Test: JoeMeek TwinQ 2 und SixQ 2, Channel Strip & Opto Kompressor

ANSCHLÜSSE

Jeder Stereokanal verfügt wahlweise über einen symmetrischen XLR-Anschluss sowie über einen symmetrischen Klinkenanschluss für jeweils Ein- und Ausgang. Beide können parallel aktiv sein. Dazu kommt für jeden Kanal ein Insert-Point, der ein externes Effektgerät nach dem PreAmp und vor Compressor und EQ einschleift.

An dieser Stelle hängt bei mir ein TC Electronics FireWORX im Signalfluss und macht auf Wunsch ganz böse Sachen. Geünscht hätte ich mir allerdings, dass ich den Insert auch per Knopfdruck am JoeMeek TwinQ2 umgehen kann. Dem ist leider nicht so. Da hilft in meinem Fall nur FireWORX einschalten und auf Bypass gehen.

Die Ein- und Ausgänge gibt es auch in digitaler Form (AES/EBU, S/PDIF mit Word-Clock-In und umschaltbarer Samplefrequenz) – und das Ganze ohne Aufpreis. Die Signalausgangsstärke lässt sich, wie bei einem Profi-Gerät üblich, umschalten zwischen -10 dBV und +4 dBV.

JoeMeek TwinQ2

Home Sweet Home – Mein Recording-Setup

PreAmp

Der PreAmp Regler arbeitet in einem Bereich von 18 dB und 60 dB (im Handbuch gab es diesbezüglich einen Druckfehler – dort ist noch von 10 dB bis 60 dB die Rede. Dies wurde in einem Addendum revidiert). JoeMeek legt besonders Wert darauf, dass die verwendeten Preamps „world-Class“ und „top-quality“ Preamps von Cinemag sind und diese in Verbindung mit extrem rauscharmen Burr Brown OPA2134 (von Texas Instruments) Audio-Verstärkern ihren Dienst verrichten. Toll klingende Namen, die wahrscheinlich nur Hardcore-Studio-Usern wirklich etwas sagen – ganz ehrlich – ich habe die Namen zuvor noch nie gehört, aber die verlinkten Webseiten halten spannende Informationen zu diesen beiden Bauteilen bereit. Entscheidend ist aber, was hinten rauskommt – und oha…. da war ich dann ganz schnell leise. Denn nur wer hier wirklich mucksmäuschenstill ist, wird selbst bei schlechten Audiosignalen hören, dass der PreAmp das Nutzsignal verzerrungsfrei lauter macht, aber definitiv nicht das geringste Eigenrauschen beimischt. (Ausprobiert mit einem Casio FZ-1 und Drum-Samples, die selbst dann noch zu leise sind, wenn ich den Kanalzug und Vorverstärker am Line-Mixer voll aufreiße).

Und ja, der PreAmp liefert auf Wunsch eine Phantomspeisung und akzeptiert alles an Signalquellen, was man ihm vorsetzt. Phasenumkehrung und Abschwächung auf Knopfdruck inbegriffen.

Klangbeispiele
Forum
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    t.goldschmitz  RED

    Hi Peter,

    Singer und Songwriter wird dem guten Joe, wie ich finde, nicht ganz gerecht. Aus WIKI: 
     
    Robert George „Joe“ Meek (5 April 1929 – 3 February 1967[5]) was an English record producer, –>sound engineer<-- and songwriter who pioneered space age and -->experimental<-- pop music. He also assisted the -->development<-- of recording practices like overdubbing, sampling and reverb.

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    MidiDino  AHU

    Hallo Peter, ich freue mich über diesen Test. Mehrfach hatte ich schon für mein Projekt-Studio nach einem JoeMeek Ausschau gehalten, weniger aufgrund des EQs, primär wegen des optischen Kompressors, der möglichen Lautstärkeanpassung und der möglichen Integration eines weiteren EFx. Das Audio, das die Arbeit des Kompressor beinhaltet, hat mich zwar nicht überzeugt, für mich klang das Original bereits genügend komprimiert, aber das EQ-Beispiel klang dafür richtig gut. Ich werde mir etwas überlegen müssen, ich weiß zwar noch nicht was, aber der JoeMeek TwinQ2 wird in der Auswahl dabeisein.

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    costello  RED

    Feiner Test und feines Gerät. Bin auch gerade schwer am überlegen, in ein neues Pult zu investieren. Der JoeMeek wäre eine echte Alternative, da ich ja auch in aller Regel Synthesizerstimmen nacheinander aufnehme. Und das tannengrün finde ich très chic :-)

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      Tyrell  RED 12

      Ging mir genau so. Aber auf der einen Seite fehlt mir der Platz, auf der anderen Seite sehe ich inzwischen keinen Sinn mehr darin ein hochwertiges Pult zu betreiben (auch wenn es das Ego streichelen würde, wenn da ein schönes Pult im Studio steht). Der Joe meek steht aber genau neben der DAW auf Augenhöhe – und da freut sich das Ego auch, wenn die leuchtenden VU-Meter entzückt tanzen.

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    malekmusic  

    Der Joemeek Kompressor ist eine Studio Legende, allerdings muss man sagen, dass das mit der aktuellen Geräten von Joemeek nichts mehr zu tun hat. Ted Fletcher hat seine eigene Firma TF Pro die tatsächlich noch die original Geräte nachbauen und weiterentwickelt.

    Der eq in dem neuen joemeek heisst übrigens meeqlizer weil sie an die alten eqs von joemeek erinnern sollen. Haben aber auch damit nichts mehr zu tun.

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    falconi  RED

    Mir fällt zu Joe Meek immer ein, dass er seine Vermieterin und dann sich selbst mit einer Schrotflinte erschossen hat. Das ist nicht vorbildlich, und war sicher kein schöner Anblick, aber mancher wird es insgeheim nachfühlen können:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Joe_Meek

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    Neosay

    Ich habe mir einen twinQ2 gebraucht zugelegt – leider braucht das Gerät scheinbar dringend einen Service. Über die offizielle Seite ist wenig in Erfahrung zu bringen. Hat jemand eine Idee oder kennt jemanden der sich mit den Geräten auskennt?

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