Digitalflügel mit edlem Look und starkem Klang
Ein Digitalflügel, der aussieht wie ein echter, dabei aber weniger Platz benötigt und moderne Funktionen mitbringt, klingt für viele nach der idealen Lösung. Genau das will das Kawai DG 30 bieten. Schon auf den ersten Blick wirkt es mit seiner Optik vielversprechend, aber entscheidend sind vor allem Klang, Spielgefühl und Ausstattung. Im Folgenden schauen wir uns den Kawai DG 30 Digitalflügel deshalb im Detail an und prüfen, was es wirklich kann.
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- Was ist es? Kawai DG 30, Digitalflügel, vereint klassische Flügelform mit moderner Digitaltechnik und kompakten Maßen.
- Spielgefühl: Hochwertige Tastaturmechanik und realistische Klangerzeugung sorgen für authentisches Pianospiel.
- Bedienung & Funktionen: Intuitives Menü, viele Anschlüsse sowie praktische Features wie Layer, Split und Aufnahme.
- Klang: Gute Grundklänge auf Konzertflügel-Niveau, jedoch eher zurückhaltende Halleffekte.
- Preis-Leistung: Elegantes elektrisches Piano mit starkem Gesamtpaket – besonders für kleinere Räume geeignet.
Inhaltsverzeichnis
Kawai DG 30 Digitalflügel im Detail
Der Kawai DG 30 Digitalflügel orientiert sich in seinen Maßen und generell in seiner äußeren Erscheinung an einem akustischen Babyflügel, bietet aber eine umfangreiche technische Ausstattung. Im Folgenden schauen wir uns die äußeren Eigenschaften und das technische Innenleben des Instruments an.
Äußere Merkmale
Abmessungen und Gewicht
Mit einer Breite von circa 148 cm, einer Tiefe von nur 87 cm und einer Höhe von circa 90 cm bei geschlossenem Deckel ist der Kawai DG 30 Digitalflügel deutlich kompakter als ein klassischer, traditioneller Flügel. Dadurch eignet er sich besonders für kleinere Räume, ohne dass man auf das Erscheinungsbild eines Flügels verzichten muss. Das Instrument wiegt 80 kg und das Gehäuse ist in klassischem, hochglanzpoliertem Schwarz gehalten. Der Deckel des digitalen Flügels lässt sich in zwei verschiedenen Positionen aufstellen und kann je nach Bedarf geschlossen, halboffen oder offen verwendet werden. Mit vollständig offenem Deckel ist der Digitalflügel etwa 137 cm hoch.
Tastatur
Die Tastatur basiert auf der sogenannten „Responsive Hammer III“-Mechanik von Kawai. Verbaut ist eine Klaviatur mit 88 vollständig gewichteten Tasten, die alle mit einer Ivory-Touch-Oberfläche versehen sind. Die Mechanik der Tastatur arbeitet mit einem dreifachen Sensorsystem, das auch bei schnellem Spielen einen präzisen Klang ermöglichen soll.
Pedale
Der Kawai DG 30 Digitalflügel ist mit drei fest verbauten Pedalen ausgestattet: einem Sustain-Pedal, einem Soft-Pedal und einem Sostenuto-Pedal. Alle drei Pedale unterstützen Halbpedalfunktionen, um ein realistisches Spielgefühl zu ermöglichen.
Anschlüsse
Die Anschlüsse des Kawai DG 30 Digitalflügels umfassen zwei Kopfhörerausgänge auf der unteren linken Seite, die sich besonders für den Einsatz im Unterricht oder zum lautlosen Üben zu zweit eignen. Zusätzlich stehen ein USB-to-Host-Anschluss zur Verbindung mit Computern und ein USB-to-Device-Anschluss für USB-Sticks zur Verfügung. MIDI In und Out ermöglichen den Anschluss an weitere MIDI-fähige Instrumente oder an eine DAW. Darüber hinaus gibt es mittig unter dem Instrument jeweils einen Line In und einen Line Out in Stereo, ausgeführt im 3,5 mm Klinkenformat. Außerdem verfügt der Digitalflügel über Bluetooth MIDI und Bluetooth Audio. So lassen sich beispielsweise Laptops auch kabellos verbinden – sowohl zur Übertragung von MIDI-Daten als auch zum Abspielen von Musik über das Kawai DG 30.
Lautsprecher
Der Kawai DG 30 Digitalflügel ist mit einem integrierten Lautsprechersystem ausgestattet, das aus insgesamt vier Lautsprechern besteht. Die gesamte Ausgangsleistung beträgt 40 W. Zwei Lautsprecher sind auf der Oberseite unter dem Deckel angebracht, die weiteren zwei befinden sich auf der Unterseite.
Bedienfeld und Display
Das schlichte Bedienfeld befindet sich links neben der Tastatur und ist mit einem beleuchteten LC-Display ausgestattet. Darüber lassen sich alle wichtigen Funktionen direkt aufrufen – beispielsweise Klangauswahl, Split- und Layer-Modi, Transponierung sowie Einstellungen für Effekte und Dynamik.
Technische Merkmale
Klänge
Die Klangerzeugung im Kawai DG 30 Digitalflügel basiert auf der Progressive Harmonic Imaging-Technologie. Diese Methode arbeitet mit einem 88-Tasten-Sampling, bei dem jeder Ton individuell und in mehreren Dynamikstufen aufgenommen wurde. Die Grundlage für die Samples bilden drei Konzertflügel von Kawai: der Shigeru Kawai SK-EX, der SK-5 und der EX. Insgesamt stehen 355 Klänge zur Verfügung, darunter 9 Schlagzeug-Sounds. Neben verschiedenen akustischen und elektrischen Klavieren sind auch Orgeln, Streicher und Chöre enthalten.
Polyphonie und Spielmodi
Die maximale Polyphonie des Kawai DG 30 Digitalflügels liegt bei 256 Stimmen. Dadurch ist es möglich, auch aufwendigere Stücke mit vielen gehaltenen Noten oder Layer-Effekten ohne hörbare Klangverluste zu spielen. Der Kawai DG 30 unterstützt außerdem verschiedene Spielmodi: Im Layer-Modus können zwei verschiedene Klänge übereinandergelegt werden. Die Split-Funktion teilt die Tastatur in zwei unterschiedliche Klangbereiche, um beispielsweise einen Klavier-Sound mit der rechten und einen Bass-Sound mit der linken Hand spielen zu können. Im Duo-Modus wird die Tastatur in zwei identisch gestimmte Hälften aufgeteilt, was besonders im Unterricht oder beim gemeinsamen Spiel zu zweit nützlich ist.
Lesson-Funktion
Der Kawai DG 30 Digitalflügel enthält eine interne Auswahl an 558 Übungsstücken, die sich direkt über das Bedienfeld starten lassen. Darunter befinden sich unter anderem bekannte Werke von Frédéric Chopin, Johann Sebastian Bach und Ludwig van Beethoven. Auch Übungen zum Spielen von Akkorden und Arpeggios sind enthalten.
Effekte und Klangbearbeitung
Zur klanglichen Gestaltung stehen insgesamt 20 Effekte zur Verfügung, die individuell angepasst werden können. Dazu gehören beispielsweise verschiedene Chorus-Arten, Tremolo und Delay. Für Raumklang kann einer der Hall-Typen ausgewählt und modifiziert werden. Neben den Effekten bietet das Instrument auch die Möglichkeit, Stimmung und Intonation manuell zu verändern.
Aufnahmefunktion
Der Kawai DG 30 verfügt über einen praktischen internen MIDI-Recorder, mit dem bis zu zehn Songs gespeichert werden können. Zusätzlich ist die Aufnahme von Audio über einen angeschlossenen USB-Stick möglich. Diese Funktion eignet sich besonders für einfache Mitschnitte von Übungseinheiten oder das spontane Festhalten eigener Kompositionen.
Das Kawai DG 30 in der Praxis
Im Folgenden werfen wir einen genaueren Blick auf den Umgang mit dem digitalen Flügel in der Praxis. Dabei stehen besonders die Anfängerfreundlichkeit sowie die Vielseitigkeit der Effekte und der verschiedenen Sounds im Fokus.
Erste Schritte
Von der äußeren Erscheinung her wirkt der Kawai DG 30 Digitalflügel in Optik und Verarbeitung sehr solide. Wenige Sekunden nach dem Einschalten ist das Instrument sofort startklar und kann bespielt werden. Als Standardsound ist das gesampelte Shigeru Kawai SK-EX geladen, das mit seinem vollen und klaren Klang sofort beeindruckt.
Über die Pfeiltasten unter dem Display lässt sich der Sound sehr unkompliziert wechseln. Noch schneller gelingt dies über die unteren Tasten, mit denen man direkt zu einer Soundkategorie wie beispielsweise E-Piano, Orgel oder Streicher springen kann. Vom Spielgefühl her merkt man meiner Meinung nach kaum, dass man nicht an einem akustischen Flügel sitzt. Die Haptik von Pedalen und Tastatur ist sehr natürlich, wobei die Tasten für meinen Geschmack etwas zu klapprig zurückfedern.
Effekte
Beim Kawai DG 30 Digitalflügel wird bei der Einstellung der Effekte grundsätzlich zwischen Hall und den übrigen Effekten unterschieden. Über die „Effects“-Taste lässt sich der jeweils gewählte Effekt ein- und ausschalten. Durch längeres Drücken der Taste öffnet sich das übersichtliche Effektmenü, in dem zwischen 24 Effekt-Presets gewählt werden kann. Zusätzlich lassen sich Parameter wie beispielsweise die Dry/Wet-Regelung sehr unkompliziert über die Pfeiltasten anpassen. So können Effekteinstellungen auch während des Spielens recht schnell verändert werden.
Dem gleichen Prinzip folgt auch die „Reverb“-Taste, über die zwischen sechs Hallräumen gewechselt werden kann. Die Bandbreite reicht dabei von einem kurzen Raumhall bis hin zu „Cathedral“, was theoretisch einem sehr breiten und langen Hall entspricht. Grundsätzlich klingt der Hall für mich zwar sehr natürlich, aber trotz Einstellungen im Menü nicht stark genug. Gerade bei den kleineren Hallräumen kommt der Effekt kaum zur Geltung.
Zusätzliche Funktionen
Der Kawai DG 30 Digitalflügel bietet einige praktische Funktionen, die ein herkömmlicher akustischer Flügel nicht leisten kann. Dazu gehören überwiegend digitale Erweiterungen, die vor allem für das Üben und gemeinsame Spielen am Instrument von Vorteil sind.
Recording
Gespieltes lässt sich nicht nur per (USB-)MIDI oder Line Out in einer DAW aufnehmen, sondern auch direkt auf einen USB-Stick speichern. Dieser kann auf der Unterseite des digitalen Flügels eingesteckt werden. Aufnahmen sind im MP3-, WAV- oder MIDI-Format möglich. Besonders praktisch: Aufgenommenes lässt sich direkt vom USB-Stick über den Kawai DG 30 abspielen – ideal zum Üben mit eigenem Playback. Die Klangqualität bleibt dabei unbeeinträchtigt.
Bluetooth
Ebenfalls gut geeignet zum Üben am Instrument ist die Möglichkeit, ein Handy, Laptop oder Tablet per Bluetooth mit dem digitalen Flügel zu koppeln. In meinem Fall war die Verbindung zu meinem Laptop sehr schnell hergestellt und nach wenigen Sekunden konnte ich Musik per Bluetooth über den Kawai DG 30 abspielen und dazu am Klavier mitspielen.
Layer-, Split- und Duo-Modus
Layer-Modus
Wenn die Tasten von zwei Sound-Kategorien gleichzeitig gedrückt werden, können diese gelayert, also übereinandergelegt werden. Nützlich ist diese Funktion beispielsweise beim Kombinieren eines Klavier- und eines Pad-Sounds.
Split-Modus
Im Split-Modus wird die Tastatur ab dem Schlüssel-C in zwei Hälften geteilt. Für den unteren und oberen Bereich kann jeweils ein unterschiedlicher Klang gewählt werden. So lässt sich beispielsweise ein Klavier mit einem Bass kombinieren, ohne dass sich die beiden Sounds überschneiden oder überlagern.
Duo-Modus
Der Duo-Modus ist überwiegend für das vierhändige Spielen gedacht. Ähnlich wie beim Split-Modus wird die Tastatur in zwei Hälften geteilt, wobei beide Bereiche den gleichen Sound haben. So steht jedem der beiden Pianisten der gleiche Tonumfang zur Verfügung. Auch im Klavierunterricht kann diese Funktion von Vorteil sein.
Video
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Alternativen zum Kawai DG 30
Yamaha CLP-865GP
Das Yamaha CLP-865GP ist ein stilvoller Mini-Flügel für 5.479,- Euro mit elegantem Gehäuse und moderner Technik. Die GrandTouch-S-Tastatur sorgt für ein gutes Spielgefühl und der Klang basiert auf Yamaha- und Bösendorfer-Flügeln. Mit seiner höheren Lautsprecherleistung bietet es zwar mehr Klangvolumen als der Kawai DG 30, kostet dafür aber auch deutlich mehr.
Thomann DP-275 GP
Das Thomann DP-275 GP ist ein vergleichsweise preisgünstiger digitaler Flügel mit voller Tastatur, Begleitautomatik und vielen Sounds. Die Ausstattung ist solide und die Optik orientiert sich klar an einem klassischen Flügel. Im Vergleich zum Kawai DG 30 ist das Spielgefühl einfacher und der Klang weniger detailreich. Dafür bietet es zu einem attraktiven Preis einen guten Einstieg in die Welt der digitalen Flügel.





































Guter Test mit schönen Soundbeispielen.
Das Gerät überzeugt auch vom Klang.
Schönes und gut klingendes Instrument, wie von Kawai nicht anders zu erwarten. Ich könnte es mir sehr gut im Wohnbereich vorstellen. Es übersteigt jedoch deutlich das Preisniveau, dass ich für ein Digitalpiano auszugeben bereit wäre.