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Test: izotope Ozone 4

23. März 2009

Ozone 4

Bereits Ozone 3 sorgte für beträchtliches Aufsehen. Viele unterschiedlichste Meinungen zu dem Mastering Plug-in ließen eines ganz sicher nicht aufkommen: Langeweile. Die Software wurde von Musikern begrüßt und von vielen angestammten Mastering Profis – freundlich ausgedrückt – belächelt. Nun hielt sich lange die Frage, wie es weitergeht mit Ozone. Im Herbst 2008 gaben die Kalifornier die Antwort: Version 4 wird kommen. Nun ist das Ding endlich ready to fly, und schaut man sich einmal die nüchternen Facts an wird schnell klar, dass Ozone 4 nicht nur aus Preisgründen ein ganz heißes Eisen ist. Für alle, die sich nochmal in Ozone 3 einlesen wollen, empfehle ich meinen Test hier auf Amazona.

Ozone Gesamt

Ozone Gesamt

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Installation

Das 25 MB (30 MB MacOSX) große Setup-Programm ist schnell installiert. Izotope akzeptiert zwei Arten der Authorisierung: Challenge/Response oder per ilok Dongle. Interessant ist vielleicht noch der Hinweis für alle Upgrade-Unwilligen: Es gibt ziemlich günstige Kurse entweder von Ozone 1 und 2 bzw. von Version 3 auf 4. Ozone 4 ist wie die Vorgänger ein reines Plug.in und benötigt eine VST, RTAS, MAS, DirectX oder AU Hostapplikation, sei es Logic oder Cubase etc. Oft wird über die hohe CPU-Belastung gesprochen. Auf meinem PC (Intel P4 unter XP SP3) und Intel Mac (PowerMac) war der Einsatz kein CPU-Problem. Zudem wird Ozone in erster Linie als Mastering Applikation angewendet, und so sollte das erst recht klappen. Ozone 4 läuft unter XP, Vista und Mac OSX. Es können nicht nur theoretische 192 kHz Files verarbeitet werden. Die interne Auflösung liegt bei 64 Bit.

Was ist neu?

Das neue Plug-in-Fenster ist um etwa 20% gewachsen. Der 3-D Look der Modulüberschriften ist unglücklicherweise schlechter zu lesen als bei Version 3. Ansonsten wirkt die Oberfläche sehr aufgeräumt und gewohnt professionell. Ein Schelm, wer nur Kosmetik vermutet: Unter der Haube werkelt eine neue Audio-Engine mit besseren Crossovers, Digitalfiltern und Audiowerten. Außerdem ist es beispielsweise nun möglich, Mid-Side Prozessing in vier von sieben Modulen einzusetzen. Das alleine ist schon ein unschätzbarer Vorteil gegenüber Ozone 3. So kann z.B. nur dem Mittensignal – und damit dem Sänger oder der Bassdrum spezielles Augenmerk gegeben werden. Das Seitensignal kann aufgefrischt, lauter und breiter gemacht werden. Anders herum geht es natürlich auch.

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2_Limiter-II.jpg

Limiter

Ein weiteres Highlight von Ozone 4 dürfte die Verbesserung des bereits sehr guten eingebauten Limiters sein. Der intelligente II Mode überzeugt durch äußerst transparenten Sounds und steigt nach meinen Tests – soviel vorweg – damit in die erste Riege nebst Sonnox, PSP oder TC Brickwall. Es ist schon erstaunlich, wieviel Druck sich aus diesem Tool herauskitzeln lässt, ohne dass Transienten komplett plattgewalzt werden. Hinweis: Die Soundfiles im Limitervergleich wurden extrem hart rangenommen, um den Charakter deutlich zu machen. Mp3s eignen sich aber denkbar schlecht zur Schaustellung feiner akustischer Unterschiede. Auch wurden gleiche Einstellungen in Ozone 3 und 4 verwendet. So sind die Unterschiede nur minimal hörbar. Ein Download der Demoversion ist geboten, wer sich ein klares Soundbild machen möchte.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    „Das Klangbild wird praktisch nicht beeinflusst und erschallt warm, transparent und ausgeglichen.“

    Was soll man von so einer Aussage halten? Das ist doch total widersprüchlich.

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Mir gefällt dieser Testbericht ganz gut, wenn auch ich das etwas harte Gesamturteil „Gut mit Einschränkungen“ nicht ganz nachvollziehen kann. Ozone 4 lässt grossartige Klangverbesserungen zu und dies bei weitem nicht nur fürs Mastering. Während sich T-Racks 3 vorwiegend fürs reine (Pre-)Mastering empfielt, kann ich mit Ozone 4 aus fast jedem langweiligen Klangkäse noch was deutlich besseres zaubern.

    Ich find’s ein grossartiges Tool und möcht’s ned mehr missen. (T-Racks 3 allerdings auch nicht.)

    • Profilbild
      i.barsekow  AHU

      >Ich find’s ein grossartiges Tool und möcht’s ned mehr missen.

      @Olaf, ich teile Deine Einschätzung bzgl. des harten Urteils. Ich habe die versehentlich zu geringe Bewertung wieder aufgestuft.

      • Avatar
        AMAZONA Archiv

        Wie wäre es dann mit „sehr gut, aber mit Einschränkungen?“ :-)

        Denn die Reverb-Abteilung ist für einen Master-Effekt eine heikle Größe. Man hätte endlich mal daran gehen gehen, den mäßigen algorithmischen durch einen Faltungshall zu ersetzen. Und dem User damit die Möglichkeit an die Hand gegeben, selbst zu entscheiden, was er an Reflections und Tails nimmt. (wenn überhaupt)
        Des Weiteren ist bei einem so funktional überbordenen Tausendsassa auch ein Problem, dass viel zu viel auf zu kleinem Raum steht. Manko.
        Ich weiß gar nicht, ob es angesprochen wurde, aber in früheren Ozones konnte man nicht für jeden Signalprozessor unterschiedliche Übergangsfrequenzen einstellen. Fand ich schon eine deutliche Einschränkung. Hat sich da was getan?

        • Profilbild
          i.barsekow  AHU

          >Wie wäre es dann mit „sehr gut, aber mit Einschränkungen?“ :-).

          Die Einschränkungen sind unter ‚Minus‘ aufgeführt. Noch besser sind halt 3 Sterne…

          Thema Crossovers: Die Übergangsfrequenzen sind in allen Mehrbandmodulen gleich.
          Izotope meint dazu: ‚um Phasenprobleme zu vermeiden‘. Also wie gehabt.

  3. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Danke für den Test! Ich konnte Ozone3 kostenlos auf Version 4 updaten, da ich erst nach Oktober gekauft habe. Bin bisher sehr zufrieden.

    Nur den Hinweis auf einen notwendigen ilok-Dongle habe ich nicht verstanden, denn den brauche ich für Ozone nicht!

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