Test: iConnectivity iConnectAudio2+, Audio-/MIDI-Interface

iCA2+ and iCA4+ im Vergleich

Die Version für Tech-Freunde:

Audio
AD-Wandlung (Eingänge)
iCA2+: 102 dB
iCA4+: 102 dB
DA-Wandlung (Ausgänge)
iCA2+: 104 dB
iCA4+: 106 dB

Microfoneingänge, 20 Hz – 20 kHz Gain: 0- 60 dB (1 dB steps)
iCA2+: SNR: 104 dB (1 kHz, 1 Vrms, 22 Hz-22 kHz, A-wt, lowest gain)
iCA4+: SNR: 110 dB (1 kHz, 1,2 Vrms, BW: 22 Hz-22 kHz, A-wt, Unity Gain)

iCA2+: THD+N: -90 dB (1 kHz, 1 Vrms, 22Hz-22kHz, A-wt, lowest gain)
iCA4+: THD+N: -99 dB (1kHz, 1,2 Vrms, BW: 22 Hz-22 kHz, A-wt, Unity Gain)Line-

Eingänge (Symmetrisch) 20 Hz – 20 kHz
iCA2+: SNR: 104 dB (1 kHz, 2 Vrms, 22 Hz-22kHz, A-wt)
iCA4+: SNR: 111 dB (1 kHz, 10 Vrms, BW: 22 Hz-22 kHz, A-wt)

iCA2+: THD+N: -88 dB (1 kHz, 2 Vrms, 22 Hz-22 kHz, A-wt
iCA4+: THD+N: -99 dB (1 kHz, 1,2 Vrms, BW: 22 Hz-22 kHz, A-wt)

iCA2+: Max. Eingangs-Level: 8 Vrms, 20 dBu, 18 dBV, A-wt, 1% THD+N, SNR=116 dB)
iCA4+: Max. Eingangs-Level: 11 Vrms, 23 dBu, 21 dBV, A-wt, 1% THD+N, SNR=116 dB)

– Instrumenteneingänge (unsymmetrisch) 20 Hz – 20kHz
iCA2+: SNR: 104 dB (1 kHz, 2 Vrms)
iCA4+: SNR: 95 dB (1 kHz, 5 Vrms)

iCA2+ THD+N: -88 dB (1 kHz, 2 Vrms)
iCA4+: THD+N: -92 dB (1 kHz, 5 Vrms)

– Maximaler. Eingangs-Level:
iCA2+: 8 Vrms, 20 dBu, 18 dBV, (A-wt, 1% THD+N, SNR= 116 dB)
iCA4+: 10 Vrms, 22 dBu, 20 dBV, (A-wt, 1% THD+N, SNR= 94 dB)

– Line-Ausgänge (1kHz, 22Hz-22kHz, A-wt)
iCA2+: Max. Ausgangs-Level: 3,1 Vrms, 12 dBU, 9,8 dBV
iCA4+: Max. Ausgangs-Level: 3,6 Vrms, 13 dBu, 11 dBV

iCA2+: SNR: 98 dB
iCA4+: SNR: 115 dB

iCA2+: THD+N: -98 dB
iCA4+: THD+N: -112 dB

– Kopfhörerausgang
iCA2+ SNR: 100 dB
iCA4+: SNR: 100 dB

iCA2+: THD+N: -99 dB
iCA4+: THD+N: -100 dB

iCA2+: Power output into 30 Ohms per channel: 34 mW per channel
iCA4+: Power output into 30 Ohms per channel: 73 mW per channel

Für Nicht-Techs die Zusammenfassung der Audio-Unterschiede

Das iCA2+ ist etwas leiser und rauscht mehr, ist etwas empfindlicher bei den Eingängen und etwas weniger robust gegen Verzerrung und Übersteuerung am Ausgang. Das iCA4+ ist elektrisch gesehen in allen Punkten besser. Die Frage ist aber, ob das iCA2+ deswegen um so viel schlechter ist, dass man es hört.

Nun, bei allem was sich um ein paar Dezibel bewegt, erachte ich als nicht relevant in der Praxis. Lediglich der deutlich schlechter Rauschabstand des iCA2+ von mehr als 17 dB (SNR: 98) und der THD+D Wert lassen aufhorchen und sei nur wegen der Gewohnheit, dass einem so geringe Werte bei Audiointerfaces nur recht selten unterkommen. Aber Rauchabstand bedeutet nur, dass hier nur extrem leise Signale – eventuell – ein Problem darstellen. Der Rauschabstand liegt aber immer noch weit über dem, was analoge Geräte üblicherweise zu bieten haben.

Mit einer Ausgangsläutstärke von +12 dBu (Profi-Line-Level = +4 dBu) kann man sich immer noch problemlos die Ohren durchföhnen, auch wenn der THD+N-Wert dann nicht unbedingt für das allersauberste Signal hindeutet.

Das alles macht das iCA2+ keineswegs schlecht oder gar unbrauchbar, bestimmt nicht. Es erinnert einen nur daran, dass man in dieser Preisklasse, die trotz der Verbesserungen in den letzen Jahren, nicht „alles‟ erwarten darf. „Alles‟ darf man ab dem fünffachen Preis erwarten. Das iCA2 lässt aber jedes andere Interface der 200,- Euro Preisklasse hinter sich.

Die MIDI-Eigenschaften

iCA2+: 1x 1 MIDI-DIN
iCA4+: 1x 1 MIDI DIN

iCA2+: 5 MIDI-Port (à 16 Kanäle)
iCA4+: 29 MIDI-Port (à 16 Kanäle)

iCA2+: 2 USB-Device-Anschluss (Host-Computeranschluss)
iCA4+: 2 USB-Device-Anschluss (Host-Computeranschluss)

iCA2+: Anzahl der USB-MIDI-Ports pro Geräte-Anschluss (Host-Computeranschluss): 2
iCA4+: Anzahl der USB-MIDI-Ports pro Geräte-Anschluss (Host-Computeranschluss): 10

iCA2+: USB-Host-Anschluss: 0
iCA4+: USB-Host-Anschluss: 1

iCA2+: Anzahl der USB-MIDI-Ports pro USB-Host-Anschluss: 0
iCA4+: Anzahl der USB-MIDI-Ports pro USB-Host-Anschluss: 8

Zusammenfassung der MIDI-Daten

Der auffallendste Unterschied ist die deutlich geringere Anzahl an MIDI Ports. „Nur‟ fünf MIDI-Ports können beim iCA2+ vergeben werden, was aber immer noch mehr als ausreichend ist für maximal drei Geräte (2x Computer, 1x MIDI-DIN). Es hat zumindest den Vorteil gegenüber dem iCA4+, dass die Verwaltung wesentlich übersichtlicher ist. Doch selbst mit dem Vorhandenen liegen die hardwareseitigen MIDI-Fähigkeiten des iCA2+ so ziemlich über allen anderen Interfaces am Markt und sind in dieser Preisklasse ein Alleinstellungsmerkmal.

Wesentlich schwerer wiegt beim iCA2+ allerdings das Fehlen der USB-Host-Fähigkeit. Das iCA4+ bietet nämlich die Möglichkeit, noch ein USB-MIDI-Gerät direkt am Interface betreiben zu können. So konnte z.B. ein USB-MIDI-Keyboard seine Befehle direkt an einen MIDI-DIN Synthesizer schicken, ohne dass ein Computer im Spiel ist. Das iCA2+ kann das nicht. Hier müssen USB-MIDI-Geräte wieder über einen Computer angeschlossen werden und per Dritt-Software zwischen den MIDI-Ports der verschiedenen Geräte und denen des iCA2+ vermittelt werden. Für iOS gibt es Apps wie MIDI-Bridge oder MIDI-Flow.

Forum
  1. Profilbild
    Ashatur  AHU

    Kurz vor Jahresende da musste natürlich mein PC komplett abschmieren. Da dachte ich mir Ok jetzt reicht es und jetzt kommt mir ein Apple ins Haus. Gesagt gesagt getan nun hab ich ich ein Mc Book Pro aber es kam mit Mojave und nun funzt mein Audio Interface nicht mehr. Jetzt bin ich auf der suche nach einem günstigen aber guten Interface welches mit Mojave kompatibel ist. Auf der Liste steht es sollte funktionieren aber ich frage doch lieber mal in die Runde ob jemand erfahrung mit Mojave und diesem Interface hat?

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hi Ashatur,

      mir ist bis jetzt noch kein USB-Klassenkompatibles Audiointerface untergekommen, das nicht mit Mojave kompatibel ist, Ausnahmen mag es sicher geben.

      Ich hab jetzt mein iCA2+ nicht da, aber mein iC-MIDI2+ funzt tadellos unter Mojave.

      Das iCA2/4+ punkten vor allem wenn ZWEI Rechner miteinander kommunzieren sollen, ansonsten sind diese Interface klanglich leider nicht besonders (deswegen hab ich vornehmlich nur das iCM2+ in Verwendung).
      Von den preiswerten Interfaces die ich getestet habe stehen zZ vor allem das Presonus Studio 6/8 und das M-Audio 8X4M heraus. Klanglich um Welten besser als iConnectivity, aber dafür halt nur I/O-Kisten.

      Da ich mal annehme, das Dein Mac nur noch USB-C Anschlüsse hat, solltest unbedingt darauf achten halbwegs gescheite USB-Kabel zu verwenden. Gerade iC sind dafür bekannt minderwertige Kabel mitzuliefern.

      • Profilbild
        Ashatur  AHU

        Danke für die schnelle Antwort :-)
        Ja es sind USB 3 und Thunderbolt 2 anschlüsse. Da hab ich jetzt auch etwas geschaut und da finde ich nur die von Zoom UAC- 2 und TAC-2R in dieser Preissklasse… naja vieleicht doch auf eine Apollo sparen :-D das würde halt heißen ne weile keinen Sound machen…

        • Profilbild
          Markus Schroeder  RED

          Ein Apollo Twin MK2 Solo gbits ab 679 Euro. Hält sich ja noch in Grenzen.

          Und original Apple TB-Kabel kaufen! Scheißteuer aber dafür tut es wenigstens. Da es ein sehr steifes Kabel ist evtl. auf Biegeradius und Verdrehungen achten.

  2. Profilbild
    FriFlo

    An alle, die dieses Interface kaufen wollen und es nutzen möchten um Midi zwischen Mac/PC und iPad hin und her zu schicken: Nicht kaufen! Das geht nämlich nur noch mit der alten und lange aufgekündigten Software (iConfig). Mit der neuen Software sieht alles etwas einfacher aus, es wird aber eben nicht mehr der hier beworbene Feature-Umfang möglich gemacht. Die Firma äußert sich zudem nicht, ob sie plant die alten Features irgendwann wieder möglich zu machen und das ist auch eher unwahrscheinlich, da die neue Software bereits seit mehr als 2 Jahren raus ist …

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