Großartige Mastering Software - jetzt auch mit Reparatur-Service
Lag zwischen der Version 10 und 11 etwas überraschend nur ein Jahr, hat sich iZotope jetzt gut zwei Jahre Zeit gelassen, um seine Mastering-Software Ozone 12 an den Start zu bringen. Was die Hoffnung nährt, dass sich hier einiges getan hat. Schon im „Schnellschuss“ der Version 11 war ja einiges zusammengekommen (wie z. B. Clarity, Stem Focus, Assistive Vocal Balance oder der Transient/Sustain-Modus) – was also haben die Entwickler nach zwei Jahren für iZotope Ozone 12 auf die Beine gestellt?
Kurz & knapp
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- Neue Module: Stem EQ, Unlimiter und Bass Control erweitern die Möglichkeiten deutlich.
- Praxisnutzen: Stem EQ und Unlimiter retten problematische Mixes erstaunlich gut.
- Klangqualität: Neuer IRC5-Maximizer liefert transparenteren und lauteren Sound.
- Bedienung: Überarbeitete Oberfläche und Custom Flow machen den Workflow flexibler.
- Fazit: iZotope Ozone 12 Advanced gilt als aktuell beste All-in-one-Mastering-Software.
Inhaltsverzeichnis
- Kurz & knapp
- Wie gehabt: Drei Ozone-Versionen
- Technische Daten von iZotope Ozone 12
- Was kostet iZotope Ozone 12?
- Unnützes Wissen zu Ozone 12
- Die Module/Plug-ins in iZotope Ozone 12:
- Das ist neu in iZotope Ozone 12 Advanced
- iZotope Ozone 12 in der Praxis: Der Master Assistant
- Der Stem EQ in Ozone 12
- Bass Control
- Unlimiter
- Maximizer IRC 5
Im folgenden Artikel möchte ich in erster Linie auf die Neuerungen von iZotope Ozone 12 konzentrieren. Die Basics und alles zu den älteren Modulen könnt ihr bei Bedarf in unseren Artikeln zu Ozone 11, Ozone 10 und Ozone 9 nachlesen.
Wie gehabt: Drei Ozone-Versionen
Wie auch bei den letzten Ozone-Veröffentlichungen ist auch Ausgabe 12 wieder in drei unterschiedlichen Versionen erhältlich. Die kleinste Version namens Elements offeriert lediglich den Master Assistant und die Assistive Vocal Balance (59,- Euro), während die Standard-Version für 239,- Euro bereits 14 Module, das Track Referencing und die Transient/Sustain Modes mitbringt. Die neuen Module (bis auf Bass Control) und Features der 12er-Reihe finden sich dagegen ausschließlich in der Advanced-Version.
Technische Daten von iZotope Ozone 12
iZotope Ozone 12 läuft auf dem Mac (macOS Ventura (13.7), Sonoma (14.7), Sequoia (15.4)) und auf dem PC (Windows 10 (22H2) und Windows 11 (24H2)). Als Plug-in-Formate werden AAX, AU und VST3 bereitgestellt, jeweils ausschließlich im 64-Bit-Format. VST2 wird nicht länger unterstützt.
Ozone ist seit der Version 10 nicht mehr Standalone einsetzbar, sondern „nur noch“ als Plug-in, so auch die Version 12. Ausschließlich in der Advanced-Version können die Module auch als einzelne Plug-ins eingesetzt und damit auch selektiv auf einzelne Spuren und nicht auf den gesamten Mix angewendet werden.
Was kostet iZotope Ozone 12?
Beim Preis hat iZotope bei der Version 12 ordentlich was draufgelegt. Wurden bei der Version 11 noch (regulär) 439,- Euro aufgerufen, sind es jetzt 539,- Euro. Und auch beim Upgrade/Crossgrade langt iZotope hin: Da werden zwischen 299,- Euro (von einem beliebigen Ozone Advanced) bis 445,- Euro (Upgrade von Ozone 11 Elements) fällig. Hier eine Übersicht:
- iZotope Ozone 12 Advanced: 539,- Euro
- Upgrade von einem beliebigen Ozone Advanced: 299,- Euro
- Upgrade von Ozone 11 Standard: 399,- Euro
- Upgrade von Ozone 11 Elements: 445,- Euro
- Crossgrade von einem beliebigen kostenpflichtigen iZotope -Produkt: 449,- Euro
Damit liegt iZotope Ozone 12 im Vergleich mit anderen Mastering-Lösungen recht weit oben: Die Softube Flow Mastering Suite 2.0 kostet im Abo 14,99 Euro monatlich, bei IK Multimedias T-RackS 6 Max ist man mit 115,- Euro dabei (ursprünglicher UVP-Preis 356,- Euro) und Brainworx bietet sein bx mastering studio inzwischen zum Nulltarif an. Ozone 12 kann immerhin zehn Tage lang kostenlos getestet werden.
iZotope Ozone 12 Advanced ist unter anderem ebenfalls in der Music Production Suite 8 und der RX Post Production Suite 8.6 enthalten.
Unnützes Wissen zu Ozone 12
Die Erstausgabe von iZotope Ozone erschien 2001, damals noch ausschließlich für die Formate DirectX und Winamp. Die Älteren werden sich vielleicht an diese beiden Oldies erinnern.
Die Module/Plug-ins in iZotope Ozone 12:
Folgende Module sind enthalten:
- Bass Control
- Clarity
- Dynamic EQ
- Dynamics
- Equalizer 1
- Equalizer 2
- Exciter
- Imager
- Impact
- Low End Focus
- Master Rebalance
- Match EQ
- Maximizer
- Spectral Shaper
- Stabilizer
- Stem EQ
- Unlimiter
- Vintage Comp
- Vintage EQ
- Vintage Limiter
- Vintage Tape
Das ist neu in iZotope Ozone 12 Advanced
Bevor wir uns einige der Neuerungen im Detail genauer anschauen, hier ein kurzer Überblick der neuen Module, Verbesserungen und neuen Features von iZotope Ozone 12 Advanced.
Neue Module/Plug-ins:
- Bass Control – druckvoller, straffer Bass durch KI
- Unlimiter – Der “Rückgängig”-Knopf für übermäßig komprimiertes Audio
- Stem EQ – Gezielte Bearbeitung von Drums, Vocals, Bass und Instrumenten aus dem Stereo-Mix heraus
Verbesserungen:
- IRC 5 Maximizer Modus – neuer (fünfter) IRC-Algorithmus – Modus für das Maximizer Modul, der u. a. Pumpen verhindern soll
- Custom Assistant Flow – überarbeiteter Master Assistant mit mehr individuellen Einstellmöglichkeiten
- Stem Focus – das Modul aus Ozone 11 wurde mit neuen neuronalen Netzen ausgestattet und soll jetzt besser – mit weniger Artefakten – trennen
- Stabilizer-Modul – mit 25 neuen Genre-Zielen
- Benutzeroberfläche – überarbeitet (Farben, Schriftsatz)
- Master Assistant – neue Oberfläche mit neuer Struktur und besserem Workflow
iZotope Ozone 12 in der Praxis: Der Master Assistant
Hier sind 25 neue Genre-Targets in iZotope Ozone 12 hinzugekommen, womit wir jetzt auf insgesamt 35 kommen. Gab es in Version 11 beispielsweise lediglich „Rock“, so finden sich hier nun auch die Spielarten „Alt Rock“, „Classic Rock“, „Post Rock“, „Indie Rock“ und „Punk Rock“. Pop wurde um „Dance Pop“, „Electropop“, „Hyperpop“, „Indie Pop“, „K-pop/J-pop“, „Latin Pop“ und „Pop Country“ erweitert.
Neu sind unter anderem auch Genres wie Ambient, Reggaeton, Metal, Trap oder Vocal Jazz. Erstellt wurden diese durch die Analyse von Chart-Hits aus den verschiedenen Genres.
Im Auto-Master-Modus („Skip the setup. Just like magic”) analysiert iZotope Ozone 12 wie gewohnt ein paar Sekunden eines Tracks, sucht sich dann das passende Genre und die notwendigen Module zusammen und bietet einen bearbeiteten Mix an, den es aber selbstkritisch auch nur als „Starting Point“ bezeichnet. Ozone 11 hatte dabei oft recht kräftig zugelangt und war da auch schon mal übers Ziel hinausgeschossen.
Hier zur Erinnerung ein Klangbeispiel (ein unbearbeiteter Rocksong der Kölner Band Chef), das mit dem Auto-Master von Ozone 11 bearbeitet wurde. Ich schalte hier zwischen Bypass und der bearbeiteten Version um (Bypass startet).
Und hier das ganze mal mit Ozone 12. Ebenfalls als Genre „Rock“, im Auto-Master-Mode:
Die Ergebnisse lassen sich jetzt im Nachgang alle noch per Hand nachbearbeiten, bis man zu einem annehmbaren Ergebnis gekommen ist.
Ein weiterer Versuch mit dem Auto-Master von Ozone 12. Das folgende Audio hat Ozone automatisch unter Pop einsortiert. Hier erst das Original-Audio, dann die von Ozone 12 bearbeitete Version:
Dass man sich aber nicht unbedingt auf die erste Einschätzung von Ozone 12 verlassen sollte, zeigt das folgende Beispiel. Dieses Orchesterstück wurde zum Beispiel dem Genre „Pop“ zugeordnet. Was dann im Auto-Master so klingt (erst Original-Audio, dann bearbeitet):
Nicht wirklich gelungen. Macht es da einen Unterschied, wenn ich das Genre von Hand auf Orchestral ändere? Hören wir mal rein:
Wer es sich zutraut, vertraut nicht blind der KI, sondern nutzt den neuen Custom Flow. Hier kann ich vorab einstellen, welche der 20 Module ich iZotope Ozone 12 Advanced bei der anschließenden Analyse für die Mastering-Kette nutzen lassen möchte, welches Genre dabei zugrunde liegen und wie intensiv der Assistant dabei vorgehen soll.
Hier reichen die Abstufungen „Subtle“ (gering) und „Transparent“ über „Balanced“ bis hin zu „Bold“ und „Transformative“ (extrem). Auch das angestrebte Lautheits-Level lässt sich vorab auswählen (-16 bis -4 LUFS). Und schließlich kann ich auch die Dauer der Analyse festlegen: entweder in Sekunden (von mindestens 8 bis maximal 60) oder in Takten (1 bis 32 Takte). Liegt das Ergebnis dann vor, kann ich mit Reglern wie Dynamics Match, Width Match, Clarity Amount oder Stabilizer Amount auch noch nachjustieren.
Die gefundenen Einstellungen lassen sich als Preset abspeichern. Das ermöglicht es, zum Beispiel ein Album gleichmäßig zu mixen oder verschiedene Presets schnell miteinander vergleichen zu können. So wird trotz der zusätzlichen Voreinstellungen der Workflow nicht ausgebremst.
Der Stem EQ in Ozone 12
Man bekommt einen fertigen Mix und stellt fest, dass der Bass noch etwas mehr Punch vertragen könnte und dass es den Vocals an Durchsetzungsvermögen fehlt? Dumm gelaufen. Und selbst wenn man die Einzelspuren noch hat, bedeutet das, dass man alles am Ende noch mal neu abmischen muss. Mit Stem EQ dagegen lassen sich Bass, Drum, Vocals und Other in einem fertigen Stereo-Mix bearbeiten, ohne dass ich noch einmal alles auseinanderdröseln muss. Und das sogar in Echtzeit.
Dazu gibt es vier Schaltflächen mit den eben genannten Instrumentengruppen, über die ich diese aktiv und auch solo schalten, den jeweiligen Pegel ändern bzw. anpassen (von -9 dB bis +9 dB) und die EQ-Steuerung zur jeweiligen Gruppe aufrufen kann. Dort kann ich dann mit der Maus „EQ-Nodes“ setzen und die Kurve nach Belieben ändern.
Oder ich nutze einen der 14 Stem-EQ-Presets. Die greifen automatisch auf die ihnen zugewiesenen Gruppe zu: „Huge Drums“ oder „Kick Up Front“ z.B. auf die Drums, „Low-End Lift“ oder „Punch Without Boom“ auf den Bass, „Sibilance Softener“ oder „Vocal Presence Recovery“ auf die Vocals und „Guitar Glow“ oder „Pad Clarity“ auf die „Others“. Eigene Presets können ebenfalls gebaut und gespeichert werden.
Das alles funktioniert erstaunlich gut. Hier ein paar Takte aus einem weiteren Song der Band CHEF („Down in the city bar“) in der „normalen“ Fassung.
Jetzt schalte ich im ersten Teil die „Other“, im zweiten, nach ca. 20 Sek., die Vocals auf solo. Wie erwähnt funktioniert das in Echtzeit, ohne dass etwas herausgerechnet werden muss. Während des Abspielens Solo-Button betätigen, fertig.
Und jetzt mal Bass und nach ca. 20 Sekunden die Drums:
Dass hier Artefakte zu hören sind, ist kein Drama (und bei einer Echtzeit-Bearbeitung wohl auch nicht anders möglich): Wir wollen die Spuren in iZotope Ozone 12 ja nicht sauber separieren, sondern „nur“ bearbeiten. Zum Beispiel einfach den Pegel.
Im nachfolgenden Beispiel schiebe ich mal (in Echtzeit) den Pegel der Drums rauf und runter:
Oder ich probiere während des Abspielens nacheinander verschiedene Vocal-Presets durch („Sit Vocals Back in The Mix“, „Vocal Presence Recovery“, „Sibilance Softener“ und „Mute the Vocal“ – Wechsel pro Textzeile):
Die Unterschiede sind deutlich zu hören, während der übrige Mix unangetastet bleibt.
Im folgenden Beispiel zu iZotope Ozone 12 werte ich den Gitarrenpart mit dem Preset „Guitar Glow“ auf (erst ohne, dann ab Sek 14 mit):
Und schließlich noch ein Beispiel mit einem „Low End Lift“ für den Bass, das dem Keller mehr Punch verleiht (wieder erst ohne, dann ab Sek 15 mit):
Mit Hilfe des „Delta-Buttons“ kann ich mir vorspielen lassen, welche Anteile da hinzugefügt wurden:
Ihr seht: Der neue Stem-
EQ in iZotope Ozone 12 ist ein recht mächtiges und fast schon geniales Werkzeug, um einen fertigen Mix doch noch zu retten.
Bass Control
„ML-powered tool that solves the major pain point of controlling low-end” nennt iZotope die Bass Control. Die geht neue Wege, um den Bass in einem Mix druckvoller und präsenter zu machen. In der Cutoff-Frequency wird der Frequenzbereich eingetragen, wo das Modul wirken soll. Dieser Bereich (unterhalb der Frequenz) kann dann sogar separat gehört werden. Mit einem Punch-Regler (- 9 dB bis +9 dB) lassen sich die Anschläge von Kick & Co. verstärken, während der Nachklang des Basssounds mit „Sustain Power“ bearbeitet wird.
Und auch die Peaks sind vor dem iZotope Ozone 12 Modul nicht sicher: Dort nämlich kann ich mit Hilfe eines Threshold-Reglers (-20 bis 0 dB) mehr oder weniger „Gummi geben“ und – wie auch beim Sustain-Power – auch stufenlos festlegen, ob das Ergebnis mehr „dirty“ oder mehr „clean“ klingen soll. Wie viel von diesem neu gestalteten Bassanteil am Ende im Mix landet, entscheide ich schließlich mit dem Balance-Regler.
Hier einige Klangbeispiele. Starten wir mit dem Sustain-Power (Wechsel von 0 und 100 %), bei neutraler Balance- und dirty/clean-Position. Die 100 % sind natürlich etwas übertrieben, dienen aber der Anschaulichkeit.
Jetzt mal der Punch, dem ich 5 dB dazugebe und in der Peak Control „Clean“ wähle:
Mit dem Delta-Button kann ich mir die Bass-Zugabe wieder gesondert anhören:
Unlimiter
Wie auch das Stem-EQ-Modul gehört der Unlimiter aus iZotope Ozone 12 in die Rubrik „nachträgliche Rettungsversuche“. Wurde ein Mix durch zu viel
Kompression und Limiter-Einsatz bis zur Unkenntlichkeit verdichtet, will dieses neue Modul – der „“undo” button for overly compressed audio“ – mithilfe maschineller Lernmethoden verlorene Transienten wiederherstellen und dem Mix zu mehr Transparenz verhelfen. Dazu wird einfach ein Schwellenwert voreingestellt (oder mittels Learn-Funktion automatisch ermittelt), Eingangs- und Ausgangsverstärkung gewählt sowie die Stärke der Unlimiter-Verarbeitung.
Hier ein cleaner Audiotrack
… der unter übermäßigen Einsatz von Vintage Compressor und Vintage Limiter im Mix vermurkst wurde…
… und hier der Versuch, ihn mit dem Unlimiter wieder zum Leben zu erwecken. Was aber nur unvollständig gelang.
Aber mit etwas mehr Bastelarbeit und Erfahrung (und einem anderem Track) ist da vermutlich noch mehr drin.
Maximizer IRC 5
Eines seiner beliebtesten Ozone-Module, den Maximizer, hat iZotope in Version 12 durch den neuen Algorithmus IRC5 (IRC = Intelligent Release Control) aufgewertet. Der Hersteller beschreibt es als „das erste Multiband-Limiter-Design in Ozone“. Durch die Aufsplittung in vier Frequenzbänder mit jeweils optimierten Attack- und Release-Zeiten werden Pump- und Intermodulationsverzerrungen reduziert. Das ermöglicht ein lautereres, klareres Ergebnis mit mehr Transparenz.
Zugrunde liegt hier die Technologie von IRC3. Allerdings ist der IRC5-Modus auch der CPU-intensivste: Im Test lag die CPU-Last bei IRC5 auf meinem Windows 11-PC (AMD Ryzen 7 9700X 8-Core mit 96 GB RAM) bei nur einer Audiospur bei rund 15 %, während sie bei den IRC1-4 zwischen 2-7 % schwankte.
Hören wir mal rein. Originalfile:
Und hier eines mit IRC3 (Balanced) behandelt:
IRC4 Classic, Preset „Fast and Edgy“
Und schließlich IRC5 “Max CPU Power”.
Ja, das klingt tatsächlich etwas transparenter und punchiger, ohne zu verzerren oder zu pumpen. Das Ergebnis ließe sich jetzt noch mit Sachen wie Upward Compress, Soft Clip oder Transient Emphasis anpassen und verfeinern. Aber für einen ersten Eindruck sollte das reichen.
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Wie ein Unlimiter funktioniert ist mir wirklich ein Rätsel und vermutlich ein streng gehegtes Betriebsgeheimnis iZotopes. Vielleicht in etwa vergleichbar wie ihr Upwardcompressor? Neuer Name und fertig! ;) Was ich persönlich ein Quatsch finde ist die Einstellung vor dem Automaster namens Custom-Master, zum definieren der ausgewählten Plugins. Wie wäre es wenn man einfach den Automaster aktiviert und danach die überflüssigen Plugins löscht bzw. deaktiviert oder den Regler runterfährt? Man glaubt es kaum: Geht schneller, einfacher und präziser! – Ich handhabe das ausschließlich so! Meiner Ansicht nach eine unnötige Erneuerung mit einem quatschhaften, verwirrenden Mausklick mehr. Im Vergleich zu älteren Versionen geht der Automaster aber echt fix und relativ „ruckelfrei“. Teilweise mache ich sogar einzelne Plug-ins auf Spuren zur Mischung – Equalizer bleibt Equalizer und Kompressor bleibt Kompressor, wurscht welcher (bei vernünftigen). Stem-EQ bräuchte ich nicht unbedingt wenn man von der Mische (zu Ozone) kommt, aber der Master-Rebalance (Anhebung v. Drums, Voc u. Bass) hat mir schon gute Dienste geleistet. Die Elemente werden sehr gezielt lauter ohne den Rest zu verhunzen. Fazit: Ozone bleibt luxusmäßig teuer und nur für Hobbyenthusiasten mit fett gefülltem Portemonnaie, aber saugut in
Anwendung und Ergebnis. Aber bitte jetzt anständig mit Native Instruments konform gehen. Von dem ganzen Durcheinander habe ich langsam die Faxen dicke! Da fehlte schon mal das eine oder andere Plugin bei mir und im NI-Produktportal herscht noch Chaos DeLuxe!
Ozone 12 Elements: 59,- Euro
Ozone 12 Elements: 239,- Euro
Ozone 12 Elements: 539,- Euro
Etwas viele Elemente… Müsste eher so sein:
Ozone 12 Elements: 59,- Euro
Ozone 12 Standard: 239,- Euro
Ozone 12 Advanced: 539,- Euro
@liquid orange Danke für den Hinweis, ist geändert.
Wichtig für alle iZotope Kunden damit diese nicht den selben Fehler machen wie ich. Es gibt sehr günstige Update und Upgradepreise für alle möglichen Vorgänger-Versionen. Hier ist guter Rat teuer….bzw. in den Fall sehr günstig! Thomann hat diese alle, die werden nur nicht frontal angezeigt. Es gibt sogar noch günstigere Anbieter. Aber wegen längerer Downloadzeit und zusätzlichem Anmeldeverfahren ist dies nur für absolute Sparfüchse geeignet. Beim T. läuft das wie bekannt sehr unkompliziert ab. Anders gesagt: Kauft dies nicht bei iZotope, außer, ihr seid totaler Neukunde bei denen.
Wenn die neuen Besitzer von iZotope meinen, sie könnten langjährige Stamm-Kunden vieler iZotope Produkte mit Phantasiepreisen für Upgrades veräppeln, dann haben sie sich in meinem Fall geirrt. Als iZotope 11 Advanced User kann ich sie für einen Upgrade-Preis von 300€ (derselbe wie für Advanced 9 etc. Besitzer) nur auslachen.
Einige der 12er Bordwerkzeuge finde ich ganz praktisch und gelungen. Aber die die AI Mastering Ergebnisse kommen mir im Test bestenfalls durchwachsen und inkonsistent und oft völlig „over the top“ vor – manchmal nützlich als Anregungen, viel mehr aber nicht. Mit dem Nacharbeiten solcher halbgarer Ergebnisse würde ich wohl genauso viel Zeit in der komplexen Funktionalitäts-Struktur verlieren, wie wenn ich von vornherein Alternativ-Produkte mit eigenen Einstellungen benutzen würde.
Nachdem ich schon die Upgrade-Preise für das letzte RX Advanced so rotzfrech fand, dass ich für Soundbearbeitung und -reparatur komplett zu Spectralayers 11/12 gewechselt bin, hat die neue Preis-Unverschämtheit von Ozone 12 jetzt für mich das iZotope-Fass endgültig zum überlaufen gebracht.
Hiermit verabschiede ich mich als langjähriger Stammkunde endgültig von allen künftigen iZotope-Produkten und ihren voraussichtlich weiteren jährlichen Abzoch-Upgrade-Preisen. Von der Firma in ihren neuen „Raffke- und Gierschlund“-Händen werde ich nichts mehr kaufen. Glücklicherweise gibt’s inzwischen haufenweise erstklassige Alternativen.
P.S. Den Artikel finde ich prima geschrieben!
@defrigge Dem möchte ich mich anschließen. Es ist wirklich unverschämt, was die mit den Stammkunden machen. Ich bleibe bei 11 Advanced.
Nachdem wohl einige von uns das ein oder andere PlugIn über die Jahre gesammelt haben würde es mich mal interessieren, mit welchem einzelnen PlugIns von unterschiedlichen Herstellern ein „Mastering Setup“ zusammengestellt werden kann. Z.B. mit Fabilter, UAD, Elysia, Waves, SPL usw.. (Auswahl PlugIn und welche Reihenfolge im Channelstrip)
Ozone 12 ist sicherlich ein gutes Mastering Tool, doch mich würde tasächlich interessieren wie weit man es auch ohne eine KI unterstützte „Komplettlösung“ schafft und stattdessen seine Schätze, die so auf der HD schlummern hierfür einsetzt. Vielleicht wird es dadurch sogar noch etwas besser……..
Sicherlich lassen sich KI-Unterstützung und spezielle Learning Features durch einzelne PlugIns mit klassischen Anwendungsbereichen nicht ersetzen, doch die braucht es vielleicht auch nicht, wenn der Mix ordentlich ist.
Vielleich that der ein oder andere von euch, der mit Mastering zu tun hat Lust etwas hierzu zu schreiben. Wäre ja mal schön anstatt ständig neuer Product News auch mals was zum Thema „work with“ zu lesen.