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Test: Isla Instruments S2400 Drumsampler in der Praxis

Die Sampling-Groovebox Isla S2400 im Praxistest

11. Dezember 2021

In Teil 1 unseres Isla S2400-Tests stellte uns Autor DSL-man vor allem den Aufbau des ISLA-S2400 vor, wobei er das Teil sogar zerlegte und sich intensiv mit den verwendeten Chips und Prozessoren auseinandersetzte. In dem nun folgenden Teil geht es uns aber in erster Linie um den Praxiseinsatz. Alexander Semrad-Neversal hat den ISLA S2400 deshalb für uns nun mächtig im Studio ausprobiert und getweakt, was das Zeug hält. Hier nun sein Praxisreport.

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Der Isla S2400 im Praxistest

Wenn man den Isla 2400 aus dem Karton schält, ist man erst mal echt beeindruckt. Da steht ein wertiges, fast wuchtig anmutendes Stück Hardware. Zwei richtig dicke Aluminium-Seitenteile im Stil des Roland Jupiter 8 – nicht so sparsam wie beim Hydrasynth oder beim Jupiter-X, dazwischen ein stabiles Blechgehäuse mit butterweich laufenden Fadern, sehr gefälligen Doppel-Potentiometern und Buttons, die an den Spectralis von Jörg Schaaf erinnern. Dazu ein OLED-Display in etwa der Größe und der Qualität des beim Novation Peak verwendeten Displays. Kein Vergleich zum Erstling aus dem Hause Isla, dem Kordbot mit seinem billigen Plastikgehäuse, das nicht sauber gegossen war und den schwammigen Tastern – beim Isla Instruments 2400 ist der erste Eindruck sehr gut, hier wurde dazugelernt.

Firmware-Upgrade

Dann einmal aufgedreht das gute Stück – Firmware am Stand von April 2021. Der geneigte Tester möchte auf den Letztstand updaten. Laut Isla Homepage muss man die Firmware auf eine SD-Card spielen. Beim Gerät keine dabei – seit einem Tag wieder einmal Corona-Lockdown (Österreich). Zum Glück noch eine leere SD-Karte im Zoom-Recorder gefunden. Die Verbindung über USB mit dem Rechner (in diesem Fall Windows 10) funktioniert auf Anhieb, die SD-Karte ist als Laufwerk sichtbar.  Dann einfach die Firmware in den Root kopieren – der Isla findet die Firmware und startet nach Bestätigung die Update-Prozedur.

Über den Fortschritt des Updates wird man dann leider nicht weiter informiert – es gibt keinerlei Feedback. Nach gefühlt sehr langen Minuten startet der Isla plötzlich neu und ist auf dem letzten Stand.

Das nächste anstehende Thema ist der Content. Isla wirbt mit Content von z. T. prominenten Künstlern, die offensiv auf der Homepage präsentiert werden. Auf dem Testgerät befand sich im internen Speicher nichts davon. Es gibt im Support-Bereich für den S2400 auf der Isla Homepage auch keine direkte Download-Möglichkeit. Zum Download des Contents benötigt man einen Account des Isla 2400 Forums. In diesem befindet sich gut versteckt dann tatsächlich der Content. Das ist zunächst doch sehr ungewöhnlich, hat aber den Vorteil, dass User hier Samples und Projekte auch uploaden und austauschen können und die Soundbibliothek so kontinuierlich wächst.

Die SD-Karte wird also mit Samples befüllt und es kann endlich losgehen.

Erste Groove-Versuche im Pattern-Modus

Erste Geh- oder besser Groove-Versuche gelingen tatsächlich sehr schnell. Nach dem Einschalten befindet sich der S2400 im Pattern-Modus, der Speicher ist leer. Man beginnt immer von Null. Tempo und Anzahl  der Takte einstellen, Samples auf die 8 Spuren verteilen, Pegel anpassen, Aufnahme läuft! Im Handumdrehen gelingen schöne Patterns.

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Schnell entsteht der Wunsch, mehr in die Tiefe zu gehen. Dazu empfiehlt es sich, die gut gemachten Tutorial-Videos auf der Isla Homepage anzusehen, das Handbuch ist leider sehr sperrig und geizt mit Illustrationen.

Doch was ist der Isla S2400 eigentlich?

Der Isla Instruments S2400 ist wie sein offensichtliches Vorbild EMU SP-1200 ein Sampler mit Pattern-Sequencer. In den 80ern war Speicher noch extrem teuer, so hatte der EMU SP-1200 nur 384 kB RAM, was bei 26 kHz und 12 Bit Auflösung gerade für 10 Sekunden Aufnahmezeit reichte. Der Sound der SSM-Filter-Chips in Verbindung mit der limitierten Auflösung wurde vor allem unter House- und Hip-Hop-Produzenten Kult – „it sounds like Vinyl“.

Der anspruchsvolle Ansatz von Isla Instruments ist es, diese Kultmaschine in die Jetztzeit zu bringen – wie sehen die technischen Eckdaten aus?

Der Isla S2400 kann 8 Samples gleichzeitig abspielen. Die Samples können in 4 Bänken zu 8 Sounds in den internen 64 MB großen Speicher geladen werden. Der interne Flash-Drive hat 128 MB und kann über den SD-Card-Slot erweitert werden. Importiert werden derzeit ausschließlich WAV-Dateien, die unterstützten Samplerates sind 26, 44,1 und  48 kHz in 16, 24 oder 32 Bit. Alternativ kann selber gesampelt werden, dazu stehen 4 Monoklinkeneingänge und 4 Phonoeingänge zur Verfügung, wobei die Samplerates 48 kHz, 16 Bit und 26 kHz, 12 Bit unterstützt werden. Für die 26 kHz Aufnahmen sind spezielle Hardware-Antialiasing-Filter verbaut, jedoch immer nur auf den ersten beiden Eingangskanälen (Line und Phono). Somit stehen 11 min, 39 sec (48 kHz) und 21 min, 30 sec (26 kHz) Sample-Zeit in Mono zur Verfügung. Stereosampling ist auch möglich. Die Soundengine arbeitet intern mit 48 kHz, 16 Bit. Weiterhin bietet der S2400 auch 4 Bänke zu 8 MIDI-Spuren und einen Audio-Looper, der dann aber eine Sample-Bank blockiert.

Der Pattern-Modus – welcome to the S2400

Der Pattern-Modus ist die Basisebene des S2400. Hier werden die Sounds auf die einzelnen Spuren gelegt und Pegel und Panorama eingestellt. Weiterhin werden hier die klangbildenden Parameter wie Hüllkurven und Filter bearbeitet.

Der Main-Screen des Pattern-Modes

Samples kann man auf verschiedene Arten laden, durch Druck von Shift und dem jeweiligen Pad gelangt man sofort in den Sound-Browser und kann dort WAV-Dateien vom internen Flash oder der SD-Card laden. Beim Scrollen über die Sounds werden die WAVs sofort angespielt – praktisch. Sonst kann man auch über Druck auf den File-Taster in das File-Menü gehen. Dort kann man auch Sound-Folder (mehrere Samples auf einmal) und Kits laden (eine Zusammenstellung von Samples samt der Sound-Parameter) und man kann auch Projects laden, da sind auch noch Patterns und Songstruktur mit dabei.

Links neben den anschlagsdynamischen Pads und den Fadern befinden sich 7 Fader-Mode-Taster, die die jeweilige Funktion der Fader und auch der Doppel-Potentiometer über den Reglern bestimmen.

Die Fader-Modes – Klangformung im S2400

Ist kein Fader-Mode ausgewählt, befindet sich der S2400 im Mixer-Mode. Hier kann man mit den Fadern die Ausgangspegel der einzelnen Spuren einstellen, überschreibt dabei aber nicht die auf der Spur ev. aufgenommenen Levels. Wenn man den Button B über dem Fader aktiviert, kann man am Doppelpoti Cutoff-Frequenz und Resonanz des nicht resonanzfähigen digitalen Filters einstellen. Auch diese Parameteränderung ist non-destructive, solange sie nicht explizit auf der jeweiligen Spur aufgenommen wird.

Drückt man den Level-Fader-Mode, stellt man mit den Fadern den jeweiligen Track-Level ein, der dann auch im jeweiligen Pattern mit abgespeichert wird. Wenn man die Anschlagsdynamik der Pads aktiviert, werden wiederum die Levels aber ignoriert.

Im Pitch-Fader-Mode kann die Tonhöhe der Samples mit den Fadern eingestellt werden. Mit Druck auf Shift + A kommt man in das Pitch-Menü und kann die Tonhöhe klassisch, nach Skalen oder fein für die Anpassung von Loops einstellen.

Im Envelope-Fader-Mode können dem jeweiligen Track/Sample 2 „HiFi“ bezeichnete und optional noch eine „classical“ Hüllkurve, die nur den Lautstärkenverlauf steuern kann, zugewiesen werden. Die hochauflösenden Hüllkurven können Pitch-, Filter- und Lautstärkeparametern zugewiesen werden.

Ein sehr spezielles Feature des S2400 ist es, dass die Hüllkurvenzeiten immer Prozentanteile der gesamten Sample-Länge sind. Somit sind Attack- und Decay-Zeiten möglich, die „herkömmliche“ Synthesizer/Sampler nicht bieten.

Durch Druck auf den B-Taster kann man die Fader zur Einstellung der Parameter der „HiFi“-Kurve benutzen – Fader 1-6 für die Kurvenparameter, Fader 7 und 8 für die prozentuelle Steuerung von Pitch und Filter.

Im Loop/Slice-Fader-Mode kann das Sample mit den Fadern non-destruktive geschnitten und geloopt werden. Das findet im Sample-Editor statt, der auch nach Aufnahme eines Samples bereitsteht, dabei sind auch Funktionen wie Normalise, Reverse und Slicing an Bord und die Fader können auch hier eingesetzt werden. Das alles ist nicht intuitiv und spätestens hier lernt der geneigte User, dass Shift + 0 (Null) einer der wichtigsten Shortcuts des S2400 ist – er ruft ein Help-Menü auf.

Der Sample-Editor des S2400 bietet wesentliche Funktionen wie Schneiden, Loopen, Normalise, Reverse, Pitch und Timestretch

Multi-Mode

Der Multi-Mode – abrufbar über gleichnamigen Taster – ist ein sehr interessantes Feature. Für jeden der vier Fader-Modes kann ein Multimode aufgerufen werden. Im Multi-Mode werden die 8 Pads einem Track zugeordnet, jedem Pad kann ein definierter Lautstärke-, Pitch-, Hüllkurve,- Loop/Slice-Parameter zugewiesen werden. Diese Parameter-Locks können durch Drücken eines der 8 Pads während der Aufnahme quasi automatisiert eingespielt werden.

Step-Program

Durch Drücken des gleichnamigen Tasters ruft man den Step-Program-Modus auf. Im Mäusekino-Stil wird auf dem OLED ein Editor dargestellt, der an die Roland TR-Maschinen erinnert. Mit dem Main-Encoder kann man auf der Zeitachse durch die Events scrollen, durch Druck auf die entsprechenden Pads, die eingespielt wurden, wird der jeweilige Event auf der Spur aktiviert und es ist möglich, für jeden Event Level, Pitch, Envelope, Slice, Filter-Cutoff und Resonance einzustellen. Weiterhin kann man Events löschen und verschieben. Frickel-Beats sind so möglich.

Die eingespielten Sequenzen können umfangreich editiert werden. Aufgrund der geringen Display-Auflösung ist das leider unergonomisch.

Auch Parameter live zu überschreiben, ist möglich, die A- bzw. B-Taster müssen im Record-Modus für die jeweilige Spur aktiviert werden, wenn Level oder Pitch und Filtereinstellungen überschrieben werden sollen.

Live-Looper

Der Live-Looper ist ein Zusatz-Feature, das wohl keiner in einem Drumsampler erwarten würde. Man kann in Summe bis zu 8 Loops zu laufendem Playback über die Audioeingänge einspielen , der Looper belegt eine Sample-Bank, somit sind bei Benutzung des Loopers nur 24 Samples oder 3 Bänke abrufbar. Die aufgenommenen Loops können mit Hüllkurven, Panorama und Filtern wie jedes andere Sample im Arbeitsspeicher bearbeitet und auch als Sample exportiert werden.

Song-Mode

Der Song-Mode des S2400 wirkt zunächst kompliziert, ist aber clever, eigentlich ist er ein List-Editor, in dem zu spielende Patterns samt Wiederholungen, Tempowechseln, Mutes, Solos und Swing-Anteilen in eine Liste eingetragen werden. Dieses Script spielt dann die Patterns entsprechend ab. Auch Sub-Songs können in die Liste integriert werden.

Effects und Routings

Hier wird es kompliziert und eventuell missverständlich bezüglich der Erwartungen. Der Isla S2400 hat aktuell keine Effekte an Bord. Es gibt auch keine analogen Filter im klassischen Sinn, die über Parameter steuerbar sind. Die Filter, die bei jedem Sample-Track fix an Bord sind, sind digital, klingen aber für meinen Geschmack sehr gut. Analog sind tatsächlich die Filter/Antialiasing-Bauteile, die im Routing des Signalpfades platziert sind. Kanal 1 und 2 werden über einen SSI2144 Chip geroutet, der dem originalen SSM2044 des EMU technisch weitestgehend entspricht und dynamisch auf das eingehende Signal reagiert. Die Ausgangskanäle 3, 4, 5, und 6 werden durch statische analoge Filterbausteine geroutet, die pro Kanal eine ansteigende (fixe) Cutoff-Frequenz aufweisen. Leider gibt es keine interne Routing-Matrix. Die analogen Antialiasing-Filter in sind im Signalpfad fix den jeweiligen Einzelausgängen zugeordnet, ebenso wie das Routing der Einzelausgänge selbst fix den Spuren zugeordnet ist. Wird ein Stecker in einen der Einzelausgänge 1-8 gesteckt, wird die Spur automatisch von der Summe getrennt. Es ist aber leider nicht möglich, intern im Isla2400 Spuren den Einzelausgängen zuzuweisen. Spur/Sample 1, 9, 17, 25 sind immer dem Einzelausgang 1 zugewiesen usw. Das ist im Studiobetrieb unflexibel. USB-Audio wird leider auch vor den analogen Filterbausteinen abgegriffen. Will man also Samples durch ein bestimmtes analogen Filter schicken, muss das Sample auf der entsprechenden Spur liegen. Laut Forum gibt es aber einen Workaround, man kann durch die analogen Bausteine resamplen.

Da der Isla nur 8-stimmig ist, aber 32 Samples im Speicher verwalten kann, gibt es auch Parameter und Regeln, in welcher Reihenfolge und Priorität getriggert wird.

Der Isla S2400 im Studio

Drumloops am Isla selbst einzuspielen und über Audio als Multitrack aufzunehmen und dann in der DAW zu schneiden und bei der Aufnahme noch ein wenig am Isla zu schrauben, hat sehr gut funktioniert und die Ergebnisse waren überzeugend. Der Isla klingt wirklich gut und hat Druck.

Eine andere Möglichkeit ist, den Isla über MIDI zu triggern, dafür muss man im Sync-Menü einige Default-Einstellungen überschreiben und das Handbuch zu Rate ziehen. Leider senden die Fader und Potis des Isla keine MIDI-CC-Daten, die man in der DAW aufnehmen kann. Den Isla selbst über Controller-Daten über MIDI zu steuern, ist möglich, die MIDI-Implementation ist auf der Homepage abrufbar. Alternativ kann man ja im Isla selbst wie gesagt Parameteränderungen aufzeichnen und im Mäusekino-Editor für jeden Step editieren, ich bin halt eher ein Freund des reproduzierbaren Schraubens.

USB-Audio funktioniert, getestet nur in Windows 10, auf Mac OS geht das angeblich derzeit nicht. Es gibt keinen eigenen dedizierten Asio-Treiber von Isla-Instruments. Der S2400 wird als Audiogerät von Windows 10 anstandslos erkannt. Mit Asio4all habe ich unter Bitwig und Cubase Audio auf 8 Kanälen parallel in die DAW streamen können und auf 2 Kanälen auch den DAW-Output über den S2400 ausgeben können. Performant war das allerdings leider gar nicht, unter 1024 Samples Audiopuffer gab es Knackser und Performance-Probleme, hier ist der s2400 im negativen Sinn vintage.

In diversen Foren wird der Sound des Isla s2400 ausgesprochen hervorgehoben. Ich habe den S2400 parallel zu einem Roger Linn/Dave Smith Tempest und einem Pioneer Toriaz abgehört. In keinem Fall ist der Isla den Kandidaten mit dem Dave Smith Filterdesign überlegen, ich attestiere dem Toriaz mindestens den gleichen Druck bei deutlich komfortabler Bedienung.

Der Isla kann aber durch den Einsatz der statischen Filter bei 26 kHz Sampling-Frequenz den Sound seines Vorbildes emulieren, was ja eines der Ziele von Isla Instruments war. Mangels Originals kann ich dazu keine Aussage treffen, dazu gibt es aber Material im Netz. Wer sich für den Isla interessiert, sollte sich in jedem Fall die Tutorials auf der Isla Homepage ansehen, damit kann man sich ein sehr gutes Bild machen.

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Fazit

Je niederschwelliger ich den Isla eingesetzt habe, desto besser, produktiver und kreativer war das Ergebnis und darin sehe ich in Kombination mit der sehr ansprechenden Hardware auch die Stärken. Der Grundsound ist sehr gut und ist ohne wesentliche Nachbearbeitung in der DAW sofort präsent.

Der Multi-Mode ist ein sehr gutes Werkzeug, um 8 Parameter-Snapshots eines Sounds in den internen Sequencer zu spielen, auch die Fader-Modes nutzen die Hardware sehr gut zur Parametereingabe.

Der Looper-Mode ist eine willkommene Zugabe, die man in einem Drumsampler so nicht erwarten würde.

Ab dem Moment, an dem man am Gerät den Pattern-Sequencer und Parameter direkt tiefer zu editieren beginnt und den „weniger ist mehr“  Modus verlässt, artet es aufgrund der Display-Größe und dem zum Teil unnötig komplizierten OS in Frickelei aus und bremst den Fluss, das OS ist dann unergonomisch in Relation zur sonst sehr guten Ergonomie der Hardware.

 

Plus

  • Klang
  • wertige Hardware
  • statische Filterbausteine, um den Sound des EMU SP-1200 zu emulieren
  • umfangreiche Ein- und Ausgänge
  • internes Netzteil

Minus

  • unflexibles Routing
  • tiefergehende Editierung unergonomisch
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    lunatic AHU

    Bitte ein paar kleine Flüchtigkeitsfehler korrigieren;
    Ein paar Mal ist vom EMU S1200 die Rede, bei den Pros ist es dann sogar nur noch ein EMU1200…

    Soll meine Freude über den schönen Praxistest nicht schmälern. Und das zum Wochenende. Vielen Dank

  2. Profilbild
    ubique AHU

    Erstmal vielen Dank für den Testbericht :)
    Eine genauere Betrachtung des Samplings / Resamplings und des Pitch-Algos wäre für mich das Sahnehäubchen gewesen. Genau da unterscheidet sich ja mMn das Gerät von vielen anderen, auch den genannten, Samplern.

    • Profilbild
      toneup RED

      Hallo, über das Sampling von Vinyl über die Filterbausteine auf Input 1/2 und den Trick mit der Abspielgeschwindigkeit der Turntables und das anschließende Pitching gibt es ein eigenes Tutorial auf der Homepage von Isla Instruments das dieses Thema umfangreich abdeckt. Ich fand die Sound-Beispiele überzeugend, aber sie kommen natürlich vom Hersteller. Was ich aber uneingeschränkt bestätigen kann ist, das die Soundengine generell wirklich sehr gut klingt. Der Isla – mit entsprechenden Samples gefüttert – braucht über gute Wandler aufgenommen so gut wie keine Nachbearbeitung in der DAW. Das sitzt im Mix.

  3. Profilbild
    Filterpad AHU

    Man ist einfach zu sehr dieses „Bumm zss Bumm zss“ gewohnt, so dass die Klangbeispiele erstmal eher befremdlich anmuten, anstatt gleich das gewohnte „klingt fett“ zur Geltung kommt. Nichtsdestotrotz optisch, preislich (~1600€) und auch klanglich eine schöne Drummachine. Gerade etwas abseits des typischen 9O9-Techno eine Bereicherung. Vermute einsatzmäßig überwiegend Live und in Verbindung anderer Geräte. Hip Hop is back (war es denn je weg?)!

  4. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    ISLA 2400 ist eine ganz hervorragend klingende Kiste und die Einfachheit der Bedienung beispielhaft. Klaro, dass wenn jemand auf die Idee kommt in die Softwaretiefen des ISLA einzusteigen „frickelig“ arbeiten muss. Aber das ist bei jedem Instrument so, das auch „tiefer“ blicken lässt , d.h zusätzliche Komplexität anbietet ( s. Elektron). Ich selbst sehe das überhaupt nicht als Kritikpunkt an, denn wie soll man es denn anders gestalten ? So werden beide Seiten bedient, die einfache „klassische“ Handhabung und die eher etwas „nerdige“, gerade für Leute, die kein Problem mit einem Octatrack oder einem Analog4 haben.

    Im Gegensatz zu vielen hier , die offensichtlich ein Produkt bewerten, dass sie nicht besitzen und nicht kennen, würde ich selbst (als Besitzer der Kiste) ein absolutes „Sehr Gut“ vergeben. Dass ein Instrument , das tiefergehende Funktionen anbietet , dieses negativ angekreidet wird sagt doch einiges über Thomann´s Amazona aus

    • Profilbild
      toneup RED

      Hallo, wie beschrieben kann man mit der Isla sehr fix und schnell Beats einspielen und das funktioniert auch sehr gut. Steigt man tiefer ein ist vor allem die Belegung der Funktionen am Zahlenblock trotz Hilfefunktion und entsprechender Aufstellung ein Bremser im Workflow. Sicher, irgendwann wird einem das als Power User automatisiert von der Hand gehen, trotzdem fand ich das nicht intuitiv. Und für mich persönlich ist die Tatsache , das die Einzelausgänge nicht frei routbar sind, auch ein Schwachpunkt. Spass gemacht hat das Arbeiten mit der Isla aber alle mal.

  5. Profilbild
    mfk AHU

    Danke für den Test!
    Insbesondere das letzte Soundbeispiel fand ich sehr gut.

    Was viele nicht bedenken, die Probleme mit dem Preis-Leistungsverhältnis haben:
    Das Produkt ist ein solider Neubau eines Oldtimers in geringer Auflage.

    Das kann und will nur eingeschränkt zeitgemäß sein und kostet zwangsläufig mehr, als ein Touchscreen mit ein paar Tastern/Encodern an einem moderen Kleinstcomputer.

    …Das Interessante daran ist, dass es trotzdem sehr gut in einer modernen Produktion eingesetzt werden kann.
    Es ist aber auch eher ein Instrument mit eigenem Charakter und keine DAW in einer Box.

  6. Profilbild
    Frantic Freddie

    Vielen Dank für den Test!

    Ich habe noch eine Info zu Audio über USB am Mac.
    USB-Audio funktioniert am Mac ohne zusätzlichen Treiber einwandfrei. Ich konnte mit der Einstellung von 128 Samples Audiopuffer kein Knacken und keine Performance-Probleme in Ableton feststellen.

  7. Profilbild
    Frantic Freddie

    Im Testbericht sind meines Erachtens die Angaben zum Routing nicht korrekt dargestellt.

    Die einzelnen Spuren können durchaus individuell den Einzelausgängen zugewiesen werden. Das geht auch sehr einfach und zügig. Mit der Tastenkombination „Shift“ und „Setting“ die Einstellungen des Tracks aufrufen und im Menüpunkt „Channel“ den Ausgang zuweisen.

    Der dicke Minuspunkt wegen des unflexiblen Routings sollte damit eigentlich hinfällig sein.

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