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Test: JBL SRX835P, PA-Lautsprecher

Mach mal laut!

Der maximale Schallpegel wird mit 137 dB angegeben und der Frequenzgang reicht ausgehend von den -3dB-Punkten von 41 Hz bis 20 kHz. Die Spitzenleistung wird mit 2000 Watt beziffert, die Dauerleistung liegt bei 1500 Watt. In Sachen Lautstärke dürfte die JBL SRX835P wohl nicht enttäuschen, doch die hohe Kunst der Beschallung ist es, die maximale Lautstärke auch mit möglichst geringen Verzerrungen zu erreichen. Wer kennt Live nicht das Phänomen, dass bei moderater Lautstärke alles entspannt und gut klingt und man am Ende des Abends bei gestiegener Lautstärke das Gefühl hat, die Ohren fangen an zu klingeln, während der Klang gleichzeitig harsch und undefiniert ist.
Das Problem liegt meist in zu geringen Leistungsreserven. Die Verstärker und Lautsprecher sind schon am Limit und produzieren munter nichtlineare Verzerrungen, die vor allem im Hochtonbereich als harsch empfunden werden. Gleichzeitig ist aber kein Headroom mehr da, um beispielsweise die Attacks einer Bassdrum noch akzeptabel abbilden zu können und schon haben wir Klangbrei und Ohrenschmerzen. Was die Ohren von uns Tonleuten und unserem Publikum also schädigt, ist nicht unbedingt die zu hohe Lautstärke, sondern zu klein dimensionierte PA-Anlagen, die am Limit betrieben werden.
Wenn man der Werbung von JBL glaubt, dann haben die Ingenieure ihr Bestes getan, um genau das zu schaffen – maximale Lautstärke bei minimalen Verzerrungen und viel Headroom.

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SRX 835P - Frontansicht

SRX835P – Frontansicht

 

Damit die SRX835P aber ihre volle Leistung abrufen kann, muss auch ausreichend Strom zur Verfügung stehen. Durch die Endstufe in Class-D Bauweise wird der Strom sehr effektiv in Schallenergie umgewandelt, sodass man zwei SRX835P problemlos an einer 16 Ampere-Stromzuleitung betreiben kann, obwohl die 4000 Watt Spitzenleistung rein rechnerisch schon etwas zu viel wären. Wenn dann aber weitere Verbraucher mit an der gleichen Leitung hängen, wird die Sicherung nicht unbedingt rausfliegen, aber die Endstufen bekommen ab einer bestimmten Lautstärke nicht mehr genug Strom. Und dann haben wir wieder das, was wir eigentlich nicht wollen: die nichtlinearen Verzerrungen steigen, die Dynamik sinkt und die Anlage klingt schlechter als sie könnte.
Der SRX835P ist als Haupt-Lautsprecher konzipiert, deshalb ist der horizontale Abstrahlwinkel mit 60 Grad auch etwas schmaler als üblich. Das hat zur Folge, dass die Feedback-Gefahr bei zwischen den Lautsprechern stehenden Mikrofonen geringer ist als mit größerem Abstrahlwinkel. Bei einer sehr großen Basisbreite der Hauptlautsprecher sollte man deshalb ein oder zwei „Fill-Lautsprecher“ einsetzen, um auch direkt vor der Bühne ein homogenes Klangbild zu erreichen. Der vertikale Abstrahlwinkel beträgt 40 Grad.

 

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Gebaut für die harte Tour

Das Boxengehäuse besteht aus 18 mm dickem MDF und ist mit der sogenannten Obsidian Duraflex Beschichtung überzogen. Die Beschichtung sieht edel aus und fühlt sich sehr robust und langlebig an, wie der gesamte Lautsprecher auch. Der Frontgrill besteht aus stabilem pulverbeschichtetem Stahl und akustisch transparentem, schwarzem Stoff zum Schutz der Treiber. Die Gehäuse-Seiten sind leicht angeschrägt, was stehende Wellen in der Box vermindert. An der Unterseite befindet sich ein Stativflansch, ebenso wie Aufhängepunkte mit 10er Gewinde, die übrigens an allen Seiten zu finden sind.

Seiten-Handgriffe

Seiten-Handgriffe

 

Die seitlichen Griffe sind stabil, großzügig dimensioniert und dank der Kunststoffausführung auch in kalter Umgebung angenehm zu greifen. Gegen versehentliches Verrutschen besitzt die SRX835P flache Gummifüße an der Unterseite. Sehr praxisorientiert ist auch, dass die Kaltgerätestecker verriegelbar sind, was ein versehentliches Herausziehen aus dem Verstärker verhindert.

verriegelbarer Netzstecker

Verriegelnder Netzstecker

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