Test: JoeMeek gbQ, Effektgerät

Im folgenden Klangbeispiel wurden die abgesenkten Mitten beibehalten, zusätzlich erhält der Bassbereich einen Schub durch das Hinzunehmen von Bässen bei 100 Hz um rund 6 db. Nun sollte man mit dem angeschlossenen Equipment schon etwas aufpassen, denn unten herum drückt es doch barbarisch!

Kommen wir nun zu den maximalen Gainreserven, die das JoeMeek gbQ zu bieten hat. Obwohl der folgende Riff im „Metalstyle“ gespielt wurde, würden sich waschechte Metaller hier sicher noch mehr Pfund wünschen. Alle anderen aber können mit der erreichbaren Verzerrung – und vor allem mit deren Klang – sicher glücklich werden. Verblüffend ist auch hier der große Dynamikumfang, mit dem das Pedal seinen Sound aus dem Speaker drückt.

Die bisherigen fünf Klangbeispiele wurden mit dem „Distortion Generator“ VOR dem MeeQualizer geschaltet aufgenommen. Ein Druck auf den POST EQ Schalter eröffnet noch einmal neue Möglichkeiten und nach wenigen Sekunden steht auch ein amtlicher Stoner-Fuzz-Sound parat:

Man könnte noch Stunden damit verbringen, weitere Sounds aus dieser Kiste zu befördern, dermaßen ausgeklügelt arbeiten die drei verschiedenen Komponenten Distortion, MeeQualizer und die Obertonsektion zusammen. Eigentlich schade, dass man die so erstellten Sounds nicht sichern kann, denn über Speicherplätze oder eine andere Möglichkeit, selbst erstellte Klänge abzuspeichern, verfügt das JoeMeek gbQ leider nicht.

Fazit

Das JoeMeek gbQ hinterlässt nach dem Test einen sehr guten, wenn nicht hervorragenden Eindruck. Eingepackt in ein robustes Stahlblechgehäuse bietet dieser Preamp einen ausgefeilten und sehr wirkungsvollen Equalizer, einen vielseitig einsetzbaren Verzerrer und ein Obertonmodul, das dem Klang, ganz gleich ob er nun sauber, angezerrt oder im High-Gain-Modus liegt, deutlich an Frische und Transparenz hinzufügt. Und das geht stets mit einem erfreulich niedrigen Rauschspektrum einher, was den Einsatz des JoeMeek gbQ auch in Studioumgebungen interessant macht. Abgerundet wird das Angebot von einem Effektweg, einem Kopfhöreranschluss und einem DI-Out, der allerdings über keine Lautsprechersimulation verfügt. Hätte er das, dann hätte das JoeMeek gbQ ohne Zweifel unser begehrtes „Best Buy Prädikat“ verdient!

Plus

  • vielseitiger Sound
  • flexibel einsetzbar
  • geringes Rauschen
  • hervorragender Equalizer ("MeeQualizer")
  • robuste Konstruktion
  • hochwertige Potis und Schalter

Minus

  • keine Speakersimulation über DI-Out und Kopfhörer
  • Schieberegler des MeeQualizer fragil

Preis

  • Ladenpreis: 169,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    lerxt  

    Interessantes gerät! DI-out ohne cabsim finde ich aber genau richtig. Damit kann man sich seine trockenspur zum reampen aufnehmen. Und ausserdem gibt es ja schon viele stand alone cabsims mit feinstem sound auf dem markt die ihren job ausgezeichnet machen. Ein eingebauter ‚billig‘ sim macht da meiner meinung nach wenig sinn.

    Übrigens an welcher stelle im signalweg hat man den effektweg verpasst?

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