Drei Wege - ein akustisches Zentrum
Ein neuer Stern am weiten Speaker-Himmel: Die Kali Audio SM-5 gehören zur Santa Monica Serie, den nach eigenen Aussagen bislang besten Studiomonitoren des kalifornischen Herstellers. Der SM-5 ist dabei die kompakte Variante der Serie und wurde mit höchsten Ansprüchen an Klang, Präzision und Detailreichtum entwickelt. Kali Audio erreicht dies durch eine durchdachte Coincident-Architektur, die wir in diesem Test näher erklären und klanglich einordnen.
- Klangcharakter: Sehr neutrale, analytische Wiedergabe mit hoher Auflösung, exakter Ortung und außergewöhnlich stabiler Stereobühne.
- Architektur: Coincident-Design mit koaxialem Mittel- und Hochtöner sorgt für Punktschallquellen-Charakter und phasenkohärente Abstrahlung.
- DSP & Workflow: Umfangreiche DSP-Funktionen mit Kali Control Panel, Netzwerk-Anbindung und Mehrkanal-Unterstützung bis 9.1.6.
- Zielgruppe & Fazit: Präzisionsmonitor für anspruchsvolle Anwender, die Transparenz und Kontrolle über Klangästhetik stellen – verdiente 3 Sterne.
Inhaltsverzeichnis
- Kali Audio SM-5
- Was ist der Kali Audio SM-5?
- Kali Audio: From the heart of California
- Kali Audio SM-5 – von außen betrachtet
- Die Features des Kali Audio SM-5
- Digitale Signalprozessierung: Kali Control Panel
- Kalibrierung der Kali Audio SM-5
- Praxiseinsatz: Klang und Verhalten des SM-5
- Marktposition der Kali Audio SM-5
Was ist der Kali Audio SM-5?
Der Kali Audio SM-5 ist ein aktiver 3-Wege-Studiomonitor, konzipiert für professionelles Mixing und Monitoring, bei hohen Ansprüchen an Klangtreue und Transparenz. Er kombiniert einen 5-Zoll-Woofer, einen 4-Zoll-Mitteltöner und einen koaxialen 1-Zoll Metallkalotten-Hochtöner in einem robusten, strömungsoptimierten Gehäuse.
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Das Besondere am SM-5 ist die Koinzidenz-Architektur der Speaker: Diese vereint Mittel- und Hochtöner so in einem gemeinsamen akustischen Zentrum, dass der Schall zeit- und phasenkohärent aus einem einzigen Punkt abgestrahlt wird. Der Hochtöner sitzt also im Midrange. Dieses Design macht den SM-5 zu einer Punktschallquelle, wodurch die Abstrahlcharakteristik enorm natürlich wird und das Stereobild stabil und ausgeglichen bleibt, auch wenn man sich von der Sweet-Spot-Position entfernt.
Darüber hinaus besitzt der Class-D-Verstärker des Kali Audio SM-5 verschiedene benutzerdefinierbare DSP-Parameter, die über die Kali Control Panel App eingestellt, gespeichert, und Speaker-übergreifend programmiert werden können. Der SM-5 ist mit seiner vielseitigen DSP-Einbindung somit auch als Teil eines reproduzierbaren Workflows gedacht, nicht nur als isolierte Box.
Kali Audio: From the heart of California
Kali Audio wurde 2018 in Kalifornien gegründet und die Lautsprecher werden in Burbank, Los Angeles entwickelt. Der firmeneigene Anspruch ist es, ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis mit professionellen Features und hochwertigen Materialien zu verbinden und damit sowohl Homestudios als auch semi-professionelle Tonstudios und Produzenten anzusprechen.
Insbesondere die Serien LP und IN – alle nach Orten/Gegenden in Kalifornien benannt – gelten im Bereich der Budget- bis Mittelklasse-Monitore in den USA bereits bei vielen als Referenz und werden oft als überdurchschnittlich gut für ihr Geld bezeichnet – manchmal sogar als alternativlos im jeweiligen Budget-Segment.
Mit der SM-Serie tritt Kali nun auch im höherpreisigen Bereich an und bietet damit eine weitere Alternative für Audiophile und Professionals. Der Markt der Studiomonitore ist zwar groß und vielfach dominiert von etablierten Firmen, dennoch liefert Kali Audio einen interessanten Blickpunkt.
Kali Audio SM-5 – von außen betrachtet
Der Kali Audio SM-5 erscheint farblich komplett in Schwarz und bauartbedingt vertikal-länglicher Form. Die Optik ist minimalistisch, fast etwas düster-futuristisch. Vorne fällt sofort die breite geschwungene Port-Öffnung auf, die mit ihrer speziellen Geometrie Luftgeräusche und Port-Kompression minimiert. Schöne Kurven hat die Frontplatte auch um den Mitteltöner: Sie folgt der Form des Treibers und geht nahtlos von dessen Rand in das restliche Gehäuse über. Auch dies dient der Minimierung von Artefakten und Verbesserung des Abstrahlverhaltens.
Auf der Rückseite zeigt sich ein im Gehäuse versenktes Anschlussfeld, was eine problemlose Platzierung der Monitore direkt vor einer Fläche oder Wand ermöglicht. Die Anschlussmöglichkeiten umfassen einen symmetrischen Analog-Eingang (XLR oder TRS), einen AES/EBU-Digitaleingang mit BNC-Anschluss sowie ein RJ45-Netzwerkanschluss, über den die Lautsprecher mit der Kali Control Panel App (macOS/Windows) vernetzt und gesteuert werden können.
Für eine schnelle Einrichtung ohne Software stehen acht kleine DIP-Schalter zur Verfügung, mit denen grundlegende Einstellungen für typische Aufstellungen der Speaker sowie Low- und High-Frequency-Anpassungen vorgenommen werden können. Der Drehregler an der Rückseite erlaubt die stufenweise Einstellung der Lautsprecherlautstärke von -12 dB bis +6 dB. Man hat keine Pegelwerte an dem Lautstärke-Encoder, was doch etwas ungewohnt ist.
Praktisch ist das kapazitive Touch-Logo auf der Front über dem Tieftöner, das den Standby-Modus steuert und über EQ-Tuning informiert, sowie die mehrfarbige LED, die über Betriebs- und Statuszustände informiert. Für Montagezwecke sind auf Ober- und Unterseite jeweils vier M5-Gewindeeinsätze vorgesehen, sodass die SM‑5 problemlos an Decken, Wänden oder in Racks befestigt werden kann. Zielgruppe sind also auch Atmos-Studio-Installationen.
Die Features des Kali Audio SM-5
Eines der Haupt-Features des SM-5 – koaxiale und koinzidentes Design – haben wir ja schon kennengelernt. Schauen wir noch etwas mehr in die Tiefe, ins Innere sozusagen.
Technische Eckdaten:
- Frequenzbereich (+/-3 dB): 47 Hz – 21 kHz
- Frequenzbereich (+/-10 dB): 39 Hz – 25 kHz
- Max. SPL: 117 dB @ 1 m
- Leistung: 225 W
- THD: <0,75 % (100–450 Hz), <0,5 % darüber
- Eingänge: XLR analog, AES/EBU BNC, RJ45 für Control
- Ausgang: AES/EBU BNC Thru
- Abmessungen: 39,6 × 20 × 24,8 cm, Gewicht: 9,5 kg
Die Treiber sind auf hohe Dynamik, geringe Verzerrung und gleichmäßige Wiedergabe optimiert. Der Woofer verfügt über Induktivitäts-Linearisation und Flux-Stabilisierung zur Minimierung von Verzerrungen. Der sogenannte Waveguide im SM‑5 ist ein clever konstruiertes Element des Mitteltöners, das gleichzeitig als akustische Leitung für den Hochtöner dient. Da der Hochtöner koaxial im Mitteltöner sitzt, sorgt der Waveguide dafür, dass dessen Schallabstrahlung gleichmäßig verteilt wird und sich optimal mit dem Mitteltöner verbindet.
Das Material der Tieftöner ist schlicht Papier. Man kann zwar mehr Geld für „edlere“ Materialien ausgeben, der Nutzen sei laut Kali Audio aber, falls überhaupt vorhanden, vernachlässigbar.
Entscheidend ist hingegen der unsichtbare Teil von Woofer und Mitteltöner, der in der Santa Monica-Serie signifikant verbessert wurde. Mehr Magnetmasse, mehr Kupfer in der Schwingspule und Bauteile wie Kurzschlussringe, die den Magnetfluss reduzieren. Dadurch wurde die Verzerrung drastisch gesenkt: beim IN‑5 liegt sie bei etwa 2 %, beim SM‑5 nur bei 0,75 % (jeweils gemessen bei 85 dB auf 1 m). Das ist ordentlich.
Ein großer Vorteil der dreifachen elektro-akustischen Architektur zeigt sich beim dual-coincidence Mitteltöner/Hochtöner: Bass- und Mitteltöner können jeweils für ihre spezifischen Aufgaben optimiert werden, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Da der oben sitzende Mitteltöner also keine Bassfrequenzen wiedergeben und die Membran nur geringe Hübe umsetzen muss, ist der Aufhängungsring erkennbar schmal geraten. Auch aus eines Elektroingenieurs ist dieser winzige Membranring absolut sinnvoll, denn er bildet gewissermaßen die Voraussetzung für den Waveguide. Ein größerer Ring würde wiederum mehr Diffraktion erzeugen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der durch verschiedene Maßnahmen erreichte Punkschallquellen-Charakter der SM-5 ist sein stärkstes klangliches Feature, denn dies ist das Fundament für seine absolut präzise natürliche Wiedergabe, die perfekte Ortung und Panoramebühne bereitstellt. Weiter geht’s zum nächsten grundlegenden Feature-Bereich, dem DSP.
Digitale Signalprozessierung: Kali Control Panel
Nach der Installation erkennt die Kali Control Panel App schnell alle über RJ45 verbundenen SM‑5-Monitore im Studio-Netzwerk. Die Software ist übersichtlich gestaltet und auf Multi-Channel-Monitoring ausgelegt, inklusive Atmos-Systemen bis 9.1.6 oder individuell erweiterten Setups. Monitore lassen sich per Drag & Drop einem virtuellen Hörraum zuordnen, umbenennen und über eine blinkende LED am Frontpanel identifizieren. Verschiedene Monitoring-Konfigurationen können als Presets gespeichert und wieder abgerufen werden.
Jeder Kali Audio SM-5 Monitor kann mit EQ, Verzögerung und Pegeltrim versehen werden. Die weniger als 5 ms Latenz im System sind sehr ordentlich.
Der 8-Band-Equalizer bietet Peak-, High-/Low-Pass sowie High-/Low-Shelf-Filter mit Einstellmöglichkeiten für Frequenz, Pegel und Q-Faktor. Solange die Lautsprecher mit der App verbunden sind, werden EQ-Anpassungen live umgesetzt, sie lassen sich aber auch auf die Lautsprecher übertragen – entweder über das Netzwerk oder über USB.
Der EQ dient sowohl der Anpassung an persönliche Klangvorlieben als auch der Raumoptimierung. Im Praxistest half beispielsweise ein leichter Boost um 200 Hz, um die Klangbalance zu verbessern und mir bekannte Schwächen bzw. Moden des Raums an der Abhörposition zu kompensieren. So lässt sich das SM‑5-Klangbild auf den Hörraum abstimmen. Aber es geht noch wesentlich tiefer.
Kalibrierung der Kali Audio SM-5
Zusätzlich zu den beschriebenen anwenderbasierten Einstellungsmöglichkeiten ist der Kali SM-5 „messbar programmierbar“. Ein 128 Seiten umfassendes PDF „Measuring your Monitors“ beschreibt den Vorgang der Kalibrierung der Lautsprecher. Der SM-5 ist Teil eines Systems, in dem die Klangsignatur messdatenbasiert angepasst werden kann und das nicht nur grob, sondern in fein segmentierten Schritten: Sweep-Messung, Moving Microphone Measurement, Erstellen eigener Lautsprecher-EQ, Laden von .keq-Profilen in den Speaker, Verifizierung der Kalibrierung. Eine überaus vorbildliche Dokumentation für diesen sehr umfangreichen Prozess.
Wenn man die vielen einzelnen Schritte des Kalibrierungsprozesses dann erfolgreich abgeschlossen hat, können die Raumdaten an Kali Audio gesendet werden. Für eine Gebühr von 50,- US‑Dollar erhält man daraufhin ein maßgeschneidertes Profil, das über das Kali Control Panel auf die SM‑5 geladen werden kann. Hier hätte zwar man auch ein kostenloses Erstprofil anbieten können, dennoch ist der Vorgang schön für alle, die die Monitore einmessen und kalibrieren möchten.
Praxiseinsatz: Klang und Verhalten des SM-5
Für den Hörtest der Kali Audio SM-5 habe ich bewusst sehr unterschiedliches Musikmaterial eingesetzt und die Monitore direkt mit meinen PSI Audio A17 verglichen, die in meinem Studio als Referenz dienen und ebenfalls für ihre hohe Phasentreue und zeitliche Kohärenz bekannt sind. Das Ziel war es, sowohl musikalische als auch analytische Aspekte zu beurteilen. Zum Einsatz kamen akustische Jazz-Aufnahmen, elektronische Produktionen, moderne und dicht gemixte Pop- und Rock-Titel sowie orchestrales klassisches Material.
Gehört wurde überwiegend im klassischen Nahfeld, also zwischen etwa 70 cm und 1 m Hörabstand, sowohl auf dem Studiotisch als auch auf Stativen, bei leisen und moderaten Pegeln ebenso wie bei höheren Lautstärken. Dabei habe ich auf Frequenzbalance, Transientenverhalten, räumliche Abbildung, Langzeittauglichkeit, Positionsabhängigkeit und das Verhalten in Grenzbereichen geachtet.
Mein Eindruck nach der ersten Hör-Session verfestigte sich: Die Monitore sind eindeutig auf Auflösung, Kontrolle und Präzision im Mittel- und Hochtonbereich ausgelegt. Der Frequenzgang wirkt insgesamt neutral, mit einem leicht betonten Oberbass und einem eher zurückhaltenden unteren Mittenbereich. Im direkten Vergleich zu den PSI A17, die im Grundton etwas mehr Dichte und Gewicht vermitteln, erscheinen Stimmen und Gitarren über die SM-5 zunächst schlanker, gleichzeitig profitiert aber die Durchhörbarkeit komplexer Mischungen deutlich davon. Die Hochtondarstellung über 10 kHz bleibt kontrolliert und frei von Schärfen, ähnlich wie bei den A17, was die SM-5 sehr langzeittauglich macht.
Das Transientenverhalten gehört klar zu den Stärken des Systems. Kicks und Percussion werden mit sehr präzisem Attack und sauberem Release dargestellt, es fühlt sich wirklich natürlich an. Auch bei schnellen elektronischen Impulsen oder dichtem Material bleibt die Wiedergabe kontrolliert. Diese Eigenschaften wurden auch in nahezu allen Reviews hervorgehoben, die ich im Zuge meiner Recherche gelesen habe und lassen sich direkt auf die 3-Wege-Architektur und die koaxiale Mittel-/Hochtonsektion zurückführen.
Überzeugend ist in diesem Kontext auch die räumliche Darstellung. Die Phantommitte sitzt stabil, einzelne Klangquellen lassen sich sehr exakt lokalisieren und auch die Tiefenstaffelung wirkt für einen kompakten Nahfeldmonitor mit 5″ überaus präzise. Die sehr gleichmäßige Abstrahlung sorgt dafür, dass sich das Stereobild selbst bei leichten Positionsänderungen kaum verändert. Gerade im Nahfeld zeigt sich der SM-5 hier weniger kritisch als viele klassische 2-Wege-Monitore. Das hat mich wirklich fasziniert und ging auch über die Fähigkeiten eines 2-Wege-Monitors wie dem PSI Audio A17 hinaus.
Bei unterschiedlichen Lautstärken bleibt der Klangcharakter erhalten. Auch bei niedrigen Pegeln sind Details gut nachvollziehbar, während bei höheren Abhörlautstärken kaum Anzeichen von frühzeitiger Kompression auftreten. Insbesondere der große, speziell designte Bassport tut hier einen guten Dienst. Erst nahe des Maximalpegels greift der Limiter ein, aber vergleichsweise unauffällig. Ob der SM-5 nun also eine wahre Tri-Amp-Architektur hat oder nicht, hat für mich im Test auch in Grenzbereichen keinen hörbaren Unterschied erzeugt. Dennoch wäre eine Präzisierung, ob es sich um einen echten Triamp-Aufbau handelt, wünschenswert.
In Summe zeigen sich die Kali Audio SM-5 im Praxiseinsatz als sehr analytische, präzise und ehrliche Monitore aus, die eher auf Transparenz und Übersetzbarkeit als auf ein eindrucksvolles Klangerlebnis setzen. Diese Eigenschaften habe ich im Zuge der Recherche auch in anderen Reviews und Berichten von Nutzern aus bekannten Foren gesehen. Die SM-5 sind definitiv ein ernstzunehmendes Werkzeug, auch im Vergleich zu deutlich teureren Systemen.
Alternative mit 8-Zoll-Woofer, der Kali Audio SM-8 (aufgrund einer Promo-Aktion aktuell sogar günstiger als der SM-5):
Marktposition der Kali Audio SM-5
Mit einem Preis von rund 2.000,- Euro pro Monitor positioniert sich der Kali Audio SM-5 klar im professionellen High-End-Nahfeldsegment und tritt damit direkt gegen etablierte Studiomonitore von Genelec, Neumann, Focal, Dynaudio, PSI Audio und ATC an. In dieser Klasse wird der SM-5 nicht mehr primär über Preis-Leistung, sondern auch über Architektur, Funktionstiefe und Systemfähigkeit bewertet.
Im Vergleich zur Konkurrenz setzt Kali auf eine 3-Wege-Coincident-Bauweise, die ist in dieser Preisklasse seltener ist und ein signifikantes Alleinstellungsmerkmal darstellt. Stabile Ortung, phasenkohärente Abstrahlung und konstantes Verhalten außerhalb der Achse: Diese Eigenschaften sind beim SM-5 sehr schön ausgeprägt.
Technisch definiert sich der SM-5 außerdem durch netzwerkfähigen DSP mit Mehrkanal-Unterstützung (bis 9.1.6 Atmos), digitale AES3-Ein- und Ausgänge, Kali Control Panel Software für EQ, Delay, Pegel und Presets, mechanische Montagepunkte (M5-Gewinde) für Wand-, Decken- und Frame-Montage und Frontport-Design für flexible Platzierung.
Im Vergleich bietet Genelec bietet ein stärker geschlossenes, sehr effektives, aber auch kostenintensiveres System (GLM, SAM-Ökosystem). Neumann fokussiert sich auf maximale Neutralität und Messgenauigkeit, während Focal emotionale Präsenz und musikalische Ansprache stärker hervorhebt. PSI und ATC hingegen setzen kompromisslos auf analoge Signalwege und traditionelle Studiophilosophie.
Der Kali SM-5 positioniert sich zwischen diesen Welten. Er kombiniert moderne DSP- und Netzwerk-Features mit klassischer Studiopräzision und einem erkennbaren Fokus auf technisch-klangliche Kohärenz.
Für eine kritischere Zielgruppe, die an die Expertise, Markenreife und den hohen Verarbeitungs- und Klangstandard etablierter Hersteller gewöhnt ist, mag der SM-5 nicht in allen Disziplinen mithalten können. Als neuer Hersteller hat man es eben nicht einfach und muss einen Mehrwert bieten auf diesem relativ gesättigten Segment der Studiomonitore. Sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, die präzise Abbildung und der klare Fokus auf funktionale Neutralität sowie die Flexibilität in verschiedenen Abhörumgebungen machen ihn aber zu einer ernstzunehmenden Alternative. Kali Audio verkörpert auch in ihrer Unternehmenskommunikation Ernsthaftigkeit und technische Expertise, was Vertrauen schafft.










































Das Kali Control Panel gibt es – man ahnt es schon – nur für Mac und Windows. Und dann kann man dort nicht einfach seine mühsam erstellten Messdaten eingeben, sondern muss sie an Kali schicken und auch noch dafür zahlen?
Man glaubt wohl, sich alles erlauben zu können.
@bluebell Bist du ein LinuxUser?
@Filterpad Ja. Aber auch wenn ich ein Windows- oder Mac-User wäre, würde ich nicht einsehen, über 4000,- € für ein Paar Monitore auszugeben, das mich nicht mal alleine und kostenfrei die DSPs mit den von mir erfassten Messwerten einstellen lässt.
Solche Lautsprecher sind keine Wegwerfware. Wenn man nach 10 oder 15 Jahren umzieht, gibt es dann diesen kostenpflichtigen „Service“ überhaupt noch?
@bluebell Wenn man nur Profis als Kunden haben möchte, speziell in Atmos Umgebungen, was juckt mich das? Wenn ich schon Frequenzkurven sehe, die wie eine Herzrhymusstörung aussehen, dann erst Recht. Wenigstens 1-2 Testmessungen hätte man umsonst machen können, umsonst ist der Spaß so oder so nicht, vor dem einmessen kommt ja immer noch der Kauf. Kali wollen wohl sich wohl als Anbieter von speziellen Setups etablieren, wie damals die Firma Blue Sky, mittlerweile wohl pleite. Die hatten immer damit geworben die Skywalker-Ranch zu befeuern. Man hätte die von Aufmachung her schon mehr als Atmos-System bewerben können, anstatt als klassische Studiomonitore, dann relativiert sich vieles, auch die hier nicht genannte DSP-Latenz.
@Kazimoto Ein Profi achtet darauf, wie abhängig er sich macht. In manchen Fällen geht es nicht anders, z.B. wenn man Kundensessions in Cubase, Bitwig etc. pp. importieren will, muss man diese Produkte haben.
Aber dieses Schulhofdealerangebot von Kali riecht schon sehr streng. Es sind ja nicht nur die 50 €, es ist ja eine absichtlich konstruierte Abhängigkeit. Wie will einem der Hersteller erklären, dass man die Formatwandlung nicht mal eben in die Control-Software einbauen könnte?
Ob sich bei dem Preis der Lautsprecher einer die Mühe macht, ein von REW erstelltes Profil ins keq-Format umzuwandeln (falls das Format überhaupt offengelegt ist und Kali nicht wie ein Glucke draufsitzt), glaube ich nicht.
Ach, was rege ich mich auf. Wir haben in dieser Inkarnation einen freien Willen, und es muss auch Leute geben, die Hersteller dazu ermutigen, sie immer mehr zu gängeln. Wie wäre es mit Lautsprechern, die man registrieren und lizenzieren muss, und die alle 10 Minuten nach Hause telefonieren? Da finden sich sicher auch Dumme.
@bluebell Muss Dir voll zustimmen. Riecht schon sehr seltsam diese „Gebühr“.
Es gibt ja durchaus Systeme, da können die Anpassungen im Interface gemacht werden. Ob es im Lautsprecher besser wirkt?
Müsste man vergleichen.
Ich frage mich allerdings auch, was es mit der Preisanpassung auf sich hat? Sind die Monitore mit dem heutigen Preis nicht konkurrenzfähig, z. B. Gegen die „The One“ Serie von Genelec?
Für mich auch eher seltsam.
Nun ja, Monitore sollte man immer hören, die Zeit muss sich nehmen. Denn der persönliche Eindruck entscheidet doch am Ende.
So wäre ein Vergleichstest aufschlussreich, aber das selbstverständlich sehr aufwendig.
@bluebell „Ob sich bei dem Preis der Lautsprecher einer die Mühe macht, ein von REW erstelltes Profil ins keq-Format umzuwandeln (falls das Format überhaupt offengelegt ist und Kali nicht wie ein Glucke draufsitzt), glaube ich nicht.“
Hier das böse proprietäre keq-Format 😁
REM Filter Settings saved by REW V5.40 Beta 101 on 07.02.2026 11:48:26
#1,PEAK,80.1,5.35,4.87
#2,PEAK,124,-11.55,2.39
#3,PEAK,651,-3.20,2.89
#4,PEAK,2464,4.35,2.76
#5,PEAK,6670,2.15,3.47
#6,PEAK,1000,0.00,1.41
#7,PEAK,1000,0.00,1.41
#8,PEAK,1000,0.00,1.41
Viel Spaß beim Reverse Engineering 😜
@jan1973 Double ROT13. Unknackbar. Da wird man wohl die 50 € zahlen müssen.
@bluebell Woran erkennst du das? ROT13 heißt laut Wiki nur, daß ein Buchstabe durch den 13ten ihm folgenden ersetzt wird, „double“ entsprechend doppelt. Hört sich jetzt nicht so unknackbar an.
@Kazimoto War ein Scherz. 2x ROT13 ist wieder Klartext 😎
@bluebell Warum machst du sowas? 😂
Du hälst auch jeden für doof! 😜
@bluebell Für Geocacher sofort verständlich 😎
Double Rot 13 gefällt mir … 🤣
Die Kali Audio SM-5 & 8 sehen eindeutig wie ein professionelles Werkzeug aus. Ohne viel Gedöns und Schnick-Schnack. So muss das sein! Ein Aktiver 3-Wege-Koaxial-Studiomonitor ist sicherlich nicht allgegenwärtig wie beschrieben, aber zeigt hierdurch meiner Ansicht nach sein Augenmerk auf Professionalität. Nur der Name der sog. Santa Monica Serie ist etwas unglücklich gewählt. Ich persönlich denke hier an Sonne, Beach und optisch ansehliche Menschen auf Inlinern oder Longboards und weniger an starre Musikproduktion. Aber es passt natürlich zu einem kalifornischen Hersteller. Ob diese dadurch mehr Sonne abkönnen als die z.B. KSD Saarbrückener aus’m verregneten Saarland?
@Filterpad Ohne Schnick-Schnack? Atmos-Ready, Software, Bezahlsystem, DSP, Koaxial, AES/EBU?
Ein nachhaltiges Modell in babyblau aus Santa Monica Treibholz ohne DSP und in Passivbauweise, das wäre ohne Schnickschnack gewesen. 😄
@Kazimoto Und nur mit Passivmembranen!
@bluebell Und nur mit Passivmembranen….., beim zugehörigen 8″ Subwoofer. 😁
@Kazimoto Och, Koaxial ist ned schlecht. Ist zum Beispiel bei KSD Firmenphilosophie. Die Abstrahlung des Klanges ist gefühlt etwas „säulenartiger“, aber dafür präziser (weil Klang aus einer Quelle), was beim mischen vorteilhaft ist. Ich find’s eine supi Technik.
@Filterpad Du hast historisch recht.
Allerdings ist heute das KSD Koax Lineup ausgedünnt.
Es gibt zwar die C- REFERENCE – Coaxial Monitor Solutions, allerdings sucht man die „Einsteiger“ C5 und C8 vergeblich.
https://shop.ksd-audio.com/collections/c-line-coaxial-reference-speaker
Ich bin auf der Suche nach einem guten 2. Monitor Paar, ja und das sollen Punktstrahler sein.
Hatte da an die C5 gedacht, aber diese Möglichkeit hat sich wohl in Luft aufgelöst.
Und damit bleibt im Grunde nur Geneles „The Ones“ übrig, die mir aber zu hochpreisig sind und mich auch klaglich bei einem Vergleich nicht 100% überzeugten. Wenn müsste ich die noch mal intensiver hören um dann zu investieren.
Zu Kali, das kommt von der anderen Seite des Atlantik und ich vermeide inzwischen wo immer es geht Produkte von US Firmen. Da hilft auch Designed in California und Made in China (Was ich eher als Qualitätsmerkmal verstehe) wenig.
P.S.
Die SM 5 ist jetzt mit 1399 € bei Thomann gelistet.
Wie gesagt, der Preissturz verwundert mich schon.
@TomH Ich verstehe voll und ganz und bin selber äußerst überrascht, dass es diese genannten gar nicht mehr gibt, zumindest aktuell nicht. Was ist mit den C100 als Alternative?
@Filterpad wie gesagt 2. Monitor Paar. Habe die Neumann KH310, die auch für meinen nicht besonders großen Raum passen und mit denen ich sehr zufrieden bin.
@Kazimoto cool. passend zu meinem microbrute.
arturia hat sogar eine neue baby Special Edition baby pink und baby blau bei manchen master keyboards. 😎
Sehr professioneller Test, danke Timm Brockmann.
Die LAaner haben da wirklich ein Top Produkt im Portfolio.
… und wie üblich, wieder Made in China.
Mal sehen, wie lange es die Firma geben wird.
Der „Pay Service“ ist in der Tat slightly fishy.
Abhängigkeit vom Hersteller schaffen liegt ja voll im Trend – und zwar auf allen Gebieten.
Danke Adobe ! 😠
@SoundForger2000 Ist Made in China wirklich so schlecht?
Für mich ist Made in USA das no go, besonders heute.
@TomH Natürlich rein technisch nicht, sind die Chinesen doch inzwischen längst in der Lage auf höchstem Niveau zu produzieren.
Man übergibt den Chinesen aber konstruktionstechnisches Know-How welches diese für ihre Zwecke, z.B. billigere Kopien, nutzen. Im Übrigen mag ich das chinesische Gesellschaftsmodell einfach nicht. Es gibt durchaus Firmen die konkurrenzfähig sind OHNE in China produzieren zu müssen. Es geht also durchaus, wenn man nur will.