Test: Ibanez JTKB300-WH, E-Bass

4. Mai 2010

Ibanez JTKB300-WH

-- Der IBANEZ JTKB300-WH --

— Der IBANEZ JTKB300-WH —

Im Autodesign, in der Architektur, in Kinofilmen, in der Mode und in der Musik sowieso – permanent und in immer kürzer werdenden Zyklen und sogar überschneidend, werden schon längst vergangene Zeiten wieder aufgegriffen und in unseren aktuellen Zeitgeist übertragen. Ein Revival nach dem anderen, Retro hier und Retro da, Vintage ist einfach Kult. Erinnern wir uns doch nur ein Mal an das Jahr 2008, als Amy Winehouse, Duffy, Adele und Co. die Charts mit ihrem Soul-Pop der 60er Jahre stürmten.

Keine Frage. Musikalisch gesehen befinden wir uns seit ein paar Jahren – zum Glück – in einem Rock-Revival, in dem handgemachte Musik bei einem großen Publikum anscheinend positiv aufgenommen wird. Um diese Retrowelle als Musiker beim Publikum überzeugend rüberzubringen, reicht es nicht nur modisch korrekt gekleidet zu sein. Das Instrument spielt dabei neben dem authentischen Sound als Accessoire eine ebenso wichtige Rolle. Allerdings verhält sich die Preispolitik von in die Jahre gekommenen Bekleidungsartikeln und antiken Vintage-Instrumenten äußerst gegensätzlich. Alte Klamotten kann man für wenig Geld auf dem Flohmarkt erwerben. Doch sucht man nach einem funktionstüchtigen Originalinstrument aus den 60ern, muss man schon ein Vielfaches vom eigentlichen Kaufpreis auf den Tisch legen.

Ausgehend von der Ibanez Jet King-Serie für Gitarristen, die sich deutlich in Form und Farbe an der Fender Jazzmaster der 60’s orientiert, kommt dieses Konzept nun auch in einer Basslinie mit dem Ibanez JTKB300-WH zum tragen. Ob dieser nicht nur den Look, sondern auch den authentischen Sound und Spirit der 60’s mit sich bringt, werden wir im weiteren Testverlauf klären.

Im Detail

Wie schon zu erwarten gehört zum Rundum-sorglos-Paket ganz Ibanez-typisch neben dem Jet King Bass noch ein kurzes Instrumentenkabel, ein Inbusschlüssel für die Halsschraube, ein ordentlicher Gigbag und ein Gewebe-Gurt. Damit lässt sich auf jeden Fall schon mal arbeiten, ohne zusätzlich das eigene Portemonnaie mit Extraausgaben zu belasten.

Der erste Eindruck vom Ibanez Jet King ist überraschend gut. Hinsichtlich der Verarbeitung lassen sich am ca. 3,5 kg schweren Longscale-Bass keine bemerkenswerten Mängel feststellen. Alles sitzt fest am rechten Platz und es gibt keine scharfen Kanten und Ecken, wie sie des Öfteren bei Produkten in dieser Preisklasse vorzufinden sind.

Farblich hält sich das Instrument relativ zurück. Der ca. 4,3 cm dicke und massive Mahagoni-Korpus ist in eine weiße Hochglanzlackierung gehüllt und stellt damit im Moment die einzige Farbwahl für die Jet King- Serie dar. Da der Jet King Bass allerdings erst ganz frisch auf der NAMM Show 2010 im Januar vorgestellt wurde, kann wahrscheinlich davon ausgegangen werden in naher Zukunft aus einer größeren Farbpalette auswählen zu können.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    BA6  

    Schöner Test und schöne Klangbeispiele! Herzlichen Dank! Ich habe nur noch nicht verstanden, mit welchen Pickupeinstellungen die Klangbeispiele 1 bis 3 gemacht worden sind. Beim Klangbeispiel 3 ist mir aufgefallen, dass die Oktaven sehr unsauber in der Intonation sind. Ist der Bass nicht oktavrein eingestellt oder einfach nur verstimmt?
    Gruß, Ba6

    • Profilbild
      a.dasic  AHU

      Hallo BA6,

      vielen Dank für das Lob!
      Die Pickupeinstellungen bei den Klangbeispielen eins bis drei sind intuitiv gewählt und nur bei den Beispielen vier bis acht wurde explizit mit festgelegten Einstellungen gearbeitet, um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
      Da die Klangbeispiele über mehrere Tage verteilt entstanden sind, hat sich anscheinend eine leichte Verstimmung eingeschlichen. Eine Oktavunreinheit ist mir in keinster Weise aufgefallen. Bei den nächsten Tests wird öfters gestimmt, dann stimmts auch :)

      Gruß
      Alex

  2. Profilbild
    Hardiko

    Ich habe diesen Bass nun schon seit drei Jahren und freue mich jedes Mal, wenn ich darauf spiele. Der beste Bass, den ich jegespielt habe und das waren sehr, sehr viele…! Da können viele Bässe, die eine Null mehr im Preis haben, nicht mithalten! So vielseitig ist kein anderer Bass und slappen kann man damit auch. Er ist nicht kopflastig, die Pickups haben richtig viel Dampf, die Verarbeitung ist sehr gut. Man kann jeden Musikstil damit spielen, von Polka bis Metal. Ich spiele sehr viel auf Sessions und da sorgt dieser Bass jedes mal für ehrfüchtiges Staunen! Wenn es vielsetig sein muß, nehm ich diesen Bass mit. Er setzt sich immer durch. Man hat drei Bässe in einem, Jazzbass, Precision und Gibson und auch alle Variationen davon.

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