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Test: Korg microAudio 722, Audio-MIDI-Interface mit analogem Filter

Performance Interface

6. März 2026
korg microaudio 722 test

Test: Korg microAudio 722, Audio-MIDI-Interface mit analogem Filter

Das Korg microAudio 722 ist ein USB 2.0 Audio-MIDI-Interface mit analogem Korg 700S-Filter und digitalen Effekten. Korg hat zeitgleich  das ansonsten identische Korg microAudio 22 ohne Filter herausgebracht. Die Desktop-Geräte sind für Live-Performance sowie Streaming geeignet und nicht nur für Einsteiger interessant. Getestet haben wir das Korg microAudio 722.

Kurz & knapp

Was ist es? Korg microAudio 722, Audio-MIDI-Interface mit analogem 700S-Filter und integrierten Effekten für Studio und Live-Performance.

  • Hybrid-Konzept: USB-Interface mit analogem 700S-Filter, LFO, Hüllkurvenverfolger sowie digitalen Dynamikeffekten.
  • Performance-Fokus: Standalone-Betrieb, MIDI-steuerbare Parameter und Loopback-Funktion für flexible Live-Setups.
  • Klangcharakter: Gute Stereoabbildung und definierter Bass, Schwächen bei Hallfahnen und Feindynamik.
  • Ausstattung: 2×2-Interface mit 192 kHz/24 Bit, internen 4×4-Routing-Pfaden und umfangreicher Software-Beigabe.
  • Fazit: Kreatives Spezialwerkzeug mit Filter-Mehrwert, dem es lediglich an zusätzlichen I/Os und DSP-Reserven fehlt.
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Korg microAudio 722

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Korg microAudio 722

Korg sammelten ja schon mit dem immer noch beliebten Korg DS-DAC-10(R) für HiFi-Liebhaber, sowie dem Korg Kronos 3 und Korg Nautilus, die als Audiointerfaces für den Computer benutzt werden können, Erfahrung. Auch die Mischpulte MW-1608 und MW-2408, bieten einen USB-Ausgang für den Stereomaster. Aber Korg microAudio ist eine neue Kategorie im Produktportfolio.

Auspacken

Das Korg microAudio 722 kommt, wie mittlerweile alle Korg Kleingeräte, in einem einfachen Karton. Außer den Schutzhüllen für Interface, USB-C-Kabel (ca. 75 cm) und den MIDI-TRS-Adapter (Typ A / MIDI-Standard) sind keine Plastikteile enthalten.

In der Verpackung finden sich eine gedruckte mehrsprachige Kurzanleitung und die üblichen Sicherheitszettel sowie zwei Rabatt-Coupons.

Der „gelbe“ Coupon dient für das kleine Software-Bundle von Korg und liegt dem microAudio 22 und dem microAudio 722 bei. Die enthaltenen Lizenzen- die mit einem „O“ markiert sind können unter diesem Link eingesehen werden: https://korg-license-center.com/

org microAudio 722 software bundle

org microAudio 722 software bundle

Daneben gibt es beim Korg microAudio 722 noch einen weiteren Gutschein für die ganz neue Korg Collection Filter Ark Software, die 99,- USD (ca. 95,- Euro) kostet, ein deutlicher kreativer Mehrwert für das Interface. Im Gegensatz zum gelben Coupon wird diese Software aber direkt im Korg Software-Pass-Manager aktiviert.

Korg microAudio 722

Korg microAudio 722

Ursprünglich hatte ich gedacht, mit der beiliegenden Filter-Ark Software könnten zusätzliche Filtermodelle in das Korg microAudio 722 geladen werden, ähnlich wie beim Plug-Out-Format von Roland oder dem Korg logue-SDK (Prologue, Drumalogue, microKorg 2, NTS-Serie, etc.). Aber dem ist nicht so. Die Effekte sind fest eingebaut und damit hat es sich. Ein Audiointerface mit der Effekt-Engine aus dem Korg NTS-3 Kaoss Pad, das wäre was gewesen.

Die Filter Ark-Software werden wir euch in einem eigenen Test ausführlich vorstellen.

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Korg microAudio 722 Inhalt

Korg microAudio 722 – Inhalt

Die Coupons können im Korg Lizenz-Center eingelöst werden. Nach Eingabe der Coupon-Codes erhält man Informationen zum Einlösen bei den verschiedenen Herstellern. Dem microAudio 22 ist nur der gelbe Coupon beigelegt. Für die Korg Software wird ein Benutzerkonto bei Korg-ID benötigt.

Das Interface selbst wiegt ca. 580 Gramm und hat die Abmessungen 220 x 128 x 68 mm.

Die Anschlüsse des Korg microAudio 722

Auf der Rückseite befinden sich ein Stereokopfhöreranschluss im 6,3-mm-Klinkenformat, ein 1×1 MIDI-Interface im 3,5-mm TRS-Klinkenformat (Typ A / MIDI-Standard), zwei Audioausgänge als große Klinkenbuchsen und zwei analoge Eingänge als XLR-Combo-Buchsen. Der Dynamikumfang wird mit 109 dB bzw. maximal +16 dBu angegeben.

Korg microAudio 722 Anschlüsse

Korg microAudio 722 Anschlüsse

Über den USB-C-Port wird das Korg microAudio 722 mit Strom versorgt und arbeitet am Computer als USB 2.0 Interface bis 192 kHz bei 24 Bit und vier USB-Eingangs- und Ausgangskanälen, wobei 3 und 4 die Loopback-Kanäle sind. Dazu später mehr.

Der Stromverbrauch wird mit „maximal 900 mA“ angegeben, aber der MacOS Systemreport meldet nur 500 mA (USB 2.0 Limit).

Am iPad (M2, iPad Pro) lässt sich das Interface sogar direkt betreiben, ohne weitere Stromversorgung. Damit wäre das Korg microAudio 22 auch ein guter (und deutlich flexiblerer) Ersatz für das schon länger nicht mehr erhältliche Korg PlugKey für iPhone und iPad.

Korg microAudio 722 iOS (AUM)

Korg microAudio 722 iOS (AUM)

Ich finde es schade, dass Korg hier nicht geklotzt hat und nicht mindestens ein 2×4-Interface herausgebracht hat. Dadurch werden doch sehr viele Standardaufgaben im Studio ausgeschlossen und als alleiniges Interface ist das Gebotenen doch etwas mager. Vielleicht kommen Korg ja nochmal mit einen microAudio 7744 um die Ecke, damit sich auch die „Profis“ angesprochen fühlen. Dann würde sich auch das Kensington-Lock rentieren.

Bedienelemente des Interfaces

Zuerst einmal haben wir die zwei symmetrische Audioeingänge jeweils in Mono vorliegen, deren Gain auf bis zu 65 dB eingestellt werden kann. Über den LINK-Schalter können sie zu einem Stereokanal kombiniert werden. In diesem Fall steuert der IN 1-Regler den Gain-Wert für beide Kanäle.

Die 48 Volt Phantomspeisung für Kondensatormikrofone kann nur für beide Kanäle zusammen geschaltet werden. Der maximal Eingangspegel der Mikrofone beträgt -2 dBu bzw. einfach gesagt: aufpassen, dass die rote LED nicht leuchtet!

Korg microAudio 722

Korg microAudio 722

Die Eingänge sind aber auch HI-Z-kompatibel. Mit einer Impedanz von 1 Megaohm und 2 Megaohm, bzw. 1,5 Kiloohm für die Mic-Eingänge, können problemlos auch Synthesizer und E-Saiten etc. angeschlossen werden.

Am Ausgang gibt es den Monitor-Mix Regler, mit dem vom USB-Audiosignal des Computers zum latenzfreien Direktsignal der analogen Eingänge umgeblendet werden kann. Dazu kommen wir später nochmal.

Unter dem Monitor-Regler befindet sich ein Mono/Stereo-Schalter der bestimmt, ob die analogen Eingänge gemischt (Mono) werden oder nicht. Das macht es einfacher zwei verschiedene Instrumente anzuschließen und beim Kontrollhören, ganz besonders mit Kopfhören, nicht die Krise zu bekommen.

Nimmt man noch die getrennten Lautstärkeregler für den Audio- und Kopfhörerausgang dazu, fühlt sich das Signal-Handling schon luxuriös an. Allerdings verträgt der Kopfhörerausgang bei einer Impedanz von von  20 Ohm und einer einer Ausgangsleistung von 60 mW an 32 Ohm nur niedrigohmige Kopfhörer. Die meisten Kandidaten mit einer Impedanz von unter 100 Ohm dürften aber kein Problem darstellen.

Korg microAudio 722

Korg microAudio 722

Das Korg microAudio 722 bietet eine saubere Fertigungsqualität. Die Oberseite des Gehäuses besteht aus Plastik, die Unterseite aus Metall und endlich wurden mal die Gummifüße nicht auf die Gehäuseschrauben geklebt.

Die Potis mit Hartplastik (ohne Gummiüberzug!) laufen weich mit genügend Widerstand gegen unabsichtliches Verstellen und obwohl sie nicht am Gehäuse verschraubt sind, wackelt hier nichts. Genau wie bei den Audioausgangs- und MIDI-Buchsen. Nur die XLR- und die Kopfhöherbuchse sind am Gehäuse verschraubt. Die Gesamtrobustheit ist also in Ordnung, da gibt es nichts auszusetzen, wenn man nicht vorhat, das Gerät häufiger vom Tisch auf den Kachelboden fallen zu lassen.

Bis hierhin unterschieden sich das Korg microAudio 22 und Korg microAudio 722 nicht und auch einen Netzschalter sucht man bei beiden vergebens.

Test: Korg microAudio 722, Audio-MIDI-Interface mit analogem Filter

Korg 700S Filter

Das Korg microAudio 722 bietet zusätzlich allerdings noch das Korg 700S-Filter mit einer Flankensteilheit von 12 dB/ Oktaven, wie es u.a. auch schon beim Korg Volca Keys und natürlich dem Korg miniKorg 700FS zu finden ist. Der Charakter des Filters gilt im Allgemeinen als „warm“ und „musikalisch“.

Das originale Korg 700S Traveller-Filter ist allerdings, ähnlich wie Korg MS-20, eine Hochpass- & Tiefpasskombo, deren Cutoff-Frequenzen getrennt eingestellt werden können. Das 700Ser-Filter beim Korg microAudio 722 bietet zwar auch Hochpass und Tiefpass, aber leider nur zum Umschalten. Das Filter kann auch aus dem Signalweg genommen werden.

Als weitere Einstellung zwischen Cutoff-Frequenz und Resonanz lässt sich das Filter entweder auf die Audioeingänge oder auf das Audiosignal vom USB-Port anwenden. Auch darauf kommen wir später nochmal zurück.

Korg microAudio 722 Seite

Korg microAudio 722 Seite

Als weitere Modulationsmöglichkeiten haben Nutzer die Wahl zwischen einem analogen LFO mit fünf Schwingungsformen, die aber nicht am Gerät eingestellt werden können, und einem Hüllkurvenverfolger. Bei Letzterem bestimmt der Rate-Regler den Amplitudengrenzwert zur Aktivierung der Modulation. Der Intensitätsregler bestimmt die Modulationstiefe und das sogar in positiver oder negativer Richtung, d.h. die Modulationsauslenkung dem Signal addiert oder abgezogen wird.

Der Free/Sync-Schalter des Korg microAudio 722 steuert nur den LFO und nur bei eingehender MIDI-Clock über USB oder MIDI-TRS. Auf den Hüllkurvenverfolger hat das keine Auswirkung.

Wer mehr über den Korg miniKORG 700 FS erfahren möchte findet hier unseren Test.

Effekte und Kontroll-Software

Korg geht beim microAudio 722 einen hybriden Weg, wie die meisten anderen Hersteller von Audiointerfaces auch, d.h. ein Teil der Funktionen ist nur über eine Kontroll-Software zu erreichen. Das Plus hier ist allerdings die MIDI-Anbindung des Interface. Alle ~35 Funktionen lassen sich nämlich per MIDI über USB und TRS kontrollieren. 11 Parameter geben dabei sogar ihren MIDI-Status aus.

Korg microAudio 722 Editor Filter LFO

Korg microAudio 722 Editor Filter LFO

Das Korg microAudio 722 bietet als Multieffekt eine Mischung aus analogen und digitalen Effekten. Filter, LFO und Hüllkurvenverfolger sind hier analog, Noise Gate, Kompressor und Limiter sind digital und können sogar wahlweise an zwei Stellen im Signalpfad, nämlich Pre-und Post-Filter, eingefügt werden. Das bedeutet aber auch, hier werden bis zur analogen Ausgabe immer mindestens zwei interne ADDA-Stufen durchlaufen.

Korg microAudio 722 Editor Filter ENV

Korg microAudio 722 Editor Filter ENV

Der Eingangssignalpfad sieht also prinzipiell  also folgendermaßen aus:

Eingangssignal (analog) -> A/D-Wandlung -> Digitale Effekte (Pre) -> D/A-Wandlung -> Analoges Filter -> A/D-Wandlung -> Digitale Effekte (Post) -> Digitales Signal über USB zum Computer…

Ein ziemlicher Aufwand! Aber Korg hat ja eine Geschichte mit solch „verstecktem Luxus“. Ich denke da z.B. an das Auto-Tuning der Keyboards, selbst bei den Volca- und monotribe-Serien. Genau genommen ist das Korg microAudio 722 also ein 4×4 Interface. Die eine Hälfte der ADDAC-Pfade ist halt nur intern verfügbar.

Allerdings gibt es dann doch einen kleinen Dämpfer, denn laut Korg arbeitet das Interface im Standalone Betrieb „nur“ mit 44,1 kHz und 24 Bit. Ich hätte eigentlich erwartet, dass im autarken Betrieb mindestens 48 kHz verwendet werden. Das ist bei Effektpedalen eigentlich mittlerweile Standard.

Korg microAudio 722 Editor Effekte (Mono)

Korg microAudio 722 Editor Effekte (Mono)

Der Korg microAudio-Editor (bei Testlegung V1.00) für macOS und Windows ist also, genau wie die Korg Kontrol-Editor-App, lediglich ein besseres MIDI-Front-End. Warum hier eine eigene App an den Start musste, ist nicht ganz ersichtlich, aber zumindest scheint die microAudio-Software moderner zu sein, denn die Skalierbarkeit der Oberfläche bis 140 % ist schonmal ein Fortschritt.

Im Filter-Panel gibt es die gleichen Einstellungen für Filter, LFO und Hüllkurvenverfolger wie am Interface. Allerdings lässt sich hier nicht nur das Filter auf die Eingänge oder den USB-Weg schalten, sondern auch gezielt auf die Eingänge 1, 2 oder beide (Stereo).

Für den LFO lassen sich fünf Schwingungsformen (Dreieck, positiver und negativer Sägezahn, Rechteck und Sinus) auswählen. Eine kleines, aber sehr feines Feature, ist das Zurücksetzen der LFO-Phase, wenn ein MIDI-Start-Befehl eingeht (Stop und Continue haben keine Auswirkung).

Auf der FX-Seite kann für beide Eingänge gemeinsam ein Noise Gate (nur für den Eingang) und ein Kompressor oder Limiter (Eingang oder Ausgang) geschaltet werden.

Korg microAudio 722 Editor Settings

Korg microAudio 722 Editor Settings

An dieser Stelle sei angemerkt, dass die digitalen Effekten nicht dazu geeignet sind, das Signal vor Clipping zu schützen, da sie nach dem Analog/Digital-Wandlungsprozess sitzen! Somit sind sie „nur“ zur Klangformung geeignet. Ein Übersteuerungsschutz ist also nur über die Gain-Regler zu erreichen.

Allerdings können die Kompressor und Limiter helfen, das Ausgangssignal vor Clipping zu schützen. Beide Effekte können dem Signal aber durchaus noch etwas Druck verleihen und damit auch interne Übersteuerung unwahrscheinlicher machen. Der Limiter macht es nahezu unmöglich das Ausgangssignal zu übersteuern (immer vorausgesetzt, das Eingangssignal ist nicht schon übersteuert) und obwohl Kompressor und Limiter hier keine „Charaktereffekte“ sind, wie beispielsweise ein 1176 oder LA-2A, können sie sich durchaus positiv auf den Sound auswirken. Daher ist es schade, das sie nur per MIDI erreicht werden können und keine Hands-On-Regler haben. Ein paar mehr Parameter wären hier sicher auch nützlich gewesen.

In den Settings gibt es die Einstellung REC OUT. Hier wird fesgelegt, ob der Audiosignalpfad erst durch die Effektsektion des Korg microAudio 722 geht (Processed) oder nicht (Raw), bevor sie an die USB-Audio-Eingänge 1 und 2 weitergereicht werden.

Mit AUTO RECALL werden die Parametereinstellungen des Korg microAudio 722 beim Anschluss automatisch in die Editor-Software geladen. Eine geräteinterne Speicherung der Einstellungen existiert aber nicht.

Audio & MIDI-Routing

Die USB-Kanäle 3 und 4 stellen die Loop-Back-Kanäle dar. Das ist also quasi ein „zweites Audiointerface“, das dazu benutzt wird, Audiosignale und USB 1-2 aus dem Computer heraus und direkt wieder in die Eingangskanäle USB 3-4 zurückzuführen. Das ermöglicht z.B. Audiosignale von anderen Programm aufzeichnen zu können, die sonst keine gemeinsame Schnittstelle haben, ohne zwei weitere Ein- / Ausgänge zu opfern oder die Routing-Matrix von komplexeren (und teureren) Audiointerfaces (wie bspw. RME, MOTU oder Metric Halo) zu nutzen.

Audio

Korg microAudio 722 MacOS

Korg microAudio 722 MacOS

So können bei Video-Chats z.B. die USB-Kanäle 1 und 2 als Ausgang angewählt und dann die Eingänge von USB 3 und 4 in der DAW aufgenommen werden. Anders herum, also wenn man USB 3 und 4 als Ausgang wählt, werden diese wieder direkt den analogen Ausgängen 1 und 2 zugemischt.

MIDI

Die MIDI-Clock-Quelle kann von USB- oder den MIDI-Eingängen kommen. Das ist allerdings nur relevant, wenn man explizit nicht möchte, dass die Clock vom USB-Port erkannt wird, denn auch in der Einstellung Auto hat USB-MIDI stets Vorrang vor TRS-MIDI.

Die wichtigere Einstellung ist allerdings das MIDI-Routing. Mit der Einstellung MIDI I/O agiert das Korg microAudio 722 als vollwertiges MIDI-Interface für den Computer, während sich das Gerät mit der CONTROL-Einstellung nur von den TRS-MIDI-Eingängen steuern lässt.

Das Korg microAudio 722 In der Praxis

Fangen wir einfach an: eine Signalquelle (Synthesizer, Smartphone o.ä.) an die analogen Eingänge anschließen und die Ausgänge an zwei Lautsprecher, Filterquellen auf „IN“ stellen und Spaß haben. Klar.

Dabei ist das Zusammenspiel von analoger/digitaler Eingangslautstärke und positiver/negativer Modulationsintensität für die Wirkung bzw. den Groove des Filter von bedeutender Entscheidung, was jetzt nicht all zu überraschend sein sollte.

Das Korg microAudio 722 kann hier richtig gut punkten und es macht sehr viel Spaß, damit live zu performen. Wie zuvor erwähnt ist das 700S von der gutmütigen Sorte. Resonanz ist zwar da, aber nie zu viel und immer musikalisch.

Korg microAudio 722

Korg microAudio 722

Nehmen wir noch die USB-Audiokanäle mit ins Spiel, wird das schon komplexer. Am Computer stellt das Interface vier USB-Audiokanäle zu Verfügung. Die USB-Eingänge 1 und 2 greifen die analogen Eingänge ab und die USB-Ausgänge 1 und 2 senden direkt an die analogen Ausgänge.

Jetzt gibt es aber noch die Loopback-Kanäle 3 und 4. Über diese kann ich auf dem Computer Audiosignale von einem anderen Programm an das Interface schicken (USB 1-2) und in der DAW wieder aufnehmen (USB 3-4). Wichtig ist hier, dass alle vier USB-Kanäle auch wieder an den analogen Ausgängen ausgegeben werden.

Hier kommen noch zwei weitere Funktionen des Korg microAudio 722 ins Spiel. Das ist zum einen der Monitor-Mix-Regler. Dieser ist fix auf die analogen Ausgängen geschaltet und blendet zwischen den analogen Eingängen und den USB-Streams vom Interface stufenlos um. Die Lautstärke der USB-Streams kann hier zwar im Verhältnis zu den analogen Eingängen geregelt werden, aber direkt eingestellt werden, kann sie nur im Computer.

Genauso, wenn man nur am Computer die USB-Streams abhört/aufnimmt. Dann hat der Monitor-Mix-Regler natürlich keine Auswirkungen, da er nicht die Lautstärke der USB-Streams regelt.

Die andere Funktion ist der IN ↔ USB-Schalter für die Filtersektion, die so entweder nur auf die analogen Eingänge oder die USB-Streams angewendet werden kann.

Als Trick lassen sich z.B in der DAW die USB-Eingänge 1 & 2 auf die USB-Ausgänge 3 & 4 routen. Dann kann das Filter sowohl auf die analogen Eingangssignale als auch die USB-Streams angewendet werden und das Korg microAudio 722 lässt sich auch als reines USB-Effektgerät nutzen, ganz ohne analoge Signale. Das macht das Korg microAudio 722 in der Anwendungsbandbreite deutlich flexibler als es auf der ersten Blick scheint.

Wenn man dann noch anfängt die ganzen Parameter per MIDI zu automatisieren, entweder mit einem Controller oder in der DAW, eröffnen sich noch ganz andere performative Welten.

Messungen

In den Loop-Messungen mit Plugin Doctor 2.5.5. auf einem Mac M4 Pro (macOS 26.2) zeigt sich das Korg microAudio 722 unaufgeregt und stabil. Besonders die Exaktheit Übersteuerungsrückmeldung der roten LEDs weiß zu gefallen. Gemessen wurde mit dem Ausgang auf Vollausschlag und dem Gain knapp unter der Clipping-Grenze.

Korg microAudio 722 Loop Linear

Korg microAudio 722 Loop Linear

Der Frequenzgang ist sehr sauber, da gibt es nicht zu bemängeln.

Korg microAudio 722 Harmonics THD plus N -3dBFS

Korg microAudio 722 Harmonics THD plus N -3dBFS

Was die harmonischen Verzerrungen unter der Clipping-Grenze angeht, sind diese bis knapp unter -3 dBFS Signal im Normalbereich. Darunter sind sie sogar noch geringer.

Das Gain ist sehr sauber, so lange alles unter der roten Clipping-Grenze bleibt. Rote LEDs sind, wie sonst auch, unbedingt zu vermeiden! Sowohl am Eingang als auch am Ausgang!

Korg microAudio 722 Loop Hammerstein 1

Korg microAudio 722 Loop Hammerstein 1

Auch die Hammerstein-Analyze zeigt nichts ungewöhnliches.

Was nicht unerwähnt bleiben sollte, ist wie sauber das Interface nur mit USB-Strom vom Computer arbeitet und wie wenig Einfluss die Stromversorgung auf das Signal hat. Das liegt deutlich über dem was die Korg NTS-Serie zu bieten hat. Was das Korg microAudio 722 hier „im Verborgenen“ leistet, ist beachtlich – Hut ab!

Latenzen

Gemessen wurde die Round-Trip-Latenz von den analogen Ein- und Ausgängen mit der App RTL Utility von Oblique Audio:

  • 48 kHz, 16 Samples Buffer RTL: 229 Samples / ~4,7 ms
  • 48 kHz, 32 Samples Buffer RTL: 295 Samples / ~5,4 ms
  • 48 kHz, 64 Samples Buffer RTL: 325 Samples / ~6,8 ms
  • 48 kHz, 128 Samples Buffer RTL: 453 Samples / ~9,5 ms
  • 192 kHz, 64 Samples Buffer RTL: 749 Samples / ~3,9 ms
  • 192 kHz, 128 Samples Buffer RTL: 871 Samples / ~4,54ms

Die Latenz zu den USB-Kanälen ist etwa schneller. Von Analog 1 & 2-Ausgang zu USB 3 & 4-Eingang, hier nur an einem Beispiel:

  • 48 kHz, 32 Samples Buffer RTL: 202 Samples / ~4,2 ms

Das sind sehr gute Werte, die auch im Live-Betrieb kaum Schwierigkeiten machen dürften.

Wie klingt das Korg microAudio 722?

Messungen sind nur eine Sache die so gut wie gar nichts über den Klangcharakter des Korg microAudio 722 – oder jedes beliebigen anderen Audiointerfaces – aussagen. Hier kann ich in der Tat dem Interface Musikalität bescheinigen, die sich aber meistens wenig von der Interface-Klasse um 200,- Euro abhebt.

Einer meiner ersten Test ist immer der R-Test. Dieser wird ausfühlich in meinen Test zum Mytek Brooklyn DAC beschrieben.

Den R-Test mit dem Track Ghost in The Shell (Anime) Sountrack „Making of Cyborg“ besteht das Interface durchaus mit einem verschliffenen R, aber einem verschluckten S. Daraus lässt sich schließen, dass die Transienten-Impulstreue adäquat ist, da hatte ich Interfaces zum Test, die das schlechter machten. Aber High End ist das natürlich auch nicht. Sollte einen aber auch nicht verwundern.

Was das Korg microAudio 722 allerdings nicht gut packt, sind Hallfahnen. Diese werden sehr früh abgesenkt, das machen z.B die Focusrite-Interfaces (Sapphire, Clarett) besser. So ist auch das Ausklingen der Schellen bei „Making of Cyborg“ schon sehr kurz und auch das Auschwingen des Trommelfells der Taiko wird einfach verschluckt. Mit leisen Signalen und Feindynamik ist das Korg microAudio 722 also eher überfordert.

Das hindert das Korg microAudio 722 allerdings nicht, eine immens gute Stereoabbildung mit Phantommitte und Raumtiefe zu offenbaren, die wiederum deutlich über dem liegt was z.B. Focusrite (Clarett/ Scarlett) zu bieten hat. Auch der Bassbereich ist erstaunlich gut definiert. Hier glänzt das Korg microAudio 722.

Die Höhen sind klar und scharf, aber ohne negativ auszufallen, zumindest meistens. Bei akustischen Aufnahmen scheint das Interface allerdings in den Höhen etwas mehr zu „rasseln“ als bei elektronischer Musik, wie z. B. von Pan Sonic, die gerne das gesamt Frequenzspektrum ausnutz(t)en. Dennoch erscheint die Abbildung des Frequenzspektrums aber recht ausgewogen.

Dieser Eindruck bleibt durch die Bank weg bestehen, auch bei meinen sonstigen Test-Tracks, ob akustische oder elektronische. Würde das Korg microAudio 722 die Hallfahnen besser meistern, es könnte glatt am High-End-Bereich kratzen. ­So bleibt es klanglich immer noch ein gutes bis sehr gutes Interface seiner Preisklasse. Mastern würde ich damit aber jetzt nicht wollen. Hier bleibt wohl die Audient ID-Serie die Referenz bei Klein-Interfaces. Für die Live-Performance sehe allerdings keine Probleme.

Audiodemos
Die Drums kommen von Bram Bos Ruismaker FM.Drum Machine vom iPad auf die analogen Ausgänge. Die Synthesizer kommen vom Computer (Korg Collection Mono/Poly und Gadget Kamata) über USB.

Es wurden immer die analogen Ausgänge abgegriffen und mit einem Metric Halo 2882 3D aufgezeichnet.
Die Aufnahmen hätten technisch auch direkt vom 722 über USB aufgezeichnet werden können, aber das hätte meiner Meinung nach den performativen, praktischen Aspekt untergraben.

Die Audiodemos wurde auf -6 dBFS normalisiert.

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Klangbeispiele
Fazit

Das Korg microAudio 722 ist ein Audio-MIDI-Interface, das auch noch als Standalone-Mikrofon- und Instrumenten-Front-End und Multieffekt verwendet werden kann. So eine Kombination findet man nur eher selten. Nicht zuletzt erweitert die vorbildliche MIDI-Anbindung der internen Funktionen den Hands-on-Faktor nochmal erheblich. Dabei liegt der Preis sogar unter dem, was Effektpedale sonst kosten und die beigelegte Softwares Filter Ark aus der Korg Collection stellt einen echten Mehrwert dar.

Persönlich hatte ich deutlich mehr Spaß beim Performen mit dem 700S-Filter, als ich erwartet hätte und ich hoffe das hört man in den Audiobeispielen. Ganz abgesehen davon scheiden bei „Standalone“ schonmal viele Interfaces von vorn herein aus. Für diese beide Umstände gibt es einen Extrapunkt! Technisch und qualitativ gibt es nicht wirklich etwas zu bemängeln, außer dass es von allem gerne „etwas mehr“ hätte sein dürfen – mehr analoge Ein- und Ausgänge, mehr DSP, mehr Filter.

Wer mit den Einschränkungen leben kann, erhält mit dem Korg microAudio 722 ein spannendes Kreativwerkzeug, das über Kategorien hinausgeht bzw. ein Plus auf der jeweils anderen Seite von „Interface“ und „Effektgerät“ zu bieten hat.

Plus

  • analoges Filter macht Spaß
  • alle Parameter per-MIDI-steuerbar
  • Klang
  • getrennt regelbarer Kopfhörerausgang
  • Korg Collection Filter Ark-Software

Minus

  • hinterlässt ein "bitte mehr davon" Gefühl
  • kein Netzschalter

Preis

  • 249,- Euro
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Über den Autor
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Markus Schroeder RED

Einstieg in die Musikproduktion mit C-64 & AMIGA. Tätig u.a. im ehem. Lehrstudio für EM. am KIT. Seit 2007 Live Noise mit japan. und lokalen Künstlern im Rhein-Neckar-Raum. Übersetzte 2016 mit seiner Frau die DJ Westbam Biographie ins Japanische. 2009 erster Artikel über "iOS Music". Dann ab 2015 im CURiOS Magazin. Seit 2015 auch als VJ unterwegs. 2023 bis 2025 Residence-VJ in der SMiLE Bar (Shibuya, Tokyo).
2025 - ... Residence-VJ in der DJ Bar Edge End (Shibuya, Tokyo).

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Filterpad AHU

    Redaktion: Sehr gut! – Leserwertung: Finger weg! Das sieht man eher selten auf Amazona. Eines vorweg: Von mir kommt die negative Meinung nicht! Warum auch. Ich wusste bis dato gar nicht, das Korg Audiointerfaces baut. Welch heitere Überraschung! Generell würden aber wie beschrieben mehrere Versionen Sinn ergeben und was soll bitte MIDI in & out als 3er Klinkenstecker? Gibt es hierfür überhaupt einen Adapter, der MIDI 5-Pol auf Klinke überträgt? PS.: Nachgesehen und gibt es tatsächlich für unter 10€! Der Preis ist auch nicht viel günstiger als andere Mitbewerber. Finger weg ist natürlich eine fuxrig harte Bewertung, aber ich persönlich neige erst mal nicht zum Korg Audio-Interface. Dafür kommt nächste Woche mein MS-20 aus Barcelona. Ich bin sehr gespannt und gleichzeitig ultra nervös. Hoffentlich geht das gut! Das wird heiter…!

    • Profilbild
      MPC-User

      @Filterpad Hach ein MS20 steht auch schon seit Jahren auf meiner Liste.
      Schreib mal ob das gut ging👍
      Bei Reverb erstanden?

      • Profilbild
        Filterpad AHU

        @Viertelnote Könnte man so sagen. Das Teil steht anscheinend mächtig unter Strom. ⚡️⚡️Inzwischen ist es hochgestuft zu einem befriedigenden Urteil. Anscheinend hat hier jemand sehr schlechte Erfahrung gemacht. Wer hat das nicht: Ich zum Beispiel mir der MC-909 Groovebox. War bei mir ein Montagsgerät leider.

  2. Profilbild
    Numitron AHU

    Epic fail mit max 20 Ohm für den Kopfhörerausgang!
    dann kann ich meine stöpsel verwenden…
    die meisten haben heute 32 Ohm, manche sogar mehr…. unglaublich

  3. Profilbild
    Nvelope AHU

    Numitron & M. Schröder: wo steht denn, dass dieser Gerät ’nur‘ Kopfhörer bis “max. 20 Ohm“ verträgt ??

    In der Bedienungsanleitung steht einzig, dass die Impedanz des Kopfhörer-AUSGANGs 20 Ohm ist – Punkt!

    Dort steht auch, dass der Line-Ausgang eine Impedanz von 330 / 660 Ohm hat – wo doch die meisten Mixer und sonstigen Geräte wie aktive Studio-Monitore eine EINGANGS-Impedanz von 10 oder 20 kOhm haben (die ‚HI-Z‘-Eingänge (wenn jemand einen solchen für die Weiterverstärkung nutzen wollte) sogar eine Eingangs.-Impedanz im Bereich von einem Mega-Ohm !!)
    Niemand wird hier doch ernsthaft behaupten, dass der LINE-Ausgang (!) dieses Geräts nur WENIGER als 330 oder 660 Ohm verträgt (was fast alle Kopfhörer (!!!) dieser Welt umfasst …) – aber KEINEN Line-Eingang eines nachgeschalteten Gerätes jeder Art !

    Natürlich kann am Kopfhörer-Ausgang dieses Geräts eine Last von oberhalb (!) der 20 Ohm angeschlossen werden – es MUSS sogar eine Last mit oder oberhalb von 20 Ohm angeschlossen werden (also z.B. keinen kleinen passiven Abhörlautsprecher mit 8 Ohm Impedanz!)

    Wenn ein Verstärker mit einer AUSGANGsimpedanz von z.B. 4 Ohm angegeben wird, dann MUSS die angeschlossene Last zwingend 4 Ohm ODER HÖHER sein – es kann OHNE jegliche Probleme (!) auch ein Lautsprecher von 8 Ohm oder 16 Ohm angeschlossen werden – es wird nichts passieren, außer, dass die Leistung des Verstärkers und damit die Lautstärke mit zunehmendem Lastwiderstand eben zunehmend geringer werden.

      • Profilbild
        Nvelope AHU

        @Numitron Moin auch,
        ich werde morgen eine Anfrage an Meyer- (im von mir aus ziemlich benachbarten) -Marburg (KORG-Vertrieb für viele europäische Länder) wegen dieser Angabe und der hier entstandenen Verunsicherung schreiben und dann die Antwort hier einbringen (auch wenn diese erst einige Tage später kommen würde …); vielleicht schreiben die aber auch hier auf dem amazona-Forum eine technisch fundierte Antwort.
        Aber: ich bin sicher, dass die KORG-Profis in 2026 kein Audio-Interface auf den Weltmarkt bringen, das ausschließlich mit weniger als einem hundertstel Prozent der Kopfhörer dieses Universums zu betreiben ist (hm-hmmm !).
        In meiner Jahrzehnte zurückliegenden Jugend gab es noch Billig(st)-Kopfhörer, die mit kleinen ‚Standard‘-Lautsprecher ausgestattet waren, welche aus kleinen Transistorradios jener Zeit stammten – klar: hochproblematischer Sound. Aber DIESE hatten dann eben 8 Ohm, weil die Kleinstlautsprecher für damals übliche Transistor-Endstufen‘ in kleinen (sog. ‚Taschen‘-)Radios konzipiert wurden und massenweise (= billig) hergestellt wurden.

        Ich hatte dann in den Folgejahren einen grauen SENNHEISER ‚HD-414‘ (erhältlich ab 1968 – der bislang meistverkaufte Kopfhörer der Welt !), der pro Muschel immerhin satte 2.000 Ohm (= 2 kOhm !!!) hatte und an nahezu a l l e s angeschlossen werden konnte – selbst zum Testen von Line-Ausgängen, wozu ich einen kleinen Adapter baute, der beide Muscheln in Serie = 4 kOhm schaltete !! (spätere schwarze Versionen hatten dann aber 400 und 50 Ohm …)
        Er war eben sehr leise – bzw. er brauchte schon ‚einige‘ Watt, um so halbwegs ‚laut‘ zu spielen.

        • Profilbild
          Markus Schroeder RED

          @Nvelope Ja gut, zugegeben, das „max“ war unangebracht.

          ich kann aber schonmal aus erster Hand kundtun, dass das 722 mit meinem Sennheiser HD490 Pro mit130 Ohm auch schon etwas harsch klingt. Da liefern meine 32 Ohm Apple EarPods eine knackigere Performance.
          Also, all zu viel sollte man dem Kopfhörerausgang wohl nicht zumuten.

  4. Profilbild
    pytrel

    Danke für den test!

    Schade das kein synth unter den Klangbeispielen war.
    Ich finde das sagt mehr über den filter aus als drums.
    Halb so wild. Werde es selber ausprobieren müssen

    Lustiges Kistchen als externer Filter (eventuell)

      • Profilbild
        pytrel

        @Markus Schroeder Hi.
        Ja ich habe mich nicht gut ausgedrückt.
        Ich meinte was traditionelleres wie ein Filter Sweep auf einen konstanten ton
        um ein Bisschen „wuaaaooow“ sound zu hören. Die Beispiele hier sind mir zu Obertonarm um zu hören wie es zupackt.
        In den Beispielen muss ich gestehen höre ich nicht viel bzw ist es schwer zu beurteilen da
        das alles mit drums ist und verwirrend.
        Aber alles gut jeder testet anders ist mir schon klar.
        Wie gesagt, ich werde es selber testen irgendwann

        • Profilbild
          Markus Schroeder RED

          @pytrel Eine sehr gute Idee – ist irgendwie an mir vorbei geflogen.

          Hab noch 2 passende Beispiele hingefügt. Hoffe das passt.
          :)

          • Profilbild
            Nvelope AHU

            @Markus Schroeder Danke für die 2 neuen Aufnahmen.
            So eigenständig und einzigartig dieses Filter ist (ich hatte einst einen KORG ‚800 DV‘ und fand dessen Sound wirklich herausragend – genauso wie die schon in seiner Architektur angelegte Stereo-Fähigkeit mit hochinteressanten ‚Laufeffekten‘ innerhalb des Panoramas …) – mir fehlt HIER jedoch die Stereofonie und insbesondere die Möglichkeit, die beiden Kanäle mit unterschiedlichen Eckfrequenzen und ggf. auch unterschiedlichen ‚Resonances‘ einstellen und modulieren zu können.
            Schon als ich einst das ‚MoogerFooger‘ MF-101 orderte, war mir dies sehr wichtig – weswegen ich eben gleich 2 davon bestellte. Wegen Auslandsaufenthalt nie genutzt konnte ich diese verkaufen – doch die nun erstandenen BEHRINGER-Clone habe ich (wie auch die Phaser) eben auch gleich als Paar bestellt.
            Vor 50 Jahren (!) bastelte Isao Tomita mit seinem MOOG Modular und diversen Zusatzgeräten jeweils rund ein Jahr an seinen Platten … und kreierte tontechnisch hochinteressante und perfekte Versionen klassischer Musikstücke; dabei schuf er einzigartige Klangwelten durch die maximale Ausnutzung des Stereo-Panoramas … ein Novum in der damaligen Zeit!
            Dies motivierte mich, solche Laufeffekte‘ nachzubauen und das dazu notwendige Equipment anzuschaffen. Jeweils 2 Stück der ‚Moogerfooger‘-Clones können das – dieses KORG-Filter leider nicht; vielleicht schafft es KORG, dieses Filter als Stand-alone-Gerät anzubieten … dann bestelle ich auch sofort 2 Stück davon (mindestens).

  5. Profilbild
    Nvelope AHU

    @ Markus Schröder: Akzeptiert. Bei Unsicherheit, wie technische Herstellerdaten zustandekommen bzw. wie sie interpretiert werden können, würde ich immer VOR einer Veröffentlichung den Hersteller/Vertrieb fragen (so sagt mir des meine journalistische Ausbildung in meinem 3. Berufsfeld).

    Zu den Unterschieden zwischen den beiden von dir erwähnten ‚Kopf-/Ohr-Hörern‘ denke ich, dass die festgestellten Klangunterschiede (‚etwas harsch‘ vs. ‚knackiger‘) wohl nicht vom Gerät kommen und somit wohl auch nichts mit dem dort eingebauten Kopfhörer-Verstärkerchen bzw. der Impedanz der Kopfhörer zu tun haben.
    Das Filter macht ja extreme Cuts im Frequenzgemisch mit Kammfilter-Effekten, die beim Modulieren des Cutoffs sich ja stets verändern und ‚das halbe Audio-Band‘ durchlaufen.
    Damit kommen aber auch die kleineren Unlinearitäten der Frequenzgänge angeschlossener Kopf-/Ohrhörer zum wirklich gut hörbaren Vorschein.
    Somit zeigen sich im Klangbild des EINEN Hörers vielleicht Stärken u/o Schwächen, die im Klangbild eines ANDEREN Kopf-/Ohrhörers eben nicht (oder nicht so stark) erscheinen.

    Von der Elektronik her sind Verstärker doch klar ’nach vorne‘ bzw. zum Ausgang hin (Lautsprecher bzw. Kopfhörer) gerichtete Schaltungen, deren Last sich in der Regel nicht oder zumindest nur in sehr geringem Maß ’nach hinten‘ (also in die Schaltung hinein – z.B. durch Verzerrungen, Frequenzgang-Unebenheiten etc.) auswirkt, solange Verstärker clipping-frei arbeiten; etwas mehr & ggf. auch komplex allerdings bei Mehrweglautsprechern mit passiven Filternetzwerken (Kondensatoren & Spulen),

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