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Test: Korg Kaoss Pad Mini

4. September 2008

Korg Kaoss Pad Mini

Neuigkeiten von Korg sind immer eine Betrachtung wert, das hat die japanische Firma in ihrer nunmehr 46-jährigen Geschichte bewiesen.
War Korg bislang immer eher in der Produktions- und Keyboard-Szene bekannt, schlug das erste wirkliche Effektgerät, das Kaoss Pad I, vor einigen Jahren mit seinen über ein Trackpad steuerbaren 60 Effekten auch in DJ-Kreisen ein wie eine Bombe. Konnte man doch nicht nur MIDI-Befehle damit senden, sondern auch über Send/Return einen DJ-Mixer damit effektiv einbinden.
Das Kaoss Pad II und das aktuelle Pad III waren die aus dem Erfolg logischen Nachfolger mit noch besserer Kontrolle, neuen Effekten und vielem mehr.

Aber: ein Effektgerät für knapp 400 Euro Straßenpreis, mit dem man zwar lustige Sachen machen kann, die man aber vielleicht nicht unbedingt bei jedem Song vier mal einsetzt? Das war den Meisten dann doch zuviel.
Die Lösung? Eine abgespeckte Version ohne viel Schnick-Schnack, die aber den gleichen Spaß verspricht wie der große Bruder – das mini-Kaoss Pad.

Und wie der Name es schon verspricht, es ist wirklich mini, nämlich nur 106 x 129 mm und 29 mm hoch. Damit, verbunden mit dem geringen Gewicht von 154g (ohne Batterien), ein Effektgerät für die Westentasche.

Frontalansicht: Kompakt und übersichtlich

Frontalansicht: Kompakt und übersichtlich

Äußerlichkeiten

Kennt man den großen Bruder, mutet der erste Eindruck erst einmal nicht besonders vertrauenserweckend an. Kunststoff statt Aluminium-Legierung, ein großer Drehwähler und 4 Knöpfe statt einer ganzen Armada hintergrundbeleuchteter Tasten, Drehregler und Fader.

Aber: deswegen heisst es ja „abgespeckte“ Version. Und die Verarbeitungsqualität ist ziemlich gut: keine vorstehenden Kanten und Ecken, alles ist sauber abgerundet und passt. Im Lieferumfang leider kein Netzgerät und keine Anschlusskabel, dafür aber wenigstens 4 Batterien (AA), damit man direkt loslegen kann. Korg verspricht eine Einsatzdauer von 5 Stunden, tatsächlich liegt die Batterielaufzeit deutlich höher – ich habe trotz Einsatz bei mehreren Sets und unterwegs die Batterien noch nie wechseln müssen. Aber wahrscheinlich ist es auch eine Frage der Effekte, die man einsetzt, da einige die CPU und damit den Stromfresser mehr auslasten als andere.

Also: ausgepackt, Batterien rein und losgelegt. Der Batteriebetrieb ist nicht nur praktisch, wenn man unterwegs ist und sich z.B. die Bahnfahrt mit ein bisschen Effekt Spielerei vertreiben will (einfach iPod o.ä. anschließen und den integrierten Kopfhörer Anschluss nutzen), sondern auch weil freie Steckdosen meistens rar sind, besondern wenn die Anlage irgendwo fest installiert ist.

Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Hallo, wie ist das eigentlich, wenn ich das Pad an ein Studiomischpult über aux send & return anschließe, kann man dann einen der beiden Inputs auch mono nutzen, oder muss man stereo hineingehen. Viele günstige Pulte haben ja nur mono-sends, aber stereo-returns.

    Grüße
    Harald

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Hallo Harald,

      ich würde das Signal dann mit einem "Y"-Kabel als Stereo einspeisen, da sonst einige Effekte, die zwischen den Kanälen hin- und herspringen, nicht mehr funktionieren.
      Damit wird die Musik allerdings Mono.

      Gruß

      Alex

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    ich habe das gefühl, dass das kaos pad mini rauscht, bzw so nen komischen ton von sich gibt. wenn man musik darüber laufen lässt, dann gehts. aber wenn eben stille ist und nichts läuft, höre ich die ganze zeit so ne art rauschen/fiepen. hat jemand die gleiche erfahrung

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