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Test: Hunt Instruments Pulsar 23 BD, Bass-Drum Plug-in

Pulsar-23 Bass-Drum-Modul für die DAW

20. Juni 2025

Test: Hunt Instruments Pulsar 23 BD, VST Plug-in

Das Pulsar 23 BD von Hunt Instruments ist die virtuelle Version des Bass-Drum-Moduls des Soma Pulsar-23. Der Schaltplan wurde exakt dem Original nachempfunden und soll dementsprechend auch nach diesem klingen. Wir nehmen uns das Hunt Instruments Pulsar 23 BD heute mal unter die Lupe, vergleichen es mit dem Original und schauen uns die zusätzlichen Funktionen an.

Kurz & knapp

  • Originalsound & Charakter: Der Klang ist nahezu identisch zur Bass-Drum des Soma Pulsar-23 – inklusive der typischen Hüllkurve.
  • Zusatzfunktionen: Features wie Pitchbend, chromatisches Triggern und Circuit-Bending-Optionen erweitern den kreativen Spielraum.
  • Preset-Verwaltung: Eine einfache Preset-Sektion mit Favoritenfunktion erleichtert das Speichern und Organisieren von Sounds.
  • Design & Bedienung: Die skalierbare Oberfläche orientiert sich stark am Original und ist funktional erweitert.
  • Fazit: Ein gelungener Einstieg von Hunt Instruments – überzeugend für Kenner und Einsteiger gleichermaßen.

Bewertung

Hunt Instruments Pulsar 23 BD

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Das Hunt Instruments Pulsar 23 BD Plug-in liegt im VST3- und AU-Format, für Windows ab Version 10 und für macOS (Intel & Silicon) ab Version 11.7 Big Sur, vor. Installiert und getestet habe ich es mit einem macOS Betriebssystem (15.3.2 Sequoia).

Hunt Instruments Pulsar 23 BD Farben

Die Farbauswahl des Pulsar 23 BD

Über Hunt Instruments und den Soma Pulsar-23

Das Hunt Instruments Pulsar 23 BD ist das erste Plug-in des polnischen Herstellers Hunt Instruments, was vermutlich zusätzliche Neugierde weckt. Das Team besteht aus vier Freunden mit unterschiedlichen Backgrounds aus Musik und Technik.

Mit einer Emulation des beinahe schon legendären Soma Pulsar-23, auch wenn es sich zunächst nur um das Bass-Drum-Modul handelt, zieht man sicherlich viele kritische Augen auf sich. Doch genau das hat sich Hunt Instruments zur Aufgabe gemacht: virtuelle Nachbildungen von eher exotischen Hardware-Geräten, die ja oftmals für viele von uns nur schwer erschwinglich sind. Vlad Kreimer, der Kopf hinter dem Soma Pulsar-23, hat das Plug-in selbst getestet und für gut empfunden.

Über den Soma Pulsar-23 haben wir bereits schon einige Beiträge veröffentlicht, weshalb ich mir eine detaillierte Beschreibung ersparen möchte und stattdessen nochmals auf die verschiedenen Testberichte und Workshops hinweise:

Soma Pulsar-23

Das Original, bestehend aus vier Drum-Modulen

Bedienoberfläche des Plug-ins

Die frei skalierbare Bedienoberfläche des Hunt Instruments Pulsar 23 BD Plug-ins erinnert natürlich sehr stark an das Original, weicht aber in Teilen etwas davon ab.

Zunächst befindet sich am oberen Rand das Preset-Menü mit Navigationstasten, eine A/B-Auswahl und eine Undo/Redo-Funktion. Darunter sitzt ein Kippschalter, der ein zusätzliches Konfigurationsfenster für verschiedene Einstellungen aufklappt.

Im Hauptfenster sitzen die Bedienelemente für Tune, Volume, Pitch, Drive, Attack und Release. Außerdem befindet sich hier die ADD-Taste aus dem Sequencer des Soma Pulsar-23. Mit ihr lässt sich das Pulsar 23 BD manuell oder mit zusätzlichen Signalen triggern. Neben der ADD-Taste ist noch eine kleine Anzeige für ein eingehendes Signal angebracht.

Im Konfigurationsfenster von Hunt Instruments Pulsar 23 BD können wir über einen Schieberegler eine von vier Farben auswählen: Orange, Blau, Schwarz oder Weiß. Darunter finden wir sechs weitere Kippschalter. Hier lässt sich für das Tuning zwischen Hertz und Note wählen und eine dynamische und eine chromatische Trigger-Funktion aktivieren.

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Dazu kommt noch ein Schalter für Pitchbend, das sich in Halbtonschritten bis zu einer Oktave nutzen lässt. Die letzten beiden Schalter sind für die Funktionen WTF? und OMG!, die als Knotenpunkte für Circuit-Bending verwendet werden können, ganz im Stil des Originals.

Hunt Instruments Pulsar 23-BD Konfigurationsfenster

Das Pulsar 23 BD mit aufgeklapptem Konfigurationsfenster

Hunt Instruments Pulsar 23 BD: Preset-Verwaltung

Das Hunt Instrument Pulsar 23 BD erlaubt es, alle Einstellungen als Presets abzuspeichern und ein paar davon sind bereits an Bord. Löschen kann man nur die User-Presets und es gibt eine Option zum Duplizieren und Favorisieren seiner Lieblinge.

Die Preset-Verwaltung des Hunt Instruments Pulsar 23 BD

Was bringen die zusätzlichen Funktionen?

Der Tune-Kippschalter des Plug-ins Hunt Instruments Pulsar 23 BD ist selbsterklärend und eine begrüßenswerte Ergänzung zum Original. Der Kippschalter mit der Bezeichnung „Dyn Trg“ steht für ein dynamisches Triggern des Plug-ins. Ist diese Funktion deaktiviert, wird das Hunt Instrument Pulsar 23 BD immer mit voller Anschlagstärke getriggert. Hierbei sollte man nicht die ADD-Taste vergessen, die über MIDI zusätzlich angesteuert werden kann. Im Prinzip ist das Trigger-Verhalten allerdings keine zusätzliche Funktion und lässt sich so auch mit dem Soma Pulsar-23 realisieren.

Aktiviert man die chromatische Trigger-Funktion, klingt das Pulsar 23 BD Plug-in zunächst gar nicht mehr nach Bass-Drum. Nun lässt sich das Plug-in problemlos per MIDI spielen und bleibt dabei immer in Tune.

Allerdings nur von C0 bis C3, so dass alle Noten, die höher liegen, ebenfalls als ein C3 erklingen. Des Weiteren gibt es eine Pitchbend-Funktion mit einem einstellbaren Bereich von 12 Halbtönen und für die beiden Circuit-Punkte WTF und OMG gibt es eine MIDI-Learn-Funktion.

Wie klingt das Pulsar 23 BD von Hunt Instruments?

Wie auch das Original, ist das Hunt Instruments Pulsar 23 BD vor allem für härtere Genres sehr geeignet. Attribute wie druckvoll und durchsetzungsfähig beschreiben den Klang am besten. Es kann aber auch recht sanfte Bass-Drums, die sich meiner Meinung nach eher für LoFi, 90er-Techno oder was einem sonst noch so einfällt eignen.

Ebenfalls identisch zum Original sind auch die Sweet-Spots, so zumindest mein Empfinden. Denn das Zusammenspiel der doch überschaubaren Parameter hat oftmals eine große Wirkung bei bereits kleinen Eingriffen. Das Hunt Instruments Pulsar 23 BD versprüht für mich zu 100 % den Charme seines Vorbilds.

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Klangbeispiele
Fazit

Wer die Bass-Drum des Soma Pulsar-23 kennt, wird sie hier auch problemlos wieder erkennen. Die knack(s)ige Hüllkurve mit dem sensiblen Attack-Bereich entspricht absolut dem Original und auch der Grundklang ist absolut identisch. Ich konnte zwar keinen direkten 1:1-Vergleich machen, hatte aber einen ganzen Haufen an Samples aus dem Workshop und dem Test zur Screw-Version.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass man in den meisten Mixes überzeugt davon ist, das Original zu hören. Mit den zusätzlichen Funktionen könnte es auch interessant sein für diejenigen, die bereits einen Pulsar-23 besitzen.

Ich bin sehr gespannt, ob noch weitere Pulsar-23-Module folgen und was uns Hunt Instruments sonst noch so in Zukunft liefern wird. Der Einstieg ist definitiv sehr gelungen.

Plus

  • sehr gut klingende Emulation des Originals
  • nicht nur als Bass Drum geeignet
  • chromatisch spielbar

Preis

  • 69,- Euro
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Über den Autor
Profilbild

Jens Hecht RED

Irgendwo zwischen Electronica, Dub, Ambient und UK Bass. Freiberuflicher Produzent, Sound Designer und Dozent mit einer Vorliebe für Synthesizer und Eurorack.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Anjin Sun AHU

    Also die BD aus der Pulsar 23, die mich klanglich bisher immer davon abgehalten hat eine zu erwerben, wurde jetzt virtuell erfolgreich geclont! Hat was … 🤭

    • Profilbild
      Anjin Sun AHU

      @Anjin Sun Ist doch super wenn es in deine Kerbe schlägt, in meine „klanglich“ eben nicht! Inzwischen hat Soma die MK2 BD implantiert, welche mich aber auch nicht überzeugt. Um das Herz, die BD, baut sich eine Drummachine auf, dies natürlich dem individuellen Geschmack folgend. Bei der aufgerufenen Bepreisung, und nur 4 Instrumenten, finde ich zusätzlich die Bassspur unpassend, kann jeder MiniAnalogSynth besser.

      • Profilbild
        martin stimming AHU

        @Anjin Sun schöner track! hintenraus hattest du kein pulver mehr, und etwas einfacher gestrickt würde ihm auch gut tun, aber klanglich, mix-mäßig und ästhetisch wirklich gut! (deine bd ist auch für die pulsar eher untypisch, wobei ich mir genau als sweet spot gewünscht hätte, leider fängt das original erst da an und wird halt nur noch aggressiver)

        • Profilbild
          tob4545

          @martin stimming Du: „So schlecht ist die BD vom Pulsar doch gar nicht.“
          „Hier mal ein Track…“
          Daraufhin schreibt Martin Stimming: „deine bd ist auch für die pulsar eher untypisch“
          Deine Antwort: „Kick ist ne DR-2“

          Ich hoffe du merkst selber wie ungeeignet dein Track ist um die BD vom Pulsar zu beurteilen.

          • Profilbild
            tob4545

            @tob4545 „Und meine Zitate in einer anderen Reihenfolge zu nennen, ist halt nicht ganz sauber.“
            Ich habe deine Zitate nicht in einer anderen Reihenfolge genannt.

            „War auch nicht meine Absicht explizit die BD zu demonstrieren.“
            Aber genau so liest sich dein Post. Deswegen schreibt doch Martin Stimming: „deine bd ist auch für die pulsar eher untypisch“

            In den Artikel geht es nur um die BD
            und nicht allgemein um den Pulsar.
            Deswegen machen auch nur Tracks mit der BD des Pulsar Sinn.

            Warum benutzt du eigentlich nicht die BD des Pulsar?

    • Profilbild
      Boris

      @Anjin Sun Ja, es ist keine fette 808/909 BD und sicher nicht für alles geeignet. Das mit dem Plugin geht schon in Ordnung. Was halt das BD (wie die anderen 3 Voices) speziell macht sind die Modulationsmöglichkeiten mit den Krokodilklemmen. Und zum Sound gehört auch die Effektsektion. Beides fehlt im Plugin.

      • Profilbild
        Anjin Sun AHU

        @Boris Witzig … für mich wäre hier genau eine weite Mischung aus 808/909 BD federführend! Vlad liefert nicht, somit diesbezüglich lieber MBase 11.
        Machinedrum – Analog Rythm, und Norddrum 3P überzeugen mich weit mehr! Krokos sind jetzt verbindend modular auch nicht der Bringer, überteuertes Hypeding. 999€ und ich hol mir ne Screw, aber nur in Schwarz. ✊

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          Filterpad AHU

          @Anjin Sun Verstehe mich nicht falsch, aber wie wäre es, in dem du ein 808 u. 909 Sample miteinander vermischt und exportierst dies zu einem Sample? ;O

        • Profilbild
          Boris

          @Anjin Sun Ja, MBase 11… als ich das Teil das erste mal angeschlossen habe und den Trigger gedrückt habe … ein WTF?-Moment. Druckvoll, mächtig. Jomox BD halt…😅

          Ich würde sagen, dass der Pulsar 23 zwar teuer ist, aber nicht overhyped. Das Teil ist schwer und drin hat man alles in diskret. Und durch all die Verbindungen mit den Krokos hat es fast schon sowas wie ein Eigenleben. Man findet immer wieder neue Klänge. Aber natürlich ist die Frage, was man am Ende des Tages klanglich von einer Drummachine erwartet. Für Schranz vielleicht weniger geeignet. Dann doch eher für Industrial oder IDM.

          Oder hör Dir „My Cosmos is mine“ von Depeche Mode an. Da hörst Du den Pulsar.

          Und eben, für 808/909 Territorium MBase 11. Gibt es ja genügend gebraucht schon billig. Die Bedienung ist suboptimal.

  2. Profilbild
    Filterpad AHU

    In Zeiten von Drummodulden in der DAW, NI Battery und free Samples aus dem Netz für Kicks vollkommen uninteressant. Man muß schon spezieller Fan sein für genau diesen Sound. Bei mir ist nur der fettgehalt wichtig und sonst nix. 😂 Da bieten die von mir oben genannten eindeutig mehr.

  3. Profilbild
    ollo AHU

    Klingt schon irgendwie ganz geil aber ob ich jetzt wirklich noch einen weiteren Drummer brauche? Den Pitchverlauf wird man so auch in anderen Plugins nachbauen können und den Drvie wahrscheinlich auch. Bleiben nur noch WTF und OMG als Besonderheit.

    Cool wäre es halt, das komplette Gerät virtuell zu haben, nicht nur die Bassdrum.

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