Flexibler "Boutique-Zerrer" in Chrom-Optik
Das JHS Kilt 10 ist mehr als ein einfaches Distortion-Pedal. Vier Zerrstufen, Boost- und Fuzz-Modi eröffnen ein breites Klangspektrum, das vom sanften Boost bis zur heftigsten Verzerrung reicht. Limitierte Auflage, robuste Analogleistung und die smarte G2-Remote-Steuerung machen es zum flexiblen Werkzeug für kreative Gitarristen.
- Limitierte Auflage: Nur 5.000 Stück, inklusive Stu G-Signature-Design.
- Vier Zerrstufen: Kombinierbare Distortion-, Boost- und Fuzz-Modi für facettenreiche Sounds.
- Analoge Verarbeitung: Moderater Stromverbrauch, robuste Bauweise, kein Batteriebetrieb.
- Individuelle Steuerung: G2 extern per Remote oder TRS-Klinke schaltbar, Bass-Cut für klaren Sound.
- Praxisnah: Vielseitiger Klang, vom sanften Boost bis zu heftiger Verzerrung und Fuzz.
JHS Kilt 10 Distortion-Pedal
Der amerikanische Boutique-Pedal-Hersteller JHS entwickelte bereits Signature-Pedale für eine Vielzahl an Gitarristen, darunter Andy Timmons, Butch Walker, Stu G (Delirious?), Drew Shirley (Switchfoot), Mike Campbell (Tom Petty and the Heartbreakers), Paul Gilbert u. a.
Die auf 5.000 Stück limitierte und überarbeitete Neuauflage des in Zusammenarbeit mit Stu G designten Distortion-, Boost- bzw. Fuzz-Pedals wirkt außerordentlich attraktiv. Anzumerken ist allerdings, dass auch der dafür aufzurufende Preis recht ordentlich ausfällt. Beim Kilt 10 handelt es sich um einen Verzerrer auf Diodenbasis (Silizium bzw. Germanium), der gleich vier „Zerr-Kreise“ kombinieren kann und somit außerordentlich viele exzellente Sounds an den Start bringt.
Manch einer mag sich fragen, was die Bezeichnung des Pedals bedeuten könnte. Ein Kilt ist ein knielanger, karierter Faltenrock aus Wolle, der traditionell von Männern in Schottland getragen wird und auch als Schottenrock bekannt ist. Das Konterfei eines solchen ist ebenfalls auf dem Pedal abgebildet.
Facts & Features
Das Kilt-10-Pedal besitzt die Abmessungen von 122 × 66 × 41 mm (L × B × H). Es erhielt einen neuen Look sowie laut Hersteller einen verbesserten Gain-Bereich mit erweitertem Headroom. Insgesamt stehen vier Distortion-Modi zur Verfügung.
Das vollständig analoge Pedal begnügt sich mit moderaten 64 mA. Die Stromversorgung erfolgt erwartungsgemäß über ein 9-V-DC-Netzteil (2,1 × 5,5 mm Hohlstecker, Minuspol innen). Die Buchse für die Stromversorgung des 395 g schweren Pedals wurde stirnseitig angebracht. Ein Batteriebetrieb ist nicht vorgesehen. Die Verarbeitung wirkt außerordentlich roadtauglich, das Pedal scheint für die Ewigkeit gebaut.
Bedienelemente
Regler:
VOLUME regelt die Gesamtlautstärke, TONE den Anteil der hohen Frequenzen im Klangbild und GAIN den Grad der Verzerrung. Dieser kann hier ausgesprochen stark variieren, da sich verschiedene „Zerrstufen“ beliebig kombinieren und addieren lassen.
Minischalter:
Neben dem Fußschalter für Effekt bzw. Bypass befinden sich im oberen Bereich drei kleine Kippschalter. Diese sind im 45-Grad-Winkel angeordnet, was vermutlich primär dem Design geschuldet ist. Der Chrom-Look in Verbindung mit dieser Anordnung verleiht dem Pedal klare Alleinstellungsmerkmale, die im Boutique-Sektor eine wichtige Rolle spielen. Das Kilt 10 macht sich entsprechend präsent auf dem Pedalboard.
Der obere Miniswitch dient zur Bassabsenkung. In der Stellung „Cut“ werden die tiefen Frequenzen spürbar ausgedünnt, falls es im Bassbereich zu stark wummern sollte. In der FLAT-Position bleiben die Bässe unbeeinträchtigt.
Ist die stärkste Verzerrung ausgewählt (G2 in oberer Position), signalisiert dies die LED mit rotem Licht. Ist G2 inaktiv, leuchtet die LED bei eingeschaltetem Effekt blau, was für eine gute Übersicht sorgt.
G1 ermöglicht die Auswahl zwischen zwei unterschiedlichen Clipping-Schaltkreisen. Die untere Position klingt etwas transparenter und eignet sich gut als Boost, während die obere Position etwas mehr „Schmutz“ und eine leicht röhrenartige Verzerrung bietet.
In Verbindung mit G2 lassen sich zahlreiche Zerr-Charakteristiken abrufen. Besonders praxisnah ist, dass sich die Funktion des G2-Miniswitches auch extern steuern lässt, etwa über einen kleinen Remote-Fußschalter via TRS-Klinke. Diese Aufgabe kann ebenso ein MIDI-Switcher übernehmen, sofern er über mindestens einen Control-Ausgang (6,3 mm Klinke) verfügt, etwa ein BOSS MS-3/5/8 oder vergleichbare Geräte wie Line6 HX Effects und ähnliche Systeme.
Im folgenden Video vergleicht Stu G Version 1 und Version 2. Aufgrund des schaltbaren G2 (Remote) bevorzugt er die neue Version:
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Sound
Beim ersten Soundbeispiel stehen die Regler TONE und GAIN auf 12 Uhr. Wir starten mit dem Clean-Sound meines Peavey Classic 20 Miniheads und aktivieren nach einigen Sekunden den Effekt mit moderater Verzerrung (G1 und G2 in unterer Position). Der EQ (oberer Miniswitch) steht zunächst auf FLAT, beschneidet den Bassbereich also nicht. Einige Sekunden später wird auf CUT (obere Stellung) umgeschaltet, was aufgeräumter und transparenter klingt.
In allen folgenden Klangbeispielen stehen TONE auf 12 Uhr und GAIN auf 3 Uhr, was einen rockigen Grundsound liefert. Nach etwa 12 Sekunden wird der G2-Miniswitch in die obere Stellung gebracht, was für deutlich mehr Schub, Verzerrung und Sustain sorgt. Der Klang entwickelt sich dabei stärker in Richtung eines Fuzz-Pedals.
Eine weitere Kombination der Zerrstufen (G1 aus, G2 an) klingt leicht fuzzy und angenehm erhaben, ohne dabei zu brachial zu wirken.
Nun hören wir eine Kombination aus G1 und G2, die ausgesprochen fette Sounds erzeugt. In der FLAT-Stellung wird der Bass dabei nicht ausgedünnt.
Sollte dies zu starkem Wummern im Bassbereich führen, lässt sich der tieffrequente „Matsch“ mithilfe der CUT-Stellung (Low-Cut bzw. HPF) wieder verschlanken.
Wie man hört, kann das Kilt-10-Pedal äußerst heftig zupacken, hier dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.
Suhr Classic Stratocaster – JHS Kilt 10 – Peavey Classic 20 Mini Head – MESA/Boogie 1×12″ Thiele-Box mit Celestion Creamback – Sennheiser e906 – MOTU M4 – Mac Studio mit Logic




































Danke für den Test!
In Zukunft gerne auch Audiobeispiele in Richtung Synthesizer/Drum Machines 🙂