Test: Ibanez AF2 Airplane Flanger

Sound/Praxis

Der Ibanez AF2 Airplane Flanger ist ein Modulationseffekt, deshalb schaltet man das Gerät natürlich am besten in den Effektweg des Verstärkers. Eingeschaltet wird das Pedal durch Einstecken des Netzteils, die rote LED leuchtet dann auf und zeigt die Betriebsbereitschaft an. Das Geräuschverhalten ist vorbildlich, es herrscht eisige Stille, bevor überhaupt der erste Ton aus dem Speaker erklingt. Und dieser zeigt bereits, wo die Reise mit „Pauls Flugmaschine“ hingeht. Neben klassischen, psychedelisch-schwebenden Flanger-Sounds aller Couleur sind tatsächlich auch schöne dicke, warm und breit klingende Chorus-Sounds dem Gerät zu entlocken. Probieren geht hier über studieren, die Regler reagieren sehr feinfühlig und effektiv auf jede kleine Bewegung, für den Einstieg liegt dem Gerät ein Blatt mit Beispiel-Einstellungen bei, welche eigens von Mr. Gilbert erstellt und benannt wurden.

So weit die nette Seite des Pedals. Doch es geht auch schräg, sehr schräg sogar. Innerhalb von Sekunden lässt sich das Spektrum des Sounds von weich und geradezu lieblich bis hin zu einer wabernden Raketenstart-Kulisse treiben. Und dabei muss man noch nicht einmal den „Taxi-Mode“ verlassen. Tut man dies doch und aktiviert den TAKEOFF-Mode per Fußtritt, ertönt ein schrilles Sirenen-Signal, welches durch eine Selbstoszillation des Flangers generiert wird und einen deutlich höheren Signalpegel als der Flange-Effekt besitzt. In der Lautstärke ist der TAKEOFF-Mode aber leider nicht regelbar, zudem sollte dieser Effekt ohnehin eher als Gimmick betrachtet werden, denn ganz ohne Gimmicks scheint es bei Paul bis heute nicht zu funktionieren.

P.G.

— Fasten your Seat Belts, Ladies and Gentlemen —

Fazit

Der Ibanez AF2 Airplane Flanger ist weit mehr als nur ein schlichtes, weiteres Flangerpedal. Eingepackt in einem stabilen Gehäuse mit Retro-Optik präsentiert der japanische Musikinstrumenten-Gigant in Zusammenarbeit mit dem Saitenartisten Paul Gilbert einen sehr flexiblen Modulations-Effekt, der sämtliche Register in puncto „Breitmach-Sounds“ bereit hält.

Kritikpunkte gibt es so gut wie keine, lediglich den extremen Lautstärkeunterschied zwischen dem TAXI- und dem TAKEOFF-Mode könnte man hier anführen. Doch das trübt das Bild eines gelungenen Effektpedals nur wenig, welches mit einem Straßenpreis von 139,- Euro auch kein allzu tiefes Loch ins Budget schlagen dürfte.

Soundbeispiele: PRS CE24, Bugera V22, Shure SM57, Logic Audio

Plus

  • Sound
  • Verarbeitung
  • Optik

Minus

  • Lautstärkedifferenz zwischen den beiden Funktionen TAXI/TAKEOFF
  • kein Batteriebetrieb vorgesehen

Preis

  • Straßenpreis: 139,- Euro
Klangbeispiele
Forum

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