Test: KARO Movie Collection für KORG OASYS

22. Februar 2008

Sounds für OASYS

MUT ZUM RISIKO

Sounds für Hardware-Synthesizer gibt es wie Sand am Meer – sollte man zumindest meinen, wenn man die unzähligen Angebote im Web für zahlreiche Synthesizer sieht.

Nicht aber für den KORG OASYS. Das ist leicht erklärt:

Obwohl der KORG OASYS die Verkaufserwartungen von KORG erfüllte, so sind auf Grund des hohen Preises weltweit eben doch nur einige tausend Stück in Umlauf. Zu wenig, um dafür durch Sounds einen hohen Absatz erzielen zu können.

Auf der anderen Seite erwarten OASYS Besitzer für ihren Rollys Royce unter den Workstations auch entsprechend hochkarätige Sounds. Beides zusammen – HOHE QUALITÄT trotz GERINGER NACHFRAGE – treibt den Preis entsprechend nach oben.

So verwundert es nicht, dass außer KORG selbst nur noch ein einziger Hersteller weltweit professionelle Libraries für den OASYS herstellt und anbietet. Ja nicht einmal BEST SERVICE, quasi der Otto-Versand der Soundbranche, hat OASYS Klänge im Angebot.

Master Kurt Ader

Master Kurt Ader

KARO Gründer Oliver Rehn und Kurt Ader hatten auf der Musikmesse in Frankfurt im Jahr 2006 erstmals den KORG OASYS unter den Fingern und waren von dessen Klangfülle begeistert. Der Entschluss, Sound-Development für den OASYS zu leisten, erklärte sich aus dem einfachen Grund „wenn es kein anderer tut, mache ich es eben!“.

Ein waghalsiges Unternehmen! Alleine die Streicher-Erweiterung SYMPHONIC STRINGS kostete in der Produktion bereits deutlich mehr als 40.000,– Euro. So viel Unternehmer-Mut muss belohnt werden, dachten wir uns. Folgedessen stellen wir nun wöchentlich eine der KARO OASYS Libraries vor.

Den Beginn macht der Neuling im Programm:

 

4_KARO Inlet Front final KMC 98P 2.jpg

 

DIE MOVIE COLLECTION

 

Zunächst einmal eine wirklich sehr angenehme Sache:

DVD laden, fertig! :-)))

Kein Anmelden, kein Response-Code, kein Key – nix!!! STARK!!!

 

Die Zusammenstellung dieser EXS-Erweiterung (also Sample-Library und nicht Sound-Engine) ist im herkömmlichen Sinn eigentlich KEINE Sample-Erweiterung.

Na gut, die Basis sind Samples, aber was Kurt Ader dank der OASYS Sound-Engine daraus gemacht hat, grenzt an Magie. Statik ist hier ein absolutes Fremdwort. Die Klänge sind stets in Bewegung und jeder Tastendruck erzeugt eine neue Vielfalt an Variationen und Harmonien

Das geht sogar so weit, dass es praktisch nicht möglich ist, eine Disharmonie zu greifen. Alle Achtung!

Für Basis-Samples hat Kurt Ader folgende Hardware und Software-Klangerzeuger verwendet:

Synclavier II, Moog Voyager, Elka Syntex, Roland TB-303, MKS-80, Oberheim 2 Voice, PPG 2.3, Yamaha VL1, Doepfer A100, Emu Morpheus, Publison Infernal Machine, Neuron PlugIn, NI Absynth 4, Pro-53, Spectrasonics – Atmosphere, Propellerhead Reason, Arturia Moog Modular V, Rob Papen Predator.

Ein Teil von Kurt Aders Studio

Ein Teil von Kurt Aders Studio

Wer nun glaubt, er würde auf Anhieb erkennen, welcher Basis-Klangerzeuger hinter den einzelnen Klängen steckt, der irrt gewaltig. Zum einen wurden die Synthesizer alle geschickt programmiert und zum anderen exzellent „geschichtet“.

Klangbeispiele
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  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Best Service – Otto Versand der Soundbranche…… Wo gibts denn die Profi Sounds?

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