Test: KARO Granular Athmospheres für Korg Oasys

30. Mai 2008

Granular Oasys

Es ist schon erstaunlich, dass es für ein so erfolgreiches Gerät wie der KORG OASYS Workstation kaum Drittanbieter gibt, die Soundlibraries dafür erstellen.

Es ist wahrlich nicht so, dass AMAZONA Tantiemen aus den Verkäufen der KARO-Software bezieht, sondern es ist schlichtweg eine Notwendigkeit über KARO Sounds zu berichten, da KARO nun mal die einzige Soundschmiede ist, die wir weltweit kennen, die für den Rolls Royce der Workstations professionelles Soundfutter anbietet.

Korg Oasys mit Granular-Feeling

Korg Oasys mit Granular-Feeling

Im Rampenlicht steht heute die Library „GRANULAR ATHMOSPHERES“, mit deren Hilfe auf dem Korg Oasys auch Klänge zu hören sind, die mit der Granular-Synthese erzeugt wurden. Da allerdings der Korg Oasys diese synthetisch nicht selbst erzeugen kann, haben die KARO Köpfe Kurt Ader und Oliver Rehn die Synthese auf ein externes System ausgelagert, die fertigen Sounds per Samples in den Oasys transferiert und dort in die zahlreichen Syntheseformen der Workstation eingebunden.

Als Klangbasis dienten folgende Synthesizer:

Mini Moog, Oscar, Wasp, Prophet-V, Prophet-VS, OB-MX, VL-1, PPG-Wave, Waveterm, DX-5, D-50, Emu E-4, Morpheus, TR-909 und nicht zu vergessen der Roland CR-78. Durch die Granular-Synthese sind die Klänge dieser Klassiker aber nur noch schwer zu erkennen – und das ist gut so. Schließlich ging es darum, durch die Granular-Synthese etwas Neues zu schaffen. Das, schon mal vorab, ist den KARO Köpfen wunderbar gelungen.

Wer nun genau wissen möchte, wie Granular-Synthese funktioniert, klickt am besten die Hyperlinks am Ende des Tests oder liest das folgende Interview mit Oliver Rehn und Kurt Ader.

Wie aber klingt das denn nun – vor allem im Oasys?

Den Grundcharakter der Klänge würde ich als „crisp und rauh“ bezeichnen, ohne aber unangenehm zu kratzen. Ganz im Gegenteil, die Athmosphere-Pads, die den größten Teil der Soundsammlung auf dieser CD ausmachen, sind butterweich und schwebend. Aber eben nicht aalglatt, sondern mit Charakter. (Versteht man das? ;-). Überrascht hat mich dennoch, dass man durchaus auch diese Sounds einteilen kann nach ihren analogen oder digitalen Ursprüngen. Ein Pad, generiert aus einem Moog, klingt eben doch anders als aus einem D50, auch nach Bearbeitung mit der Granular-Synthese.

Ergänzt wurden die Athmospheres durch perkussive und experimentelle Sounds. Wer aber auf funkige Bässe und knackige Sequenz-Sounds steht, ist hier sicher falsch bedient und sollte stattdessen das neueste KARO Produkt „Dance Composer“ in Betracht ziehen. (AMAZONA.de berichtet demnächst darüber.)

Gerade die Umsetzung von Sounds für den OASYS ist aufwendig, berücksichtigt der Programmierer die zahlreichen OASYS Controller und den Mix einzelner Programs in Combinations. Auch daran hat KARO gedacht und in dieser Sparte vorzügliche Arbeit geleistet.

Am besten, wir lassen an dieser Stelle die Entwickler zu Wort kommen:

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Tolle Sounds, keine Frage. Kleine Kritik. Da das Soundset auf den Namen"GRANULAR ATHMOSPHERES" hört wäre es mir lieber die Sounds, und vor allem die Pads, pur zu hören.

    • Profilbild
      Tyrell  RED 3

      Ich gestehe: Ich habe einfach die Demos genommen und in den Test eingebaut (Der Biergarten-Ruf hat mich abgehalten). Ich spiele am Wocheende mal ein paar Pads ein und trage sie nach ;-)

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