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Test: Korg handytraxx play, portabler Plattenspieler

Scratchen, loopen und Schallplatten genießen überall!

14. August 2025
Test Korg handytraxx Play, portabler Plattenspieler

Test: Korg handytraxx play, portabler Plattenspieler

Der Korg handytraxx play ist ein batteriebetriebener Plattenspieler für unterwegs. Er ist ideal für alle, die Fans von Portablism-Performances sind und ihre Scratch-Skills jederzeit und überall verfeinern möchten.

Die Korg-handytraxx-Reihe wurde bereits auf der diesjährigen NAMM angekündigt. Für unseren Test haben wir das Modell „Play“ erhalten. Dieses ist wahrscheinlich auch am zielführendsten für alle, die scratchen wollen. Abseits der hier getesteten Variante gibt es beispielsweise auch eine „Tube“-Ausführung, die mit einem Röhrenverstärker ausgestattet ist. Das handytraxx-Modell ist an sich nichts Neues, denn das Gerät gab es ursprünglich noch unter der Marke Vestax. Bei der Ausführung von Korg hat auch der ehemalige Präsident von Vestax, Toshide Nakama, mitgewirkt. Leider verstarb Nakama im Jahr 2023, aber wir freuen uns, dass seine Vision nun abgeschlossen und verfügbar ist.

Bewertung

Korg handytraxx Play

Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Bewertung des Autors
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Kurz & knapp
Was ist es? Korg handytraxx play, portabler Plattenspieler mit Effekten, Looper und Crossfader für Scratch- und Portablism-Fans.
  • Portabel: Kompakte Maße, nur 2,3 kg, Batteriebetrieb bis zu 11 Stunden.
  • Effekte: DJ-Filter, EQ/Isolator, Peaking Wah und Delay für kreative Sessions.
  • Looper: 20-Sekunden-Aufnahme mit Overdub-Funktion und einfachen Controls.

Was ist das eigentlich für ein Plattenspieler?

Zunächst haben wir hier einen Plattenspieler in einem sehr portablen Format. Die Abmessungen von 37 × 28 × 8,4 cm (B × T × H) und das Gewicht von nur 2,3 kg verdeutlichen dies. Die gute Nachricht: Im Lieferumfang befindet sich ein vorinstalliertes Keramiksystem. Der Kauf einer Nadel entfällt somit erst einmal.

Test Korg handytraxx Play, portabler Plattenspieler

Ein Plattenspieler für unterwegs

Die Portabilität des Geräts ist zudem nicht nur durch die Abmessungen möglich. Im Lieferumfang befindet sich eine Abdeckung, die sich einfach aufsetzen und mit zwei Schiebern feststellen lässt. Für den Einsatz außerhalb der eigenen vier Wände oder die Verwendung ohne lästige Kabel können auf der Unterseite des Korg handytraxx play sechs AA-Batterien platziert werden. Außerdem verfügt der Plattenspieler über Lautsprecher an der Vorderseite. Wer also nur Scratchen üben möchte, braucht nur noch eine geeignete Schallplatte und kann direkt loslegen.

Die Anschlüsse des Korg handytraxx play

An der rechten Seite des Geräts befinden sich einige Anschlüsse und Einstellungsmöglichkeiten. Zum einen kann hier die Richtung des Faders auch umgekehrt werden. Über den 3,5-mm-Klinkenanschluss ist das Vorhören via Kopfhörer möglich und selbstverständlich kann auch die Lautstärke angepasst werden. Darüber hinaus gibt es einen Schalter, mit dem zwischen einer Keramik- und einer MM-Cartridge gewechselt werden kann. Hierfür sind allerdings Lötkenntnisse erforderlich. Über einen weiteren Schalter können die Lautsprecher ausgeschaltet werden, da das Audiosignal über den verfügbaren Cinch-Anschluss auch einfach auf größere Lautsprecher geleitet werden kann. Schließlich gibt es noch einen 3,5-mm-Klinkenanschluss, mit dem ein AUX-Signal eingespeist werden kann. So ist auch die Wiedergabe eines Backing-Tracks zum Scratchen problemlos möglich.

Test Korg handytraxx Play, portabler Plattenspieler

Die Anschlüsse an der rechten Seite des Plattenspielers

Die Oberfläche des Korg handytraxx play ist klar strukturiert. Mittig befindet sich der Plattenteller, der für 7″-Schallplatten ausgerichtet ist. Rechts daneben befindet sich ein gerader Tonarm mit dem vorinstallierten System. Spannend ist aber, was rechts folgt: Neben dem logischerweise notwendigen Crossfader unten und dem Poti für das Master-Volumen oben gibt es beim Korg handytraxx play nämlich einiges an Möglichkeiten, mit denen sich die Performance auffrischen lässt.

Filter, Loop-Sektion und Delay stehen hier zur Auswahl und wir gehen natürlich in unserem Praxisteil näher auf die einzelnen Segmente ein.

Der Korg handytraxx play in der Praxis

Packen wir den Korg handytraxx play aus und werfen natürlich noch einen Blick auf den Lieferumfang. Neben dem Plattenspieler und der Abdeckung haben wir ein Slipsheet, eine Antirutschmatte und ein Netzteil mit so ziemlich allen Adaptern, um auf der ganzen Welt zu scratchen.

Der erste Eindruck des Geräts ist gut. Das Gerät wirkt recht leicht, aber auch robust. Wir legen das Slipsheet und die Antirutschmatte auf und unsere 7″-Schallplatte und schon kann es losgehen. Wer sich fragt, wie man den Plattenteller zum Drehen bewegt, muss lediglich den Tonarm in Richtung Schallplatte bewegen, schon startet der Motor.

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Hier wurde übrigens ein Riemenmotor verbaut. Laut Bedienungsanleitung sollte man beim Scratchen darauf achten, den Plattenteller nicht zu stark herunterzudrücken, da dies nicht gerade förderlich für Motor und Riemen sein soll.

Wie bereits besprochen, kann das Auflagegewicht des verbauten Systems über eine Schraube am Ende des Tonarms eingestellt werden. Dies ist bei dem angeschlossenen System jedoch nicht notwendig, da hier alles von Haus aus abgestimmt ist. Das ist super angenehm für alle Anwender!

Test Korg handytraxx Play, portabler Plattenspieler

Das vorinstallierte Keramik-System

Nachdem wir eine Schallplatte aufgelegt haben und die ersten Scratch-Versuche starten, dürfen wir sagen, dass der Motor ein erstaunlich starkes und konsistentes Drehmoment aufweist. Der Crossfader läuft gut, aber nicht so butterweich wie beispielsweise ein Innofader. Dennoch kann man damit gut cutten. Allerdings soll angemerkt werden, dass der Cut-in erst nach 1 bis 2 mm greift.

Über einen Schalter neben dem Master-Volume-Poti können der Crossfader und die Effektsektionen deaktiviert werden, sodass einfach nur Schallplatten genossen werden können. Auf der Oberseite befindet sich außerdem ein Adapter für Schallplatten mit einer größeren Aussparung in der Mitte.

Test Korg handytraxx Play, portabler Plattenspieler

Auch normale LPs sind kein Problem

Zugegeben, es sieht recht lustig aus, wenn man hier eine normale 12″-Schallplatte auflegt, aber das Abspielen ist kein Problem. Scratchen sollte man hier jedoch nicht. Wenn man die Platte außem anfasst, merkt man schnell, dass die Nadel springt und das Drehmoment dann doch nicht stark genug ist. Dafür brilliert der Korg handytraxx play natürlich bei den kleinen 7″-Schallplatten. Hier kann man problemlos seine Scratch-Routinen üben.

Gute Nachrichten für alle Linkshänder: Das gesamte Bedienfeld kann ausgebaut und spiegelverkehrt wieder eingebaut werden.

Die verbauten Lautsprecher sind in Ordnung und können eine solide Lautstärke erreichen. Man sollte jedoch keine Wunder erwarten. Für eine spontane Session auf dem Sofa oder draußen sind die Boxen jedoch gut geeignet.

Die Batterielaufzeit hängt natürlich stark von den eingesetzten Batterien ab. Laut Hersteller beträgt sie beim Korg handytraxx play bis zu 11 Stunden, was durchaus zufriedenstellend ist.

Die Effekte des Korg handytraxx play

Fangen wir doch mal damit an. Das Filter tut zweifellos seine Arbeit. Es gibt drei Filtertypen, die über verschiedene LED-Farben angezeigt werden:

  • Grün: klassisches bipolarer DJ-Filter
  • Orange: EQ und Isolator, mit Fokus auf den Tieftonbereich. Gegen den Uhrzeigersinn werden die Bässe angehoben, im Uhrzeigersinn werden sie durch den Isolator abgesenkt.
  • Rot: „Peaking Wah“-Filter mit integrierter Modulation, deren Intensität sich je nach Stellung des Potis verstärkt.

In erster Linie haben wir das DJ-Filter benutzt. Es ist immer angenehm, mit einem Handgriff die Höhen oder Bässe zu cutten. Für den zweiten Filtertyp haben wir nicht allzu viele Anwendungszwecke gefunden und der dritte ist eine nette Spielerei, da er ein wenig mehr Bewegung in den Sound bringt. Man sollte ihn jedoch eher dezent einsetzen.

Test Korg handytraxx Play, portabler Plattenspieler

Filter- & Loop-Sektion

Die Loop-Sektion ist relativ simpel, aber effektiv: Man drückt erst Rec, dann Stop und schließlich Play, schon ertönt der Loop. Cool ist, dass der Loop immer startet, wenn man auf Play drückt. So hat man hier ein kleines Sample-Pad. Die Speed-Varianten sind ein nettes Gimmick, wir haben jedoch überwiegend versucht, einen guten Loop als Backing-Track aufzunehmen, zu dem wir dann scratchen können. Angenehm ist, dass der Korg handytraxx play direkt auch eine Overdub-Funktion bietet und natürlich können Loops auch wieder gelöscht werden. Die Aufnahmezeit von 20 Sekunden hat in der Praxis ausgereicht.

Bleibt noch der Delay-Effekt, der uns wirklich gut gefallen hat. So simpel ein Delay auch sein mag, so effektiv ist dieser Effekt doch immer wieder. Schön ist, dass man hier direkte Modulationsmöglichkeiten hat und dass sich beim nahtlosen Verstellen des Timing-Potis interessante Klanglandschaften erzeugen lassen, bei denen das Delay höher oder tiefer klingt, eine gute Priese Dub-Delay gibt es also beim Korg handytraxx play.

Das Einspeisen externer Audioquellen durch den 3,5-mm-Klinkenanschluss funktioniert denkbar einfach. Eine kabellose Möglichkeit via Bluetooth wäre jedoch wünschenswert gewesen, um den kabellosen Vorteil des Geräts weiterhin nutzen zu können. Darüber hinaus würden wir uns wünschen, dass wir das externe Signal auch mit Effekten bearbeiten können. Filter, Delay und auch die Loop-Sektion wären gut anwendbar, um den Backing-Track zu formen, während man am Scratchen ist.

Test Korg handytraxx Play, portabler Plattenspieler

Die Delay-Sektion des Korg handytraxx play

Die Zielgruppe des Korg handytraxx play

Der Korg handytraxx play eignet sich für alle Fans von Portablism- und Scratch-Einheiten. Darüber hinaus kann das Gerät natürlich auch als normaler Plattenspieler verwendet werden, der sich schnell auf- und abbauen lässt. Der Fokus liegt hier allerdings mehr auf den Sessions, die sich bequem überall starten lassen. Am besten ist natürlich eine ebene und solide Fläche, aber im Test haben wir das Gerät auch mal auf den Schoß genommen und uns aufs Sofa gesetzt. Ja, das funktioniert bis zu einem gewissen Grad, denn ab einem gewissen Winkel springt natürlich der Tonabnehmer ab. Mit ein wenig Übung und Feingefühl ist das aber gut handzuhaben.

Der Preis des Plattenspielers

Der Korg handytraxx play kostet 429,- Euro, was wir für einen recht stolzen Preis halten. Ein vergleichbares Modell von Reloop ist beispielsweise für 245,- Euro erhältlich und verfügt trotz seiner Einführung im Jahr 2019 bereits über Bluetooth. Dafür gibt es aber keine Effekte oder einen Looper. Die Features beim Korg handytraxx play können je nach Vorliebe und Ideen für die eigene Performance einen gewaltigen Unterschied machen und den Preis rechtfertigen.

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Fazit

Der Korg handytraxx play führt das Erbe von Vestax gebührend fort. Sessions können überall problemlos gestartet werden und bedürfen neben einer passenden Schallplatte nichts weiter. Ein vormontiertes Keramiksystem, die Möglichkeit, den Plattenspieler über Batterien zu betreiben und die verbauten Lautsprecher in Verbindung mit der Abdeckung und dem Griff laden dazu ein, überall seine Cuts zu trainieren. Die Effekt-Sektion mit drei Filtertypen, einer Loop-Sektion, mit der sich schnell ein Backingtrack erstellen lässt und einem voll einstellbaren Delay ist in unseren Augen gelungen. Selbstverständlich lassen die Anschlüsse den Input einer externen Quelle zu. Zudem kann man das gesamte Signal auch auf größere Lautsprecher lenken, indem man es über Cinch-Out ausgibt. Wer lieber für sich sein möchte, kann über den Kopfhöreranschluss auch im Stillen üben. Preislich ist der Kostenpunkt von 429,- Euro schon relativ hoch angesetzt. Jedoch bekommen wir hier ein Stück DJ-Geschichte neu aufgelegt und das ist gelungen.

Plus

  • praktische Effekte
  • kabellose Verwendung überall möglich
  • gelungenes Aufleben des Klassikers

Minus

  • keine Möglichkeit, das AUX-In-Signal mit Effekten zu versehen

Preis

  • 429,- Euro
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Über den Autor
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The Droids RED

Im Dezember 2016 haben sich die langjährigen Musiker und Freunde Max und Amin unter dem Namen The Droids als Live-Act zusammengeschlossen. Mit elektronischen Live-Sets, Hybrid-DJ-Sets und DJ-Performances begeistert das Duo seine Fans mit pumpenden Bässen, dramatischen Synthesizer-Melodien und markanten 909-Drum- Sequenzen. Dabei erschaffen The Droids einen Sound geprägt von klassischer House-Musik, sphärischen und träumerischen Klänge sowie melodischem und dunklem Techno. Durch ihre ...

Forum
  1. Profilbild
    Numitron AHU

    der Preis ist verrückt.
    wer kauft das?
    besser einen gebrauchten technics oder einen audio technica oder sowas….

    • Profilbild
      Sven Blau AHU

      @Numitron Du hast offenbar nicht verstanden, um was für ein Gerät es sich handelt und für welchen Zweck es entworfen wurde. Lies dir lieber nochmal den Artikel durch…

        • Profilbild
          Sven Blau AHU

          @Numitron Das ist kein Spielzeug sondern ein vollwertiger, mobiler Plattenspieler.
          Nur weil dir das Produkt nicht gefällt, musst du es nicht abwerten!

  2. Profilbild
    DJ Ronny AHU

    hallo interessantes Gerät, aber für mich nichts und ich frage mich wirklich geht jemand raus und scratch davor sich hin mit kleinen, eingebauten Lautsprechern. Sicherlich wenn man sowas an eine Anlage anschließt und macht eine Party kann das ganz interessant sein, und wie schon im Bericht geschrieben für mobil ohne Bluetooth heutzutage völlig daneben.

  3. Profilbild
    Dayflight

    Ich frage mich immer, wie man das ganze scratchen in Tracks einbaut. Nach kurzer Zeit ist das doch langweilig, oder?

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