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Test: JBL EON 206P, Mini-PA

Für wen ist die JBL EON 206P richtig?

Zur Sprachverstärkung bei Präsentationen ist sie ideal, auch am Messestand. Kleiner Kneipengig mit Klampfe, Gesang und Saxofon, Alleinunterhalter bei Papas 70., Party am Baggersee (wenn denn Strom da ist) oder Ghettoblaster de Luxe: Das mag sie und das kann sie. Kleine Anlage, großer Sound. Zur Eigenverstärkung im Probenraum oder Monitoranlage für den Keyboarder auf der Bühne ist diese Anlage ohne weiteres ebenso geeignet.

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Die Anlage ist so kinderleicht zu bedienen und so dermaßen pegelfest, dass auch ein blutiger Anfänger erstens damit zurecht kommt und sie zweitens auch kaum zur Zerstörung bringt. Aber warum sollte nicht auch ein Profi das Einfache und Gute schätzen? Dem könnte evtl. die nicht ganz so hochwertige Mixersektion missfallen und müsste dann eben ein hochwertigeres Mischpult davorhängen.

 

Was gibt es zu meckern?

Die blaue LED ist zu hell im Dunklen, die Hälfte der Helligkeit hätte auch gereicht. Und der Riesenhall ist fehl am Platze, da es ja nur diesen einen zur „Auswahl“ gibt. Hier hätte ein kurze, knackige Plattenhallsimulation hingehört oder ein kleiner Raum.

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Ja ja so blau, blau, blau blüht der LEDzian.....

Ja ja so blau, blau, blau blüht der LEDzian…..

 

Was besonders aufgefallen ist

Wer baut nicht alles Lautsprecher mittlerweile? Jeder Elektroversender hat irgendetwas, was irgendwie tönt und kaum was kostet und keiner kennt. Aber wenn man ein kritisches Gehör hat und zudem einen guten Sound als Offenbarung empfindet, wird man schnell merken, warum die großen Marken so berühmt sind: Sie wissen einfach, was sie tun. So wie JBL, die altehrwürdige Marke aus Amiland. Als ich die in meinen Augen schwachbrüstige Anlage zum Testen angeboten bekam, wollte ich erst nicht so recht. So ein „Hustenguadl“ (auf Hochdeutsch: Hustenbonbon) mit lediglich 2x 80 Wättchen wollte ich nicht so recht. Für einen Studiomonitor mag das ja genügen, aber für eine portable PA?

Nun, was soll ich sagen: Ich hatte nur Spaß beim Test und bin jetzt ziemlich taub, so laut habe ich das Teil gedreht.

Klein, leicht, stark (die JBL); groß, schwer, stark (Onkel Sigi)

Klein, leicht, stark (die JBL); groß, schwer, stark (Onkel Sigi)

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Fazit

Der Sound der JBL EON 206P hat beim Tester pure Begeisterung verursacht: knackig, saftig, laut! Das Leichtgewicht darf trotz seiner scheinbar wenigen 2x 80 Watt nicht unterschätzt werden, denn selbige sind kerngesund. Das Teil ist so leicht und kompakt, dass man es fast ständig bei sich haben könnte. Nur das Mixerteil entspricht nicht so ganz dem restlichen, überdurchschnittlich hohen Standard und der blaue LED-Scheinwerfer nervt. Ansonsten große Klasse!

Plus

  • großartiger Sound trotz Minimalgröße
  • sehr leichtgewichtig
  • Verarbeitung
  • musikalisch arbeitende Limiterfunktion
  • Vielseitigkeit
  • langes Netzkabel (3 Meter) im Lieferumfang

Minus

  • zu helle Betriebs-LED
  • praxisfremd gewählter Hallraum

Preis

  • 549,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    LittleGizzmo  

    Nein, gegen eine Yamaha Stagepas 400i und auch eine Samson XP 308i hat die Portable PA von JBL meiner Meinung nach keine klangliche Schnitte.

    Dazu gesellen sich weitere Punkte:

    2 Eingänge…… das ist eher das Backpanel eines typischen aktiven Tops, den Begriff Mixer hat der JBL Lieferant eigentlich gar net verdient :-)

    Ich habe mich auf der Suche nach einer ultra Portable PA vor 1 1/2 Jahren mit vielen Kandidaten befasst:

    Samson XP150 (habe ich heute noch), XP308i, Fender Passport Event, Yamaha Stagepas 400i, Superlux 108

    -Klanglich war die Yamaha ganz weit vorn, sehr deutlich vor JBL
    -Optisch sehr ansprechend
    -Mixer mit reichlich (!!) Inputs, sehr nette Effekte-Sektion ( Fender noch hochwertiger in der Mixersektion)
    -Ein gut funktionierender Feedback Destroyer
    -Limiter ist ggfs nicht so „sanft“, ein solcher soll imho die Hardware schützen und eher weniger den Ohren schmeicheln trotz der „105%“ die der Bediener gerade abrufen „möchte“

    -als Monitore ganz prima einsetzbar (gilt auch für Samson, Superlux)
    -Subwoofer out mit High Pass bei 125Hz für die „Tops“ sobald Kabel eingesteckt; wenn der ohnehin sehr anständige Bass aus den 8″ Tellern mal nicht reicht, ergänze ich mit einem Alto TS15, das System ist dann amtlich und das Gesamtsystem preislich immer noch weit unter 2.1 Sets von HK, LD Systems etc und dabei flexibler.

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