Test: Korg PA600, Arranger Keyboard

Tastatur und Lautsprecher

Das PA600 wird mit einer anschlagsdynamischen 61er-Tastatur ausgeliefert. Diese ist relativ leichtgängig, aber verglichen mit einigen Konkurrenten dennoch gut zu spielen. Am unteren Ende der Tastatur befindet sich der Korg-typische Joystick, der für Pitchbend und Modulation zuständig ist. Das Lautsprechersystem ist mit 2x 15 Watt Leistung gut aufgestellt und bietet in den mittleren und höheren Frequenzbereichen ordentlichen Klang. Der Bassbereich könnte jedoch etwas stärker ausgeprägt sein. Für zu Hause kein Problem und bei Live-Auftritten wird man in den meisten Fällen ohnehin auf eine externe Beschallungsanlage zurückgreifen. Da passt es dann auch gut, dass man die internen Lautsprecher im Menü abschalten kann.

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Sounds

Hinsichtlich der Klangerzeugung basiert das PA600 auf der EDS-Technologie (Enhanced Definition Synthesis), hat jedoch mit RX (Real Experience) und DNC2 (Defined Nuance Control) weitere interessante Technologien an Bord, die die Klangqualität des Keyboards maßgeblich mitbestimmen. Ganz unabhängig davon, woher die Sounds nun eigentlich kommen, hat das Korg über 950 unterschiedliche Klänge und 64 Drum Kits unter der Haube. Das Repertoire reicht von Pianos, Orgeln, Streichern oder Bläsern bis hin zu Synth- und Effekt-Sounds, so dass für jeden die passenden Klänge parat stehen. Sehr gelungen und hervorzuheben ist der neue Flügelklang namens Konzertflügel. Dieser kann durch seine gute Präsenz im Klangbild auch bei dichten Arrangements sehr gut hervorstechen. Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir die E-Piano Variationen und die große Orgel/Akkordeon Auswahl. Qualitativ etwas schwächer sehe ich die Bläser Ensemble Sounds sowie einige Klänge der Holzblasinstrumente. Beispielsweise sind mir die sehr starken Anblasgeräusche von Flöte und Klarinette negativ aufgefallen. Das hätte man eigentlich etwas moderater ausfallen lassen sollen. Ansonsten ist die Qualität des Klangrepertoires des PA600 sehr gut und durch die DNC-Variationen (verschiedene instrumentenspezifische Spielweisen/Artikulationen) kann man dem ein oder anderen Sound richtig Leben einhauen. Ich finde zwar nicht alle DNC-Spielweise extrem passend bzw. gut einsetzbar aber das ist sicherlich auch Geschmackssache.

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Optional erhältlich ist die MUSIKANT-Erweiterung für das PA600. Mit Kauf dieser Erweiterungskarte erhält man weitere Sounds, über 150 zusätzliche Styles, 8 Drum-Kits, neue Begleitphrasen und 400 vorregistrierte Songbook-Einträge.

Effekte

Um die einzelnen Sounds gezielt zu beeinflussen bzw. mit den nötigen Effekten zu versehen, hat das Korg vier Stereo-Master-Effekte an Bord, für die man aus 125 Einzeleffekten auswählen kann. Alle spielbaren Parts haben jeweils einen eigenen 3-Band-Equalizer im Kanalzug und für alle nicht Korg eigenen MIDI-Files lässt sich eine Standard-Effektkombination einstellen, so dass eine größtmögliche Soundgleichheit gewährleistet ist. Kurz vor Ausgabe des Signals an Lautsprecher bzw. Main-Ausgang kann man noch einen Limiter samt parametrischem 4-Band-Equalizer zwischenschalten. Typische Einstellungen wie Rock, Dance oder Loudness stehen hier zur Verfügung.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Ein Vergleich mit dem Vorgänger PA500 (Musikant) wäre schön gewesen. Das PA600 scheint mir in vielerlei Hinsicht abgespeckt zu sein. Zwar lockt das schönere Display, doch der Verzicht auf die direkte Anwahl der Styles über Gruppentaster sowie der fehlende zweite Sequenzer wiegen schon schwer. Neu ist die Abspielmöglichkeit für MP3s, dafür muss man die Musikant-Erweiterung nachkaufen. Die Styles ind Klänge, die hier präsentiert werden, klingen auch nicht anders oder besser als bei meinem PA500. Eigentlich schade.

    • Profilbild
      FenderRhodes  

      Von „abgespeckt“ würde ich beim PA 600 nicht sprechen.
      Es fehlt tatsächlich der zweite Sequenzer sowie der „assignable Slider“. Überhaupt hat der PA 600 relativ wenig Controller, lediglich einen Fußtaster.

      Dafür aber hat er eine entscheidende, neue Funktion, nämlich den „Chordsequenzer“, mit dem sich die Akkordfolgen eines ganzen Songs speichern und als Loop zum Jammen abspielen lassen, und das mit jedem beliebigen Style kombinierbar!

      Außerdem hat der PA 600 eine ganze Bank neuer Contemporaray Styles, die von ausgezeichneter Qualität sind und die beim PA 500 fehlen.

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