ANZEIGE
ANZEIGE

Test: Korg Volca Mix, Mix- und Steuerkonsole

Klang des Korg Volca Mix

Das Witzige bzw. das Merkwürdige ist, dass der Volca Mix – wenn alle Kanäle heruntergedreht sind – ein 50 Hz Brummen aufweist, das bis -95 dBFS erreichen kann. Das Brummen ist aber so gut wie nicht hörbar und stellt im Normalbetrieb eigentlich kein Problem dar. Werden die Kanäle nach und nach auf Vollausschlag gedreht, reduziert sich das Grundrauschen auf ca. -110 dBFS. Also ca. -5 dB pro Kanal.

Volca Mix – alle Kanäle offen

Das Netzbrummen wird auch über die Stummschaltung der einzelnen Kanäle minimiert. Insgesamt ist das aber nichts, was im normalen täglichen Betrieb irgendwie stören wird.

ANZEIGE

Es gibt Berichte, der Volca Mix würde fiepende Geräusche von sich geben. Das konnte ich während des Tests in keiner Weise bestätigen. Vielleicht hatte man vergessen, die Lautsprecher des Volca Mix auszuschalten, die rauschen nämlich wie blöd und quäken. Die LED-Kette ist zwar kurz, aber ausreichend.

Korg Volca Mix

Klang / Audiobeispiele zum Korg Volca Mix

Was den Klang über die Audiobuchsen angeht, so ist der Volca Mix mit „sehr gut“ zu bezeichnen. Im Verhältnis zu einem direktem Abgriff der einzelnen Volcas mit dem Audiointerface (Keith McMillen K-Mix) sind sowohl Dynamik als auch Detailtreue ohne nenneswerte Unterschiede, wie die Audiobeispiele zeigen. Der Direktabgriff wirkt offener, der Mixerabgriff kompakter. Beides hat seine Berechtigung. Nur das Beispiel Direktabgriff wurde nicht über den Hauptausgang des Volca Mix aufgenommen.

Nur ist der Volca Mix basismäßig doch recht basslastig und man sollte, besonders bei bassfreudigen Volcas, eher auf der rechten Seite des „Lo/Hi Cut“-Reglers bleiben. Denn gerade im Bass neigt der Volca Mix doch schon eher zur Verzerrung bei zu hohen Pegeln. Ansonsten sind die „Lo/Hi Cut“- Regler ein effektives Mittel, um den Klang sehr weitreichend in eine bestimmte Richtung zu biegen, damit klappt auch der Drop.

Die Audiobeispiele sind bis auf eine Normalisierung mit eine Peak bei ca. -10 dBFS unbearbeitet.
Das Kopfhörer-Peak liegt bei etwa -5 dBFS.

Korg Volca Mix auf YouTube

YouTube

ANZEIGE

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

ANZEIGE
Fazit

Der Volca Mix vermag nur punktuell zu überzeugen, was in Hinsicht auf die bisherigen Volcas enttäuscht. Was er hat und was er kann, macht er schon gut, doch hat Korg viel zu sehr gespart und ein gerade noch funktionales Produkt abgeliefert, das mehr Wünsche offen lässt als es befriedigt.

Das fängt bei der Länge der mitgelieferten Kabel an, geht bei der Ausführung der Kanäle 1 und 2 in Mono weiter, führt über die zwei Effekte und endet bei nur einem Sync-Ausgang. Hier hat Korg im Gegensatz zu den Volca Key, Bass, Sample, Kick und FM ein Low-Budget-Produkt herausgebracht, das sich auch so anfühlt. Was hätte Korg hier für nur 50 Euro Aufpreis alles abliefern können. Definitiv eine verpasste Chance, leider.

Der performative Aspekt, ein kompaktes Set zu haben, ist soweit machbar gelungen. Weniger Kabel gehen in der Kombo eigentlich nicht und die Netzteile, Batterien und Akkus, die man spart, rechnen sich auch. Die universale Transportkontrolle ist nett, da aber hier die Volcas auch nur in Reihe sind, nicht exklusiv auf den Volca Mix beschränkt.

Die wirklichen Abturner sind aber die viel zu kurzen Kabel, die kreuz und quer über das Setup verlaufen und damit die Bedienung unnötig schwerer machen.

So bleiben auch die Stromanschlüsse für die anderen Volcas der einzige Mehrwert und Vorteil des Volca Mix. Ansonsten ist man mit jedem beliebigen anderen 8-Kanal Mischpult für einen vergleichbaren Preis besser bedient. Der Volca Mix ist ganz sicher kein Must-Have-Produkt, wer aber unbedingt meint, einen Volca Mix haben zu müssen und keine weiteren Ansprüche hat, kann dem beruhigt nachgeben. Das Gerät ist ebenso wertig gebaut wie die anderen Volcas. Bleibt nur zu hoffen, Korg sagt mit dem Mix nicht goodbye zur Volca Serie. Das wäre ein magerer Abschluss.

Plus

  • Klang
  • Stromversorgung von drei weiteren Volcas
  • Send-Bus
  • Stereo-AUX-Eingang

Minus

  • viel zu kurze Kabel
  • Kanal 1 und 2 nur in Mono
  • Kopfhörer nicht getrennt vom Hauptausgang regelbar
  • Dynamik-Effekt

Preis

  • Ladenpreis: 139,- Euro
ANZEIGE
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Kleiner ging es jetzt aber nicht mehr! Aber ich verstehe das sehr gut, denn Einschränkungen machen erst kreativ! Sehr gut erkannt Korg! Weiter so.

    Die Sache mit den Kabel sehe ich anders, denn zu lange Kabel sind genau so schlimm. Klein soll alles sein und das konsequent. Find ich gut so.

    • Profilbild
      Green Dino  AHU

      Lange Kabel kann man immerhin bündeln, unter oder neben Geräten entlang führen usw.
      Die Kabel sind doch wirklich viel zu kurz und da die Buchsen ja oben sind werden die alle starr nach oben zeigen und zwischen die Finger geraten.
      Das sieht auf dem Bild echt nicht gut aus….

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Von mir aus kann das jeder machen wie er will. Ich denke das ist grundsätzlich eine Frage der Arbeitsweise. Ich habe zum Beispiel kurze und längere und noch lange Kabel. Und davon einfach sehr viele. Das kostet ja jetzt wirklich nicht mehr so viel in der heutigen Zeit.

        • Profilbild
          Green Dino  AHU

          Schon klar. Ich hab auch verschieden lange Kabel und ne Kiste voll mit nicht genutzten Kabeln.
          Ich finds nur einfach sinnlos wenn man die mitgelieferten Kabel gleich auf die Seite legen muss. In dem Fall sinnlose Verschwendung.

          Ohne Batteriebetrieb ist das eh irgendwie kein Volca…

  2. Profilbild
    Emmbot  AHU

    Der Volca Mix ist meiner Meinung nach leider nicht so gelungen.

    Die Speaker können weg und dafür mehr Kanäle.

    Kein Batteriebetrieb ist inkonsequent.

    Ein Slave in bzw. Zweiter Return wären eine schöne Sache. Um die Mix besser zu kaskadieren.

    Ich warte noch auf den Vixen.

    Hoffentlich kommen noch ein paar Volca.

      • Profilbild
        Numitron  AHU

        Das wäre super, volca wavestation auch.
        Der mixer hätte mind. 4 kanäle vertragen aber es gibt ja den vixen wenn man unbedingt einen mixer in dem formst haben will.

        • Profilbild
          TobyB  RED

          Mit dem Mixer ist das so wie mit den Bratwurstpackungen wo immer fünf Würste drin sind. Wenn du sechs Gäste erwartest, musst du zwei Packungen kaufen. ;) Und hier sind nur drei Würste in der Packung. ;)

      • Profilbild
        Emmbot  AHU

        Ja Wave oder Graintable wären die ersten Wünsche.

        Theoretisch geht in dem Format einiges umzusetzen. Ich hatte den Volca Kick seiner Zeit nicht erwartet. Also Platz für Überraschungen ist auch noch.

        Ich kann mich Numitron nur anschließen Tats fehlt schon sehr.

  3. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Wären die Kanäle des Volca Mix alle in Stereo, hätte ich mir auch eine Verwendung als Sub-Mixer für meine Boutique-Synthies von Roland vorstellen können. Allerdings scheint jeder Mini-Mixer im >100,-€-Bereich dafür besser geeignet zu sein. Für das Gebotene ist der Volca Mix einfach zu teuer…

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Für das Gebotene finde ich alle Volcas verhältnismäßig teuer. Aber Korg hat „stylischen Musik-Gadgets“ einen Markt bereitet. Erfolgreiches Marketing, Hut ab! Mal abwarten, was da noch alles kommt.

  4. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ein kleiner Behringer Mixer ist da eine weitere gute Alternative. Für 139€ bekommt man eine Menge dafür. Korg baut tolle Synthesizer aber der Mixer ist wirklich nix besonderes. Ich sag mal Schuster bleibe bei deinen Leisten.

    • Profilbild
      Son of MooG  AHU

      Auch von Mackie, Soundcraft und Yamaha gibt es sehr günstige und vielseitige Mixer, die zum großen Teil auch stabiler verarbeitet sind. Mit dem KMX-8 Keyboard-Mixer, der mit Polysix und Mono/Poly herauskam, hat Korg mal einen soliden Mixer gebaut. Das ist schon eine Weile her…

  5. Profilbild
    Steril  

    Mmhh, da scheint es dann doch eine gewisse Serienstreuung zu geben. Bei meinem Volca Mix hat man deutliche Klangeinbußen gegenüber der Direktabnahme gehört und auch nervige Nebengeräusche, die den Mixer für mich im Studio unbrauchbar machen. Der Tester von euerem Nachbarportal Bonedo hat das ja auch festgestellt. Und für unterwegs fehlt der Batteriebetrieb.

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Der Störgeräuschpegel bei den Bonedo Beispielen ist allerdings schon sehr auffällig, gegenüber meinem Testexemplar (wie die obigen Audiobeispiele belegen).

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Störgeräusche? Neeeeee ehrlich? DAS ist doch mal wirklich übel sowas kann man doch nicht bringen!

  6. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich verstehe die Kritik an den Mono-eingängen nicht. Stereo-Mono-Kabel sind doch kein Ding. Wenn das dann besser klingt, dann nimmt man halt solche.
    War ja auch schon ein Kritikpunkt bei dem Kickstarter-Projekt.
    Einen Mixer zu kritisieren wegen der beigelegten Kabel? Man kauft sich doch in der Regel eh die Kabel mit den Längen, die man benötigt.

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Das Problem ist wie im Test beschrieben: wenn die Volcas nur über MONO angeshlosssen werden, erleiden sie einen Lautstärkeabfall von ca. 6dB, sind also nur noch halb so laut sind. Stereo nach Mono-Kabel sind technisch das gleiche wie ein Passivsummierer, der die Eingangssignale auch erst entsprechend per Widerstand Abschwächen muss, bevor er sie Summieren kann. Zudem schränkt die Ausführung von zwei Kanälen in Mono die Einsetzbarkeit erheblich ein. Wer sagt, dass ich nicht zwei Volca Sample oder FM im Set haben darf, oder dass ich zwischen meinen Keys und dem Mix nicht noch ein anderes Stereoeffektgerät haben darf. Das kann ich nicht ohne Klangeinbußen.

      Wegen der Kabel: die musst Du aber trotzdem bezahlen und dass Du sie dann gleich nach Kauf wegwerfen kannst oder der Hersteller von einem erwartet, gleich nach Kauf nochmal 20-30 Euro für Kabel locker zu machen, ist nicht nur eine Unverschämtheit, sondern auch pure Verschwendung und außerdem überhaupt nicht im Einklang mit der Volca-Idee von „Auspacken und Loslegen“.

      Für 132 Euro bekomme ich schon ein Yamaha MG10, für €150 ein Soundcraft Notepad 12 FX und die bieten DEUTLICH mehr als der Mix.

  7. Profilbild
    BurtBurtson  

    Als großer Fan der Volca Serie habe ich mich sehr gefreut, als ich gelesen habe das ein neues Familienmitglied dazu kommt.
    Nachdem ich den Test gelesen habe, werde ich diesen Volca aber überspringen, denn es ist wohl wahr das die meisten Klein-Mixer, von denen ich genug rum stehen habe mehr können und eine 5er Kabelpeitsche zur Stromversorgung hab ich mir auch schon besorgt.

    Ich muss Korg aber klar verteidigen, denn der Volca Mix zeigt für mich einmal mehr dass das inoffzielle Motto „Korg ist anders“ stimmt: Entgegen allem was einem die Marktforscher sagen würden hat man sich hier bewusst dafür entschieden, das Konzept Volca, die „Volks-Synthesizer“ durch zu ziehen und die Serien zu komplettieren.
    Kleinmixer gibt es schon genug, jeder kann sich einen Behringer Xenyx kaufen mit digitalen Effekten und Batteriebetrieb, da hätte man keine Chance gehabt und vor allem wäre es nichts neues gewesen sondern nur ein weiterer Billigmixer in der Volca-Verpackung.

    Natürlich wäre der Volca Mixer mit zumindest genügend Eingängen für alle Volcas, Strom-Versorgung und 300 Kaoss-Pad Filtern ein großer Erfolg geworden, aber das ist nicht der Stil von Korg. Man wollte hier etwas anderes machen.

  8. Profilbild
    lightman  AHU

    Ein Nachtrag zum Volca Mix, Teil 1 von 2:

    Ich habe ein Exemplar für kleines Geld erstanden und nutze ihn in einem Live-Rack mit wechselnder Bestückung, meist zwei Volcas, Monotribe und TE PO-12, neuerdings auch Korg NTS-1 im Send/Return für Effekte und zusätzliche Sounds.

    Weiterhin habe ich einen Arturia Keystep dazugefügt, der über ein Y-Kabel per Sync IN geclockt wird und via MIDI mit den Geräten je nach Aufbau verbunden ist. Dadurch kann ich Sequenzen auf dem Volca FM oder Keys mit einem Keyboard einspielen und mit dem internen Sequenzer den NTS-1 steuern.

    Eigentlich würde ich den Keystep lieber als Master einsetzen, aber dagegen steht der fehlende Sync- bzw. MIDI-Eingang dex Mix, er kann leider nur Sync rausschicken, MIDI hat er gar nicht. Es wäre super, wenn ich mein Live-Rack im Studio via MIDI andocken könnte, wo der Mix als MIDI-to-Sync-Interface und Summierer für die Rack-Geräte dienen würde und bei Bedarf das Rack einfach abgekabelt und zum Giggen mitgenommen werden könnte. So muß ich halt immer wieder umkabeln.

    Ansonsten bin ich mit dem Mix zufrieden. Die Klangqualität ist für meine Zwecke völlig ausreichend, die Master-Effekte tun ihren Zweck und ich brauche nur noch ein Netzteil für alle kompatiblen Geräte. Er ist kompakt, nützlich und steckt in einem soliden Metallgehäuse, sollte ’ne Weile halten.

    • Profilbild
      lightman  AHU

      Ein Nachtrag zum Volca Mix, Teil 2 von 2:

      Der etwa zur selben Zeit erschienene Vixen von KVgear hat zwar sechs Eingänge (zwei davon in Stereo) und kann folgerichtig bis zu sechs kompatible Geräte mit Strom versorgen, dazu kommt noch Panning und gleich zwei Send/Returns, aber auch er bietet keine Möglichkeit des Slavebetriebs. Abgesehen davon wurde das Projekt nach erfolgreicher Finanzierung via Kickstarter recht bald eingestellt, weil sich die Herstellung des Geräts als „zu schwierig“ (Zitat KVgear Website) erwies.

      Natürlich kann man mit einer DC-Kabelpeitsche und einem beliebigen Kleinmischer die Funktionalität des Mix erreichen oder übertreffen, aber er paßt konzeptionell super zu den Volcas und anderen Tischhupen, funzt wie er soll und läßt sich wegens seiner geringen Größe gut in kompakte Live-Rigs einfügen.

      Derzeit bin ich übrigens am Rumsuchen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, den Mix zumindest mit Sync IN nachzurüsten.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Politische Inhalte und Statements werden durch die Redaktion gelöscht.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

ANZEIGE