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Test: Koch JUP45-H, Gitarrentopteil

28. Mai 2016

Vintage meets Moderne

Wisst ihr, was uns in den letzten Jahren an der Produktentwicklung in Sachen Verstärkertechnik sehr gut gefällt? Die Aufweichung der einzelnen Lager, die sich früher durch erbitterte Grabenkämpfe auszeichneten. Oder anders gesagt, ein niederländischer Head wie der Koch JUP45-H plus der passenden Box KCC112-GS60 hätte vor einigen Dekaden noch für ungläubiges Kopfschütteln gesorgt. Warum, wird sich der eine oder andere unter euch fragen.

Koch JUP45-H Front

— Koch JUP45-H —

Nun, die seiner Zeit verwendete Hybridtechnik steckte noch in den Kinderschuhen und sorgte für mehr als nur halbgare Ergebnisse. Gerne kombinierte man die unterschiedlichen Transistor- und Röhrenelemente in der falschen Reihenfolge und sorgte mit einer Transistorvorstufe für eine kratzige Verzerrung, kombiniert mit einer bleischweren Röhrenendstufe, die in 212er Combo-Bauweise gerne mal an der 40 Kilogramm Marke kratzte. Furchtbar!

Weitaus sinnvoller schien die Umkehrung der Bauweisen, hatte man doch so schon einmal die deutlich wärmer klingende Verzerrung einer 12AX7. Allerdings hätte man mit einer reinen Transistorendstufe jede Menge Gewicht gespart, jedoch im gleichen Atemzug einiges an Saturation der Leistungsglaskoben vernichtet. Was tun, sprach Zeus? Nun, wie auch bereits bei der Valvetronix-Serie von VOX nimmt Koch eine Single Ended Endstufenröhre in Form einer 12AX7, bedient sich ihrer Klangeigenschaften und hängt eine MOSFET-Endstufe dahinter, um genügend Leistung produzieren zu können.

Plump gesagt, wir haben es hier mit einem sehr leisen Vollröhrenverstärker zu tun, der über eine Transistorendstufe, abhängig von der Impedanz der Lautsprecher, auf bis zu 50 Watt aufgeblasen wird. Das Ganze aber bei einem vergleichsweise geringen Gewicht und der regelmäßige Austausch der Leistungsröhren wird ebenfalls eingespart. Da sind wir aber mal gespannt.

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