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Test: Korg, mini KAOSS PAD 2, Dynamic Effect Processor

Warum ein neues KAOS PAD mini?

Die erste mini Version ist in die Tage gekommen und benötigte eine Auffrischungskur. Nebst der neuen verbesserten Haptik und damit verbundenen einhändigen Bedienung gesellen sich natürlich neue Effekte hinzu. Das Gehäuse ist nun aus robustem Plastik. Dies kommt dem Gewicht zugute. So verliert das neue mini KP2 satte 50 Gramm gegenüber seinem Vorgänger. 

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Eine Sampling-Funktion ist nicht vorhanden. Dafür kann man über den micro SD Card Slot eine bis zu 16 GB große Karte benutzen, um MP3- oder WAV-Dateien abzuspielen. Der integrierte MP3-Player lässt das Setzen und Speichern von CUE-Punkten zu. So kann man ganze Tracks oder eben eigene Samples mit der CUE-Funktion einfach abspielen. Es ist zudem möglich, Line-In Signale sowie die abgespielte Datei in einem internen Mixer zu mischen. Wieder passiert das – natürlich – über den Value Fader. Coole Geschichte, wenn man jetzt doch nur den eingespielten Track an die Geschwindigkeit anpassen könnte. Auch das geht über den Slider. Der Track kann gepitcht werden. Dies erfordert aber Fingerspitzengefühl, denn die Geschwindigkeit wird nicht fest übernommen, sondern nur temporär. Will heißen: Es muss ein wenig nachgearbeitet werden. 

Passgenau für eine Hand

Passgenau für eine Hand

Monitoring mit dem mini KAOSS PAD 2

Für das Abhören der aufgespielten Lieder oder das Aussuchen des richtigen Effektes im Vorfeld sind ein paar kleine Lautsprecher eingebaut. Bei der Größe des Gerätes darf man klanglich natürlich nicht viel erwarten. Es klingt blechern und nicht gerade laut. Dafür ist diese Funktion aber auch nicht gedacht, und es soll keine Party beschallt werden. Eher soll es die Möglichkeit geben, in einem ruhigen Moment (vielleicht auf dem Weg zum Gig) noch mal das Setup durchzugehen und zu prüfen, ob man wirklich alle Effekte ausgewählt, die man später verwenden möchte.  

Auch im Dunkeln gut

Das OEL (Organic Electroluminescent) Display schafft es, alle wichtigen Informationen gut darzustellen. So wird auch das Setup Menü oder der Wechsel zwischen einzelnen Funktionen und Effekten zum Kinderspiel. So überschaubar war ein KAOSS PAD noch nie. Natürlich vereinfacht es auch die Auswahl des entsprechenden MP3-Titels. Im Dunkeln auf jeden Fall sehr gut zu bedienen. Ein Display benötigt aber auch Strom. So wurden für einen sparsamen Einsatz der Batterie diverse Energiesparoptionen eingebaut. Zum einen kann die Helligkeit des Display einfach und schnell reguliert werden. Zum Anderen gibt es die Auto-Off Funktion, welche das Display nach einer kurzen Wartezeit ausschaltet. Die Laufzeit beträgt ca. 5 Stunden. Bevor das KAOSS PAD 2 mini jedoch einfach ausgeht, meldet es sich rechtzeitig mit einer Batteriezustandsanzeige. 

OLED Display für gute Sicht im Dunkeln

OLED Display für gute Sicht im Dunkeln

Achtung Aufnahme!

Ja, das neue mini KAOSS PAD 2 hat ein eingebautes Mikrofon. Ich habe eine Testaufnahme mit Vocoder Effekten versehen. Das Mikrofon ist dafür ausgelegt, während des Gigs bei voller Lautstärke und schreiendem Publikum Aufnahmen zu machen (darum ist meine Aufnahme auch ein wenig leise – meine Nachbarn werden es mir trotzdem danken). So kann man mit gedrücktem Record-Knopf an der Seite einfach das Mikrofon anschalten und sofort loslegen, um das Publikum mit Zwischenrufen weiter anzustacheln. 

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Auch über den Line-In Eingang kann ein Set bis zu 2 Stunden am Stück aufgenommen werden. Natürlich sind die gespielten Effekte ebenfalls mit auf die SD-Karte gebannt. 

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    zeitlos  

    Dank dieses Tests habe ich das Gerät spontan gekauft und bin richtig begeistert. Ich kenne mich mit den anderen Kaoss-Pads recht gut aus und muss jetzt sagen, dass das mini KAOSS PAD 2 für mich der Höhepunkt der gesamten Reihe ist. Durch seine Kleinheit, HAndlichkeit, durch den BAtteriebetrieb, dem eingebauten Mikrofon und intuitiven Aufbau macht es einfach Spaß, damit rumzuspielen. Neben dem eigentlichen Musikmachen benutze ich dieses kleine Ding gerne nur zum Abspielen meiner eingespeisten mp3s, die ich dann mit den Effekten spontan verwurstele. Ich würde mir allerdings noch Wünschen, dass der eingebaute mp3-Player einfach die Stücke nach und nach durchspielt, wie das bei den üblichen Playern möglich ist. Das macht er nämlich nicht. NAch jedem Song muss man etwas ümständlich den nächsten aufrufen. Aber vielleicht gibt es ja irgenwann(?) ein Update!? Dieses sollte dann dem mp3-Player auch noch eine Zufallsabspielfunktion gönnen, dann wäre das mini KAOSS PAD 2 wirklich perfekt!

    • Profilbild
      d.herzberger  AHU

      Hallo zeitlos,

      freut mich zu hören, dass Dir der Artikel den Ansporn gegeben hat das KP2 mini zu kaufen und es hält, was es verspricht.

      Für welche Musikrichtung setzt Du es denn ein und wie?

  2. Profilbild
    Nachtkind  

    Bin vom Mini Kaoss Pad 2 total begeistert.Die Bedienung ist recht simpel und man hat sie innerhalb von Minuten verinnerlicht.Die Effekte klingen auch sehr sehr solide und sind optimal für den Liveeinsatz .Das kleine Gerät macht derbe viel Spass und die Verarbeitung macht ja auch einen sehr soliden Eindruck!

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