Test: Korg monotribe, analoge Mini-Groovebox

15. Juni 2011

Analoge Mini-Groovebox

Nach dem Erfolg des monophonen Korg MONOTRON, dem wohl günstigsten MS-10/20 Filter aller Zeiten, legt Korg mit dem Nachfolger „MONOTRIBE“ mit mehr Wellenformen, Step-Sequencer, Groove-Box und Sync-Fähigkeiten noch ein paar Scheite mehr ins Hypefeuer. Ob diese allerdings ausreichen, daraus einen Flächenbrand oder nur hirnverbrannt zu machen, lesen Sie im folgenden Test.

Unboxing Korg Monotribe

Neben dem überraschend schweren, eineinhalb-pfündigen MONOTRIBE selbst, findet sich noch eine ausführliche gedruckte Bedienungsanleitung, die neben in Deutsch noch in 4 weiteren Sprachen ausgeführt ist, sowie ein Satz von 6 AA-Batterien, mit denen der Synthie rund 14 Stunden lang betrieben werden kann. Es können auch NiMH Akkus benutzt werden. Der MONOTRIBE bietet dafür eigens eine Einstellung für optimierten Akku- oder Batteriebetrieb. Es ist auch ein Anschluss für ein 9V-Netzteil vorhanden. Dies wird aber nicht mitgeliefert und muss bzw. kann separat erworben werden. Auf der Unterseite befindet sich auch noch ein recht ordentlicher Lautsprecher, der mehr kann als nur quäken.

Anschlüsse: Masse-Schraube, Netz, Audio-In, Main-Out, Kopfhörer, Sync-out, Sync-In

Anfassen

Der 207x145x70 mm große MONOTRIBE kommt in einem soliden Metallgehäuse daher. Der erste Eindruck beim Herausnehmen ist wertig. Die Potis, Wahlschalter und Taster zeugen von ordentlicher Qualität und stärken das Vertrauen in das Gerät. Die Potis haben einen angenehm hohen Drehwiderstand und sitzen auch recht fest. Die Tasten bieten einen definierten Druckpunkt, die Wahlschalter ein robustes Klacken und auf dem Ribbon-Controller gleiten die Finger leichtgängig. An- und ausgeschaltet wird der MONOTRIBE über den Tippschalter auf der Rückseite des Gerätes. Daneben befindet sich eine praktische Masseschraube zur Erdung des Synthies.

Anstecken

Der Audioausgang ist als 6,3mm Klinke ausgeführt. Der Kopfhörerausgang, der Eingang für das externe Audiosignal sowie die Sync-Ein- und Ausgänge sind allesamt im 3,5mm Klinkenformat. Etwas spartanisch auf den ersten Blick, doch bei den Sync-Funktionen wurde nicht gespart, wie wir später sehen werden. Es war zwar von vorn herein nicht zu erwarten, dass der MONOTRIBE einen MIDI-Eingang bekommen wird, aber wenigstens einen CV/Gate-Eingang hätte man dem Gerät schon spendieren können. Die Ein- und Ausgänge sind alle in mono ausgeführt. Dabei werden praktischerweise eingehende Stereosignale summiert und ausgehen, Monosignale bei angeschlossenem Stereokabel gesplittet. XLR-Kabel sollten deshalb nicht mit dem MONOTRIBE verwendet werden! (Nachtrag – eine News zur Monotribe MIT CV/Gate findet Ihr HIER)

Midi

Ja, Midi ist aber trotzdem durch den optionalen DIY-Bausatz „miditribe“ möglich. Dazu gibt es HIER AUF AMAZONA.de einen ausführlichen Bericht wo ihr das Teil bekommt, und wie ihr es selbst einbauen könnt.

Klangerzeugung

VCO

Der VCO hat einen Umfang von ca. 6 Oktaven (2′ bis 64′ Fuß) und bietet die Wellenformen Dreieck, Rechteck (50%) und Sägezahn. Weißes Rauschen kann über ein separates Poti nach Bedarf hinzugemischt werden. Gespielt wird der VCO ausschließlich über den Ribbon-Controller. Dessen Notenumfang wird über den Range-Wahlschalter bestimmt. In der Wide-Einstellung wird die Oktavenlage des VCO ignoriert, und die gesamte Tonlage des VCOs kann über den Ribbon-Controller stufenlos gespielt werden. Gut für Effekte, für genaues Spielen von Melodien weniger. Die Narrow-Einstellung ist zwar ebenso stufenlos, folgt aber der Oktavenlage des Range-Schalters. In der Key-Einstellung ist der Ribbon-Controller chromatisch exakt in der aktuellen Tonlage des VCOs spielbar, soweit man das von Ribbon-Controllern sagen kann.

MS10/ MS20 Filter

Das VCF ist der markante 12dB/Okt-LowPass-Filter aus dem MS-10/ MS-20. Genaugenommen handelt es sich hier nun um das sog. Korg35-Filterdesign, das sowohl im MS-10 als auch im MS-20 verbaut wurde. Für den MONOTRON wurde die Originalschaltung mit minimalen Updates verwendet. Als Parameter gibt es natürlich Cutoff und Resonanz bzw. Peak im Korg-Jargon.

VCA

Der VCA bietet neben einem Lautstärkeregler auch einen Hüllkurvengenerator. Der EG-Wahlschalter bietet die Modi „Decay“ – Verklingen der gespielten Note, „Gate“ – gehaltene Lautstärke und „Attack“ – Anschwellen bis zur Maximallautstärke der gespielten Note.

Klangmodulation

Für die Klangmodulation gibt es einen LFO der entweder die Tonhöhe des VCOs, den Cutoff des Filters oder beide gleichzeitig beeinflussen kann. Als Wellenformen stehen Sägezahn, Dreieck und Rechteck (50%) zur Verfügung. Er bietet drei Geschwindigkeitseinstellungen. 1Hz bis 5kHz im „Fast“-Modus und 0,05Hz bis 18Hz im „Slow“-Modus. Die Einstellung „One Shot“ spielt die erste positive Halbwelle der eingestellten Wellenform. Eine Besonderheit ist hier, dass bei „Fast“ und „OneShot“ die Key-Sync Funktion aktiv ist. Diese setzt die Phase der Wellenform bei jeder gespielten Note zurück. Klanglich bewegt sich der Stimmenerzeugung des MONOTRIBE auf professionellem Niveau. Hier quäkt und schlingert nichts. Der Sound ist rund, stimmungsstabil und hat einen satten Tiefgang, der seinen Vorfahren alle Ehre macht.

Analoge Drum Sounds

Die voll analogen Sounds für Bassdrum, Snare und HiHat wissen zu gefallen und können sich gut behaupten. Mit dem Druck oder dem Durchsetzungsvermögen einer TR909 oder Jomox M-Base sind sie nicht wirklich zu vergleichen, das wäre auch zuviel erwartet. Besonders die Bassdrum könnte etwas mehr Volumen und Decay gebrauchen. Es scheint, dass die Bassdrum mit der VCO-Stimme gekoppelt ist. Solo bringt sie kaum mehr als ein Knacken zustande, wenn sie allerdings mit dem VCO konzertiert, ändert sich der Charakter merklich und kommt bei vollmundig, bassstarkem Filtergebrummel erst richtig in Stimmung. Die HiHats sind dagegen schon eingeständiger. Am besten gefiel jedoch die Snare, die mehr rund als knallig ist. Die Sounds können weder verändert, noch intern in die Klangsynthese miteinbezogen werden. Daher ist es ein schönes Detail, dass die Synthie- und die Rhythmussektion unabhängig voneinander in der Lautstärke geregelt werden können. Das hilft, den Gesamtsound  in den Griff zu bekommen. Die Drums passen erstklassig zum Charakter des MONOTRIBE, machen ihn aber kaum zum alleinigen Groove-Box-Wunder.

Sequencer

Korg hat dem MONOTRIBE einen aufnahmefähigen Vierspur-Sequencer Groove-Box spendiert, der die Live-Performance Möglichkeiten erheblich bereichert. Eine Spur steht für den VCO zur Verfügung, die anderen drei für Bassdrum, Snare und HiHat. Dass nur eine einzige Sequenz gespeichert werden kann, ist zwar dürftig, doch aufgrund der Einfachheit des Sequencers und des MONOTRIBEs an sich weit weniger relevant, als es sich anhört.
Der Drum-Sequencer bietet eine Überraschung. Die einzelnen Spuren der Drums werden über dedizierte Part-Taster angewählt. Bei der ersten Anwahl einer Drum-Spur wird der Zustand der Steps 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15 über ein Lauflicht angezeigt. Um die Steps dazwischen anwählen zu können, muss die Taste des entsprechenden Parts gehalten werden, während die Steps angewählt werden. Der MONOTRIBE bietet also keinen 8- sondern einen 16-Step Sequencer, zumindest für die Drum-Spuren. Dabei ist die Aufteilung in gerade und ungerade Steps ziemlich genial, gerade bei der Live-Performance.

Korg monotribe – Drum-Sequencer

Synthie-Sequenzen werden nach Betätigung des Rec-Tasters über den Ribbon-Controller aufgezeichnet. Dabei bietet der MONOTRIBE die Wahl zwischen einer chromatisch korrigierten und quantisierten Version oder der „ungeschönten“ Originaleinspielung. Im Flux-Modus wird nämlich die Fingerbewegung kontinuierlich während der Zeit eines Sequenzdurchganges aufgezeichnet. Die Auflösung ist dabei um ein Vielfaches höher als 8 Steps. Das Beste dabei ist, dass zwischen beiden Versionen per Flux-Taster einfach umgeschaltet werden kann.
Notenlängen können im Rec-Modus ebenfalls aufgezeichnet werden. Nach dem Anwählen des Gate-Tasters lassen sich die Gate-Zeiten 100%, 50% und 1,4% einstellen, die sich über drei Zonen auf dem Ribbon-Controller verteilen. Das ist zwar nicht besonders üppig, kann aber für jede Note separat eingespielt werden. Der Active Step-Taster bietet noch die Möglichkeit, die tatsächlich gespielten Steps einzustellen. Die Auswahl gilt für alle Sequenzerspuren. Der letzte aktive Step kann zwar nicht ausgeschaltet werden, doch macht der MONOTRIBE einem keine Vorgaben darüber, welcher der acht Steps das zu sein hat. Insgesamt hinterlässt der Sequenzer einen durchweg positiven Eindruck: tight, groovig und nicht zu simple für das, wozu er gemacht wurde. Zuletzt lässt sich das Tempo des Sequencers über den Tempo-Regler stufenlos einstellen, solange der MONOTRIBE nicht von außen angetrieben wird. Die maximale Umfang liegt dabei bei etwa zwischen 10 bpm und 360 bpm.

Was sich mit dem MONOTRIBE noch so anstellen lässt

Filtereffekt

Aufgrund des Audioeingangs könnte sich der MONOTRIBE auch als Filtereffekt nutzen lassen, möchte man annehmen. Das Problem dabei ist, dass das Eingangsignal mit der VCO-Stimme gekoppelt ist. Wird also der Ribbon-Controller nicht betätigt, wird auch kein Signal ausgegeben. Auch die Stellung des Hüllkurvengenerator spielt dabei eine Rolle. Nur in der Gate-Einstellung wird bei gehaltenem Controller ein permanentes Signal ausgegeben. Beim Korg MONOTRON wurde das externe Signal kontinuierlich eingeschleift. Dieses Feature eignet sich also weniger als Insert-Effekt, als zum Hinzufügen weiterer Synthie-Stimmen zum VCO, was recht schade ist und den Verwendungsrahmen des MONOTRIBE einschränkt. Das wiegt umso schwerer, da der MONOTRIBE wirklich rauscharm ist. Zwischen ihm und dem MONOTRON liegen Welten. Ein positives Feature am Rand ist der Kopfhörerausgang, der – mit dem Audioeingang des MONOTRIBE verbunden – eine herrlich satt und fett klingende Übersteuerung hervorbringt. Diese trägt nochmals einiges von dem analogen Dreck auf, den wir alle so lieben.

Anschluss gesucht

monotribe Lichtreklame und Getränkeautomantensequencer

Kommen wir zum vielleicht interessantesten Feature des MONOTRIBE: den Sync Möglichkeiten. Diese ermöglichen, den MONOTRIBE zur Steuerung externer analoger Hardware einzusetzen oder sich von ihr steuern zu lassen. Dabei wird nicht nur positive und negative Polarität unterstützt, sondern die Polarität ist für Eingang und Ausgang separat wählbar. Ebenso sind für das Tempo ein weiter und ein enger Einstellbereich verfügbar. 
Der Sync-In verträgt Spannungspegel von 5V bis 20V. Der Sync-Out liefert ausschließlich ein 5V-Signal. Wer jetzt kein weiteres analoges Equipment mit Sync-Optionen hat, muss trotzdem nicht in die Röhre schauen.

Der MONOTRIBE lässt sich auch mit jeder DAW bzw. jedem digitalen Sample-Player antreiben. Einfach das Sync-Signal absamplen oder sonst irgendwie einen 15ms langen 5 Volt Rechteck-Impuls generieren und diesen entweder direkt als Tempospur in einem Audiotrack verwenden oder in einem Sampler Plug-in per MIDI ansteuern. Letzteres funktioniert natürlich wunderbar mit der Tempo-Map eines DAW-Projekts, denn je Impuls spielt der MONOTRIBE genau einen Step in der Sequenz weiter.

syncKontrol – monotribe + iMS-20 (iPad)

Aber Korg setzt mit dem kostenlosen in Kürze erhältlichen syncKontrol für iPod/iPhone noch eins noch eins drauf. Über ein Audiokabel mit dem MONOTRIBE Sync-Eingang verbunden, lässt sich dieser vom iPod aus fernsteuern, während der iPod per Bluetooth mit einem anderen Apple Handheld synchronisiert werden kann. Die iPad Apps Korg iMS-20 und iElectribe arbeiten per WIST-Protokoll mit SyncKontrol zusammen, während sie selbst wieder über CoreMIDI (nano2-Serie oder Camera Connection Kit) angesteuert werden. Bleibt zu hoffen, dass Korg nicht auf dem Code sitzen bleibt, sondern das WIST-Protokoll auch für andere als SDK zur Verfügung stellt. Allerdings kann über das WIST-Signal derzeit nur ein synchroner Start mit der übermittelten Geschwindigkeit initiiert werden. Nachfolgende Tempoänderungen werden nicht übermittelt.

Virtuelle MS-20 Familie: monotribe, iMS-20, DS-10 und MS-20 KLC

Da wir gerade vom Synchronisieren reden – der MONOTRIBE ist nicht allzu wählerisch, was das Sync-Signal angeht. So ließ sich mit wenigen Einstellungen im Korg DS-10 für Nintendo DS ein Rechtecksignal zu generieren, das vom MONOTRIBE als Sync erkannt wurde. Weitere Einstellungen mit Attack- und Release-Parametern führten zu interessanten Verschlucken und Verhaspelungen und anderen arhythmischen Reaktionen seitens des MONOTRIBE. Experimentieren strengstens empfohlen!

Was ist also vom MONOTRIBE zu halten?

der monotribe im Japanischen Garten – analog immer und überall

Das Problem ist, dass hier zu dicht beieinander geklotzt und gekleckert wurde. Der eingebaute Sequencer und die Drum-Sounds haben mit den anderen „~tribe“-Produkten von Korg zwar die prinzipielle Funktion gemeinsam. Das Bedienkonzept erinnert eher an den Kaossilator. Das gilt für die Eigenheiten der Tonkontrolle über den Ribbon-Controller (siehe Kaoss-Pad) und für den einen Speicherplatz, jedoch auch für die Unmittelbarkeit des Spielspaßes. Kaosstron war der Korgs PR-Abteilung aber dann wohl zu extravagant und der MONOTRIBE dafür wiederum ein klein wenig zu brav.
Der Step-Sequencer ist genial ausgeführt, und die Sync-Möglichkeiten bereichern den MONOTRIBE beachtlich. Dieser Umstand lässt darüber hinwegsehen, dass er nur einen Speicherplatz hat. Dass der externe Audioeingang nur bei gehaltener Note und mit VCO-Stimme eingeschleift wird, ist jedoch ein Manko. Die nicht vorhandene MIDI-Schnittstelle ist unwesentlich und war auch niemals zu erwarten gewesen. Dass aber ein CV/Gate-Eingang nicht integriert wurde, ist nahezu ein Fauxpas. Dieses Feature hätte den MONOTRIBE so richtig zum „must-have“-Produkt machen können. Bleibt den Mutigen nur, im Internet nach Circuit-Bending Anleitungen zu graben. Das wiegt umso schwerer, da der MONOTRIBE klanglich voll und ganz überzeugen kann. Oszillator, Filter und Modulation sind hochwertig rund, kräftig und stimmungsstabil. Das Filter kann herrlich schreien, ohne harsch zu sein, und die analogen Drums sind durchaus praxistauglich.

Für wen ist der MONOTRIBE nun interessant?

Der MONOTRIBE ist kein Alleinunterhaltergerät. Seine Stärken kommen zum Vorschein, wenn er live gespielt, einem Live-Set beigefügt wird. Für Soloauftritte ist er jedoch zu limitiert, obwohl auch das eine ganze Zeit lang Spaß machen kann, denn schließlich stimmt der Grundsound. Für Soundschrauber sind die marginalen Speichermöglichkeiten eher positiv zu bewerten. Preset User und Musiker, denen Harmonielehre über alles geht, werden hier nicht glücklich.
Was uns zu der Frage bringt, ob der ultraportable Synthie seinen Verkaufspreis wert ist.

Der Korg Monotribe on YouTube

Fazit

Korg macht es einem nicht leicht. Der MONOTRIBE ist definitiv kein Gimmick, aber so professionell will er irgendwie auch nicht rüberkommen. Der erste Konkurrent ist natürlich der MFB Nanozwerg. Er wildert in derselben Preisregion wie der MONOTRIBE. Er hat u.a. keinen Sequencer, dafür aber MIDI- und CV-Steuerung. Der direkte Konkurrent des Nanozwergs ist wiederum der doppelt so teure Doepfer Dark Energy. Diesen jedoch mit dem Korg MONOTRIBE aufgrund der unterschiedlichen Konzeption und Preisgestaltung zu vergleichen, ist erst recht unpassend.

Man kann sich wahrscheinlich nicht genau überlegen, ob man den MONOTRIBE braucht oder nicht. Entweder das Konzept macht einen an und man lebt mit den Einschränkungen, was auch beim Kaossilator zum Erfolgsrezept avancierte, oder man wird sich gleich dagegen entscheiden.
Selbst wenn einem der Straßenpreis von 199 Euro als Impulskauf recht schwer im Magen liegt, sobald man das Gerät in der Hand hält, spürt man, wo das Geld geblieben ist. Leider wurde es jedoch nicht immer in die richtigen Stellen investiert. Ein Plastikgehäuse und eine PDF-Anleitung aus dem Netz, dafür aber CV/Gate Eingang und Filter-Modulationeffekt wäre durchaus eine Überlegung wert gewesen.
Dennoch sollte man den Spielspaß, den man mit dem MONOTRIBE haben kann, nicht unterschätzen. Die Features, die da sind, wurden hervorragend umgesetzt. Wenn der MFB nanoZwerg also sein Geld wert sein soll, dann ist es der MONOTRIBE auf seine spezielle Weise auch. Man darf nur nicht erwarten, ein dazu alternatives Produkt zu erwerben, das hat hoffentlich dieser Test gezeigt.

Plus

  • Klang
  • Verarbeitung
  • Sync-Möglichkeiten
  • einfache Handhabung
  • Mobilität
  • gedrucktes deutschsprachiges Handbuch

Minus

  • kein CV/Gate-Eingang
  • externes Signal nur bei gehaltener Note eingeschleift

Preis

  • UVP: 237,- Euro
  • Straßenpreis: 199,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Steppenwolf  

    kann man auf jeden fall tolles rausholen denke ich, die demos überzeugen mich wider erwarten doch den monotribe vor dem mochika xl zu kaufen :)

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Auf alle Fälle lässt sich damit was machen. Ich möchte auch anmerken, das der besprochene monotribe mein eigener ist und nicht ein Testgerät.

      Ich werde ihn demnächst auch in mein Live-Set integrieren, zu Bass und Filter unterstützng.

      Ich warte auch noch auf die ersten Circuit Bending infos um den Ribbon Controller mit Pitch-CV zu ergänzen. Dann hätte ich alles was ich will.
      Grüße,
      Markus

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    phil_dr110  

    ich besitze seit gestern eine und bin wirklich begeistert. das syncing mit der esx- 1 von korg ist wirklich einfach:
    ein kurzes bassdrumsample auf einen slot, alle steps an. geroutet wird auf ausgang 3, der dann mit dem sync in verbunden wird. monotribe auf start, electribe auf start und los gehts. geshuffelte triggersignale werden auch problemlos übernommen :)

  3. Profilbild
    Steppenwolf  

    Ich hab seit dem 20.7. eine und bin sehr zufrieden!
    Das einzige was stört ist das unpassende Verhalten der Cutoff Frequenz in Abhängigkeit von der Tonhöhe.. das war schon beim Monotron so, ich weiß nicht was Korg sich bei so einem Mist denkt.
    Gibts da vielleicht irgendwo Anleitungen wie man das anpassen kann?

    Ansonsten super Teil, werd ich nicht wieder hergeben :)

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hi Steppenwolf,

      ich weiss erlich gesagt nicht ganz was du meinst. Das Filter ist eine 1:1 Reporduktion des originalen MS-10/MS-20 Filters und soweit meine Recherchen und meine Vergliche mit meiner Korg Legacy MS-20 gehen, gibt es keine keine (nennenswerten) Unterschiede zum monotron bzw. monotribe Filter.
      Falls du das „Resonanzloch“ des Filters meinst, das bei der Frequenz des gespielten Tones auftritt, nun das ist schon seit 1978 so.

      Sollte ich was übersehen haben, bin ich ganz Ohr. :)

      Grüße
      M.

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        Steppenwolf  

        Hi m.,
        beim Monotron ist eine Oktave VCO Frequenz gleich zwei Oktaven Filter Frequenz, wenn man die Resonanz voll aufdreht hat man somit 2 Oktaven die man auf dem Gummipad spielen kann, normal jedoch eben nur die vorgegebene eine Oktave.

        Ob es beim Monotribe genauso ist im Verhältnis hab ich noch nicht rausgefunden, auf jeden fall kann man keine sinnvolle „normale“ Melodie machen bei der man die Resonanz voll aufdreht ohne dass der Filter auf einen Ton stimmt und auf andere in der Skala irgendwie garnicht, das find ich beim Monotribe relativ unbrauchbar, obwohl es beim Monotron ein nettes feature war.

  4. Profilbild
    phil_dr110  

    unter korg.de gibt es jetzt ein wirklich gutes system- update. einfach mal gucken, laden, installieren und freuen :)

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hallo Kuppel,
      Na dann glückwunsch. Auch ich kann mir den monotribe ohne MIDI nicht mehr vorstellen. :)

      Dich wird dann sicher auch unser Monotribe Workshop interessieren, der demnächst veröffentlicht wird. Er führt neben Midi auch in Modding ein. Allerdings benutzen wir das miditribe I/O von Amazing Machines, damit auch weniger Modding-Geneigte den monotribe voll nutzen können.

      Grüße,
      Markus

      • Profilbild
        knuppel

        Sorry, aber der Preis für das Mazaing-Teil ist in keinster weiße gerechtfertigt. Mit den Bauteilen die da drauf sind ist das teuerste der Optokoppler, der kostet in der Bucht bis zu 10 Euro. Midi Out lohnt sich nicht wirklich, da die Monotribe nicht schnell genug reagiert. Wenn man jetzt keine geätze Platine hat, könnte man das Teil für unter 30 Euro verkaufe, denke ich. Hab jetzt keinen Preis für die DIN Stecker, da ich noch ein paar zu Hause liegen hab.

        • Profilbild
          Markus Schroeder  RED

          Der Meinung kann ich micht nicht ohne weiteres anschließen. Wenn jemand keine Lust auf Löten und Bauteile suchen hat, ist der miditribe super einfach und sicher. miditribe einbauen dauert 5 Minuten.
          Das alte Lied: Zeit oder Geld.
          Jeder wie er mag. ;)

          Guten Rutsch!

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