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Test: Ibanez JEMJR-WH, E-Gitarre

21. April 2015

Low-Budget-Vai

Der Amerikaner Steve Vai zählt zweifellos zu den Zugpferden im Stall von Ibanez, ob man nun seine Musik bzw. sein Spiel mag oder nicht. Unbestritten aber gelten er und der japanische Konzern als Vorreiter in der Entwicklung der Instrumentenkategorie „Super-Strat“, die Mitte der 80er Jahre mit der Entstehung der RG-Serie so richtig Fahrt aufnahm. Schon damals bekam Mr. Vai sein eigenes Signature-Instrument mit dem unverkennbaren „Monkey Grip“ in Höhe des oberen Cutaways.

Das Problem bei Signature-Instrumenten ist ja allerdings, dass dafür in aller Regel meist astronomische Preise aufgerufen werden, so auch bei den Instrumenten von Steve Vai. Daher hat sich Ibanez entschlossen, die Vai Signature in unterschiedlichen Preisregionen anzubieten, um auch Leuten mit weniger dicker Brieftasche Lust auf ein Instrument zu machen, das zumindest auf den ersten, flüchtigen Blick kaum anders ausschaut als die ungleich teureren Modelle aus japanischer Fertigung. Dabei herausgekommen ist die brandneue Ibanez JEMJR-WH, die wir nun mal genauer unter die Lupe nehmen werden.

Front

— Die Ibanez JEMJR-WH —

Facts & Features

Wie die meisten von uns ja wissen, sind die Instrumente von Ibanez grob in drei unterschiedliche Kategorien eingeteilt. Ganz oben rangiert die Prestige-Baureihe mit zumeist superben Instrumenten japanischer Herkunft, darunter sitzen die Premium-Modelle aus indonesischer Fertigung, deren Qualitätsstandard oft kaum von denen der Oberklasse Instrumente abweicht. Die Grenzen sind hier in der Tat fließend und manches Mittelklasse-Premium-Instrument kann in puncto Verarbeitung, Sound und Bespielbarkeit locker mit den Upper-Class-Modellen mithalten. Unsere Ibanez JEMJR-WH sitzt mit ihren 479,- Euro somit ganz offensichtlich am unteren Ende der Preisskala, auch hier ist das Herstellungsland Indonesien, allerdings wurde an vielen Bereichen der Gitarre noch einmal der Rotstift eingesetzt. Manchmal dezent, manchmal etwas auffälliger. Aber der Reihe nach.

Monkey

— Unverwechselbares Markenzeichen: der Monkey Grip —

Ausgeliefert wird die „Budget-Vai“ ohne ein Behältnis, weder Gigbag oder gar Koffer gehören zum Lieferumfang. Das Instrument selbst besitzt die gewohnte Ibanez RG-Form mit all den Annehmlichkeiten, die man über die Jahre so lieb gewonnen hat. Die Rede ist (neben den ergonomischen Fräsungen des Korpus) hier natürlich von dem weit ausgesägten unteren Cutaway und insbesondere vom bequemen Hals-Korpus-Übergang, die beide ein lockeres Bespielen bis in die höchsten Regionen des Griffbretts ermöglichen.

Klangbeispiele
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