Test: Ibanez FR-Atticus-BK, E-Gitarre

13. November 2012

Ibanez FR-Atticus

Die Gitarre als Modeaccessoire? Davon ist nicht oft die Rede. Bis auf einige schrille Beispiele aus den Achtzigern und ein den paar guten Stücken Marke Eigenbau, wird die Gitarrenwelt mehrheitlich von einfachem Schwarz, Sunburst und Horn-Imitationen regiert. Nicht dass es an Alternativen fehlen müsste, aber oft wird beim Optischen doch versucht, den breiten Geschmack der Masse zu treffen und die bedankt sich und kauft, was sie schon seit den Sechzigern kennt. Umso schöner, dass man sich bei Ibanez mit dem aus der Rockszene um die Band Blink-182 stammenden Klamotten-Label Atticus zusammengetan hat, um ein bisschen frischen Wind in das Gitarrenstyling zu bringen. Heraus gekommen ist dabei die Ibanez FR-Atticus-BK als limitierte Edition, mit dem markentypischen Deadbird auf der Decke. Was hinter der Optik steckt, finden wir im Amazona-Test heraus.

-- Die Ibanez FR Atticus --

— Die Ibanez FR Atticus —

Konstruktion & Verarbeitung

Im Lieferumfang der in Indonesien gefertigten Ibanez FR-Atticus-BK befindet sich, neben den üblichen und nötigen Werkzeugen für Halseinstellung & Co, ein gut gepolsterter Ibanez-Gigbag mit geräumiger Außentasche sowie ein bequemer Nylongurt. Auch die Atticus beinhaltet die typischen Zutaten der wegen ihrer Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit beliebten Ibanez FR: Der Body ist aus Mahagoni gefertigt. Aus wie vielen Teilen, kann man aufgrund der deckenden Lackschicht leider nicht beurteilen. Die ist bei der Atticus in Schwarz ausgeführt und ohne erkennbare Mängel aufgetragen. Die Telecaster ähnliche Form des Korpus wurde in ergonomischer Hinsicht ein wenig verfeinert, schmiegt sich schön an den Körper und lässt auch dem rechten Arm genug Platz. Das Cutaway und das obere Horn der Gitarre fallen sehr weich und rundlich aus und ein weißes Binding unterstreicht den edel zurückhaltenden Charakter des Instruments.

Auf der Decke findet sich über den Pickups der auf dem Rücken liegende „Deadbird“ in Silbergrau ein wiederkehrendes Motiv aus dem Hause Atticus. Der kleine Markenschriftzug knapp oberhalb der Halsfräsung komplettiert das Styling. Der geschraubte Hals aus der Wizard-Serie ist aus drei Teilen Ahorn gefertigt und in unbehandeltem Zustand belassen, was ein besonders angenehmes Gefühl und wenig Reibung beim Spielen verspricht. Ein wenig mehr Behandlung wäre jedoch wünschenswert gewesen, da das Holz an ein paar Stellen nicht sauber abgeschliffen wurde. Nicht gerade typisch für die sonst so penibel saubere Verarbeitung bei Ibanez, allerdings auch kein Beinbruch, denn Splitter wird sich hier keiner holen und nach ein paar Mal spielen sind diese rauen Stellen mit Sicherheit glatt geschmirgelt. Ein flaches, breites Shaping sorgt für maximalen Spielkomfort, auch wenn hier nicht das ganz flache Halsprofil gewählt wurde. Das Palisandergriffbrett ist mit 24 Bünden versehen, die allesamt sehr sauber in das Holz eingelassen und ordentlich abgerichtet wurden.

Klangbeispiele
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