf dem aktuellen Markt gut dasteht. Die modernen Features, die intuitive Bedienung durch den Touchscreen und die Potis sowie die Qualität der Sounds überzeugen, v. a. im Verhältnis zum recht günstigen Preis im Vergleich zu Konkurrenzprodukten. Einzig der fehlende XLR-Out, der für die Live-Anwendung Standard ist sowie ein ebenfalls zum Standard gehörender Kaltgeräteanschluss am Gerät wären noch wünschenswert. Sollte man auf jeden Fall mal ausprobieren.

Plus

  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • intuitive Bedienung durch Touchscreen
  • gute Amp-Simulationen
  • sehr viele Effekte
  • tolle Routing-Möglichkeiten

Minus

  • kein XLR-Out

Preis

  • 499,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    karbunkeljoe

    Krass, wie viele Multieffekt + Amp-Modeling Pedale immernoch rauskommen. Scheinbar ist der Markt noch offen, bis sich einige wenige endgültig durchsetzen. Richtig überzeugend wäre für mich allerdings eins mit MIDI-synchronisierbarem Looper.

  2. Profilbild
    LostSongs

    Was heißt, die Sounds sind „gemessen am Preis“ gut? Der Ampero II Stomp ist preislich recht nahe am HX Stomp und die Sounds des HX Stomp sind nicht nur „gemessen am Preis“ gut. Sind die Sounds tatsächlich qualitativ gleichauf mit dem HX Stomp?
    Von den Bedienelementen her sind beide Geräte durchaus vergleichbar.
    Ich finde 500 EUR sind keine Budget-Klasse mehr, denn auch der BOSS GT 1000core ist dann nicht mehr so weit weg. Da wäre es interessant, wie sich das Gerät im Vergleich zu den Platzhirschen schlägt.

    • Profilbild
      gs06

      @LostSongs Für mich liest sich das auch ein wenig so wie: „Das Gerät hat sich stets seinen Fähigkeiten entsprechend bemüht, gut zu klingen.“ :-)

      Da würde ich jetzt auch eher auf eine bewährte Alternative wie z.B. das HX Stomp setzen – die Preisdifferenz ist ja nicht besonders groß und das Stomp gibt es ja auch gelegentlich etwas günstiger als B-Ware oder gebraucht…

  3. Profilbild
    RainerJTM

    Manchmal kommt es mir so vor wie im Camcorder Markt.
    Es gibt mindestens 10 mal mehr Label mit spezifischen Gehäusen als Fabriken und noch mehr Produkttypen.

    Dennoch ist es natürlich wichtig, dass auf dieser Seite über „neue“ Entwicklungen in diesem Segment informiert wird.

    Ergo: Dankeschön

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