ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Test: KORG padKONTROL

31. Juli 2006

Test: padKONTROL

Korgs neuer MIDI-Controller erinnert mit den 16 Pads an die legendäre MPC Reihe von Akai. Der padKONTROL verfügt über keinerlei Klangerzeugung, sondern dient zum Triggern von Software-PlugIns oder anderer Hardware.

1_01.jpg
– KORG padKONTROL –

Features
Im formschönen, weiß/silber lackierten Gehäuse finden sich neben den 16 anschlagdynamischen Pads zwei Taster, zwei Potis und ein X/Y-Touch-Pad. All diese Bedienelemente können frei programmiert und in Bänken organisiert werden. Ganz MPC-like finden sich neben dem Touch-Pad Flam und Roll Funktionen, mit denen Doppelschläge und die typischen Snare-Rolls erzeugt werden können.

ANZEIGE

2_02.jpg

Die 16 Pads haben mehrere Funktionen. Neben dem Trigger-Modus für MIDI-Noten können über sie auch Bänke umgeschaltet und „Program-Changes“ gesendet werden. Die Programmierung der Bedienelemente wird entweder vollständig am Gerät oder über eine Software durchgeführt. Korg liefert eine Reihe von Presets für verschiedene Software-PlugIns mit. Jedoch muss man seine eigenen Einstellungen selber programmieren, bevor man mit dem padKONTROL richtig loslegen kann.Dem Karton liegt eine CD mit Software bei in der Ableton Live Lite 4, Reason Adapted, IK Sampletank2 LE, eine UVI Korg Edition, das Korg MDE-X und dfh Superoior LE beiliegen. Es handelt sich dabei jeweils um stark eingeschränkte LE-Versionen.

3_03.jpg

Auf der Rückseite finden wir einen MIDI I/O, einen Pedal-Anschluß sowie eine Zugentlastung und einen Diebstahlschutz. Die Stromversorgung erfolgt entweder über USB oder ein optionales externes Netzteil.

Praxis
Wie eben schon erwähnt, werden zwar einige Presets mitgeliefert, jedoch muss man sich erst sein eigenes Setup zusammenstellen um mit der padKONTROL die gewünschte Software sinnvoll bedienen zu können. Das bedeutet, dass man sich zunächst in das Gerät einarbeiten und die Anpassungen manuell am Gerät oder der Software programmieren muss. Die Programmierung am Gerät ist recht gut gelöst aber die Software ist noch bedienfreundlicher.

4_04.jpg

Hat man sich alles konfiguriert kann man die padKONTROL z.B. für ein Live-Setup oder im Studio zum Triggern von Drums, Loops, Samples einsetzen und über die Buttons und Potis z.B. Filter und Effekte steuern. Die Roll-Funktion eignet sich vor allem für Echtzeit-Snare-Rolls, die vor allem in Live-Situationen gut eingesetzt werden können.
Schade ist, dass eine solch schöne MPC-Oberfläche keine Software mitliefert, die direkt anwendbar und vorkonfiguriert ist.
Die Verarbeitungsqualität geht in Ordnung – auch, wenn die Potis nicht verschraubt sind und das Gehäuse aus Kunststoff ist. Die 16 Pads sind hingegen recht stabil ausgeführt und verfügen über eine angenehme, praxisgerechte Anschlagdynamik.

ANZEIGE

Mitbewerber
Korg ist sicher nicht die erste Firma, die einen solchen Controller verkauft. Allen voran war natürlich Akai mit der MPD-16 die erste Firma mit dieser Idee und bietet schon einen Nachfolger, den MPD-24 an, der über acht Potis und sechs Slider verfügt. Der M-Audio Trigger Finger (ca. 210 Euro) bietet ebenfalls acht Potis und vier Slider an. Die Konzepte sind fast identisch. Mir persönlich haben die etwas weicheren Pads des Korg Controllers etwas besser gefallen als die recht harten der MPD und des Trigger Fingers, da man beim Korg Controller die Anschlagdynamik besser dosieren konnte.

Fazit
MPC-Fans werden hinsichtlich der Eingabe-Möglichkeiten auf Ihre Kosten kommen. Die sehr guten Pads können in der Praxis die der Konkurrenz in Punkto des haptischen Gefühls übertreffen. Zudem dürfte das gute Design ein weiterer Kaufanreiz sein. Schade ist, dass Korg keine angepasste Klangerzeuger-Software als PlugIn mitliefert. Ich könnte mir hier eine Art MPC-Drumcomputer als Software vorstellen.

PLUS
+++    gut ansprechende Pads
++    formschön
+    relativ einfache Programmierung
+    XY-Pad

MINUS    
–    Potis nicht verschraubt

Preise
UVP:            249 Euro
Straßenpreis:    230 Euro

ANZEIGE
ANZEIGE
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    aaalso… ich habe mir einen padKontrol bestellt, er ist geliefert worden, ich habe ihn ausgepackt, eingepackt, zurückgeschickt und jetzt habe ich einen MPD24.
    warum? ich wollte damit loops an/ausschalten, dachte die LEDs könnten hilfreich sein. problem: die bleiben im toggle mode nicht an. dafür hat man die wahl zwischen drei fancy lauflichtmustern… das pad ist irgendwie unpräzise, und die gesamte verarbeitung lässt zu wünschen übrig, alles plaste-elaste. als ich eben den MPD24 ausgepackt habe, habe ich sofort gefühlt dass das ding robuster verarbeitet ist. die fader und encoder fühlen sich präzise an und das ding hat tatsächlich einen metallboden.
    das display zeigt den namen des aktuellen presets.
    a propos presets: 30 user presets(statt 16 beim padKontrol) und pro preset 4 bänke für die drumpads. noch fragen?

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Zwei Fragen hätte ich:

      1.
      Wie kann man diese riesigen, unempfindlichen Pads des MPD24, die genau in der Mitte getroffen werden müssen, den wirklich drastisch besseren Pads eines Korg PADKontrol vorziehen ?

      2.
      Hast du es irgendwie hinbekommen, die Endlospoties auch als solche zu benutzen, oder senden die Teile nach wie vor feste Werte und sind nicht feedbackfähig ?

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Politische Inhalte und Statements werden durch die Redaktion gelöscht.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

ANZEIGE