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Test: KAT KT2, E-Drumset


Wer lässt die Katze aus dem Sack?

Was haben wir denn da? Die sprichwörtliche Katze aus dem Sack zu lassen, ist hier gar nicht so leicht. Der Name KAT geistert ja schon Jahrzehnte in der Elektro-Percussion Ecke umher. Professionelle Instrumente wie die MalletKAT (elektronisches Mallet Instrument) oder die Multipercussion-Pads DrumKAT und TrapKat finden da Anwendung, wo Zuverlässigkeit gefragt ist. Doch das aufgefrischte Firmenlogo lässt nicht direkt auf die etablierten Produkte schließen. Die Hersteller Homepage verrät dennoch die gemeinsame Firmenführung. Was verbirgt sich also wirklich hinter dem KAT KT2 E-Drumset? Das alles und vieles mehr in unserem Test.

 

Katze in weiß, das KT2 von KAT

Katze in Weiß, das KT2 von KAT

Eins vorneweg: Beim Betrachten des KAT KT2 Moduls und spätestens beim Durchhören der Playalongs, winkt ein Bekannter namens Alesis. Die Oberfläche gleicht den Produkten des amerikanischen Herstellers sehr und die internen Songs kenne ich aus diversen Alesis „Gehirnen“. Das soll ja zunächst nichts heißen und ich widme mich unvoreingenommen dem Aufbau…

Die Hardware

Auch mit nur wenigen, flüchtigen Blicken in die Aufbauanleitung gelingt die Montage des alufarbenen Racks schnell und ohne Probleme. Die Teile sind einfach zuzuordnen. Achtet man gleich darauf, die Padhalter auf die dem Schlagzeuger abgewandte Seite zu positionieren (die Pads hängen sonst zu nahe), können eigentlich keine größeren Fehler passieren. Die Pads werden an üblichen L-förmigen Haltern aufgehängt. Alle relevanten Teile sind aus Metall, dementsprechend stabil und sicher langlebig. Sehr gut, es gibt eine Querstrebe, die das Wegrutschen des Kickpads verhindert. Das Hihatpedal ist einfach konstruiert, tut aber, was es soll. Es hängt hier stark von der Unterlage ab, ob das Hihatpedal rutscht. Natürlich kommt die Spielweise und die richtige Sitzposition auch dazu. Manche Drummer schieben nach vorne, da bietet das KAT Pedal sicher nicht viel Halt.

Robuste Hardware

Robuste Hardware

Die Pads

Die schicken weißen Pads machen ebenfalls einen guten Eindruck. Zwar verfügen sie nicht über eine Meshhead Bespannung, so sind die Gummischlagflächen aber trotzdem angenehm zu spielen und die Geräuschentwicklung hält sich in Grenzen. Man hat den Eindruck, diese Pads können wirklich was einstecken. Sie haben ordentlich Masse und wirken sehr massiv. Allesamt sind sie mit zwei Sensoren ausgestattet. Ein Center und ein Rimtrigger sind jeweils verbaut. Das bedeutet, dass auf jedem Pad zwei unterschiedliche Sounds zur Verfügung stehen. Einer in der Schlagflächenmitte und einer am Rand des Pads. Leider lassen sich keine typischen Rimshots (Rand und Fläche gleichzeitig) spielen. Es funktioniert nur jeweils der eine oder der andere.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
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      Oliver Schulte RED

      Stimmt, allerdings freut sich doch der Teenie, der dieses Schlagzeug als sein erstes bekommt und er gleich loslegen kann und nicht extra ein Pedal kaufen muss. Es ist gar nicht schlecht mit einem einfachen Pedal zu beginnen Schlagzeug zu spielen, um dann auch den Unterschied zu besseren Produkten zu erkennen und schätzen zu können.
      Hat man schon seine Pedalerie, kommt es sicher nicht auf ein günstiges, beigepacktes Pedal an. Da gebe ich Dir Recht.

  2. Profilbild
    • Profilbild
      Oliver Schulte RED

      Im unteren Preissegment scheint es bisher nicht möglich, Soundmodule mit der entsprechenden Prozessor Leistung und Klangarchitektur zu konstruieren. Alle von mir getesteten, klingen leider statisch und wenig natürlich. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, ich werde weiter auch gerade diese Produkte testen. Es muss doch bald mal möglich sein…

    • Profilbild
      Atarkid AHU

      Ging mir auch so. Klingt wie eine musikalische Untermalung für ein Billig-Anime aus den frühen 90ern…

  3. Profilbild
    vaikl

    Nicht Alesis „winkt“, sondern – wie bei einer ganzen Reihe von eDrum-Verkäufern – der Hardware-„Chinamann“ aus Hongkong namens Medeli, der für Alesis in den letzten Jahren eine ganze Palette an Pads, Racks und Cymbals designed und geliefert hat.

    Die Standardsounds der Alesis- und Kat-Module sind nicht von ungefähr für einen sehr genügsamen asiatischen Consumer-Markt zusammengestrickt worden. Mit dem „Strike“-Kit von Alesis soll sich das ja nun angeblich ändern;-)

  4. Profilbild
    Sharkai (Kai)

    Ich bin etwas überrascht das hier ein Test von einem KT2 gestellt wird. Versteht mich nicht falsch, der Test ist absolut in Ordnung … nur etwas *ähm* veraltet. (Sorry, mir fällt gerade kein besserer Ausdruck ein)

    Das KT3 (der Nachfolger des KT2) ist doch schon seit fast 2 Jahren auf dem Markt und hat für nur 725,- Euro auch wesentlich mehr zu bieten. Die Pads sind zwar auch alle „nur“ Dual, aber dafür hat man Standardmäßig 4 Toms und 2 Crashbecken dabei.
    Das wären beim KT2 Zusatzkosten von min. 160,- Euro mehr, wenn man auch das vierte Tom und das zweite Crash haben will.

    Das Soundmodul vom KT3 ist auch wesentlich besser.
    nur Angedeutet wird auch die Möglichkeit über Midi einen Computer anzusteuern und so auf hochwertige Sounds zugreifen zu können.

    Aur Youtube gibt es übrigens einige echt gute Videos mit dem KAT KT3. Antoine Fadavi spielt da auf dem KT3 und gibt auch Konfiguration Tipps.
    https://www.youtube.com/user/AntoineFadavi

    Ansonsten bin ich endlich mal froh, das es überhaupt mal einen Testbericht von einem Produkt von KAT gibt. Dafür ein herzliches Danke von mir.

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Bewertung

KAT KT2

Bewertung: 4 Sterne Bewertung des Autors
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