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Test: iConnectivity PlayAUDIO2U, Redundanz-Interface

Wenn der Laptop ausfällt, läuft die Show weiter

26. Februar 2026
Test: iConnectivity PlayAUDIO2U, redundantes Interface
Test: iConnectivity PlayAUDIO2U, redundantes Interface

Software-Instrumente, Playbacks und komplette Show-Setups laufen heute oft vollständig über den Laptop und sind teilweise sogar das technische Herz einer Show. Umso wichtiger ist es, dass auf der Bühne alles jederzeit zuverlässig funktionieren muss. Genau dafür gibt es neuerdings das iConnectivity PlayAUDIO2U, das maximale Sicherheit durch echte Redundanz kombiniert mit umfangreicher Audio- und MIDI-Ausstattung verspricht. Ob dieses Konzept im Live-Alltag überzeugt und für wen sich das Gerät lohnt, soll dieser Testbericht zeigen.

Kurz & knapp
Was ist es? Das iConnectivity PlayAUDIO2U ist ein Audio- und MIDI-Interface mit echter Redundanz, speziell für den professionellen Live-Einsatz.
  • Redundanz & Sicherheit: Automatische Umschaltung zwischen zwei Rechnern sorgt für ausfallsicheren Live-Betrieb.
  • Vielfältige Anschlüsse: 24 symmetrische XLR-Outs, vier XLR-Ins, MIDI I/O, USB- und Ethernet-Ports bieten maximale Flexibilität.
  • Intuitive Bedienung: OLED-Display, Encoder, Control-Buttons und direkte Menüführung ermöglichen schnelle Navigation ohne Software.
  • Praxisstark: Ideal für komplexe Playbacks mit Ableton – auch als kompakteres 1U-Modell erhältlich.

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iConnectivity PlayAUDIO2U
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Warum braucht man ein redundantes Interface?

In vielen modernen Live-Setups ist der Computer zum zentralen Klangerzeuger geworden, denn virtuelle Instrumente, Playbacks oder komplexe MIDI-Steuerungen laufen häufig vollständig über eine DAW. Fällt dieser eine Rechner während einer Show aus, ist der Sound im schlimmsten Fall sofort weg. Gibt der Rechner auch einen Timecode für die Synchronisation von Bühnenlicht und weiteren Show-Elementen aus, ist ein Ausfall noch problematischer. Redundanz bedeutet in diesem Zusammenhang, dass zwei identisch eingerichtete Rechner parallel betrieben werden. Beide spielen zur selben Zeit dasselbe Material ab, während ein Interface überwacht, welches der beiden Systeme aktiv ist.

Kommt es zu einem Absturz, Verbindungsabbruch oder Systemfehler, wird automatisch oder wahlweise auch manuell auf den zweiten Rechner umgeschaltet, idealerweise ohne hörbare Unterbrechung. Ein redundantes Interface übernimmt dabei im Prinzip die Rolle der Schaltzentrale: Es verbindet beide Rechner, gibt benötigte Audio- und MIDI-Daten weiter und sorgt dafür, dass ein Systemausfall nicht zum Stopp der gesamten Show führt. Gerade bei professionellen Produktionen auf Industriestandard ist dieses Konzept inzwischen ein fester Bestandteil.

Äußere Merkmale vom iConnectivity PlayAUDIO2U

Das Gehäuse

Das Interface ist als 19-Zoll-Gerät mit zwei Höheneinheiten ausgeführt, das mit einer Tiefe von etwa 20 cm auch in kompakteren Racks gut unterzubringen ist. Das Gehäuse besteht vollständig aus Metall und macht einen sehr soliden Eindruck.

Frontpanel und Bedienung

Die Frontseite des Geräts ist recht übersichtlich aufgebaut: Mittig sitzt ein gut ablesbares OLED-Display, das Pegel, Szenenstatus, MIDI-Aktivität und weitere Systeminformationen anzeigt. Darunter befinden sich beschriftete Tasten für verschiedene Punkte des Menüs. Ein Endlos-Encoder neben dem Display übernimmt die Navigation und Parameteränderung. Ergänzt wird das schlichte Bedienkonzept durch einen separaten Kopfhörerregler und vier frei belegbare Control-Buttons auf der rechten Seite.

iConnectivity PlayAUDIO2U im Betrieb für Backing Tracks über Ableton Live.

iConnectivity PlayAUDIO2U im Betrieb für Backing-Tracks über Ableton Live

Anschlüsse auf der Vorderseite

Vorne ist das iConnectivity PlayAUDIO2U mit vier Kombibuchsen ausgestattet, die beispielsweise für Mikrofone, Line-Signale oder Instrumente genutzt werden können. Phantomstrom und Hi-Z-Modus lassen sich im Menü pro Kanal schalten. Ebenfalls vorne platziert sind der Kopfhörerausgang, die beiden USB-C-Anschlüsse für die zwei Rechner und ein USB-Host-Port. Außerdem befinden sich auf der Front zwei 5-polige MIDI-Anschlüsse (In 1 und Out 1) sowie zwei Control-Ports für optionale Fußschalter.

Die vier Control-Buttons auf der Vorderseite des iConnectivity PlayAUDIO2U können frei belegt werden.

Die vier Control-Buttons auf der Vorderseite des iConnectivity PlayAUDIO2U können frei belegt werden

Rückseite und Audioausgänge

Auf der Rückseite stehen 24 symmetrische XLR-Ausgänge bereit. Viel Platz für andere Anschlüsse bleibt hier zwar nicht, dennoch konnte iConnectivity zwei weitere 5-polige MIDI-Anschlüsse (In 2 und Out 2), drei USB-Host-Ports, zwei Ethernet-Buchsen und den Anschluss für die Stromversorgung unterbringen.

Das iConnectivity PlayAUDIO2U ist mit 24 symmetrischen XLR-Ausgängen ausgestattet.

Das iConnectivity PlayAUDIO2U ist mit 24 symmetrischen XLR-Ausgängen ausgestattet

Technische Angaben zum iConnectivity PlayAUDIO2U

Audio-Informationen

Das Interface arbeitet mit einer internen Auflösung von 24 Bit und unterstützt Samplerates bis zu 96 kHz. Die Wandler der 24 Ausgänge auf der Rückseite bieten einen recht hohen Dynamikumfang und sind klar auf konstante Pegel im Live-Betrieb ausgelegt.

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Konzept und Redundanz

Ein zentrales Merkmal des iConnectivity PlayAUDIO2U ist das Zwei-Szenen-Prinzip: Szene A und Szene B stehen jeweils für einen der beiden per USB-C angeschlossenen Rechner. Die Umschaltung zwischen beiden Systemen kann manuell (Knopfdruck auf den „Scene“-Schalter) oder automatisch erfolgen. Für Letzteres wird ein dauerhaftes Audio- oder MIDI-Signal vom Hauptrechner genutzt, wie beispielsweise das kostenlose Plug-in Life Sine von iConnectivity. Bricht dieses Signal ab, schaltet das Interface verzögerungsfrei auf den Backup-Rechner um.

Routing und interne Signalführung

Das interne Routing des iConnectivity PlayAUDIO2U ist recht flexibel aufgebaut, denn jeder einzelne Ausgang kann gezielt einem der beiden Rechner zugewiesen werden. Pegel, Mute-Status und Kanalzuordnung lassen sich entweder direkt am Gerät oder über die Software Auracle X einstellen. So lassen sich auch komplexere Setups mit mehreren Stems, Klick-Spuren oder separaten Monitorwegen realisieren.

Einstellungen für die vier Audio-Eingänge des iConnectivity PlayAUDIO2U.

Einstellungen für die vier Audioeingänge des iConnectivity PlayAUDIO2U

MIDI-und Netzwerk-Funktionen

Neben den klassischen 5-poligen MIDI-Anschlüssen dient das iConnectivity PlayAUDIO2U auch als zentrale MIDI-Schaltstelle: Über die USB-Host-Ports auf der Vorder- und Rückseite können mehrere Controller und Expander direkt am Interface angeschlossen werden, über die dann gleichzeitig auf beide Rechner zugegriffen werden kann. So kann beispielsweise ein zentraler „Play“-Button auf einem angeschlossenen MIDI-Controller eingerichtet werden, über den die beiden parallel laufenden DAW-Projekte gestartet werden können. Zusätzlich ermöglichen die beiden Ethernet-Anschlüsse Verbindungen über größere Distanzen.

Falls der MIDI-Host-Port auf der Vorderseite nicht reichen sollte: Das iConnectivity PlayAUDIO2U bietet mehr Anschlüsse auf der Rückseite.

Falls der MIDI-Host-Port auf der Vorderseite nicht reichen sollte: Das iConnectivity PlayAUDIO2U bietet mehr Anschlüsse auf der Rückseite

Das iConnectivity PlayAUDIO2U in der Praxis: Keyboard-Setup

Getestet wurde das iConnectivity PlayAUDIO2U unter anderem in einem klassischen Keyboard-Setup mit MainStage als zentraler Soundquelle. Zwei MacBooks waren parallel über die beiden USB-C-Anschlüsse als Rechner A und Rechner B angeschlossen. Ein MIDI-Keyboard diente als Spieloberfläche, ein MIDI-Controller zur Steuerung verschiedener Parameter. Beide Rechner liefen mit identischen MainStage-Patches und Routings, sodass ein nahtloser Wechsel jederzeit möglich war.

Die Einrichtung der Redundanz funktionierte recht schnell. Sobald der automatische Failover mit dem herstellereigenen Live Sine-Plug-in auf Rechner A aktiv war, war das Setup startklar. Im Test reagierte das iConnectivity PlayAUDIO2U sehr schnell und ohne hörbare Unterbrechung, was vor allem bei Klavier-Sounds sofort auffallen würde. Auch manuelle Wechsel zwischen Rechner A und B ließen sich unkompliziert mit einem Knopfdruck auslösen und bieten zusätzliche Kontrolle, falls man nicht nur auf die automatische Umschaltung setzen möchte.

Auch die Verbindung zu den MIDI-Geräten lief insgesamt problemlos: Keyboard und Controller wurden von beiden Rechnern direkt erkannt und auch Latenzen waren nicht zu hören. Für Keyboarder, die vollständig auf Software-Instrumente setzen, bietet das iConnectivity PlayAUDIO2U also eine sehr solide Basis, auch wenn man dafür natürlich einen zweiten Mac-Rechner benötigt.

Hier geht es zum AMAZONA-Workshop für MainStage-Einsteiger. 

Das iConnectivity PlayAUDIO2U in der Praxis: Backing-Tracks

Der zweite Praxistest zielt auf die Anwendung von Backing-Tracks und Klick-Spuren über die Software Ableton Live ab, wie es heutzutage bei vielen großen Live-Produktionen der Standard ist. Das OLED-Display liefert hierbei meiner Meinung nach genau die Informationen, die man während einer Show braucht. Hilfreich ist vor allem die große Anzeige, ob gerade Rechner A oder B als Quelle dient. Auch die verschiedenen Pegel und MIDI-Aktivitäten lassen sich schnell anzeigen, ohne dass man sich durch endlose Menüs klicken muss. Die Navigation über die Taster und den Encoder funktioniert sehr logisch und nach kurzer Zeit intuitiv. Praktisch ist auch die Möglichkeit, grundlegende Einstellungen direkt am Gerät vornehmen zu können, ohne auf eine Software zurückgreifen zu müssen.

Output-Pegelanzeige des iConnectivity PlayAUDIO2U.

Output-Pegelanzeige des iConnectivity PlayAUDIO2U

Das iConnectivity PlayAUDIO2U ist vor allem mit Blick auf große Shows mit einem aufwändigen Ableton-Setup interessant. Die 24 symmetrischen XLR-Ausgänge ermöglichen es, Backing-Tracks als viele einzelne Multitrack-Signale an das FoH zu senden. Einzelne Stems, beispielsweise für Drums, Bass, Synthesizer oder Effekte, lassen sich also getrennt ausgeben und anschließend flexibel mischen, statt alles in einer Summe ausgeben zu müssen.

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Ableton Live 12 Standard Download
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Auch die vier XLR-Eingänge auf der Vorderseite des Interfaces sind für diesen Kontext sinnvoll platziert, denn sie eignen sich beispielsweise für ein Talkback-Mikrofon, das direkt ins System geführt werden kann, ohne zusätzliche Interfaces oder Kabelwege zu benötigen. Gerade bei einem Playback-Engineer, der am Bühnenrand steht, sorgt das für eine saubere und übersichtliche Verkabelung.

Besonders praktisch: Vier Eingänge und ein MIDI-Host-Port auf der Vorderseite des iConnectivity PlayAUDIO2U.

Besonders praktisch: Vier Eingänge und ein MIDI-Host-Port auf der Vorderseite des iConnectivity PlayAUDIO2U

Frei belegbare Control-Buttons

Ein weiteres praxisnahes Detail sind meiner Meinung nach die vier frei belegbaren Control-Buttons auf der Vorderseite, die sich sinnvoll für Transport- und Steuerbefehle in Ableton oder anderen DAWs nutzen lassen. In meinem Praxistest war es problemlos möglich, Funktionen wie „Play“, „Pause“, „Loop“ oder einen Sprung zum letzten Locator-Punkt direkt auf diese Tasten zu legen. Damit lässt sich in vielen Fällen auf einen zusätzlichen MIDI-Controller verzichten, was das Setup für Playback-Engineers deutlich verkleinern würde. Theoretisch würden mit dem iConnectivity PlayAUDIO2U nämlich nur ein Rack, zwei Rechner und entsprechende Kabelverbindungen benötigt.

Große Anzeige, dass aktuell Rechner A als Quelle genutzt wird. iConnectivity PlayAUDIO2U.

Große Anzeige, dass aktuell Rechner A als Quelle genutzt wird. iConnectivity PlayAUDIO2U.

Alternative zum iConnectivity PlayAUDIO2U

iConnectivity PlayAUDIO1U

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Das iConnectivity PlayAUDIO1U verfolgt das gleiche Grundkonzept wie das größere Schwestermodell, ist aber kompakter ausgelegt und bietet dementsprechend auch eine geringere Anzahl an analogen Ausgängen. Auch hier lassen sich zwei Rechner parallel betreiben, inklusive automatischer und manueller Umschaltung im Falle eines Fehlers. Für kleinere Live-Setups oder Keyboard-Rigs mit weniger benötigten Ausgängen ist dieses Modell eine sinnvolle und preislich attraktivere Alternative.
Hier geht es zum AMAZONA-Testbericht.

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Fazit

Das iConnectivity PlayAUDIO2U überzeugt, es ist in jedem Fall eine zuverlässige Schaltzentrale für professionelle Live-Setups, in denen Software eine tragende Rolle spielt. Die praktische Redundanz, kombiniert mit umfangreicher Audio- und MIDI-Ausstattung, sorgt für ein hohes Maß an Sicherheit auf und neben der Bühne. Besonders im Live-Betrieb punktet das Interface mit einem schnellen und vor allem unauffälligen Failover. Die 24 symmetrischen XLR-Ausgänge eröffnen flexible Einsatzmöglichkeiten, vor allem bei größeren Produktionen mit komplexen Playbacks. Wer also maximale Ausfallsicherheit für den Live-Betrieb sucht, findet trotz des stolzen Preises von 2.699,- Euro mit dem iConnectivity PlayAUDIO2U ein sehr solides Werkzeug.

Plus

  • automatische und manuelle Redundanz
  • Failover ohne hörbare Unterbrechung
  • 24 symmetrische XLR-Ausgänge
  • 4 XLR-Eingänge für Talkback und schnelle Signale
  • MIDI-Integration inklusive USB-Host und Netzwerk-Ports
  • direkte Bedienung und Statuskontrolle am Gerät
  • frei belegbare Control-Buttons sparen zusätzliche MIDI-Controller
  • schnelle Einarbeitung

Preis

  • 2.699,- Euro
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Über den Autor
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Gereon Gwosdek RED

Leidenschaft für Tasten und Technik, Musikschulinhaber und Bandleader im Bereich von christlicher Musik.

Forum
  1. Profilbild
    ollo AHU

    Selbst das kleinere der beiden interfaces hat ja immer noch 12 XLR Ausgänge plus Kopfhörer was für viele Anwendungen immer noch viel zu viel sein dürfte. Das Gleiche für die Hälfte aber nur mit Stereoausgang oder 4 Ausgängen würde sicherlich für viele Musiker eine sinnvolle(re) Größe sein.

  2. Profilbild
    ukm

    Bei mir ist es ein vollständig redundantes System mit 2 Rechnern, 2 MOTU M4s und einem kleinen Mixer.
    Gesteuert wird es mit einem programmierbaren Cherry-Numpad (oder per Touch-Screen).
    Beide Systeme laufen parallel und sind bezüglich Songs, Song-Parts und evtl. Playbacks synchronisiert.
    Da muss man nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.

  3. Profilbild
    Faro

    Danke für den Artikel.

    Da es sich um ein Rackgerät handelt, sind gerade im Livebetrieb, Anschlüsse auf der Vorderseite eine sehr hohe Problemquelle.

    Daher sollte man lediglich die Anschlüssen auf der Rückseite benutzen. Ich spreche da aus Erfahrung!😁

    Hätte der Hersteller auf die vorderen Anschlüsse verzichtet, wäre der Preis bestimmt entspannter.

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @Faro Das sehe ich jetzt nicht so. Es gibt viele Lösungen für Racks, um Anschlüsse gezielt nach vorne zu legen. Im hektischen Live-Betrieb ist man froh, wenn man nicht hinten im Rack Kabel stecken muss.

      Alles, was fest verkabelt ist, hinten. Alles, was bei jedem Auftritt neu gesteckt werden muss, vorne. Das ist eigentlich bei den meisten professionellen Rack-Aufbauten die Regel. Ein Kabel steckt vorne nicht weniger sicher als hinten. Man sollte nur Geräte, die Anschlüsse auf der Front haben, nicht als oberstes Gerät ins Rack schrauben, wann darunter noch andere Geräte mit Bedienelementen oder Displays folgen.

      • Profilbild
        Faro

        @Markus Galla Ich dachte da eher an andere Probleme!

        Stell dir vor, das Rackgerät steht an der Bühnenseite beim Monitor und In-Ear-Mischmann. Dort laufen auch während der Show Techniker und Helfer vorbei. Leider machmal auch Personen, welche da gar nicht hingehören.

        Wie schnell kommt nun jemand gegen das USB-Kabel oder ähnliches, und reißt es natürlich „versehendlich…“ aus der Buchse. Das ist mir leider mit anderen Systemen so passiert.

        Ich habe in der Vergangenheit mit dem Software-Live-Player von Midiland und einem Laptop gearbeitet. Viel Kabelgewirre vom Interface über Fußschalter bis hin zu den Audioverbindungen. Mal stand alles beim Monitormixer, mal bei mir auf der Bühne. Irgendwer kam mir immer in die Quere.😠

        Seit einem guten Jahr arbeite ich nun mit dem B-Beat von M-Live (Go. 8 ist in Planung). Alles steht nun an der hintersten und sichersten Ecke auf der Bühne und wird lediglich vom iPad über den internen Hotspot bedient.
        Das einzige, woran nun noch jemand stolpern kann, ist der Fußschalter. 😂

        Beste Grüße
        Faro

        • Profilbild
          Markus Galla RED

          @Faro In der Regel bedient ein Musiker auf der Bühne den/die Computer und hat alles neben oder hinter sich stehen. Hat man einen Backliner, hat der meistens seinen eigenen Arbeitsbereich, in dem niemand während der Show herumläuft.

          Das sind XLR-Stecker, die verriegelt in den Buchsen stecken, was soll da passieren? Da ist jede DI-Box oder Stagebox am Boden gefährdeter, vom Pedalboard des Gitarristen ganz abgesehen (vor allem, wenn sich die Musiker auf der Bühne viel bewegen). Bei einem stabilen Rack neben oder hinter dem Keyboarder oder Schlagzeuger habe ich da wenige Bedenken.

  4. Profilbild
    gs06

    Ich frage mich, wie wahrscheinlich es wohl sein mag, dass von zwei identisch konfigurierten und arbeitenden Rechnern einer ausfällt bzw. ein Software-Problem hat und der andere in dieser Situation weiter läuft?

    Da (üblicherweise unabhängig auftretende) Hardware-Ausfälle eher selten sind im Vergleich zu (üblicherweise nicht unabhängigen) Software-Fehlern, würde es mich nicht wundern, wenn man mit dieser Form von Redundanz nicht allzu viel erreicht.

    Hat jemand umfangreiche praktische Erfahrungen mit solchen Situationen?

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @gs06 Leider ja. Egal ob Software- oder Hardware-Fehler: Hast du nur einen Rechner am Start, hast du verloren. Ich hatte mehrere Ausfälle. Einmal ist der Akku von meinem Macbook Pro geborsten und hat die komplette Unterschale so stark verformt, dass das Macbook nicht mehr auf dem Stativ stehen konnte. Ich hatte Glück, dass es nicht die Gegenrichtung zur Platine hin war.

      Einmal hat Mainstage gestreikt, einmal Ableton Live.

      Als Profi bekommst du ohne Ersatz keine Jobs mehr, wenn wegen dir die Show nicht weiterläuft. Ein Redundanzsystem schaltet nahtlos auf den funktionierenden Rechner um. Bei Konzerten mit Backlinern macht der Techniker dann den ersten Rechner wieder fit, während der Musiker den zweiten nutzt.

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