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Test: J. Rockett Audio Designs The Dude V2, Overdrive Pedal

Gelungenes Update für den Dumble in the Box

16. Dezember 2025

The Dude V2

Mit dem The Dude V2 bringt J. Rockett Audio Designs eine überarbeitete Version seines beliebten D-Style-Overdrives auf den Markt – mit smarteren Features und bewährtem Klang.

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Kurz & knapp
Was ist es? J. Rockett Audio Designs The Dude V2, Overdrive-Pedal, modernisierte Version eines D-Style-ODS-Emulators mit neuen Features und bewährtem Klang.
  • Verbessertes Design: Weiße Potikappen, True-Bypass ohne Klickgeräusche, überarbeiteter Level-Regler für bessere Kontrolle.
  • D-Style-Sound: Liefert cleane Boosts bis zu warmen Blues- oder High-Gain-Sounds mit typischer Mittennase.
  • Vielseitig einsetzbar: Kompakt, robust und mit stirnseitigen Anschlüssen perfekt für Pedalboards geeignet.
  • Authentische Dynamik: Inspiriert vom Dumble-Sound, ideal für expressive Gitarrenspielarten – von clean bis Fuzz-artig.

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J. Rockett Audio Designs The Dude V2
J. Rockett Audio Designs The Dude V2
Kundenbewertung:
(25)

Die ersten 5 Minuten mit dem The Dude V2

Mit den Pedalen von J. Rockett Audio Designs habe ich bis jetzt sehr gute Erfahrungen gemacht. Vor einiger Zeit haben wir ja auch für euch den Blue Note Select getestet, der wirklich exzellent abgeschnitten hat. Schauen wir doch heute mal, was die neue Version des The Dude Overdrive für uns parat hat.

Lieferumfang & erster Eindruck

Das Pedal kommt ohne jegliches Zubehör in einem schlichten Karton an. Zum Vorschein kommt dann ein Pedal mit ordentlichem Eigengewicht, das mit dem klassischen J. Rockett-Design aufwartet. Ich hatte schon leichtere Pedale in der Hand, aber durch das Metallgehäuse wirkt es wirklich unkaputtbar. Schlicht, aber trotzdem sehr stylish – das ist mein Eindruck. Das schwarze Finish sieht edel aus, die bei der V2 nun weiße Potikappen bieten einen guten Kontrast und weisen ein sehr gutes Handling auf. Auch der Fußschalter macht eine sehr solide Figur. Wie immer bei J. Rockett-Pedalen ein absolutes Plus fürs Äußere.

Line Check

Beim ersten Anstöpseln macht der The Dude V2 schon mal ganz schön Alarm! Die Sounds, die einem entgegenschlagen, sind fett und sahnig, aber trotzdem sehr griffig. Das Konzept mit dem Zerrsignal, das dem cleanen Signal beigemischt wird, ist sehr interessant. Gleich vorweg für alle, die die V1 des The Dude kennen: Der Level-Regler harmoniert sehr gut mit dem Ratio-Regler – hier wurde also sinnvoll nachgebessert. Alles in allem also ein wirklich schöner erster Eindruck. Dann wollen wir doch mal etwas tiefer in die Materie eindringen.

J. Rockett Audio Designs The Dude V2 Frontseite

J. Rockett Audio Designs The Dude V2 – Frontseite

J. Rockett Audio Designs The Dude V2 – die Facts

it dem The Dude V2 hat J. Rockett Audio Designs dem beliebten Pedal ein Update verpasst. The Dude ist ein Overdrive-Pedal und wurde entwickelt, um die charakteristische Dynamik und Klangstruktur eines Dumble Overdrive Special (ODS) Verstärkers nachzubilden – für viele das Nonplusultra. Die Schaltung ist auf den typischen, komprimiert-singenden Overdrive eines Dumble ausgelegt und soll sowohl cleanen Boost als auch Medium- bis Highgain liefern. Laut der Homepage von J. Rockett Audio Designs diente ein Dumble im Besitz von Keith Urban als Vorlage.

Das Pedal ist in einem kompakten Metallgehäuse untergebracht, das aus ineinandergreifenden Stahlblechteilen besteht. Es ist robust konstruiert und misst 4,00″ × 2,30″. Die Input- und Output-Buchsen sowie der DC-Anschluss befinden sich stirnseitig. Der Betrieb erfolgt über ein 9-Volt-Netzteil. War in der V1-Version noch zusätzlich ein Batteriebetrieb über einen 9-Volt-Block möglich, ist diese Möglichkeit beim neuen The Dude V2 leider weggefallen.

Auf der Oberseite befinden sich die vier weißen Regler Level, Treble, Ratio und Deep. Diese waren in der V1 noch schwarz, was in diversen Situationen die Ablesbarkeit der Einstellungen erheblich erschwert hatte – hier wurde also sinnvoll nachgebessert. Level bestimmt das Ausgangssignal des Pedals und ist in einer überarbeiteten Form aiusgeführt. Die Regelcharakteristik wurde entschärft, wodurch sich der Ausgangspegel feiner dosieren lässt – insbesondere bei Lautstärkeanpassungen im Band- oder Studiokontext hilfreich.

Der The Dude V1 war bei höheren Gainsettings in der Ausgangslautstärke teilweise sehr schwer zu bändigen. Der Ratio-Regler ist wie gehabt geblieben und mischt den Anteil des verzerrten Signals mit dem cleanen Anteil – er fungiert somit quasi als Gain-Poti. Treble und Deep sind ein 2-Band-EQ, wobei Deep im Grunde ein Bass-Regler ist.

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Die V2 - Stahlgehäuse in schickem Schwarz mit weißen Potis

Die V2 – Stahlgehäuse in schickem Schwarz mit weißen Potikappen

Eine weitere bedeutende Änderung betrifft den True-Bypass-Fußschalter: V2 nutzt ein geräuschloses Fußschaltersystem, das beim Umschalten keine mechanischen Klickgeräusche erzeugt.

Die Facts auf einen Blick

  • Overdrive
  • liefert klassische D-Style ODS Sounds und Feel
  • weniger aggressiver Volume-Regler als vorhergehende Version
  • True-Bypass
  • Regler für Level, Ratio, Treble und Deep
  • Bypass-Fußschalter
  • Ein-/Ausgang: 6,3 mm Mono-Klinken
  • Metallgehäuse
  • Stromversorgung über 9 V DC Netzteil (2,1 x 5,5 mm Hohlstecker, Polarität (-) innen
  • Abmessungen (B x T x H) 59 x 102 x 55 mm
  • made in USA

 

Der The Dude V2 in der Praxis

So, nun ist es an der Zeit, den The Dude V2 auf Herz und Nieren zu prüfen. Aufgrund des kompakten Formfaktors lässt sich direkt festhalten, dass er sich auf einem Pedalboard mit Sicherheit gut einfügen wird. Auch die immer beliebter werdenden stirnseitigen Anschlüsse tragen zum schlanken Auftritt bei. Für den Test wandert der The Dude V2 von der Gitarre in ein Fractal FM9. Im Fractal kommt ein Morgan-AC20-Modell zum Einsatz. Von dort geht es weiter in ein RME Fireface 802, aufgenommen wird mit Ableton. Die Signale sind alle unbearbeitet. Zum Einsatz kommt heute meine Heritage Prospect – quasi eine ES-335.

Die Stirnseite

Die Stirnseite (mit DC-Buchse unter dem roten Kleber)

12 Uhr Check

Fangen wir mit dem 12-Uhr-Check an. Dafür kommen alle Regler in die Mittelposition – nur der Level-Regler wird so eingestellt, dass es keinen großartigen Sprung zum Bypass-Signal gibt, was in diesem Fall nur eine Nuance gegen den Uhrzeigersinn bedeutet. Die Heritage ist auf dem Stegtonabnehmer gespielt. In diesem Setting liefert der The Dude V2 schon ordentlich Power. Man merkt aber auch direkt, wie sinnvoll der überarbeitete Level-Regler arbeitet, da man ihn kaum anfassen musste, um das Gain-Staging intakt zu halten. Der Sound ist für meinen Geschmack erste Sahne und klingt sehr fett, ohne dass wir es hier mit Unmengen an Gain zu tun hätten. Super!

Clean Boost

Aufgrund des Ratio-Reglers, der dem cleanen Signal das verzerrte Signal beimischt, ist das Pedal auch als Clean Boost einsetzbar, indem man den Ratio-Regler in Minimalstellung versetzt. Im ersten Beispiel habe ich hierfür den Level-Regler auf 14 Uhr, booste die Höhen ein wenig (13 Uhr) und nehme etwas Bass raus (12 Uhr), um den Hals-Pickup immer noch schön klingen zu lassen. Im zweiten Beispiel habe ich den Ratio-Regler ganz leicht angehoben, um dem Sound auf dem Halstonabnehmer mehr Grit zu verleihen. Insgesamt gibt der The Dude dem Sound eine ordentliche Mittennase, die mir persönlich aber auch als Clean Boost sehr gut gefällt.

Drive

Kommen wir nun zu den Qualitäten als Overdrive – dem Segment, in dem der The Dude ja eigentlich glänzen soll. Mit Ratio auf 10 Uhr bekommt man schon einen sehr dynamischen Rhythmus-Sound, der sich durch die gut greifenden Treble- und Deep-Regler wunderbar formen lässt. Für das erste Beispiel habe ich die Bässe gut zurückgenommen (9 Uhr), um einen durchsetzungsfähigen Mid-Gain-Sound zu kreieren. Treble ist auf 13 Uhr.

Bringt man Ratio und Deep zurück zur 12-Uhr-Position und beschneidet dafür die Höhen ein klein wenig, bekommt man einen fetten, warmen Blues-Rock-Sound. Auch hier merkt man die Mittennase des Pedals sehr deutlich. Aber das Gute ist: Sie nervt nicht, sondern versetzt die Gitarre in eben jenen Frequenzbereich, in dem sie sich sehr zu Hause fühlt.

High Gain

High Gain bedeutet für uns jetzt, den Ratio-Regler in Richtung Maximum zu treiben und den cleanen Anteil im Signal so langsam hinter uns zu lassen. Dafür bleiben wir auch auf dem Stegtonabnehmer. Wir starten mit Ratio auf 15 Uhr. Nimmt man die Bässe vollständig raus und geht mit Treble auf 14 Uhr, bekommt man einen fast schon fuzzigen, aggressiven, aber vintage-mäßigen High-Gain-Sound. Bringt man die Bässe zurück, bekommt man wieder diese Fatness, die aber auch für Powerchords und dergleichen hervorragend funktioniert. Dreht man den Ratio-Regler komplett nach rechts und zähmt die Höhen wieder etwas, versteht man endgültig, warum Leute wie Robben Ford oder Larry Carlton so auf den Dumble-Sound schwören.

Hier den The Dude V2 online testen!

the Dude V2 bei Stompenberg testen

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Fazit

Mit dem The Dude V2 liefert J. Rockett Audio Designs ein gelungenes Update eines ohnehin beliebten Overdrive-Pedals. Die neuen Features – insbesondere der geräuschlose True-Bypass, die weißen Potikappen und der optimierte Level-Regler – verbessern Handling und Funktionalität spürbar.

Klanglich bleibt alles auf hohem Niveau: Von subtilen Clean Boosts bis hin zu kräftigen, fast fuzzartigen High-Gain-Sounds überzeugt das Pedal mit Ausdruckskraft, Dynamik und einer charakteristischen Mittenbetonung. Wer auf der Suche nach einem vielseitigen D-Style-Overdrive mit echtem Boutique-Charakter ist, wird hier definitiv fündig.

Plus

  • Verarbeitung
  • Sound
  • Verhalten des Level-Reglers
  • Übersichtlichkeit

Preis

  • 195,- Euro
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