Test: Korg Havian 30, Digitalpiano

12. August 2015

Die perfekte Symbiose

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Im Bereich der E-Pianos war der Hersteller Korg in der Vergangenheit zwar stets mit einzelnen Produkten vertreten, konnte sich aber nie gegen die vermeintlichen Platzhirsche Yamaha, Roland und Kawai durchsetzen. Dies soll sich nun mit einem neuen Produkt ändern, das der Hersteller auf der diesjährigen Musikmesse vorstellte. Digital Ensemble Piano nennt sich die Produktfamilie und Korg Havian 30 das Piano. Mit einem Anschaffungspreis von rund 1.400,- Euro platziert der Hersteller das Havian nicht in der absoluten Einsteigerklasse, man sollte also durchaus etwas Qualität erwarten dürfen. Wir haben uns das Korg Havian 30 mal etwas genauer angeschaut.

Tastatur und Aufbau

Das Korg Havian 30 ist mit einer 88-Tasten Hammermechanik ausgestattet und bringt dennoch nur erstaunlich leichte 15 kg auf die Waage. Kenner wissen sofort, das kann ja nur Kunststoff sein, was da für die Tastatur genutzt wurde. Ist es auch, was aber nicht gleich schlecht bedeutet, denn die Tastatur des Havian ist durchaus gelungen. Ein guter Kompromiss aus Piano- und Synthesizer-Tastatur mit relativ leichter Gewichtung, insgesamt gut verarbeitet. Etwas schneller können die einzelnen Tasten zurückfedern, aber für die Mittelklasse ist das eine ordentliche Qualität.

Das Gehäuse des Havian 30 besteht ebenfalls aus Kunststoff und macht einen robusten Eindruck. Optisch haut das Havian mich nicht vom Hocker, dafür ist es mir mit seinem schwarzen Gehäuse samt braunen Zierleisten zu zurückhaltend. Links und rechts sind die beiden Lautsprecher des internen Soundsystems farblich abgesetzt, mittig prangt ein 11,5 x 6,0 cm großes Touchdisplay. Daran erkennt man die Verwandtschaft zur hauseigenen Pa-Serie, klanglich wird es da sicherlich auch viele Überschneidungen geben. Die Bedienoberfläche des Havian wirkt sehr aufgeräumt, hier findet man sich schnell zurecht.

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Das Havian 30 ist meines Wissens nach das erste reine Digitalpiano, das mit einem Touchdisplay ausgestattet wurde. Dieses lässt sich sehr gut ablesen, alle Informationen werden großzügig abgebildet. Nicht nur das Display erinnert an die Verwandtschaft zur Pa-Serie, sondern auch die Anordnung der Bedienelemente. Rechts des Displays befinden sich die Buttons zum Anwählen der Sounds (Performance), ein großes Drehrad, Transpose-, Split- und Oktavierungsfunktion. Unterhalb des Displays finden sich die Single Touch Settings (STS)-Buttons, auch diese sind von der Pa-Serie bekannt. Links dann die Elemente zur Steuerung der internen Begleitautomatik. Genau, das Havian ist nämlich kein reines Digitalpiano im eigentlichen Sinne, hier wird eher eine Mischung aus Digitalpiano und Entertainer Keyboard geboten.

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