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Test: Kawai ES60, mobiles Digitalpiano

Sehr gutes und günstiges Einsteiger-Piano

22. Oktober 2025
kawai es60 digitalpiano test

Kawai ES60, mobiles Digitalpiano

Mit dem ES60 hat der japanische Hersteller Kawai seit einiger Zeit ein neues Einsteiger-Piano im Programm, das für weniger als 400,- Euro im Handel erhältlich ist. Die letzten Einsteiger-Modelle von Kawai konnten uns in der Regel stets überzeugen. Schauen wir einmal, was das neueste Modell Kawai ES60 zu bieten hat.

Kurz & knapp
Was ist es? Kawai ES60, mobiles Digitalpiano für Einsteiger
  • Preis & Konzept: Günstiges, leichtes und mobiles Einsteiger-Piano für unter 400,- Euro.
  • Tastatur: Gute Spielbarkeit mit RHL-Tastatur, allerdings etwas leichtgewichtet.
  • Klang: 17 Sounds inklusive überzeugendem Flügelklang, klare Stärken bei A- und E-Pianos.
  • Bedienung: Einfach, schnell erlernbar, mit beschrifteten Tasten für Funktionen.
  • Fazit: Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, klare Empfehlung für Einsteiger.

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Kawai ES60: Übersicht

Günstige und kompakte Pianos erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit, sind sie für Einsteiger jeglichen Alters, vom Kind und Jugendlichen über Erwachsene bis hin zum Senior, doch eine gute Möglichkeit das neue/alte Hobby Klavierspielen (wieder) aufleben zu lassen. Entsprechend groß ist die Auswahl an Einsteiger-Pianos. Neben den etablierten Herstellern bieten auch die großen Musikhäuser im Rahmen ihrer Eigenmarken mittlerweile unterschiedliche Pianos an.

Mit den Maßen 1295 x 260 x 150 mm und einem Gewicht von gerade einmal 11 kg passt das Kawai ES60 genau in diese Sparte, bietet es auf vergleichsweise wenig Raum doch den vollen Tastaturumfang von 88 Tasten, die wichtigsten Preset-Klänge und ein integriertes Lautsprechersystem. Es ist als mobiles Piano konzipiert, kann mit Hilfe des passenden Kawai Ständers HMB-3 aber auch in ein echtes Digitalpiano verwandelt werden.

kawai es60 ständer test

Wie für ein Piano der Einsteiger-Klasse üblich, besitzt das Kawai ES60 nur wenige Bedienelemente. Drei Buttons, einer zum An- und Ausschalten, einer zum Auswählen der Sounds, einer für weitergehende Funktionen sowie ein Lautstärkeregler, mehr gibt es an diesem Piano nicht.

Nahezu alle Funktionen des ES60 werden mit Hilfe einer Tastaturkombination aktiviert bzw. eingestellt, d. h. zusätzlich zum Function-Button drückt man eine Taste der Klaviatur, um so bspw. das Metronom oder einen Effekt einzustellen oder auch einen der 30 Drum-Rhythmen auszuwählen, den das Kawai ES60 bietet.

Damit man die richtige Tastenkombination schnell findet, hat Kawai die entsprechenden Klaviaturtasten mit ihren Funktionen beschriftet. Schön gelöst, bei anderen Herstellern muss man hierfür stets das Handbuch zu Rate ziehen. Allerdings ist es verwunderlich, dass Kawai nicht alle Funktionen auf das Gehäuse gedruckt hat, einige muss man also doch im Handbuch nachschlagen.

kawai es60 sounds

Insgesamt geht die Bedienung des Pianos aber schnell von der Hand. Die paar Funktionen, die das ES60 bietet, hat man schnell durchschaut. Sounds auswählen, Split- oder Dual-Modus aktivieren, all das geht nach kürzester Zeit einfach und intuitiv.

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Die Verarbeitungsqualität gibt keinen Anlass zur Kritik. Gehäuse, Tastatur und Bedienelemente zeugen alle von sehr guter Qualität, so dass man auch langfristig Spaß mit dem ES60 haben sollte.

Welche Tastatur bietet das Kawai ES60?

Kawai verwendet bei seinem Einsteiger-Piano ES60 eine Responsive Hammer Light-Tastatur, kurz RHL. Laut Hersteller wurde diese neu entwickelt und enthält die Hammer-Sensing und Tastendämpfungs-Technologien der neuesten CN201- und CN301-Modelle, die eine hervorragende Spielbarkeit und Kontrolle sowie ein geringes mechanisches Geräusch gewährleisten sollen, um andere nicht zu stören.

kawai es60 stagepiano test

Die Tastatur ist vergleichsweise leicht gewichtet, für mich sogar ein wenig zu leicht. Dennoch vermittelt die Tastatur ein gutes Spielgefühl und lässt sich dank der leicht angerauten Tastenoberfläche auch bei schnellen Passagen gut spielen. Die unterschiedliche Gewichtung der tiefen und hohen Tastaturbereiche ist gut spürbar und insgesamt bekommt man beim ES60 letztlich eine wirklich gute Tastatur geboten. Vor allem im Hinblick auf den günstigen Preis.

Anschlüsse des mobilen Pianos

Rückseitig bietet das Kawai ES60 einen Stereoausgang in Form von zwei 6,3 mm Klinkenbuchsen, so dass man das Piano ohne Weiteres an eine externe Lautsprecheranlage anschließen kann. Zusätzlich verfügt das Piano über einen 6,3 mm Kopfhörerausgang.

kawai es60 anschluesse test

Am Piano lässt sich ein Sustain-Pedal anschließen und über einen USB-B-Anschluss erfolgt der Anschluss an einen Computer. Über Bluetooth verfügt das Piano leider nicht, es lässt sich aber immerhin per USB-Kabel an ein Smartphone/Tablet anschließen und so die zwei kostenlosen Kawai Apps PianoRemote und PiaBookPlayer nutzen.

Für den passenden Einstieg bekommt man als Käufer des ES60 auch ein paar Probe-Abonnements geschenkt. Nach der Registrierung des Pianos auf myKawai.eu erhält man drei Monate kostenlosen Zugriff für Skoove und Tomplay sowie einen kostenlosen Einführungskurs der Software Zapiano.

kawai es60 piano test

Die Anschlüsse des Kawai ES60

Abgerundet wird die Rückseite des ES60 mit einem Netzteilanschluss. Ein passendes externes Netzteil liegt dem Piano ebenso bei wie das F-1SP Sustain-Pedal, ein mehrsprachiges gedrucktes Handbuch und ein Notenhalter.

Wie klingt das Kawai ES60?

Insgesamt 17 Preset-Klänge bietet das Kawai ES60. Neben drei akustischen Flügel-Sounds verfügt das Piano über mehrere E-Pianos, Streicher, Orgeln sowie einen Vibraphone-, einen Harpsichord- und einen Clavinet-Sound. Die Palette ist schön breit aufgestellt, wobei vermutlich die meisten Nutzer ihren Fokus auf gute A- und E-Pianos legen.

Der Hauptklang des ES60 ist ein Shigeru Kawai SK-EX Konzertflügel, der sich schön dynamisch spielen lässt und frequenztechnisch einen schönen Bass bietet. Die Höhen kommen sehr klar rüber und als Hauptklang eines Einsteiger-Pianos klingt das auf alle Fälle sehr gut.

Als klangliche Alternative bietet das ES60 die zwei Sounds Jazz Piano und Mellow Grand, die eher etwas höhenreicher bzw. gedämpfter klingen und ebenfalls sehr ausdrucksstark gespielt werden können.

Im Folgenden jeweils ein Beispiel zu den drei Klavier-Sounds:

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Weiter geht es mit den elektrischen Pianos, von denen das ES60 jeweils einen Rhodes-, Wurlitzer- und FM-Sound bietet. Zwar überzeugen mich die drei Sounds nicht ganz so stark wie die A-Pianos, aber für ein Einsteiger-Piano ist das eine gute Qualität, die sich sowohl zum Üben als auch für eine Live-Performance eignet. Sehr schade ist es aber, dass Kawai seinen Wurlitzer-Sound mit so viel Effekt belegt hat, dass man diesen Sound leider nur sehr eingeschränkt nutzen kann. Ausschalten lässt sich der Effekt nämlich nicht.

Abgerundet wird das klangliche Repertoire des Kawai ES60 wie gesagt von Orgeln, Streichern & Co. Hier überzeugt mich vor allem die Qualität der zwei Orgeln (Jazz- und Kirchenorgel):

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Für das Layern von Sounds, beim ES60 lassen sich im Dual-Modus bis zu zwei Klänge parallel über die Tastatur spielen, eignen sich natürlich vor allem die A- und E-Pianos zusammen mit den Streichern. So lassen sich im Handumdrehen schöne Balladen-Sounds erstellen, die sich für eine Vielzahl von ruhigeren Songs eignen.

Neben dem Layern von Klängen ermöglicht das Kawai ES60 auch einen Split, d. h. die Tastatur kann in zwei Bereiche aufgeteilt werden, über die unterschiedliche Klänge gespielt werden können.

Einen guten Überblick zu den Sounds des ES60 gibt es im folgenden Video:

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Effekte und Rhythmen

Wie bereits erwähnt, verfügt das Kawai ES60 über eine Effektsektion. Diese fällt mit einem einzelnen Reverb-Effekt zwar sehr bescheiden aus, aber für ein Piano dieser Preisklasse geht das für mich in Ordnung. Zwar hätte man die E-Pianos vielleicht noch mit ein wenig Chorus oder Phaser interessanter gestalten können, aber für die restlichen Klänge hätten sich weitere Effekte nicht sonderlich gelohnt.

Immerhin fünf unterschiedliche Reverb-Typen hat Kawai seinem E-Piano spendiert. Diese lassen sich in Kombination mit der Function-Taste aufrufen.

kawai es60 sounds test

Als Alternative zum Metronom verfügt das Kawai ES60 über 30 Drum-Rhythmen. Diese lassen sich im Tempo einstellen und es gibt sogar Rhythmen mit unterschiedlichen Taktarten. Das Ganze ist von Kawai bewusst als Metronom-Alternative gedacht und keineswegs als Ersatz für eine Begleitautomatik o. ä. konzipiert.

Lautsprechersystem

Laut Kawai kommt beim ES60 das gleiche Lautsprechersystem wie beim größeren Piano ES120 zum Einsatz, das klingt schon mal sehr vielversprechend. Mit einer Leistung von insgesamt 20 W ist das Piano ordentlich aufgestellt und die Lautstärke reicht für die meisten Einsatzgebiete aus – egal ob zu Hause im Wohn- oder Kinderzimmer oder bei kleineren Auftritten und Vorspielen in der Musikschule.

kawai es60 sounds test

Mit Hilfe des integrierten Equalizers lässt sich der Sound des Pianos im gewissen Rahmen anpassen, wobei lediglich die drei Settings Off, Normal (ES60 auf einem Pianoständer o. ä.) und Table (ES60 auf einem Tisch) zur Verfügung stehen.

Wer das ES60 mit einer externen Beschallungsanlage verbindet, kann die internen Speaker auch per Knopfdruck ausschalten. Der Klang ist insgesamt recht ausgewogen und klar.

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Fazit

Auch beim ES60 schafft es Kawai wieder, für einen vergleichsweise günstigen Preis ein tolles, transportables Digitalpiano für Einsteiger anzubieten! Das gut verarbeitete Gehäuse beinhaltet eine zwar etwas leichtgängige, aber dennoch gut und dynamisch spielbare Tastatur, die sehr gut mit den 17 Preset-Klängen des Kawai ES60 funktioniert. Die Bedienung ist einfach gehalten und schnell durchschaut und obwohl das Piano keine Bluetooth-Schnittstelle besitzt, lässt es sich zumindest kabelgebunden mit Apps auf Smartphone und Tablet verbinden.

Wer ein günstiges Piano für Einsteiger sucht, sollte sich das Kawai ES60 auf alle Fälle näher anschauen.

 

Plus

  • gute Sounds
  • Tastatur
  • geringes Gewicht
  • kostenlose Apps
  • Lautsprechersystem

Minus

  • kein Bluetooth

Preis

  • 379,- Euro
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(21)
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    kinsast

    …braucht ein ‚Einsteiger‘ keyboard wirklich 88 Tasten? Gibt’s überhaupt Einsteigerkeyboards mit 76 oder noch besser 61 Tasten…?

    Und wenn schon mal motzen, Ich finde diese ‚Tastenkombinationen‘ fuer diverse Einstellungen eher unangenehm. Lösung: ein paar Tasten weniger (viel Platz gespart) and dafür ein paar Druckknöpfe – kostet das gleiche….

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @kinsast Na ja, es ist halt für Klaviereinsteiger und da sind 88 Tasten der Normalzustand. In der Regel nutzen die auch nur einen Sound und eine Einstellung.

      Und tatsächlich würde da auch der Einsteiger nicht mit 61 Tasten klarkommen. Und wo gibt es 61 Tasten mit Hammermechanik?

      Ich habe lange frustrierte Anfänger mit günstigen Home Keyboards unterrichtet, die sich diesbezüglich verkauft haben. Da ist man als Lehrer über so ein Instrument sehr, sehr dankbar.

  2. Profilbild
    Heiner Kruse (TGM) RED

    was ich bei solchen Pianos manchmal schade finde ist, dass man nicht Sustain UND Damper anschließen kann. Hier wundert mich, dass auf dem Bild am Anschluss „Damper“ statt „Sustain“ steht.

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