INA GRM Atelier: Klangforschung leicht gemacht
INA GRM Atelier ist ein neues, modulares Software-Tool für das Sound Design, besser gesagt Klangforschung. Es verspricht, in seinem Bereich führend zu sein.
- Modulares Konzept: Synthese, Sampling, Effekte und Modulationen greifen in einem gemeinsamen Workspace ineinander.
- Play- und Gen-Module: Leistungsfähige Werkzeuge für Sample-Manipulation und Oszillator-Generierung bieten enorme klangliche Flexibilität.
- Polyadische Modulation: Modulatoren können mehrere Parameter individuell beeinflussen und ermöglichen komplexe Bewegungen.
- Fazit: Ein präzises Werkzeug für Klangforschung und experimentelles Sound Design, besonders stark für Mehrkanal- und Spatial-Audio-Setups.
Inhaltsverzeichnis
INA GRM: Musique conctrète und die Atelier Software
INA steht für Institut National d’Audiovisuel, GRM steht für Groupe des Recherches Musicales. Das Institut aus Paris wurde von Pierre Schaeffer gegründet, dessen Schüler z. B. Stockhausen, Jarre oder Xenakis waren. Es schreibt sich nichts Geringeres als die Erfindung der elektroakustischen Musik auf die Fahne. Schaeffer konzipierte die Idee einer „Musique concrète“ und entwickelte Kompositionsstrategien rund um aufgenommene Klänge und die Möglichkeiten, diese zu verfremden und anders zusammenzustellen.
1990 veröffentlichte das Institut die legendäre GRM-Tools Plug-in-Serie. Die seit Kurzem erhältliche Atelier Software wird als Nachfolgeprodukt dieser legendären GRM-Tools Plug-in-Suite bezeichnet, die weiterhin erhältlich ist und in den letzten Jahren viele Aktualisierungen erfuhr. Intern heißt die Beschriftung sogar „grmtools atelier“.
Vergleich GRM Tools und GRM Atelier
In den aktuellen GRM-Tools-Paketen gibt es viele Module, die es in Atelier nicht gibt – und umgekehrt. Auch wenn mir der komplette Überblick über die GRM-Tools fehlt, stechen in Atelier die Klangerzeuger-Module Play (spielt Audioaufnahmen ab) und Gen heraus.
In den GRM Tools liegt ein Schwerpunkt auf Effekten, z. B. Reverb (Spaces) und Spectral- sowie Granular-Synthese. Reverb oder ein Live-Granulareffekt fehlen hingegen (bislang) in Atelier.
Im Vergleich zu den GRM-Tools ist Atelier nicht in Form einzelner Plug-ins aufgebaut, sondern die Module sind in einem gemeinsamem Workspace miteinander verbunden. Darüber hinaus sind eine „Polyadic Modulation Engine“, Parameter Morphing-Optionen sowie Multichannel-Support hervorstechende Eigenschaften. Polyadic steht dafür, dass mehrere Zielparameter einer Modulationsquelle jeweils eine eigene Modulation erfahren können. Das funktioniert ein wenig wie bei der polyphonen Modulation von Plug-ins des CLAP-Formats von Bitwig und u-he.
Entwickler: Matthias Püech und Lucijan Busch
INA GRM Atelier wird seit fünf Jahren von Matthias Püech entwickelt, der mir bereits zuvor als Mitentwickler der 4ms Module Tapographic Delay und Ensemble Oscillator sowie einigen interessanten Modular-Jams auf YouTube aufgefallen ist und mehrfach meinen musikalischen Nerv getroffen hat.
Zudem veröffentlichte er Alben mit überzeugenden konzeptionellen Gedanken, z. B. zuletzt „La Traversée“ auf dem Schweizer Label Hallow Ground. In einem Interview zu seinem neuen Album, das Mikrofonaufnahmen aus der Natur einbezieht, vergleicht Püech das Musizieren mit dem modularen Synthesizer mit der Suche eines Field Recording Artists nach Tonfolgen, z. B. von Vögeln – genaues Hinhören ist gefragt – und den modularen Synthesizer (und als solchen verstehe ich Atelier) als Grenzgänger zwischen Wissenschaft und Kunst.
Vor etwa zwei Jahren kam Lucijan Busch dazu, der von Berlin nach Paris zog, um am Atelier Projekt mitzuarbeiten und mir Fragen bezüglich der weiteren Entwicklung persönlich beantwortete (siehe unten im Abschnitt Ausblick).
Aufbau und Grundlagen von INA GRM Atelier
Für die Installation benötigt GRM Tools Atelier nur ca. 83 MB. Die Software läuft Standalone, dazu erscheint Atelier als Plug-in bei den Effekten in der DAW, in Logic auch als AU-MIDI-gesteuerter Effekt.
Atelier ist ein modulares Klangforschungslabor, das den Einstieg leicht macht und zum spielerischen Experimentieren anregt. Es ist eine Kombination aus Synthesizer, Sampler, Bandmaschine und Effekt. In der Atelier-Darstellung gibt es zwei Reihen, in denen Module angeordnet werden können. In der oberen Reihe lassen sich Sound-Generatoren und Effekte platzieren, in der unteren Reihe Modulationsquellen.
Das Play-Modul kann Samples im Stil einer Bandmaschine (und in der Tradition der Musique Concrète) mit mehreren Tonköpfen und in verschiedenen Tonhöhen abspielen. Weil es mit Samples arbeitet, ist dabei ästhetisch fast alles möglich. Dabei kann sowohl das Play-Modul im Stil eines Samplers, als auch das Atelier-Plug-in selbst, mithilfe eines runden Rec-Buttons intuitiv in den Aufnahmemodus versetzt werden. So kann schnell Sound erzeugt, verfremdet, aufgenommen und wiederum verfremdet werden.
Das Signal fließt durch die Module der Klangerzeugung, unten ist die Reihenfolge der Modulanordnung egal. Eine „+“ Taste fügt in beiden Reihen neue Module ein, dabei ist es kein Problem, diese zwischen bestehende Module zu platzieren oder mehrere Module des gleichen Typs anzuordnen. Außer den beiden Audiogeneratoren „Gen“ und „Play“ lassen sich in der oberen Reihe auch Effekte platzieren, die in Verbindung mit eingehenden Audiosignalen ebenfalls Töne erzeugen können (z. B. mit Hilfe einer Freeze-Option).
Alle oberen Module bieten einen Mix-bzw. Dry/Wet-Regler. So kann immer auch eingehendes Audiomaterial verarbeitet werden und auch die klangerzeugenden Module können dieses (ungewöhnlicherweise) noch „hindurchlassen“. Ein Grund ist, dass INA GRM Atelier typischerweise als Effekt und nicht als Instrument in eine Spur eingebunden wird. Beim Öffnen der Standalone-App kann es auf einem Laptop dabei auch schnell zu einer Rückkopplung kommen.
Für die oberen Module gibt es jeweils acht Snapshots mit zugehörigen Buttons unten, die sich leicht ansteuern lassen. Hier sind Einstellungen speicherbar, zwischen denen man morphen kann. Die Morphing Time lässt sich von 0 Sekunden bis zu 1 Minute einstellen.
Jedes der oberen Module hat zudem einen eigenen kleinen Randomize-Button. Dazu gibt es auch die Master-Randomize-Option von Atelier (inklusive Amount-Fader).
Die Software bietet eine Undo/Redo-Funktion, Hilfstexte, ein Preset-Menü und ein Symbol fürs schnelle Erzeugen eines leeren Setups. Ferner lassen sich Parameter-Mappings und Modulationszuweisungen bzw. Kabel anzeigen.
INA GRM Atelier kann besonders gut Signale auf mehrere Audiokanäle verteilen. Dabei arbeitet man nicht mit fixierten Formaten wie Dolby Atmos, es erfolgt schlicht einfach eine Verteilung an alle vorhandenen Ausgänge des Interfaces. Einfärbungen von klangerzeugenden Komponenten beziehen sich optisch auf die Kanalzuweisung. Grün und rot stehen für die beiden Stereokanäle. Fügt man mehr Outputs hinzu, werden neue Farben erzeugt und Klänge automatisch umverteilt.
Je nach Routing ändern sich die Farben. Klare Farben kennzeichnen eindeutige Kanalzuweisungen, aber alle enden bei voll aufgedrehten Spread-Reglern „weiß“ – dann geht das Signal an alle Kanäle.
Folgend habe ich den Klang einiger Presets von Matthias Püech und Lucijan Busch nacheinander aufgezeichnet (und ausgeblendet), um mögliche Klangästhetiken zu demonstrieren. Dazu gibt es Presets von weiteren Künstlern.
INA GRM Atelier: Module
Gen
Gen ist grundsätzlich ein multipler Oszillator. Es lassen sich nacheinander beliebige Frequenzen anklicken, um in der jeweiligen Tonhöhe konstant Töne bzw. Oszillatoren zu erzeugen, deren gemeinsame Schwingungsform man mit vier Slidern aus Grundschwingungsformen und Noise zusammensetzt.
Dabei entstehen an den Frequenzen sogenannte „Cursors“ mit Parametern. Zieht man einen Modulator auf den Cursor, werden dessen sämtliche Parameter moduliert. Zieht man Cursors, werden sie weiß, unten sind sie klar Kanälen zugeordnet. Ein Klick aufs Raster schiebt sie zum nächstliegenden Halbton. Ein Slider verändert Frequenzratios und die resultierenden Schwingungsformen werden in der Software angezeigt.
Die Klangausgabe kann im Stil von Ducking konträr auf externe Impulse reagieren, die via Mix-Regler hörbar bleiben, diese alternativ aber auch nachzeichnen bzw. nachverfolgen. Das kann „pumpen“ oder bei kurzer Regelzeit auch verzerren.
In den Klangbeispielen kommt das Gen Modul auf verschiedene Arten zum Einsatz, im ersten Beispiel sample und verfremde ich es anschließend mit Play.
Play
Mit dem Play-Modul kann man leicht Audio von der DAW, von einem Mikrofon oder von vorgelagerten Modulen aufnehmen. Im Anschluss lassen sich Aufnahmen oder importierte Audiodateien polyphon mit verschiedenen Einstellungen übereinanderschichten, indem auch hier wieder Cursors platziert werden.
Cursors entsprechen hier (mehreren) Tonköpfen, an denen Audiomaterial abgegriffen wird. Ein Klick ins „Feld“ erzeugt einen solchen neuen Tonabnehmer. Ganz oben links hat das Play-Modul einen Play-Button, um die Wiedergabe für alle Cursors zu starten, wobei sie für jeden davon auch einzeln aktiviert oder ausgesetzt werden kann.
Für jeden Cursor gibt es zudem die Parameter Start, Pitch und Gain, während der Loop-Bereich für alle Cursors relevant ist. Knackfreie Crossfades mit besonderen Verläufen (via „Slant“ und „Ease“ Parameter) sind möglich, die weiche, aber auch perkussive Resultate liefern und auch über die eingestellte Loop-Länge hinausgehen können.
Via Spread variiert man für alle Cursors die Verteilung über Kanäle. Will man mit mehreren Loop-Längen arbeiten, tut man dies am besten mit mehreren Modulen. Ich bin nicht sicher, ob das nicht anders (mit verstellbaren Loop-Bereichen pro Cursor) einfacher wäre. Ordnet man mehrere Module hintereinander an, können die Klänge dank des Mix-Faders (mit Dry/Wet-Funktion) vielschichtig gelayert werden und es ist möglich, Verfremdetes nachfolgend wieder aufzunehmen.
Loops können in INA GRM Atelier auch sehr kurz und smooth sein, so dass es wie eine Granular-Synthese klingen kann, doch arbeiten wir hier grundsätzlich mit Sample-Zerschneidung, wodurch längere Audiodateien natürlich klingend abspielbar sind. Die Abspielgeschwindigkeit lässt sich dabei, ganz im Stil alter Bandmaschinen, nicht ohne Änderung der Tonhöhe verlangsamen oder beschleunigen. Wenn zwei Cursors mit leicht modifizierter Tonhöhe und Startposition parallel spielen, können sich dabei auch langsam minimale Veränderungen entwickeln, ganz im Sinne eines Phasing-Effekts nach Steve Reich. Dazu lässt sich die Abspielgeschwindigkeit aller Cursors mit einem kleinen vertikalen Fader skalieren.
Via MIDI lassen sich Cursors (noch) nicht spielen, eine solche Erweiterung ist aber geplant.
Beim Speichern speichert man lediglich die Audiodatei, Settings speichert man aktuell (noch) nicht modulweise, sondern nur für die INA GRM Atelier Software insgesamt. Zukünftig soll es auch möglich werden, Presets für Module zu speichern.
Das Play-Modul der GRM Tools Atelier Suite überzeugt mich sofort. Man bekommt eine Art übersichtliche Version eines Make Noise Morphagene an die Hand. Es fühlt sich komisch an, hier auf Morphagene zu verweisen, ich mache das, weil es sich um ein aktuell populäres Modul handelt. Die Referenz sollte aber eigentlich andersherum beschrieben werden, denn schließlich erwuchs Morphagene aus den Tape Loop Experimenten und GRM-Projekten wie Morphophone und Phonogene bzw. referenziert diese. Hierzu lässt sich im Netz einiges nachlesen, ich verlinke hier mal einen Artikel.
Die acht Snapshots unten können verschiedenste Einstellungen aufrufen, zwischen denen sanft übergeblendet wird.
Comb
Im Comb-Effekt kann alles bei einstellbaren Frequenzen resonieren. Cursors im Comb-Filter haben Pitch auf der X-Achse und Decay auf der Y-Achse. Ergebnisse klingen wie sehr kurze Delays. Jeder Cursor hat bis zu 20 Sekunden Decay-Zeit. Oben via horizontalem Slider sind Cursors „transponierbar“.
Band
Band ist eine Art EQ auf der Basis von spektraler Analyse via FFT, der selbst einen Fabfilter EQ alt aussehen lassen kann. Hier lassen sich die Breite eines Bands oder einer Notch-Einkerbung sowie Resonanzen einstellen.
Ein Band entspricht wieder einem Cursor – und mit Modulationen lassen sich wild herumtanzende Bänder erstellen. Der horizontale Slider alle Bänder gleichzeitig um bis zu 48 Halbtöne nach oben oder unten und rastet mittig ein. Hilfreich ist auch die optionale globale (und modulierbare) Gain-Regelung.
Pitch
Pitch kann eingehendes Material von der Tonhöhe her verändern (X-Achse) sowie ein Delay hinzufügen (Y-Achse). Mit dem Rotate Parameter lässt sich Feedback über Audiokanäle verteilen.
Die Ratio (bezüglich der Verzögerungszeit) lässt sich verstellen und es gibt Freeze-Optionen für Cursors/Playheads. Dabei wird quasi die Klangerzeugung als Quelle eingefroren, während die meisten Parameter weiterhin einstellbar bleiben (z. B. Pitch, Delay-Zeit, Feedback, Window, Gain, Mix, Spread, Detect). Eine Filteroption fehlt leider. Der horizontale Slider oben kann die Delay-Zeiten skalieren.
Time
Time ist ein granulares Delay mit variabler Positionierung der Audiokanäle. Diesmal kann man auf der Y-Achse via Bandpass eine Filterkurve einblenden, um die Echos bezüglich der Frequenzbreite auszudünnen. Jedes Delay-Tap hat seine eigene Filterkurve.
Besonders interessant klingt es, wenn man mit dem globalen Bandpass-Regler Intensitäten und Peaks aller Bandpass-Filter verschiebt. Die maximale Delay-Zeit betrug hier anfangs anscheinend lediglich ca. 316 ms, für synchrone Delays bei Drum & Bass brauche ich öfters schon 343 ms. Doch gibt es oben noch den horizontalen Fader, um alle Zeiten gleichzeitig zu skalieren. Die Repitch-Option bezieht sich auf die Grain-Länge, sind Grains besonders kurz, kann es Pitch-Effekte geben, wie am Ende (ab ca. 2 Min) des Klangbeispiels time2 zu hören ist.
Gain
Gain ist ein Fade, der via „Muffle“ und „Distance“ zusätzlich Optionen bietet, beim Leisermachen Töne schnell entfernter oder dunkler klingen zu lassen.
Viz
Viz ist ein Visualisations-Tool – ein Oszilloskop mit vielen (farblichen) Optionen.
INA GRM Atelier: Modulatoren
Bei den Modulatoren der unteren Reihe gibt es keinen On/Off-Schalter, aber einen Slider rechts zur Einstellung der gesamten Modulationsintensität. Man kann beliebige Parameter modulieren und Modulationen erfolgen relativ zum eingestellten Wert. Wählt man einen Cursor als Ziel, sind dessen sämtliche Parameter betroffen. Modulatoren lassen sich ebenfalls modulieren, summieren und bezüglich des Ziel-Routings zusammenfassen.
Agitation
Dieses Modul dient der Zufallsmodulation. Einstellbar ist z. B. die Glättung oder Länge der Random-Schleife. Hier wird das Prinzip der polyadischen Modulation deutlich sichtbar.

GRM Atelier Agitation Polyadic – mehrere Modulations Kurven sind zu sehen, die ihre Ziele individuell modulieren können
Peak
Im Peak Modulator lassen sich Modulationen auf besondere Art programmieren. So kann man Zeit zwischen die Modulationsimpulse, eine Sustain-Phase mit Kopplung an das Halten eines Triggers (z. B. einer zugewiesenen MIDI-Note) oder Looping einbauen. Zudem lässt sich eine variable Zahl von Modulationsimpulsen in einem fixen Zeitraum und via „Chance“ deren Wahrscheinlichkeit definieren.
Control
Das Control-Modulator-Modul ist eine Art Fader, dessen Ausgang bzw. Reaktion geglättet und verzögert werden kann. Via Delay und Loop lassen sich „Echos“ von Fader-Bewegungen erstellen.
Ausblick, Recorder, Fernsteuerung und Sonstiges
Ein interner Recorder ist in INA GRM Atelier bereits integriert, um Experimente aufzuzeichnen – selbst wenn man Patches wechselt. Aufgenommen wird im 32 Bit Floating-Point Format mit so vielen Kanälen wie konfiguriert. Um Clipping muss man sich keine Sorgen machen. Aufnahmen können via Atelier Software verwaltet oder per Drag & Drop in die obere Reihe gezogen werden, womit automatisch ein neues Play-Modul mit geladener Aufnahme erzeugt wird.
Modulparameter lassen sich sowohl Automations-Slots als auch MIDI-Parametern (Noten, Control Change oder Pitch-Wheel aller Kanäle) zuweisen.
Bei INA GRM Atelier geht es darum, Fragen von Sound-Enthusiasten nach Möglichkeiten zu beantworten. „What if?“ ist das Motto, Marktorientierung hat hier nicht die Priorität. Atelier ist als langfristiges Projekt konzipiert und viele Weiterentwicklungen sind bereits geplant, so auch einige Features, die ich in der Version 1 vermisst habe.
Im Zeitverlauf sollen weitere Module hinzukommen, ab Version 2, geschätzt in eineinhalb bis zwei Jahren wird, laut Ankündigung, vermutlich ein (bezahltes) Upgrade fällig. Alle Hinweise hierzu bitte ich dennoch als unverbindlich anzusehen.
Hier ein begleitendes Video, das zunächst ein Soundexperiment auf Basis von Klängen des Groove Synthesis 3rd Wave 8M zeigt, bevor ein paar Details erläutert werden.
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Schade, hätte ich gern mal ausprobiert, aber gibt es derzeit nur für Apfel Nutzer, Windows soll dann folgen.
Das klingt doch insgesamt gut! Derzeit bin ich mit Borderlands gut ausgestattet 🫠👍
Was sind Borderlands?
@Tai Ich vermute das hier ist gemeint :
http://www.borderlands-granular.com/app/
@Spectral Tune genau… ist zwar anders aber macht viel besonders in Kombi mit soundscapes bringt es nach ein paar edits coole vibes
@CDRowell Borderlands ist super, aber vor allem für iOS da, nicht für den Computer
Mich wundert warum man aus modulaufgebauten Softwaresynthesizern keine brauchbaren Klänge heraus bekommt! Geht das nur mir so oder haben andere auch die Erfahrung gemacht? Bei diesem klingt es ebenfalls nicht wirklich kess und selbst bei Reaktor hatte ich diesbezüglich noch keine Chance. Vielleicht ist das auch einfach nicht gewollt und/oder möglich und es ist rein auf Klangsynthese ausgelegt. Bei Reaktor habe ich mal einen simplen Patch bekommen, um den Klang mit dem Keyboard anzusteuern, anstatt einen endlosen Nerv-Dauerton. Simple ist gut gesagt, denn hier wurde mir erst bewusst, das man sich damit auseinandersetzen muss. Ist das bei Hardware alias Doepfer auch so? Sei es wie es will und die Geschmäcker sind gottseidank verschieden: Aber ich und modulaufgebaute Softwaresynthesizer werden vermutlich keine dicken Freunde werden. Da bin ich zu sehr Songverliebt. So etwas wie der gestrig vorgestellte Shmoergh Moduleur würde mich schon eher catchen! Ich habe mich bei denen sogar im Newsletter angemeldet um auf den aktuellen Stand zu bleiben. Aber wenn ich in gefühlt hundert Jahren tatsächlich Lust auf modulaufgebaute Softwaresynthesizer bekommen sollte, steht mir NI Reaktor zur Verfügung.
@Filterpad Sound ist Geschmackssache und damit es so wird, wie Du es Dir vorstellst, musst Du Zeit investieren.
Aus Atelier kann man wirklich die verschiedensten Sachen herausbekommen, weil man ja Samples laden kann. Was du da reinwirfst, liegt bei Dir. Hier bei so einem Test sind die Sounddemos vor allem dafür da, das Leistungsspektrum zu zeigen, man erstellt sie nebenbei im Rahmen des Tests. Kunst braucht Zeit und Muße, es sei denn, Du willst Schnellverfahren a la KI anwenden, von denen es immer mehr gibt. Atelier lädt eher dazu ein auszuprobieren, was sonst noch so Unerwartetes aus so einem Sample gemacht werden kann. Dabei ist auch der Weg das Ziel.
Danke für den Artikel, futter für die Wartezeit auf die Windows Version (habe mir Atelier schon zugelegt) ;)