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Test: Kawai MP11, Stagepiano

23. Juli 2014

Das neue Kawai Flaggschiff ist da!

Kawai bringt nach einigen Jahren des Wartens nun sein neues Stagepiano Flaggschiff auf den Markt. Drei Jahre hat es gedauert, bis das Konzept des MP10 überarbeitet und weiterentwickelt wurde, so dass das neue Kawai MP11 auf der diesjährigen Musikmesse erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden konnte. Ob sich die Entwicklung gelohnt hat, wollten wir genauer wissen und haben uns eines der neuen Kawai MP11 zum Test ins Studio geholt.

Kawai MP11

Kawai MP11

Aussehen und Verarbeitung

Schon rein optisch erkennt man, dass Kawai die mit dem MP10 gesetzte Design- und Konzeptlinie fortsetzt. Charakteristisch ist da nicht nur die Bedienoberfläche, die gegenüber dem Vorgänger mit ein paar weniger Bedienelementen ausgestattet wurde, sondern auch die robuste Konstruktion, die wieder aus einem stabilen Metallgehäuse samt Abschlussleisten aus Holz an den seitlichen Ecken besteht. Vergleicht man das Gehäuse mit den Stagepiano Konkurrenten der anderen Hersteller, ist das schon sehr ordentlich, was man hier für sein Geld erhält.

Nicht sonderlich groß, aber dennoch gut zu bedienen,

Nicht sonderlich groß, aber dennoch gut zu bedienen

Das MP11 verfügt über ein 128 x 64 Pixel großes LC-Display, das von vier Drehreglern flankiert wird, die vornehmlich zum Editieren von Parametern genutzt werden. Die Menüführung ist übersichtlich und gut strukturiert. Sicherlich könnte das Display etwas größer sein, aber da man mit einem Stagepiano vornehmlich live spielt und in den meisten Fällen nur selten ganz tief in die Menüs eintauchen muss, geht das soweit in Ordnung.

Die Oberfläche des MP11 teilt sich linkerhand des Displays in die drei Soundsektionen Piano, E-Piano und Sub. Jede Sektion verfügt über einen eigenen Lautstärkeregler, eine eigene kleine Effektsektion und entsprechende Drucktastern zur Anwahl der Sounds und deren Tastaturzonen. Am linken Ende des Gehäuses befinden sich jeweils ein Pitch Bend- und Modulationsrad. Rechts vom Display hat Kawai die Bedienelemente des Recorders, der globalen Funktionen, der MIDI-Einstellungen sowie die Setups untergebracht. Insgesamt wirkt alles aufgeräumt und stimmig. Etwas gewöhnungsbedürftig ist vielleicht der Höhenunterschied zwischen Tastatur und Bedienoberfläche. Letztere liegt nämlich rund 7 cm höher als die Klaviatur. Laut Kawai ist dies vor allem der Tastatur geschuldet, deren Hämmer oben liegen und dementsprechend Platz benötigen. Andererseits kommt man so erst gar nicht in Versuchung, irgendetwas aus Versehen während des Spielens umzuschalten,

Bitte ein Stockwerk höher...der Höhenunterschied zwischen Klaviatur und Bedienoberfläche beträgt rund 7 cm.

Bitte ein Stockwerk höher – der Höhenunterschied zwischen Klaviatur und Bedienoberfläche beträgt rund 7 cm

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Danke für den Test. Ich bin von dem „Concert Grand“ Klang durchaus angetan, ebenso von den angesprochenen Eingriffsmöglichkeiten. Wer ein Piano für Unterricht oder Bühne sucht, wird gut bedient. Vielleicht ist es sogar für ein Studio relevant, berücksichtigt man die neuen Sample-Längen. Dies lässt der Test offen. Beigaben wie Strings und Bass hätte man sich hingegen sparen können.

  2. Profilbild
    hejasa  

    ich möchte widersprechen. aus Strings und Bass läßt sich etliches zaubern, was Mensch nicht erwartet. Über das Setup lassen sich Klänge erreichen, die ich nicht von einem Stage Piano erwartet hätte. Es finden sich in den Effekten z. B. zwei Parameter, jeweils einer für Vocals (aah) und Bell, die zu unerwarteten Sounds führen können. Einfach gesagt, ein tolles Instrument.
    Allerdings muss ich dazu sagen, ich bin erst nach einigem experimentieren mit den Klängen zu diesen Sounds gekommen, da ich auf die Piano Sektion fixiert war. Wohl ebenso wie der Verfasser des Artikels, ihm trotzdem Kompliment. Das Instrument ist im Artikel sehr gut erfasst!

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