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Test: iZotope Ozone 5, Mastering Plug-in

Neues Layout des Multibandkompressors: Alle Bänder im Überblick

Neues Layout des Multibandkompressors: Alle Bänder im Überblick

Bei der Arbeit mit Ozone fällt auf, dass die einzelnen Geräte sehr gut aufeinander abgestimmt sind. Farben und Formen sowieso, aber viel wichtiger: Gleiche Funktionen befinden sich immer am selben Ort, heißen gleich und sehen gleich aus. Das schafft Übersicht und beschleunigt den Workflow enorm. So komme ich doch relativ schnell zu einem Resultat, das ich mir nicht zugetraut hätte. Ich entzerre das Signal mit dem EQ, gebe mit dem Exciter bei Mitten und Höhen eine leichte Röhrensättigung dazu, komprimiere die Bässe mit dem Multibandkompressor, verschiebe mit Stereo-Imaging die oberen Höhen im linken Kanal um 7 Millisekunden und hebe schließlich den Pegel mit dem Maximizer um 3 Dezibel an. Das Resultat ist ein breites, volles und edles Klangbild. Der Track ist lauter und kann nun – zumindest pegelmäßig – mit amtlichen Produktionen mithalten. Das ist doch schon mal ein Anfang.

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Fazit

Mastering ist und bleibt eine Kunstform. Doch Ozone 5 liefert alle nötigen Werkzeuge dazu. Das Update ist übersichtlicher, klingt besser und bietet viele neue Möglichkeiten. Dank der gut organisierten Presets können auch Neulinge ihren Tracks schnell den letzten Schliff verpassen. Wer allerdings das volle Potenzial von Ozone 5 ausschöpfen will, der muss sich mit den vielen Einzelteilen vertraut machen – am besten mit Hilfe des Lehrbuches von iZotope. Das braucht seine Zeit, doch der Aufwand lohnt sich. Nur so kann man gezielt in den Klang eingreifen. Mastering-Profis sei die neue Advanced-Version von Ozone 5 empfohlen. Sie bietet noch mehr Funktionen pro Gerät und ist flexibler, da jedes Gerät als einzelnes Plug-in zur Verfügung steht.

Im Vergleich zu T-Racks und den Mastering-Bundles von Waves punktet Ozone 5 bei mir vor allem dank der einfachen, übersichtlichen Oberfläche und der Vielfalt an Geräten. Dazu kommen der exzellente Klang und der anständige Preis. Damit ist Ozone 5 die wohl vollständigste Mastering-Komplettlösung, die zur Zeit erhältlich ist. Wer auf der Suche nach einer Mastering-Lösung ist, sollte unbedingt die Demoversion testen. Das einzige, was mir fehlte, waren deutsche Versionen von Bedienungsanleitung und Lehrbuch.

Plus

  • Klang
  • Übersichtlichkeit
  • Vollständigkeit
  • Dokumentation
  • Preis

Minus

  • Dokumentation nur auf Englisch

Preis

  • Standard-Version: 199,- Euro
  • Advanced-Version: 845,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Jesus

    Bei „Minus“ gehört eigentlich noch die CPU-Lust dazu, sofern man dieses eine „Hauptplugin“ mit gewissen Presets benutzt.

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      CPU- LUST??

      Jesus, was ist das denn?
      Eine neue sexuelle Orientierung?

      ;-)

      Es grinst sich einen

      der

      „Onkel Sigi“

  2. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Zu den Hörbeispielen:
    Hier hört man, dass Mastering eine Kunst ist. Gerade im abschließenden Schritt mit allen Bearbeitungen wurden die meisten Fehler gemacht. Vergleicht man das letzte Hörbeispiel mit dem Ausgangsmaterial, merkt man, dass zwar Equalizer und Exciter das etwas mumpfig klingende Signal aufgefrischt, Kompressor und Maximizer aber dafür alles kaputt gemacht haben. Die Instrumente, die aus gutem Grund im Original nach hinten gemischt wurden, weil sie eher eine begleitende Funktion haben oder ein Effekt sind, treten plötzlich so stark in den Vordergrund, dass sie keinen Sinn mehr machen und sogar nerven. Zugegebenermaßen interpretiere ich jetzt hier etwas Deine Musik, doch das ist ja genau das, was ein Mastering-Ingenieur machen würde (und der Zuhörer letztendlich auch).

    Eine gute Art an eine solche Sache heranzugehen ist immer, vor der Maximierung der Lautheit, einfach mal den Track auf die altmodische Art am Lautstärke-Regler laut zu drehen und aufmerksam zu hören, was passiert. Meistens werden die Bässe und die unteren Mitten weiter hervortreten, im Allgemeinen der Mix aber erhalten bleiben. Möchte man nun eine größere Lautstärke erzielen, wäre das Ziel, genau diesen Effekt durch das Mastering zu erzielen. Die am Markt befindlichen Tools erreichen (vor allem in den Händen von Laien) aber genau das Gegenteil. Es wird alles an die Wand gefahren und der mühselig erstellte Mix ist hin.

    Ich finde es deshalb gut, dass im Text auch immer wieder darauf hingewiesen wird, dass Mastering eine Kunstform ist und ein solches Tool wie das hier vorgestellte kann eben auch großen Schaden anrichten. Das letzte Hörbeispiel demonstriert das m. E. sehr deutlich. Wer sich ein solches Tool zulegt (meistens erfüllen die in der DAW vorhandenen Tools den Job aber genauso gut), sollte sich mit den Grundzügen des Masterings gut vertraut machen und wissen, dass nicht alles, was im ersten Moment „besser“ klingt, auch tatsächlich besser ist. Das Gaukeln solche Tools gerne vor.

    • Profilbild
      ukm  

      Dem kann ich nur uneingeschränkt zustimmen. Besonders der letzte Schritt ist mir einfach zu „amtlich“. Nach einmaligem Hören entscheidet dann das Unterbewußtsein – ok, das reicht.

    • Profilbild
      Degenberg

      Tja, da habe ich einen „no go“ auf Lager. No go zumindest dann, wenn man diesen Typen folgt, die allerorten als die großen mastering-gurus gehandelt werden. Nämlich, den Limiter (maximizer or whatever) bereits beim mixing in die Summe zu schalten und gegen diesen abzumischen. Außerdem die Lautstärke der jeweiligen Spuren zu automatisieren. Wenn jetzt wieder einer gegen den loudness war wettert…schön. Dann kommt er vielleicht genauso in den Himmel wie derjenige, der lieber an einer U-He Diva oder gar einem echten Analogen rumschraubt, weil er meint, beim zehnten mal hören da noch einen Unterschied zu praxistauglichen tools wie einem Sylenth1 zu hören. Wenn es laut sein soll (in meinen Augen muss es das sein, zumindest im EDM Bereich) ist gegen den limiter abzumischen, um die vom Vorredner zurecht kritisierten Punkte ganz ganz einfach auszuschalten. Cheers

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