Test: InEar StageDiver SD-4, Monitoring System

Die nunmehr neu auf dem Markt gekommene Ausführung SD-4 glänzt mit einem bisher noch nicht da gewesenen 4-Treiber System, das sich laut Firmeninfo das Ziel gesetzt hat, nicht weniger als „einen Hörer zu entwickeln, der es schafft, jedes Instrument einer Aufnahme sauber, plastisch und greifbar freizustellen“. Und jetzt kommst du. Vollmundige Worte, die, wenn sie sich nicht als die tausendste Kopie Marketing-technischer Phrasendrescherei entpuppen wollen, nicht minder als der absolute Anspruch an die detaillierte Feinzeichnung verstanden wissen wollen.

Dabei sollte man sich vor Augen halten, dass es gelingen muss, neben einer universellen Passgenauigkeit und einer hohen Außendämpfung auch noch die unterschiedlichen Instrumentengruppen in möglichst hoher Lautstärke akustisch abbilden zu können. Dabei muss das Hauchen eines Pop-Sternchens ebenso vermittelt werden wie der Subbass einer amtlichen Kickdrum oder das Hochmitten-Gepresse einer High-Gain-Gitarre aus dem Metal Bereich. Das Ganze bitte noch ohne Peaks oder Überbetonungen im Frequenzsprektrum, verbunden mit der hohen räumlichen Auflösung eines High-End-Studio-Kopfhörers. Ja ne, is klar. Der Praxis Test wird es zeigen.

Inear StageDiver SD-4 Steckverbindung

Inear StageDiver SD-4 Steckverbindung

 

Vorher schauen wir uns mal die äußeren Werte an und bekommen bereits beim Auspacken einen Eindruck, welchen Wert die Firma Inear ihren Produkten entgegen bringt. Hier gibt es keine Plastik-Kästchen im Billigpress-Verfahren, keine gehärteten Pappaufsteller als Verpackung getarnt, hier gibt es Pelican Cases, die einem Auslandseinsatz der Bundeswehr zuzuweisen wären. Wasserdicht, bruchfest, ausgelegt mit weichem Kunststoff und ausgestattet mit einem nahezu unzerstörbaren Karabinerhaken nebst einem Druckausgleichsventil wird sich kaum ein professioneller Backliner aufgrund der leidvollen Erfahrung mit der Kurzlebigkeit von „Asien-Gerümpel“ eine Freundenträne verkneifen können. Einfach nur traumhaft, diese Verpackung!

Wendet man sich dem Innenleben des Cases zu, so findet man neben dem eigentlichen System eine reichhaltige Ausstattung an zusätzlichen Hilfsmitteln, die sich im Bühneneinsatz als sehr hilfreich herausstellen. So findet man einen vergoldeten Adapter (3,5 mm auf 6,3 mm Klinke), der unter anderem die Benutzung des Ohrhörers als Kopfhörerersatz ermöglicht. Drei Reinigungstücher und insgesamt vier verschiedene Kunststoffaufsätze zum Angleich an den Gehörgang erhöhen den persönlichen Tragekomfort. Das schwarze Anschlusskabel, das bei Bedarf auch in durchsichtig geliefert werden kann, hat eine Länge von circa 1,4 Metern und kann damit sowohl zum Empfänger eines Funksystems als auch zu einer stationären Lösung gelegt werden. Die Cerumenfilter (Filter für Ohrenschmalz) sind übrigens austauschbar, ein Set von 30 Tauschfiltern lässt sich bei der Bestellung gegen eine zusätzliche Gebühr gleich mit ordern.

Pelicase

Pelicase

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