Test: Keith McMillan, 12-Step, Chromatischer USB-Fußcontroller

23. April 2012

Fußmanual mit Druck

Nun gibt es einen weiteren Fußtreter von KeithMcMillan, dessen Firma innovative Controllerprodukte zu ihrem Hauptportfolio gemacht hat. Wie bereits der USB-Fußcontroller SoftStep (Test, siehe unten), der dem 12-Step in Form und Größe sowie Gehäuse gleicht, handelt es sich um einen berührungs- und druckempfindlichen Controller. Der große Unterschied der Beiden besteht im primären Einsatzzweck und dem Layout und der Anzahl der Kontrollelemente. Der andere Unterschied liegt in der Flexibilität der Programmierung, sprich der Controllersoftware. Für beide Geräte gibt es einen Anschluss für ein Expressionpedal und ein USB-to-MIDI-Konverter, welcher separat für 39 Euro erhältlich ist. Dieser wandelt die USB-MIDI Daten in DIN-MIDI Daten um und versorgt die Stepper mit Strom.

Der Keith McMillan 12-Step

Der Keith McMillan 12-Step

Damit zielt 12-Step auch auf eine andere Zielgruppe ab. Beim 12-Step geht es hauptsächlich um unkomplizierte Bedienung und Programmierung und zu allererst um das Erzeugen von Noten-Events und nicht Controller-Steuerungsdaten. Die beleuchteten Gummipads sind dabei länglich und in zwei Reihen übereinander angeordnet, wobei die obere Reihe die schwarzen Tasten und die untere die weißen Tasten repräsentiert. Dabei ist die obere Reihe aus spieltechnischen Gründen deutlich höher angeordnet. Zusätzlich gibt es noch eine Selecttaste zwischen D# und F#, welche nicht beleuchtet ist, um Fehlbedienungen zu vermeiden. Dabei umfasst die Klaviatur eine Oktave plus dem nächsten C, also  13 Tasten.

Installation

Die Installation ist auf OSX problemlos. Einfach in den Programm-Ordner ziehen und fertig. Bei Windows Systemen wird die Installations-Exe aufgerufen und ein evtl. benötigtes C++ Runtime Package wird gleich mitinstalliert. Danach schließt man den 12-Step an und startet den Editor. Dieser erkennt auch sofort, ob die Firmware im 12-Step aufgefrischt werden muss und veranlasst dies auf Wunsch dann auch.

Die Editorsoftware

Editorsoftware

Editorsoftware

Jeder Taste (außer der Select-Taste, dazu später) kann in der Editorsoftware bis zu fünf beliebige MIDI-Noten zugewiesen werden, d.h. man kann also beliebige fünfstimmige Akkorde auf jede Taste legen. Die Tasten sind dabei anschlagsdynamisch. Natürlich könnten die fünf Noten auch Clips in Ableton Live zugeordnet werden, womit man dann also auch bis zu fünf Clips gleichzeitig starten könnte. Die Noten-Einstellungen für jede Taste lassen sich einfach per Dropdown-Menü in der Editorsoftware vornehmen.

Einstellungen der Notenevents

Einstellungen der Notenevents

Die MIDI-Parameter werden in der unteren Sektion des Editors vorgenommen. Dabei sind sowohl die Anzahl der vorhandenen Sensoren in den Tasten, als auch die Flexibilität in puncto Controller-Daten und Daten-Modifizierung gegenüber dem SoftStep eingeschränkt. Das soll hier aber nicht primär als Nachteil angesehen werden, da dadurch die Programmierung auch wesentlich intuitiver erfolgt und quasi ein No-brainer ist. Auch beim 12-Step heißen diese Einstellungen Modlines.

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