Test: Korg SDD-3000 Pedal, Effektgerät

So sieht Praxistauglichkeit aus, die sich auch in der Vielzahl der Anschlüsse des Pedals widerspiegelt. Die Buchsen befinden sich alle ausnahmslos an der Stirnseite des Gerätes, hierzu zählen ein Stereo In- und Output, der Klinken-Input für ein externes Expression-Pedal sowie, man sehe und staune, ein MIDI In/Out/Thru! Auch anno 2014 scheint das mittlerweile über 30 Jahre alte MIDI-Protokoll in Professional-Kreisen nach wie vor nichts an Reiz verloren zu haben. Komplettiert werden die Anschlüsse durch die Buchse für das mitgelieferte Netzteil, mit Batterien ist beim Korg SDD-3000 Pedal nämlich nichts zu wollen. Vermissen tut man allerdings einen Netzschalter, erweckt wird das SD-3000 durch das Einstecken eines Klinkenkabels in den linken der zwei Stereoeingänge.

Korg SDD-3000 Pedal Stirn

— Stirnseite des SDD-3000 Pedal mit dem MIDI Duo —

Das Korg SDD-3000 Pedal besitzt die Möglichkeit, achtzig selbst erstellte Echo-Sounds abzuspeichern. Recht fix geschieht die Anwahl der Speicherbänke mittels der vier robusten Metall-Switches im unteren Teil des Frontpanels. Pro Speicherbank gibt es zwei Sounds, die dann mit den A/B-Switches angewählt werden. Jeder der Schalter besitzt zudem eine LED, deren Leuchtkraft auch in den noch so dunkelsten Ecken stets über den momentanen Betriebszustand informiert.

Der eigentliche Spaß beginnt aber über dem Metallbügel, denn hier befinden sich sämtliche Potis, Knöpfe und Schalter. Das Layout wirkt optisch sehr 80s like – was aber garantiert so gewollt ist. Ob es allerdings in den 80er Jahren schon derart gute Hardware wie bei unserem Testgerät gab, darf bezweifelt werden. Die Potis sind fest mit dem Gehäuse, in diesem Fall der Alu-Frontplatte, verschraubt und laufen satt und nicht zu leichtgängig auf ihren Achsen. Auch die Schalter und Taster hinterlassen durch ihre präzise Funktion einen sehr guten Eindruck und langsam wird klar, wieso das Korg SDD-3000 Pedal immerhin einen Ladenpreis von fast 400,- Euro aufruft. Die Hardware überzeugt allemal!

Klangbeispiele
Forum
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    Markus Schroeder  RED

    Hi Stephan,
    kannst Du etwas zur Klangqualität des SDD-3000 im Vergleich zum Eventide H9 (Delay) sagen?

    Das würde mich doch mal interssieren.

    LG :)

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      Stephan Güte  RED

      Hi Markus,

      auf JEDEN FALL die gleiche, hohe Liga der Effektkunst :)

      Im Ernst, der Grundsound ist absolut ebenbürtig, allerdings kann das H9 ja noch deutlich mehr. Den größeren Spaßfaktor besitzt aber das SDD-3000, wegen der schönen vielen Knöpfe :)

      Lg,

      Stephan

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        mhagen1  

        Das erste Beispiel hat mich wegen der bestechenden Klangqualität schon an das Eventide H9 erinnert. Die Knöpfe am Korg sind wirklich verlockend, allerdings kann man das H9 ja über iOS-Geräte per Bluetooth fernsteuern. Das kommt schon nah dran an echte Potis.

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        Markus Schroeder  RED

        Ja, sowas hab ich mir schon gedacht.
        Mal wieder das alte Lied: Knöpfe oder Vielseitigkeit.

        Anyway, Delays kann man nie genug haben.
        :)

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    boboter

    Danke für den Test. Hast du Erfahrung mit dem Strymon Timeline Delay und kannst ggf. beide Pedals vergleichen?

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        boboter

        Super. Ich bin gespannt. Das Timeline ist bisher mein liebstes Multi-Delay Pedal. Vielleicht kannst du ja in dem Testbericht einen kleinen Vergleich zum Korg einbauen.

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    timewindx

    Leider ist im Test vergessen worden zu erwähnen, dass zwar eine Midi-Schnittstelle vorhanden ist, diese aber keine Clock-Signale synchronisieren kann. Ein schweres Manko, wie ich finde. Für Gitarristen sicherlich nicht bedeutsam. Für Synth+DAW Anwendungen katastrophal.
    Das alles macht das Eventide TimeFactor spielend aus der Hüfte.

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    angie303

    Leider wird das Pedal ja nicht mehr produziert. Der Music-Store hat jetzt aber noch mal (scheinbar aus England) 80 Stück bekommen. Die sind inzwischen nach kürzester Zeit aber so gut wie vergriffen. Ich dachte eigentlich, ich hätte keinen Bedarf, habe von Strymon das Timeline, El Capistan, Dig, TC Alter Ego, Flashback 2, Malekko Ekko, Boss RE20. Ich war dann aber neugierig. Ich fand das Pedal optisch schon immer sehr schön und habe mir in einer vorweihnachtlichen „Jetzt oder nie-Laune“ doch mal ein Exemplar bestellt. Und jetzt das: Alles klingt einfach so wie es soll. Es fängt an zu rollen. Es inspiriert. Der Preamp ist der Hammer und hat eine unglaubliche Dynamik. Sogar mein kleiner Marshall MG15! Übungsamp ist nicht mehr wiederzuerkennen. Die Größe des Pedals finde ich genau passend, die Verarbeitung deutlich besser als bei z.B. Strymon. Zugegeben: Ich kenne das Original nicht persönlich. Aber dieses Delay ist das Beste, das ich habe. Ich bin definitiv begeistert.

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