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Test: Kali Audio MV-BT, Bluetooth-Empfänger

6. Juni 2022

Kompakter BT-Empfänger fürs Studio

kali audio mv bt test

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Das Unternehmen Kali Audio verbindet man mit Studiomonitoren und Subwoofern. Vom kalifornischen Hersteller hatten wir schon die LP-6, die 3-Wege-Monitore IN-8 und den Subwoofer WS-12 im Test. Als praktisches Zubehör bietet Kali Audio den MV-BT an, auch Mountain View genannt. Im Apple Stil benennt Kali Audio seine Produkte nämlich öfters nach Bäumen, Gegenden und Landschaften. So steht das LP der Studiomonitore beispielsweise für Lone Pine. Was der Mountain View MV-BT leisten kann, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

Überblick zum Kali Audio MV-BT

Beim Kali Audio MV-BT handelt es sich um einen kompakten Bluetooth-Empfänger. Er dient also dazu, Signale über Bluetooth zu empfangen und diese in analoger Form an Mixer, Studiomonitore oder Audiointerface weiterzuleiten. Also ein praktisches Tool für all diejenigen, die öfters Songs oder Audio im Generellen vom Smartphone und Tablet im Heimstudio über die Studiomonitore abhören oder auf einer Party vom mobilen Endgerät auf eine Aktivbox streamen möchten.

kali audio mv bt test

Im Vergleich zu herkömmlichen Monitorcontrollern, die analoge Signale ein- und ausgeben, dazu die Lautstärke regeln können, dreht sich beim MV-BT also alles lediglich um Bluetooth Signale. Wobei nicht ganz. Denn seitlich verfügt der Empfänger über einen zusätzlichen analogen Anschluss, dazu gleich mehr.

Doch kurz noch ein paar Worte zum Thema Monitorcontroller: Gerade im Heimstudio ist Platz ja oft Mangelware und größere Monitorcontroller, mit denen unterschiedliche Eingangsquellen auf mehreren Lautspechern zugewiesen werden können, sind nicht erforderlich. Entsprechend gibt es mittlerweile etliche kleine Monitorcontroller, die nicht mehr können, als ein Eingangssignal auf ein Pärchen Nahfeldmonitore zu schicken und dabei die Lautstärke einzustellen. Dass diese kompakten Monitorcontroller keineswegs „schlecht klingen“ müssen, hat auch unser 3er Vergleichstest Monitorcontroller gezeigt, in dem wir den the t.mix Volume 1, den Swissonic M-Control und den Behringer Monitor 1 unter die Lupe und mit einander verglichen haben. Alle drei kosten unter 40,- Euro. Den Test dazu findet ihr hier:

Vergleichstest monitorcontroller t mix volume 1 behringer monitor 1 swissonic m control

Aufbau des Kali Audio MV-BT

Der Kali Audio MV-BT misst 138 x 130 x 80 mm und wiegt knapp 500 g. Fünf Gummifüße sorgen dafür, dass der Bluetooth-Empfänger auf seinem vorgesehen Platz stehen bleibt, was aber im Hinblick auf angeschlossene Netz-, XLR- und Klinkenkabel und angesichts des geringen Gewichts gar nicht so einfach ist.

Das Gehäuse des MV-BT ist komplett in Schwarz gehalten, lediglich das Logo des Herstellers sorgt für einen kleinen Blickpunkt auf der Bedienoberfläche.

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kali audio mv bt test

Den leichtgängigen Drehregler des MV-BT hat Kali Audio am unteren rechten Rand des Gehäuses untergebracht und dafür auch gleich die gesamte Gehäusekante abgerundet. Um den Drehregler herum zieht sich ein blaues LED-Feld, das parallel zur ansteigenden Lautstärke heller und größer wird.

Die Verarbeitung des MV-BT geht in Ordnung. Das Gehäuse ist sauber gefertigt und weist keinerlei spitze Kanten auf.

Anschlüsse des Bluetooth Empfängers

Auf der Rückseite des Kali Audio MV-BT befinden sich jeweils ein Pärchen XLR- und Klinkenanschlüsse. Die XLR-Buchsen sind symmetrisch ausgelegt, die Klinkenbuchsen unsymmetrisch. Wie bereits erwähnt, gibt es seitlich noch einen weiteren Anschluss. Hierbei handelt es sich um einen Miniklinkenanschluss (3,5 mm). Falls also doch einmal ein analoges Signal eingespeist werden soll, schafft das der Kali Audio MV-BT auch.

kali audio mv bt 1

Für den Betrieb des Kali Audio MV-BT ist ein externes Netzteil notwendig. Dieses liegt dem Bluetooth Empfänger bei. Alles zusammen wird in einem bedruckten Pappkarton geliefert, auf dem auch gleich eine bebilderte Bedienungsanleitung aufgedruckt ist. Auf der Kali Audio Website gibt es zusätzlich PDF-Anleitungen in englischer und französischer Sprache zum Download.

Einsatz des Kali Audio MV-BT

Sobald die Stromverbindung des MV-BT hergestellt ist, fängt der Bluetooth Empfänger an zu leuchten und der MV-BT befindet sich im aktiven Zustand. Einen Power-on/off-Schalter gibt es nicht, so dass man den Empfänger über eine schaltbare Steckdosenleiste anschließen sollte, wenn man nicht jedes Mal den Stecker aus der Steckdose ziehen möchte – die sich ja meistens irgendwo hinter dem Studiotisch und damit schlecht zugänglich befindet.

kali audio mv bt test

Durch einen ca. 2-sekündigen Druck auf das Kali Audio Logo wird der Empfänger in den Pairing-Mode versetzt. Sofort taucht er auch als „Kali MVBT“ auf meinem Mac und Smartphone unter Bluetooth auf. Das Pairing klappt auf Anhieb. Studiomonitore an den Empfänger anschließen und schon kann es loslegen, so wünscht man sich das.

Zunächst ein paar Worte zur Bedienung: Den Drehregler für die Lautstärke muss man schon einige Male komplett rumdrehen, damit sich an der Lautstärke etwas tut. Schwierig gestaltet es sich auch eine (ungefähre) Lautstärkeeinstellung später zu reproduzieren, denn dafür ist der LED-Balken einfach zu ungenau. So richtig etwas ablesen kann man hieran nicht. Allerdings wird man wohl eher den Streaming-Nutzen in den Vordergrund stellen, so dass es nicht darauf ankommt, in welcher exakten Lautstärke hier etwas ankommt, sondern dass überhaupt möglichst einfach und unkompliziert etwas vom Bluetooth-Sender zum Bluetooth-Empfänger gelangt.

kali audio mv bt test

Technisch arbeitet der MV-BT je nach Sender mit AAC und aptX. Nicht überragend, fürs Abhören aber ausreichend. Störend fällt allerdings auf, dass der MV-BT ein nicht überhörbares Grundrauschen erzeugt. Dies trat während des Tests bei diversen Android- und iOS-Geräten auf. Sobald Musik läuft, wird dies zwar überdeckt, aber im Ruhebetrieb ist es sehr deutlich wahrnehmbar, schade.

Und da der MV-BT keinen Power-on/off-Schalter besitzt und das Gerät vermutlich deswegen zusammen mit anderen Geräten an einer Steckdosenleiste angeschlossen wird, muss man also dafür sorgen, dass das Signal irgendwie stummgeschaltet werden kann, was aber ja auch nicht im Sinne des Erfinders sein kann.

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Fazit

Wie eingangs bereits erwähnt, handelt es sich beim MV-BT um ein nützliches Tool für all diejenigen, die im Studio öfters per Bluetooth streamen möchten und das Signal auf Studiomonitore oder den Mixer geben wollen. Alternativ als Streaming-Möglichkeit auf einer Party. Die Verarbeitung ist gut, das Produkt nahezu selbsterklärend.

Bei der Klangqualität gibt es aber deutliche Kritikpunkte, denn der MV-BT erzeugt ein unüberhörbares Grundrauschen und kann daher von mir nicht für den Tonstudioeinsatz empfohlen werden. Lediglich im Umfeld einer Party und andauernder Musikbeschallung könnte ich mir den MV-BT vorstellen. Hier wird das Grundrauschen vermutlich nicht auffallen.

Plus

  • kompakt
  • einfach zu bedienen
  • einfache Inbetriebnahme

Minus

  • Grundrauschen

Preis

  • 99,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    DJ Ronny

    Danke für den Test. Das Gerät ist nicht Mal einen Stern Wert. Starkes Rauschen, (siehe auch Bewertungen bei Thomann) geht gar nicht. Kein Hinweis welche Bluethoot Version. Technik von Gestern.
    Da habe ich 2 Transmitter/ Receiver mit Bluetooth 5.0 im Einsatz, seit über 2Jahren. Die haben zwar kein XLR Ausgang, dafür aber digital, optisch und analoge Aus- und Eingänge. Da rauscht nichts und die haben zusammen nicht 99 Euro gekostet. Die Übertragung reicht durch 2 Zimmer ca 10 m.

  2. Profilbild
    LeSarrois

    Da ich selbst gerade auf der Suche nach einem vernünftigen Bluetooth-Empfänger für das Studio bin, fiel mir auf, wie wenig der Markt hier hergibt. Aktuelle BT-Version inkl. professionelle Audio-Anschlüsse? Eher Fehlanzeige. Der einzige Hersteller, der halbwegs vernünftig unterwegs war, ist Denon. Aber auch hier endet die Technik bei BT 4 Class 2.

    • Profilbild
      DJ Ronny

      Die Denon Teile habe ich alle probiert. Für mich war es nicht das richtige. Mir ging es vor allem um die Reichweite und da war störungsfrei bei 5m Schluss.
      Wenn es nicht unbedingt XLR sein muss, dann aus dem Konsumerbereich.Mein HiGong den ich seit 2018 verwende gibt es nicht mehr. So kann ich keine aktuelle Empfehlung aussprechen.

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