Test: iConnectivity iConnectAudio2+, Audio-/MIDI-Interface

iConnectivity-iConnectAudio2plus-noise

iCA2+ – Rauschen -20dBFS

Das Rauschenbild zeigt jedoch eine ausgewogene Wiedergabe aller Frequenzen.

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iCA2+ – Rauschen -20dBFS

THD
Die Bilder zeigen die Sinusantwort bis 1 dB vor dem Clippunkt und mit 0 dB am Clippunkt. Hier gab es nichts Unerwartetes für diese Preisklasse. Die Lautstärke der Verszerrung geht aber völlig in Ordnung. Deutlich zu sehen der Noise-Floor bei -105 dBFS.

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iCA2+ – Sinus @ 1 kHz, -1 dBFS

 

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iCA2+ – Sinus @ 1 kHz, 0 dBFS

Klang

Soweit ich das aus der Erinnerung noch beurteilen kann, schließlich habe ich iCA4+ schon ein Jahr lang nicht mehr gehört, hat sich an den Audioqualitäten nichts Merkliches geändert (Details bitte im iCA4+ Test nachlesen).

Aber der Vollständigkeit halber meine frischen Empfindungen vom iCA2+ mit meinen Standarttestmusikstücken noch mal zusammengefasst:

„We’re in this together‟ (Nine Inch Nails): Die Wall Of Sound des Refrain bleibt eine Wall. Die Riffs sind nicht besonders feingezeichnet, die Drums und Snare kommen zwar durch, aber den Hi-Hats fehlt es eindeutig an Luft.

„Starfucker Inc.‟ (Nine Inch Nails): Die Bass-Drum rollt nicht bis nahe an das Taktende, wie sie es sollte. Auch „Making of Cyborg‟ (Kenji Kawai, Ghost in the Shell Soundtrack) entfaltet nicht die Hallfahnen, die dem Track gebühren. Die Hallfahnen verklingen bei beiden Tracks zu schnell.

Die Eindrücke decken sich damit sehr genau mit dem, was ich im ICA4+ Test geschrieben hatte. Insgesamt klingt das ICA2+ frisch und knackig, lässt aber bei der Detailauflösung, Transientenschnelligkeit und Tiefenstaffelung nach. Es hat einen etwas kompakteren Sound, der mehr Körper und Räumlichkeit zulassen sollte. Hier werden die Unterschiede zu RME (Babyface Pro), MOTU (UltraLiteAvB), Resident Audio (T4), oder McMillen (K-Mix) deutlich, die dem Sound ungleich mehr Raum, Körper und Detail zugestehen. Deutlich ist auch immer noch der Unterschied zwischen dem Standardaudioausgang meines Mac mini (late 2014) und dem iCA2+. Deutlich aber nicht drastisch.

Markteinordnung

Aufgrund seines Einführungspreises von knapp 400,- Euro hatte das iCA4+ kein besonders gutes Klang-Preis-Verhältnis, konkurrierte es in dieser Klasse schließlich mit dem MOTU Microbook II, von dem Kollege Siegfried Schöbel mittlerweile bestätigte, dass es klanglich nicht von einem MOTU 828x zu unterscheiden ist oder dem SPL Creon bzw. SPL Crimson. An alle drei kommt das iCA4+ klanglich nicht ran.

Beim iCA2+, das sich nun in der Unter-200-Euro-Klasse bewegt, sieht das Ganze jedoch völlig anders aus. Hier wird man suchen müssen, bis man ein besser klingendes Interface findet, und nimmt man die Routing-Möglichkeiten und die Kaskadierbarkeit mit dazu, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis geradezu phänomenal. Etwas vergleichbar Flexibles gibt erst wieder mit AVB, dann aber in einer ganz anderen Preisklasse.

Die iConnectAudio-Serie würde ich nicht unbedingt für kritische Mastering-Aufgaben einsetzen. Für eine praktische, gut zu beurteilende Musikproduktion und kernige Live-Auftritte reicht es aber locker und Musikalität muss man dem ICA2+ nun wirklich bestätigen. Wer in Richtung Focusrite (Clarett) denkt, aber nicht soviel ausgeben will, sollte hier unbedingt mal reinhören.

Forum
  1. Profilbild
    Ashatur  AHU

    Kurz vor Jahresende da musste natürlich mein PC komplett abschmieren. Da dachte ich mir Ok jetzt reicht es und jetzt kommt mir ein Apple ins Haus. Gesagt gesagt getan nun hab ich ich ein Mc Book Pro aber es kam mit Mojave und nun funzt mein Audio Interface nicht mehr. Jetzt bin ich auf der suche nach einem günstigen aber guten Interface welches mit Mojave kompatibel ist. Auf der Liste steht es sollte funktionieren aber ich frage doch lieber mal in die Runde ob jemand erfahrung mit Mojave und diesem Interface hat?

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hi Ashatur,

      mir ist bis jetzt noch kein USB-Klassenkompatibles Audiointerface untergekommen, das nicht mit Mojave kompatibel ist, Ausnahmen mag es sicher geben.

      Ich hab jetzt mein iCA2+ nicht da, aber mein iC-MIDI2+ funzt tadellos unter Mojave.

      Das iCA2/4+ punkten vor allem wenn ZWEI Rechner miteinander kommunzieren sollen, ansonsten sind diese Interface klanglich leider nicht besonders (deswegen hab ich vornehmlich nur das iCM2+ in Verwendung).
      Von den preiswerten Interfaces die ich getestet habe stehen zZ vor allem das Presonus Studio 6/8 und das M-Audio 8X4M heraus. Klanglich um Welten besser als iConnectivity, aber dafür halt nur I/O-Kisten.

      Da ich mal annehme, das Dein Mac nur noch USB-C Anschlüsse hat, solltest unbedingt darauf achten halbwegs gescheite USB-Kabel zu verwenden. Gerade iC sind dafür bekannt minderwertige Kabel mitzuliefern.

      • Profilbild
        Ashatur  AHU

        Danke für die schnelle Antwort :-)
        Ja es sind USB 3 und Thunderbolt 2 anschlüsse. Da hab ich jetzt auch etwas geschaut und da finde ich nur die von Zoom UAC- 2 und TAC-2R in dieser Preissklasse… naja vieleicht doch auf eine Apollo sparen :-D das würde halt heißen ne weile keinen Sound machen…

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          Markus Schroeder  RED

          Ein Apollo Twin MK2 Solo gbits ab 679 Euro. Hält sich ja noch in Grenzen.

          Und original Apple TB-Kabel kaufen! Scheißteuer aber dafür tut es wenigstens. Da es ein sehr steifes Kabel ist evtl. auf Biegeradius und Verdrehungen achten.

  2. Profilbild
    FriFlo

    An alle, die dieses Interface kaufen wollen und es nutzen möchten um Midi zwischen Mac/PC und iPad hin und her zu schicken: Nicht kaufen! Das geht nämlich nur noch mit der alten und lange aufgekündigten Software (iConfig). Mit der neuen Software sieht alles etwas einfacher aus, es wird aber eben nicht mehr der hier beworbene Feature-Umfang möglich gemacht. Die Firma äußert sich zudem nicht, ob sie plant die alten Features irgendwann wieder möglich zu machen und das ist auch eher unwahrscheinlich, da die neue Software bereits seit mehr als 2 Jahren raus ist …

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