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Test: JHS Pedals Series 3 Chorus, Effektpedal

Zwei zum Preis von einem!

21. Oktober 2025

JHS Pedals Series 3 Chorus Aufmacher

Der JHS Pedals Series 3 Chorus ist ein kompaktes Modulationspedal, das klassische Chorus- und Vibrato-Effekte zu einem bemerkenswert günstigen Preis bietet. Für Gitarristen und Bassisten, die einen soliden, vielseitigen Chorus suchen, ohne das Budget zu sprengen.

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Vorgezogenes Fazit

Josh Scott hat mit der JHS 3 Series erneut bewiesen, dass man keine vierstelligen Summen ausgeben muss, um an brauchbare Effektpedale zu gelangen. Der JHS Pedals Series 3 Chorus liefert zwei unterschiedliche Modulationsmodi in einem spartanisch anmutenden, aber hochwertig verarbeiteten Metallgehäuse. Klanglich orientiert sich das Pedal unverkennbar an den legendären Boss CE-1 und CE-2 Klassikern, was durchaus als Kompliment zu verstehen ist.

Die simple Bedienoberfläche mit nur drei Reglern plus Kippschalter macht das Teil sowohl für Einsteiger als auch für Profis interessant, die keine Zeit für endlose Parameterorgien haben. Für knapp über 100,- Euro erhält man hier ein in Kansas City handgefertigtes Pedal mit solider Elektronik und True-Bypass. Wer allerdings erwartet, dass dieses Pedal das Rad neu erfindet, wird enttäuscht werden. Es macht seinen Job und zwar gut, aber nicht spektakulär. Die Zielgruppe? Praktisch jeder, der einen funktionalen Chorus benötigt, ohne sich mit überflüssigen Features herumschlagen zu wollen.

Konstruktion und Verarbeitung

Das Gehäuse des JHS Series 3 Chorus besteht aus massivem Aluminium mit den Abmessungen 112 x 60 x 31 mm bei einem Gewicht von circa 210 g. Die Fertigung erfolgt komplett in Kansas City, Missouri. Man merkt dem Pedal die sorgfältige Qualitätskontrolle an. Der Fußschalter sitzt straff und ohne merkliches Spiel, die Potentiometer laufen sauber ohne zu kratzen und die Klinkenbuchsen sind robust genug, um den Strapazen des Live-Betriebs standzuhalten. Die Status-LED leuchtet im Takt der Chorus-Rate, was durchaus praktisch ist, wenn man die Modulationsgeschwindigkeit optisch nachvollziehen möchte.

Das Design der gesamten 3 Series folgt einem einheitlichen ästhetischen Konzept, das zwar edel und aufgeräumt wirkt, aber in der Praxis für Probleme sorgen kann. Die subtile Beschriftung mag auf dem Schreibtisch oder im Instagram-Post gefallen, im dämmrigen Bühnenlicht wird sie jedoch zur Herausforderung. Wer mehrere Series 3 Pedale auf seinem Board hat, wird im Eifer des Gefechts unweigerlich hier und da mal zum falschen Treter greifen. Apple-Ästhetik ist ja schön und gut, aber Funktionalität sollte im Live-Kontext immer Vorrang haben. Hier wäre es wünschenswert gewesen, wenn JHS zumindest optional deutlichere Kennzeichnungen mitgeliefert hätte. Zur Not muss eben das bewährte weiße Gaffa und der dicke Edding aushelfen, Rock’n’Roll-Pragmatismus schlägt Design-Purismus.

Allerdings muss man fairerweise zugeben: Wer sein Pedalboard ordentlich verkabelt und zwischen den einzelnen Pedalen minimale Abstände einhält, erhält eine optisch beeindruckende Einheit, die tatsächlich an die minimalistische Produktphilosophie aus Cupertino erinnert. Ob man das braucht, sei dahingestellt.

JHS Pedals Series 3 Chorus Profil vor weissem Hintergrund

Technische Ausstattung

Der JHS Pedals Series 3 Chorus verzichtet konsequent auf Batteriebetrieb und verlangt nach einem 9 V, DC Netzteil mit 2,1 x 5,5 mm Hohlstecker und Center-Negative-Polarität. Die Stromaufnahme liegt bei moderaten 70 mA, was problemlos auch von günstigeren Netzteilen geliefert werden kann.

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Die Bedienoberfläche des JHS Pedals Series 3 Chorus beschränkt sich auf das Wesentliche: Volume, Rate und Depth. Der Volume-Regler kompensiert den typischen Lautstärkeverlust, den viele Chorus-Pedale mit sich bringen, wobei man bei etwa 12 Uhr Unity-Gain erreicht. Rate steuert die Modulationsgeschwindigkeit, Depth die Intensität der Modulation. Der Vibe-Kippschalter entfernt das trockene Signal komplett aus dem Signalweg und verwandelt das Chorus-Pedal in einen reinen Pitch-Vibrato-Effekt. Diese Funktion ist keineswegs neu, diverse andere Hersteller bieten ähnliches, aber sie erweitert die Einsatzmöglichkeiten deutlich.

Klangliche Einordnung

Josh Scott macht aus seiner Inspirationsquelle keinen Hehl: Der Grundsound des Series 3 Chorus orientiert sich unverkennbar am Boss CE-1 beziehungsweise CE-2, also jenem legendären Chorus, der die Gitarrensounds der Achtziger maßgeblich geprägt hat. Das ist keine Kritik, sondern eine Feststellung, denn dieser Referenzklang hat sich über Jahrzehnte bewährt und klingt auch heute noch nach allem anderen als nach einem Relikt vergangener Tage.

Im Clean-Bereich entfaltet der JHS Series 3 Chorus seine Stärken am deutlichsten. Der Effekt wirkt warm, niemals aufdringlich oder zu spitz. Selbst bei höheren Depth-Einstellungen behält der Sound eine angenehme Musikalität, ohne in jenes unangenehme, metallische Scheppern abzugleiten, das manch günstigere Chorus-Pedale auszeichnet. Die Modulation setzt sanft ein und lässt sich von einem dezenten Doubling-Effekt bis hin zu ausgeprägten, wellenförmigen Modulationen variieren. Wer subtile Anreicherung des Gitarrensounds sucht, wird ebenso fündig wie derjenige, der nach deutlich wahrnehmbaren Effekten verlangt.

Rate und Depth arbeiten ausgesprochen effektiv zusammen. Dreht man die Rate auf Maximum, nähert man sich klanglich einem Rotary-Speaker an, ohne allerdings die volle Authentizität eines Leslie-Sounds zu erreichen. Die LED pulsiert dabei im Takt der Modulation, was die optische Kontrolle erleichtert.

Der Vibe-Modus, bei dem das Dry-Signal komplett eliminiert wird, liefert einen reinen Pitch-Vibrato-Sound, der sich deutlich vom klassischen Chorus unterscheidet. Hier öffnen sich neue klangliche Möglichkeiten, die vom subtilen „Wabern“ bis hin zu ausgeprägten Pitch-Schwankungen reichen. Besonders bei langsamen Rate-Einstellungen und mittlerer Depth entsteht ein organischer, fast hypnotischer Effekt, der sich hervorragend für atmosphärische Passagen eignet.

JHS Pedals Series 3 Chorus Studio 01 vor weissem Hintergrund

Das Doppelpack-Prinzip als Preis-Leistungs-Argument

Die Tatsache, dass man beim JHS Pedals Series 3 Chorus zwei unterschiedliche Modulationspedale in einem Gehäuse verbaut hat, macht das Pedal zu einem noch größeren Schnäppchen, als er ohnehin schon ist. Beide Sounds, sowohl der klassische Chorus als auch der Vibrato-Modus, klingen insbesondere im Clean-Bereich hervorragend und lassen akustisch auf ein deutlich teureres Pedal schließen. Man bekommt hier faktisch zwei Effekte zum Preis von einem, was die Anschaffung zusätzlich rechtfertigt.

Praxistauglichkeit und Einsatzgebiete

Der JHS Series 3 Chorus ist kein Effektpedal für Spezialisten, die nach exotischen Klangfarben suchen. Es ist vielmehr ein solides Arbeitspferd, das seine Aufgabe zuverlässig erfüllt. Für cleane Arpeggios, die nach etwas mehr Räumlichkeit verlangen, ist es ebenso geeignet wie für Rhythmusgitarren, die im Mix etwas breiter erscheinen sollen. Die Einfachheit der Bedienung macht es gerade auf der Bühne wertvoll, wo man keine Zeit für komplizierte Einstellungen hat.

Auch im Proberaum oder Studio erweist sich das Pedal als vielseitiger Helfer. Die warme Grundcharakteristik sorgt dafür, dass der Effekt praktisch immer musikalisch klingt, selbst wenn man mit extremeren Einstellungen experimentiert. Wer allerdings nach hochspezialisierten Modulationseffekten sucht, wird mit dem Series 3 Chorus an seine Grenzen stoßen. Es ist ein Generalist, kein Spezialist.

JHS Pedals Series 3 Chorus Studio 02vor weissem Hintergrund

Konkurrenzvergleich

Vergleicht man den JHS Series 3 Chorus mit der Konkurrenz in der gleichen Preisklasse, wird schnell klar, dass JHS hier ein überdurchschnittliches Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Die Made-in-USA-Fertigung, die solide Verarbeitung und der überzeugende Sound heben das Pedal deutlich von asiatischen Billigprodukten ab, ohne dass man dafür Boutique-Preise zahlen muss. Natürlich gibt es auch teurere Chorus-Pedale mit mehr Features und möglicherweise noch ausgefeilteren Sounds – aber die Frage ist, ob man diese zusätzlichen Möglichkeiten tatsächlich benötigt.

Josh Scott hat mit der 3 Series ein Konzept verfolgt, das bereits bei anderen Produktlinien erfolgreich war: Man nehme bewährte, klassische Effekte, reduziere sie auf ihre Kernfunktionen und biete sie zu einem attraktiven Preis an. Keine unnötigen Spielereien, keine digitalen Menüs, keine Presets, nur das, was man wirklich braucht. Diese Philosophie mag nicht jeden ansprechen, aber sie hat ihre Berechtigung.

Technische Daten des JHS Pedals Series 3 Chorus im Überblick

– True-Bypass
– Regler: Volume, Rate, Depth
– Vibe-Kippschalter
– Bypass-Fußschalter mit Status-LED
– Metallgehäuse
– 6,3 mm Mono-Klinken-Ein-/Ausgang
– Stromversorgung via 9 V, DC Netzteil, 2,1 x 5,5 mm Hohlstecker, Polarität (-) innen
– Batteriebetrieb nicht unterstützt
– Stromaufnahme: 70 mA
– Abmessungen (L x B x H): 112 x 60 x 31 mm
– Gewicht: circa 210 g
– Herstellung: Kansas City, Missouri, USA

JHS Pedals Series 3 Chorus Studio 03 vor weissem Hintergrund

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Fazit

Der JHS Pedals Series 3 Chorus ist ein solides, zuverlässiges Effektpedal, das seinen Job ohne großes Drama erledigt. Josh Scott ist es gelungen, einen Querschnitt aus allen gängigen Pedalklassikern bereitzustellen, der auf Funktionalität und einfaches Handling ausgelegt ist. Grundsätzlich bedient er sich bei klassischen, etablierten und kampferprobten Modellen, erweitert diese aber sehr geschickt um sinnvolle Funktionen und flexibilisiert sie damit ungemein.

Die klangliche Orientierung am Boss CE-1/CE-2 ist kein Makel, sondern eine bewusste Entscheidung für einen bewährten Sound, der über Jahrzehnte seine Qualität bewiesen hat. Die zusätzliche Vibrato-Funktion erweitert die Einsatzmöglichkeiten deutlich, ohne die Bedienung zu verkomplizieren. Die Verarbeitung ist vorbildlich, die Klangqualität überzeugt insbesondere im Clean-Bereich, und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist schwer zu schlagen.

Der einzige wirkliche Kritikpunkt bleibt das Design-Konzept der Series 3, das die Live-Tauglichkeit einschränkt. Wer mehrere dieser Pedale verwendet, wird um zusätzliche Markierungen nicht herumkommen. Aber das ist letztlich ein lösbares Problem und kein Grund, auf ein ansonsten überzeugendes Produkt zu verzichten.

Der JHS Series 3 Chorus ist eine klare Kaufempfehlung für alle, die einen funktionalen, gut klingenden Chorus zu einem fairen Preis suchen. Revolutionär ist er nicht, aber das muss er auch nicht sein. Manchmal reicht es völlig aus, die Basics richtig zu machen und genau das tut dieses Pedal.

Plus

  • Klang
  • Verarbeitung
  • 2 Effekte in einem Gehäuse
  • Nobrainer

Minus

  • kein Batteriebetrieb möglich

Preis

  • 125,- Euro
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JHS Pedals 3 Series Chorus
JHS Pedals 3 Series Chorus
Kundenbewertung:
(27)
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Nvelope AHU

    Ich kann diesen nun öfters zu lesenden Minuspunkt “Batteriebetrieb wird nicht unterstützt“ hier (und in manchen anderen Tests) wirklich NICHT verstehen !

    Der Stromversorgungs-Standard der meisten Fußboden-Effektgeräte war seit Jahrzehnten diese 9-V-Blockbatterie – in der Tat ja klein und eher leicht in den meisten Stomp-Boxen unterzubringen.

    Doch viele Geräte der früheren Jahrzehnte fraßen eben nur einige mA … so maß ich bei einfachen Fuzz- und auch Wahwah-Schaltungen vielfach nur wenige (2 bis max 4 oder 5) mA Stromverbrauch – eine 9V-Batterie kann ggf. dutzende Stunden dieser geringen Belastung standhalten.

    Doch: moderne Effektgeräte haben zuallermeist ungleich (!) komplexere Schaltungen – mit deutlich mehr Halbleitern, die signifikant mehr Strom verbrauchen (hier: 70 mA !).

    Das KANN eine 9-V-Blockbatterie einfach nicht leisten !!! Oder sie wäre schon nach vlt. 17 min mausleer (zu geringe Restspannung) und das Gerät würde nicht mehr laufen …

    Die Hersteller solcher Geräte, deren Schaltungen mit 9 V betrieben werden, können ja nun wirklich nichts dafür, dass die Industrie in all den Jahrzehnten keine anderen 9V-Batterien mit höherer Leistung (also für Schaltungen mit mehr als 17 mA Stromverbrauch) entwickelt hat!
    Deswegen ist dies hier kein Minuspunkt, sondern schaltungsbedingt – und innerhalb eines Tests nicht zu kritisieren.

    Amps können ja auch nicht negativ bewertet werden, weil sie nicht per Batterie betreibbar sind!

    • Profilbild
      Dahausa

      @Nvelope Sehe ich auch so. Strom sollte doch wohl auf jeder Bühne vorhanden sein. Wer geht denn noch das Risiko ein und wartet bis der 9V-Block während des Gigs schlapp macht oder hat Lust ständig die Batterie zu wechseln? Da gibt’s genug andere Probleme 😁

      • Profilbild
        mort76 AHU

        @Dahausa Und da wäre ja auch noch der Umweltschutz-Faktor. Und der Umstand, daß man so eine zentrale Stromversorgung, und damit ALLES, mit einem Fingerschnippen komplett ausschalten kann.

        Ich kaufe auch nur passive Instrumente, wie meinen E-Kontrabass und meine E-Violine, weil mir der Batterienkauf auf den Keks gehen…ich weiß genau, ich vergesse sowieso, das Kabel rauszuziehen.

        Und Effekte klebe ich gerne mit Velcro fest…da ist der Batterienwechsel AUCH doof.

        Die generelle Beschwerde erinnert mich an das ständige Lamento über externe Netzteile…das ist genauso anachronistisch.

        • Profilbild
          Nvelope AHU

          @mort76 Der hier erwähnte Umweltschutz-Faktor bringt mich zurück zur Bewertung von ‚Batterie-Betrieb‘ … nun eben mit (NiMH-)Akkus.
          Solche sind bis zu tausend Mal wiederaufladbar – wodurch sich der höhere Preis (plus der Beschaffung eines guten Ladegerätes) lohnen kann; sie haben den weiteren Vorteil gegenüber Batterien der gleichen Größe: den der Belastbarkeit mit höheren Strömen, also von Geräten, die etwas mehr Strom ziehen.

          Doch Vorsicht: NiMH-Akkuzellen haben eine nominale Spannung von 1,2 Volt – während herkömmliche Batterien pro Zelle einen nominale Spannung von 1,5 Volt besitzen (neue Batterien haben bis etwa 1,6 V … und frisch aufgeladene Akkus können auch bis etwa 1,3 Volt Spannung aufweisen).

          Ein 9-V-Blockbatterie hat im Inneren 6 (sechs !!) einzelne Batterien / Zellen, die hintereinander geschaltet sind. Folglich liefern die 6 in Serie/Reihe geschalteten Zellen eben 6 x 1,5 = 9 Volt – weswegen diese Batterien auch die Bezeichnung ‚6LR‘ haben.
          Die einzelnen Zellen sind dabei natürlich sehr sehr klein – weswegen sie keinen sehr hohen Strom liefern können (siehe meinen initialen Kommentar).
          ABER: wenn man nun einen NiMH-Akku in Größe dieser Blockbatterien nutzt, kommt man eben nicht auf eine Ausgangsspannung von 9 V, sondern 7,2 V; deswegen packt man noch eine siebte Zelle rein, um wenigstens 8,4 V zu erreichen (siehe Thomann-Akku).
          Doch bei einer nominalen Leistung von 200 mA/h wird sie nur kurze Zeit die 70 mA des Chorus liefern können.

          • Profilbild
            d_eric

            @Nvelope Es gibt mittlerweile per USB zu ladende Li-Ion Akkus die die jeweiligen Volt-Nennwerte (z. B. 1,5V, 9V) haben. Betreibe damit meine Volcas und ein Effektgerät, funktioniert bisher super.

            • Profilbild
              Nvelope AHU

              @d_eric Ja, kenne ich – kosten aber 20 Euro oder mehr; praktisch allerdings, weil sie über allgemein verfügbare USB-Ladegeräte aufladbar sind.
              Doch auch diese Li-Ion-Akkus können nicht jedes Bodeneffektgerät mit Strom versorgen – es gibt moderne Effektgeräte mit 100 oder 200 oder noch mehr mA Stromverbrauch, die weit über die Leistungsfähigkeit auch dieser Akkutechnologie hinausgehen.
              Diese in ihrer Bauform kleinen Batterien oder Akkus haben ihre physikalischen Grenzen – das muss einfach akzeptiert werden; nur mehrere solcher kleinen Batterien oder Akkus (in Parallelschaltung) liefern zusammen eben mehr Strom und können somit komplexere Schaltungen mit ausreichenden Betriebsströmen versorgen – das hieße aber auch, dass Bodentreter schlichtweg größer werden, weil sie nun mehrere Batterien dieses Typs behausen müssen … alternativ mehrere andere Batterien oder Akkus wie die ‚AA‘ oder ‚AAA‘-Bauformen.

          • Profilbild
            mort76 AHU

            @Nvelope Da würde ich sagen: Netzteil, und fertig.
            Was man nicht aufladen muß, kann man nicht vergessen aufzuladen.

      • Profilbild
        Axel Ritt RED

        @Dahausa Jungs, es gibt zwei Gründe für das Verwenden von 9V Batterien, oder zumindest die Möglichkeit der Verwendung:

        1.) Notfall Modus: Ich kann gar nicht zählen wie oft mir der Strom am Pedalboard vor oder während einer Show ausgefallen ist. Sogar auf Wacken hat mir mal ein Mehrfachkabel einen Kurzen erzeugt, indem ein überhängender Stecker eines Mehrfachkabels an die Masse eines Metallgitters gekommen ist. Ergebnis: alle Pedale tot bis auf diejenigen, die eine Notfall Batterie am Start hatten!

        2.) Sound: Mit einer „sterbenden“ 9V Batterie verändert sich der Sound. So wie die Pedale, welche sowohl mit 9V oder bis hinauf zu 18V laufen, bei jeder Spannung anders klingen, klingt eine volle Batterie anders als eine halbleere. Zwar können bessere Netzgeräte diesen Effekt mittlerweile auch erzeugen, aber die preiswerteren Vertreter können dies nicht.

        Wenn ich einen fehlenden Batteriebetrieb bemängele, dann hat das keine Stromversorgungsgründe, sondern es handelt sich um Beispiele aus der Praxis. Wer keine Batterie benutzen will, kein Problem, aber ein genereller Ausschluß ist ein Minuspunkt!

        • Profilbild
          Nvelope AHU

          @Axel Ritt Ich lese immer wieder, dass Pedale anders klingen, wenn sie mit niedrigerer Spannung (folglich teil-entleerten Batterien) betrieben werden.
          Wie machst du das denn praktisch ?
          Nimmst du ein ganzes Set teil-entleerter Batterien mit – einzeln akkurat durchgemessen und mit der entsprechenden Restspannung beschriftet – so dass du die Batterie für den gewünschten Sound dann vor einem Konzert einlegen (einschrauben – immer ja Öffnen eines Batteriefaches) kannst ?

          Wow – na ja, ich bin kein Gitarrist, sondern erfahrener Inhaber mehrerer Lötkolben: da würde ich mir ganz flott ein einstellbares Netzteil bauen (oder ein anderes modifizieren), an welchem ich auch an einem eingebauten Voltmeter direkt die Ausgangsspannung ablesen kann. Dann (z.B.) 7,9 V für Sound X bei Song 1 und 4 – 8,35 V für Sound Y bei Song 7 – und 8,7 V für Sound Z bei Song 2 und 6 …

          Es soll ja praktikabel sein und nicht zufällig, wenn man einen bestimmten Sound haben will …

          Nochmals: es ist KEIN negativer Punkt, wenn ein Gerät nicht per 9-V-Block betreibbar ist – sondern klar bedingt durch seine deutlich höhere Stromaufnahme, welche den Betrieb mit einer 9-V-Batterie EINFACH NICHT MEHR ERLAUBT.
          Bei einem Batteriebetrieb dieses Chorus musst du dann (leider) 5 oder gar 10 Stück 9-V-Blöcke parallel schalten, so dass die 70 mA für den Betrieb des Gerätes über 1 oder 2 Stunden sichergestellt sind (und über irgendwann auch teil-entleerte Batterien dein Wunsch-Sound auftritt …).

          • Profilbild
            plumperquatsch AHU

            @Nvelope Die Klassiker für „geb ich dir zu wenig strom – klingst du ganz wunderbar“
            sind analoge fuzz/distortions und bbd delays.

            Wir betreiben Geräte ausserhalb ihrer technischen Spezifikationen, das hat allerhand lustige Nebeneffekte.

            Viel Spaß beim ausprobieren. 🙂

        • Profilbild
          d_eric

          @Axel Ritt Da gibt’s doch mittlerweile Powerbanks bei Thomann mit entsprechenden Anschlüssen für Effektgeräte. Bei Stromausfall dürften die die fehlenden Batterien ersetzen.

        • Profilbild
          Kosh66

          @Axel Ritt Moin,
          ich spiele seit über40 Jahren Gitarre und habe live immer Wert auf Ausfallsicherheit gelegt. So habe ich viele Jahre zwei identische Racks mit mir rumgeschleppt. Ich wäre aber niemals auf die Ide gekommen, Batterien in die Bodentreter einzulegen, um einem eventuellem Stromausfall des Pedalboards vorzubeugen.
          Ich habe meine Refundanz übrigens noch nie gebraucht.😇

        • Profilbild
          plumperquatsch AHU

          @Axel Ritt 2.) Sound: „Mit einer „sterbenden“ 9V Batterie verändert sich der Sound.“

          Die besseren Netzteile können sowas. Ausserdem gibts auch extra Pedale die einfach nur die Voltzahl runterdrehen.

          Nur wegen dem Sound muss niemand mehr die Umweltsau geben und Batterien kaufen. ;)

          Ausserdem lässt sich „wie kaputt hätten´s denn gern“ schön mit nem Regler einstellen.
          Die Batterie wird einfach nur immer leerer und man kommt nicht zu seinem sound zurück. ;)

  2. Profilbild
    swift AHU

    Warum lässt sich das Boss CE-2W mit einem 9V Block betreiben? Ist das Schaltungsdesign intelligenter und benötigt weniger Strom?

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @swift gute Frage.
      ohne Batterieoption auf jeden Fall billiger zu produzieren.
      Behringersynth auch ohne (beim sh101 oder tb303 Klon unverständlich…
      ist meine Vermutung.
      die meisten Smartphones mittlerweile ohne Adapter und die Hersteller sparen sich Millionen.

      • Profilbild
        Nvelope AHU

        @Numitron & @swift: es ist in den meisten Fällen nicht die Frage OB oder OB NICHT – sondern wie lange!

        Bei niedrigem Stromverbrauch (siehe meine vorherigen Erklärungen) kann eine 9-V-Blockbatterie mehrere Dutzend Stunden halten; bei mittlerem Stromverbrauch eben nur einige Stunden – und bei hohem Stromverbrauch dann eben nur wenige Minuten.

        So wie eine AA-Batterie in einer Wanduhr 1 Jahr oder mehr halten kann – in einem Radio aber (z.B. als Set von 4 in Reihe geschalteter Batterien, um 4 x 1,5 V = 6 V zu erreichen) nur wenige Stunden, wenn dies laut betrieben wird.

        Starke Verbraucher – also Geräte, die einen hohen Strom aus einem Netzteil ziehen – bringen eine 9-V-Batterie ganz schnell an deren (physikalische) Grenze, weil die 6 kleinen Batterien in einem 9-V-Block einfach nicht mehr Strom liefern können als dies baugrößen-bedingt möglich ist; die Sechserkonstellation (6 solche kleinen Zellen in Reihe) erzeugt nur die höhere Spannung (6 x 1,5 V = 9 V), doch der Gesamtstrom ist gleich dem Strom pro Zelle – und der ist begrenzt!

        Genau deswegen gibt es verschiedene Batteriegrößen – die größte im Consumerbereich ist die sog. Monozelle, die schon auch einige Ampere leisten kann – aber doch nicht die Kleinstzellen, die sich im Sechserpack in einem 9-V-Block befinden.

        Sonst könnte man ja auch argumentieren, dass 3 Knopfzellen mit je 3 V (= 9 V) auch ein solches Effektgerät stundenlang mit Strom versorgen kann . . . funktioniert halt nicht !!

        • Profilbild
          Nvelope AHU

          @Nvelope Es gibt aber auch sehr unterschiedliche Qualitäten bei Batterien – auch bei diesen 9-V-Blockbatterien. Vergleicht doch einfach mal das Gewicht von Batterien gleicher Größe, da hatte ich erst neulich ein Aha-Erlebnis der Extraklasse.
          Herkömmliche Zink-/Kohle-Batterien sind mittlerweile rar bei uns – weswegen man fast überall Alkaline-Batterien bekommt, welche ich zu 99,99 % als auslaufsicher erlebt hatte; das muss der Standard sein!
          Es gibt aber Hochleistungsbatterien z.B. für Fotografen, die bei Hitze und Kälte bestens funktionieren und hohe Ströme (Kameras!) liefern können; ja, solche sind teuer, aber eben beste Qualität.
          In vielen Jahren in Afrika begegneten mir extrem unterschiedliche Batteriequalitäten – viele davon eben Fakes aus China; in Tanzania kaufte ich mal für ein Krankenhaus 3 9-V-Batterien noch im Blister … Marke ‚DuraCell‘, eigentlich erste Qualitätskategorie. Erst beim Auspacken erkannte ich, dass alle drei ‚Batterien‘ ZUSAMMEN nicht viel mehr wogen als eine aus Europa mitgebrachte DuraCell! Das Voltmeter zeigte bei jeder der 3 Batterien einen Wert von um die 8 V (neu gekauft, noch im Originalblister – aber federleicht . . . und eben ein Fake!).

      • Profilbild
        moinho AHU

        @Numitron Witzigerweise gibt es für manche Geräte jetzt eine EU-Verordnung, die es verbietet, ein kostenloses Netzteil beizulegen (Quelle: Microsoft).
        Kafka.

        • Profilbild
          Numitron AHU

          @moinho Ahja… 😔
          etwas ärgerlich beim neuen Smartphone.
          das Kabel ist zum schnellladen, hab aber nur 2 Adapter dafür. die anderen nur mit 2A.

    • Profilbild
      Nvelope AHU

      @swift Der Stromverbrauch des CE-2W wird mit 25 mA angegeben … das ist rund ein Drittel des hier vorgestellten Chorus.

        • Profilbild
          Nvelope AHU

          @Numitron Letztlich lässt sich ja auch dieser JHS Chorus per Batterie betreiben – allerdings halt über eine externe Batterie, deren Strom über die Netzteilbuchse eingespeist wird (Polarität beachten!).
          Es gibt in Electronic-Versandhäusern sehr billig sog. ‚Batteriehalter‘ für alle Standard-Batterieformen. Solche lassen sich mittels kleiner Kabelbrücken zusammenlöten und dann über ein Kabel mit dem Bodentreter verbinden.
          Dann könnte man (sofern Platz ist) immerhin auch 6 Monozellen benutzen und hierüber einen Verbraucher wie dieses JHS-Gerätchen wohl tagelang mit sattem und verlässlichen Batteriestrom versorgen.
          Würde man allerdings (NiMH-)Akkus vorziehen, dann würde ich 8 Stück davon bevorzugen (wie schon aufgezeigt, haben solche 1,2 V pro Zelle … also 8 x 1,2 V = 9,6 V).

          Axel R. könnte dann seine ’sterbenden Batterien‘ dadurch imitieren, dass er z.B. zwischen der 5. und 6. – zwischen der 6. und 7. – und zwischen der 7. und 8. Batterie jeweils eine Anzapfung einbaut und dann mittels eines Schalters mit 4 Positionen niedrigere Spannungen in sein Gerät einspeist, um dessen Klangspektrum zu erweitern . . . dies nur als Tip eines langjährig erfahrenen und dabei auch stets experimentierfreudigen Löters/Elektonikers !

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      plumperquatsch AHU

      @Numitron Jeder Chorus ist nur ein moduliertes delay …
      Juno chorus hat 3 modi (taster) 1 + 2 ( und beide zusammen).
      ce 1 hat nur einen rate aber keinen depth knopf.
      Das komische Vibrato geleiere, meh, kann jeder synth besser. ;)

      • Profilbild
        Numitron AHU

        @plumperquatsch OK. aber dann braucht man ja den Lfo oder etwas anderes.
        ohne dem Chorus ist ein Juno halt wirklich etwas fad. und ich hab einen 😄

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          plumperquatsch AHU

          @Numitron hier wird mit chorus „klassisch gemogelt“,
          der ist der „ersatz“ für einen 2ten verstimmten osc,
          ohne chorus klingt das schnell sehr langweilig,
          da schwebt nix.
          war halt billiger als noch mehr Oszillatoren einzubauen. ;)

          • Profilbild
            Numitron AHU

            @plumperquatsch stimmt.
            der Juno ist ziemlich overrated.
            aber die Liste der bekannten User ist sehr lang.
            deswegen wohl so gefragt.
            wollte auch 15 Jahre einen haben, dann zufällig gefunden und kurze Zeit später den jx3p der Wesentlich besser ist. 😃

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          plumperquatsch AHU

          @Numitron für ähnlich aber anders kannst du hier auch einen pitchshifter benutzen und nur ein paar cent verstimmen und dazu mischen, mit synths funktioniert das gut. ;)

          Roland dimension dingens ist übrigens der einzige chorus den ich kenne der nicht dieses lfo leiern hat.

          • Profilbild
            Numitron AHU

            @plumperquatsch das Dimension interessiert mich auch.
            Uli hat sogar 2 Clones, die TC Electronic Version mit Metallgehäuse zusätzlich zur Behringerversion mit plastikkarosserie. 😃

  3. Profilbild
    Nvelope AHU

    Finde eben auf “gitarrebass.de“ (workshops) einen interessanten Artikel zur Stromversorgung des BOSS ‚CE-2‘ und ein ‚Strom-Mysterium‘ – lesenswert, um das Problem Stromversorgung und dabei auch die unterschiedlichen Netzteil-Technologien (ältere, unstabilisierte vs. moderne SMPS-Stromversorgung) zu verstehen !!

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @Nvelope danke!
      sehr interessant!
      wusste nicht, das seit 2001 die meisten Effekte von Boss digital sind.

  4. Profilbild
    plumperquatsch AHU

    @Axel Ritt:
    das problem mit dem fuzz und der Batterie ist
    klingt 10 minuten geil und dann ist schluß
    ohne „voltage sag“ gehts nicht wirklich. ;)

    • Profilbild
      Nvelope AHU

      @plumperquatsch Schön, dass ICH dies nicht schreiben musste, danke!
      In der Tat ist doch JEDE Batterie ab dem Moment der Erstnutzung ‚am Sterben‘ (welche Wortwahl!).

      Was also innerhalb des Entladungsprozesses einer Batterie ist kalkulierbar ??
      Wenn denn in der Tat (und ich las es mehrfach!) der Klang eines Gerätes bei schwächerer Batterie (man muss es ja klar sagen: UNTERHALB der empfohlenen Batteriespannung) a n d e r s ist als bei einer vollen Batterie, dann hakt das Verständnis hierfür bei mir dadurch aus, dass man ja dann wirklich auch die Spannung angeben müsste und den beschriebenen Effekt (so gut dies mit Worten möglich ist) benennen müsste.
      Nun gut, ich bin kein Gitarrist – aber ab welcher Spannung setzt denn so ein Effekt ein – und wann bricht die Funktion der Schaltung dann endgültig zusammen, weil sie aufgrund zu niedriger Betriebsspannung gar nicht mehr funktioniert?
      Das ist doch von Gerät zu Gerät absolut verschieden !

      Und noch weiter: fange ich ein 2-h-Konzert mit einer vollen Batterie an, dann setzt der “gewünschte“ Low-Battery-Sound denn WANN ein … und für wie lange ? Denn die Batterie ist ja KONSTANT im Entlademodus . . .

      Dieses ‚Voltage Sag‘-Gerätchen ist genau das, was ich oben beschrieb, als ich mich über die Stufen der verschiedenen Versorgungsspannungen im Verhältnis zum resultieren Sound und dessen Verwendung innerhalb eines Abendrepertoires ausließ – nicht sehr ernst, klar (hoffentlich haben’s alle erkannt) !

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        Nvelope AHU

        @Nvelope Noch etwas zum (heftig!!) schmunzeln:

        Gerätebeschreibung dieses JHS ‚Voltage Sag‘ auf der Thomann’schen Webseite:

        >> … den Klang einer leeren Batterie perfekt nachbilden << Ich hatte wohl schon mehrere tausend leerer Batterien in der Hand - aber 'geklungen' hat noch keine davon - auch nicht beim Auslaufen oder Wegwerfen . . . Nicht mal eine volle !!

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            Nvelope AHU

            @plumperquatsch Ein “leere Batterie“ klingt N I E !!!
            Höchstens beim Aufschlag, wenn sie ‚runterfällt‘ !

            Ein “leere“ Batterie ist per definitionem einfach “leer“ (auch wenn da vielleicht noch einige Voltchen messbar sind: wir empfinden DANN eine Batterie als “leer“, wenn das angeschlossene Gerät nicht mehr funktioniert.
            Messtechnisch liegt man bei einem 9-V-Block oft bei 6…7 Volt – aber dies hängt signifikant (!) vom damit betriebenen Gerät ab und lässt sich NIE verallgemeinern!

            Sie kann aber VOR ihrer Entleerung (also dem Funktionsende des angeschlossenen Gerätes) schwach sein … dann kann ein Gerät noch funktionieren, aber nicht mehr richtig oder eben nicht mehr verlässlich (z.B. ein Rauchmelder).
            Ein tontechnisches Gerät kann u.U. dann noch funktionieren – aber nicht im intendierten Modus; allerdings kann die sich einstellende Funktion auch in diesem Zustand noch interessant sein (dies stellt sich bei vielen Fuzz-, Overdrive & Verzerrerschaltungen dar, weil dann die Signale a n d e r s modifiziert (technisch: ‚verzerrt‘) werden, was klanglich vielleicht durchaus interessant sein kann (dazu kenne ich ja nicht nur Axels geschätzte Meinung!).

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      Axel Ritt RED

      @plumperquatsch Männers,

      vielleicht noch mal kurz als Auflösung dieser angeregten Diskussion:

      Ich habe live noch NIE in meinem Leben mit Batterien gespielt, ich habe als primäre Stromquelle immer ein Netzteil benutzt. Allerdings habe ich in jedem Pedal eine 9V Batterie gehabt um im Zweifelsfall weiter arbeiten zu können, und sei es nur 1 Std. Diese Arbeitsweise hat mir einige gut bezahlte Shows gerettet, von daher ist unter professionellen Gesichtspunkten ein möglicher 9V Betrieb ein echter Bonus. Alles kann, nichts muss!

      Wer wie ich auf der ganzen Welt getourt ist und z. B. die Stromnetze von Südamerika, Osteuropa und dem ländlichen Russland kennen gelernt hat, ist dankbar für jedes Backup, was die Show im Zweilfelsfall retten kann.

      „Sterbende Batterien“ kamen bei mir nur im Studio zum Einsatz und lassen sich heutzutage problemlos emulieren, zweifelsohne. Es kamen bei mir aber ohnehin immer nur ausgediente Batterien aus meinen EMG-besetzten Gitarren zum Einsatz, sprich der Umweltschutzfaktor war immer gegeben.

      Ich werde auch weiterhin einen simplen 9V Clip als einen wertvoller Helfer empfinden, der eventuell noch von Powerbank Netzteilen zum Teil übernommen werden kann. Allerdings hatte ich in diesem Bereich bisher in Sachen Zuverlässigkeit leider eher negative Erfahrungen, da kann ich mich dann auch auf die lokalen Stromnetze verlassen. 😉

      Haut rein!

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        plumperquatsch AHU

        @Axel Ritt wenn die lokale Stromversorgung so wackelig ist das noch nicht mal zuverlässig 9 volt kommen, hat man ganz andere Probleme.

        wenn alles abkackt weil das stromnetz so wackelig ist, rettet mich der noch laufende Verzerrer auch nicht weil mich niemand hören kann und alle im dunkeln stehen. 🤔😆

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          plumperquatsch AHU

          @plumperquatsch Ich könnte schon ne stunde ohne strom Musik liefern,
          dem Laptop und dem audiointerface fällt überhaupt nicht auf wenn der strom mal weg ist
          (für die paar Pedale und ne stunde würde aus auch noch irgendne powerbank noch tun )
          – aber wenn der strom wirklich weg ist hört ausser mir niemand mehr was davon weil kein Lautsprecher mehr funktioniert.

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        plumperquatsch AHU

        @Axel Ritt Der minus punkt ist nicht – nimmt keine Batterien
        im Gegenteil :

        der minus punkt wäre: frisst sinnlos Batterien – arbeitet ungefragt, schafft aber nix und verpufft strom ins nichts 👎

        der Ausschalter ist das Netzteil 🤷🏻‍♂️

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          plumperquatsch AHU

          @plumperquatsch damit es in meinem Geplapper nicht untergeht;

          Der Kritikpunkt ist nicht : es werden Batterien benutzt …

          sondern : es gibt keinen An/Aus- Schalter für die Stromversorgung und ist deswegen eine Verschwendung von Ressourcen sondergleichen 🍻

          von den Dingern stehen überall x Millionen rum.
          schöner Konstruktionsfehler. 👾

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            Axel Ritt RED

            @plumperquatsch Nur mal kurz zur Sicherheit, du sagst Effektpedale, welche mit einer 9V Batterie laufen haben keinen Ausschalter?

            Du weisst aber schon, dass die Stromversorgung erst dann anläuft wenn ein Klinkenstecker im Input anliegt, oder?

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        Nvelope AHU

        @Axel Ritt Männe, wenn das Stromnetz derart flau ist, dass aus einem Netzteil die schaltungskalkulierten 9 V nicht mehr rauskommen, dann funktioniert dein Verstärker (egal welcher Art) sicher auch nicht mehr – geschweige denn die PA; dann dürfte also das ganze Konzert aus sein (ich war 17 Jahre in Afrika und habe in Sachen Stromversorgung sicher noch weitergehende Erfahrungen als du – allerdings im hochsensiblen Kontext von Krankenhäusern und deren – auch in Afrika! – äußerst komplexen Medizintechnik, wo eine stabile Stromversorgung noch dramatisch (lebens!)wichtiger ist als bei einem Konzertchen: 3 km außerhalb von Kigali/Ruanda waren noch 125 V im Stromnetz messbar, was damals die Yamaha-Poweramps (PS-Serie) mit strikter Arbeitsverweigerung quittierten – schon ab etwa 165 V!).

        Nun, Axel – im heutigen Zeitalter von SMPS-Netzadaptern (bzw. diese Netzteil-Technik auch in Verstärkern) ist damit weitgehend Schluss: diese fressen alles zwischen (nominal) 100 und 240 V, um den Ausgang in Betrieb zu halten, also bei einem SMPS-Netzteil die Ausgangsspannung auf konstant 9 V zu halten; REAL akzeptieren sie zumeist Eingangsspannungen zwischen sogar fluktuierenden 85 und 265 V … Ausgangsspannung dabei stabil, versteht sich!

        Ich verstehe absolut, dass auch dir eine 9-V-Batterie im Gerät als Notfall-Back-up wichtig ist, absolut!
        Aber: ein Gerät, das wegen seines (mA-)Leistungshungers über eine 9-V-Batterie NICHT MEHR betreibbar ist, kann dadurch einfach nicht abgewertet werden!
        Punkt.

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