Test: Korg Krome, Keyboard Workstation

5. Februar 2014

Kronos' kleiner Bruder

Mit dem Korg Krome wirft Korg erneut ein hoch interessantes Produkt im Kampf um den Einsteigermarkt in den Ring.

Neben Legenden wie der Wavedrum und Analogsynthesizern ist Korg vor allem für seine E-Pianos, Keyboards und Workstations bekannt. Das Flaggschiff der Workstation-Sektion, der Kronos, bietet fast alles, was das Keyboarder- und Komponistenherz begehrt. Wem der Rolls Royce unter den Keyboards (und der Preis) zu ausladend sind, für den gibt es die kleinere Version ohne „Krome-Felgen“, aber – glaubt man dem Hersteller – mit gleichem „Fahrgefühl“. Wir werden sehen und hören, wie sich der Krome im Rennen schlägt.

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Während der Kronos alles bietet, um eine komplette Musikproduktion zu fahren, wurde dem Krome im Wesentlichen nur der Keyboardteil gelassen. Features wie Audioeingänge und die damit einhergehende Recordingmöglichkeit fehlen gänzlich. Was aber nicht fehlt, ist ein MIDI-Sequencer, Arpeggiator und die Möglichkeit, selbst Patches zu erstellen.

Der Krome in seiner natürlichen Umgebung

Der Krome in seiner natürlichen Umgebung

 

Klangbeispiele
Forum
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    Florian Bettinger

    Leider hier kein Kommentar zum Piano und der geringen Polyphonie. Habe das Gerät angetestet, wenn man bsplsw. einen Akkord Grundton stehen lässt und den als Appregio paar mal nach oben bricht (bsp. Einspiel I will survive) dann ist der Grundton viel zu schnell weg! War schon beim M50 so. Hier finde ich es bei den recht großen Pianos noch extremer. Ein echter Rückschritt. Insbesondere bei vielen in der 88er Version als Stagepianoersatz vorgeschlagen: Meine Meinung absolutes NoGo.. Da hätte man lieber ein viel weniger aufwändiges Piano gemacht (siehe Yamaha) und das dann dafür spielbar.

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      microbug  

      Wohl wahr. Statt des aufwendigen, mit grafischem Schnickschnack überladenen Touchscreen wären ausreichende Stimmenzahl und vor allem eine anständige Tastatur wichtiger gewesen. Die des Krome ist zwar nicht ganz so mies wie die des M50-61, aber auch nicht wirklich besser. Yamaha zeigt mit den MO(x/xf), daß es auch anders geht, ohne Schnickschack, aber gut nutzbar, ebenso Kurzweil mit dem PC3LE. Beide haben jedenfalls ausreichend Stimmen zur Verfügung und auch bessere Tastaturen, zumindest in den 61er und beim Kurzweil auch in der 76er Version.

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    joegedicke  

    Ich habe den Krome eine Zeit lang besessen. Der Touchscreen und die Bedienung darüber ist wirklich sehr gut gelungen. Das so hochgelobte Grand Piano klingt mir viel zu hell und nach viel zu viel Effekthascherei. Da ist das Kurzweil-Piano um Welten besser gelungen, mit viel weniger Speicherplatz. Das ist aber auch Geschmackssache. Was gar nicht geht ist definitiv die 61er Tastatur. Diese ist eine Katastrophe und macht den guten Gesamteindruck des Krome völlig zunichte. Ich habe vor dem Kauf auch gedacht, kann ja nicht so schlimm sein, musste mich aber eines Besseren belehren lassen und habe den Krome wegen dieser Tastatur wieder verkauft. Zur Zeit habe ich ein PA-900 in meinem Studio mit einer wirklich guten 61er Tastatur. Wenn diese Tastatur im Krome verbaut wäre, wäre der Synthesizer richtig gut.

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    Henrik Fisch

    Da der »Kronos« ja nun ein rundherum Dick-und-Schick, Wohlfühl für alle Lebenlagen und »Ich opfere ein 1/4 Jahr meines Lebens und steppe mich mit verzücktem Lächeln durch die Presets und lege noch einmal ein 1/2 Jahr drauf, wenn ich ihn programmieren will« (übertrieben natürlich) -Gerät ist … (kurz Luft holen) … stellt sich mir die Frage, wie viele seiner weiteren Features es in den »Krome« geschafft haben. Da wären zum Beispiel die verschiedenen Synthese-Engines. Dass der Krom ein mehr oder minder monstermäßiges Klavier hat, ist klar. Orgel und E-Piano kann er auch. Aber wie sieht es mit den anderen Synthese-Features aus? Kann man den überhaupt programmieren oder ist das eine reine Preset-»Schleuder« (man verzeihe mir den Ausdruck)? Wie sieht’s aus mit Karma? Kann er Sampling? Dass er kein Audio-In hat, habe ich heraus gelesen. Aber vielleicht futtert das Gerät Samples ja irgendwie anderweitig. Vielleicht könntest Du da noch ein wenig Licht drauf werfen.

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    Saxifraga  

    Und jetzt kommt der Roland FA-06 und macht den Krome Killer. :) Nur die 61er Tastatur wird wohl nicht besser als die vom Krome. :(

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    STRomzAeHLEr  

    Die Demos sind teils sehr ungenau eingespielt und verzerren meiner Meinung nach etwas den Eindruck.
    Abgesehen davon finde ich es aber fast schon „frech“, den Krome als den „kleinen Kronos“ zu verkaufen. Bis auf die mehrere GB große Library, über deren Qualität man ebenfalls trefflich streiten kann, ist an der Synthese-Engine scheinbar seit Jahrzehnten(!) nichts passiert. Frech ist auch, dass man ein 2,7 GB großes Piano bewirbt, dass dann nicht mal richtig spielbar ist.
    Die Boot-Zeit ist unzumutbar und lässt das (enttäuschende) Anspielen im Geschäft zur Geduldsprobe werden.
    Wer Wert auf ein übersichtliches Display (ja, es ist sexy!) sowie einen gut bedienbaren Sequencer legt, ist mit dem Krome sicherlich gut beraten. Alle anderen, denen der Klang wichtiger ist, schauen entweder in die Röhre…äh – in den TouchScreen, greifen tiefer in die Tasche oder gehen zur Konkurrenz.
    SO wirkt man der Abwanderung von Hardware- zu Softwaresynthesizern sicherlich nicht entgegen.

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    bobs world  

    Immanuell hat bereits einige wichtige Qualitätsmängel beim Korg identifiziert:
    „- viel Plastik – klapprige Tastatur beim 61er Modell – mangelnde Nuanciertheit beim 61er Modell“
    Ein klarer Beweis, dass Korg als Plastikweltmeister im unteren und mittleren Preissegment qualitativ nicht zu gebrauchen ist. Übrigens, das 88er Keyboard ist einfach nur grausam.
    Es gibt Fachzeitschriften die von der Marke in diesem Segment regelrecht warnen. Wichtige Wettbewerber können es besser.

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    axmo

    die 88er version ist mit einer top tastatur ausgestattet- zumindest für „auch-im klavier-bereich-profis“, die mit gewichteten tasten klarkommen. die beiden kleineren sind hingegen mit einer absoluten schrott-tastatur ausgestattet. neben den reichlichen sounds, die zum großteil recht „korg-typisch“ sind (was ich nicht als negativ erachte) sind vor allem jede menge gute beats vorhanden, sodass man durchaus auch brauchbare elektro-sachen programmieren kann.

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