Kreate 5: Monitore für ein junges Publikum
Mit der KRK Kreate 5 haben wir das mittlere Modell der brandneuen Kreate-Serie des kalifornischen Herstellers im Test. Die 2-Wege-Aktivmonitore kommen im bekannten KRK-Markendesign mit der gelben Membran des Tiefmitteltöners. Ich möchte mit euch zusammen herausfinden, wie sich die Kreate 5 in Sachen Ausstattung, Technik und Klang schlägt und auch, wie sie sich im Vergleich zu den anderen KRK-Serien verhält. Viel Spaß!
Kurz & knapp
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- Klang & Dynamik: Sehr lebendiger, detailreicher Sound mit guter Räumlichkeit und kräftigen Bässen.
- Ausstattung: Bluetooth, flexible Klangregelung und solide Anschlüsse heben die Serie hervor.
- Zielgruppe: Ideal für junges, preisbewusstes Publikum, das unkomplizierte „Connect & Go“-Monitore sucht.
- Kritikpunkte: Verarbeitung wirkt teilweise günstig, Auto-Power-Off Funktion ist zu unsensibel.
- Fazit: Sehr gute Bewertung, klare Kaufempfehlung in der Einsteigerklasse.
Inhaltsverzeichnis
Ausstattung und Modellvergleich der KRK Kreate 5
Es ist nicht leicht, bei den aktuellen Modellreihen von KRK den Durchblick zu behalten. Topseller ist die bekannte Rokit-Serie, die mittlerweile schon in der fünften Generation angeboten wird. Dann haben wir die Classic -Serie und jetzt die neue Kreate-Serie.
Dazu gibt es auch noch die V-Serie, die preislich über den drei „Standard“-Modellen platziert ist und die günstigeren GoAux-Speaker für den Desktop-Betrieb.
Was für den interessierten KRK-Kunden auf den ersten Blick schon verwirrend ist:
- Die aktuelle Kreate 5 wird für 149,- Euro pro Stück angeboten
- Das Classic 5 Monitor Pack mit 2 Speakern kostet 298,- Euro (also 149,- Euro / Stück)
Die Serien unterscheiden sich graduell in der Chassis-Bestückung, haben unterschiedliche Verstärker und abweichende Anschlüsse und Einstellungsoptionen: So besitzt die Classic Serie Class A/B-Verstärker, die Rokit Modelle Class-D-Amps und bei der neuen Kreate Serie werden Class-D- für den Bass und Class-A/B-Verstärker für die Höhen genutzt.
Darüber hinaus stattet der Hersteller die KRK-Aktivmonitore mit Glasfaser-Aramid-Tieftönern (Kreate, Classic) oder Kevlar-Tieftöner (Rokit) sowie in den Höhen Gewebekalotten (Kreate), Silk Dome (Rokit) und Soft Dome in der Classic Serie aus.
Anschlüsse der KRK Kreate 5
In Sachen Anschlussfeld bietet die neue Kreate-Serie eine Anpassungsmöglichkeit für die Höhen ab 2 kHz und in den Bässen unterhalb von etwa 200 Hz (jeweils -2 dB, -1 dB, Flat und +1 dB).
Dazu findet man rückseitig einen Pegelregler und die Eingänge sind als XLR und TRS (symmetrisch) und RCA (unsymmetrisch) ausgeführt.
Die Besonderheit bei der Kreate-Serie ist sicherlich die Möglichkeit, die Lautsprecher kabellos über Bluetooth zu betreiben.
Im Vergleich ist das Anschlussfeld der Classic-Serie zur Kreate identisch (aber ohne Bluetooth) und die Rokits sind zwar nur mit einem XLR-Input ausgestattet, verfügen dafür aber über einen DSP-Prozessor und einen parametrischen Equalizer inklusive Abspeicherung von verschiedenen Charakteristika.
Auch in Sachen Abmessungen und Gewicht ähneln sich die Lautsprecher sehr. Bei der Kreate 5 sind es (B x H x T): 185 x 259 x 229 mm und 4,3 kg pro Speaker. Und um euch das Googeln zu ersparen:
- Classic 5: (B x H x T): 226 x 332 x 290 mm bei 6 kg Gewicht
- Rokit RP 5 (H x B x T): 288 x 191 x 242 mm bei 4,95 kg
Übrigens ist bei der Kreate Serie der Bassreflex-Port auf der Rückseite untergebracht, während Classic- und Rokit–Serie die Unterstützung im Tiefbass auf der Vorderseite haben.
Eine Einordnung der KRK Monitor-Serien
Etwa gleicher Preis, gleiche Abmessungen, ähnliches Gewicht, alles 2-Wege-Lautsprecher. Die drei KRK-Studiomonitor-Serien Kreate, RoKit und Classic ähneln sich auf dem Datenblatt sehr. Da muss man schon die KRK-Marketingabteilung heranziehen, um die unterschiedliche Einordnung zu identifizieren. Hier die zusammengefassten Statements des Herstellers, der übrigens zur Gibson Gruppe gehört:
Die Kreate-Serie bietet den klassischen KRK-Klang und richtet sich an preissensitive Kunden, die „Connect and Go“ wünschen, ohne sich mit DSPs etc. auseinandersetzen zu müssen. Diese Fokussierung auf eine junge, moderne Kundengruppe wird durch die Bluetooth-Anbindung betont.
Die Classic Serie hat die Klangsignatur des bekannten Producers Scott Storch, der bei der Abstimmung dieser KRK-Monitore unterstützt hat. Analoge Verstärker, einfaches Handling und ein ausgewogener Klang zeichnet diese KRK-Serie aus.
Die Rokits richten sich tendenziell an den Profi, der eine weiterführende Anpassung der Monitore an den Raum wünscht und sich schon auf fortgeschrittener Ebene für das Thema Studio, Recording und Mixing interessiert.
Die Verarbeitung der KRK Kreate Lautsprecher
KRK ist Marktführer im Bereich der Einsteiger-Monitore und hat hier definitiv einen Ruf zu verlieren. Die Kreate 5 Testgeräte in meinem Studio sind gewohnt routiniert verarbeitet mit sauber eingefasstem Verstärkermodul, schraubenlosem Design und einer Gummimatte auf der Unterseite zur Entkoppelung vom Untergrund.
Leider wirkt die Frontplatte nicht sehr hochwertig und meldet beim Klopftest eine recht günstig wirkende Materialauswahl. Dazu schließt diese Kunststoffblende auch nicht sehr sauber mit dem Holzgehäuse ab und man hat einen etwas scharfkantigen Übergang, schade.
Was mich im Praxis-Betrieb gestört hat: Die KRK-Kreate Serie hat eine automatische Abschaltung, wenn kein Signal anliegt. Leider ist diese nicht sehr sensibel und so kam es immer wieder vor, dass die Monitore schon bei leiser Hintergrundmusik in den Schlaf gefallen sind. Und dann muss man schon ziemlich laut drehen, damit sie wieder erwachen. Kein großes Ding, aber definitiv ärgerlich.
Der Klang der KRK Kreate Serie
Ich sage es gleich vorab: Das ist ein sehr positives Kapitel bei der Kreate 5! Wie meistens bei Monitortests, schließe ich diese zunächst einfach an und betriebe sie ein paar Tage für die Hintergrundbeschallung. Ich nutze sie als Desktop-Speaker für Filme und YouTube-Videos, als Lautsprecher für meinen Synthesizer und höre mir neue Musik damit an.
Schon in diesem Modus fällt die KRK Kreate 5 positiv auf. Bereits in der Flat-Stellung des Klangreglers spielt sie sehr impulsiv und dynamisch auf. Ein Actionfilm von einer Streaming-Plattform wird mit deutlichen Dynamiksprüngen und „großer“ Abbildung präsentiert.
Generell wird die Kreate 5 sehr schnell unsichtbar. Die kleinen Speaker verschwinden praktisch sofort im Hintergrund und sind kaum noch ortbar.
In meinem recht voluminösen Tonstudio habe ich Höhen und Bässe in Stellung +1 dB betrieben und so machen die kleinen KRKs richtig Spaß. Obwohl der Hersteller nur eine untere Frequenz von 46 Hz (-10 dB) angibt und eine Frequenzabdeckung von 58 Hz – 40 kHz (± 3 dB), fehlt einem beim Klang der KRKs nichts. Die Bässe sind straff und ausreichend tiefreichend und die Höhen kommen sauber und ohne zu nerven rüber. Sie verschlucken keine Details und fügen sich gut in das lebendige Klangbild ein.
Wenn überhaupt, dann könnte man vielleicht einen zu präsenten Mittenbereich kritisieren, der gerade bei höheren Pegeln etwas zur Schärfe neigt. Ich gehe davon aus, dass dies keine echte Schwäche in der Klangfärbung ist, sondern eher eine bewusste Abstimmung für ein junges Publikum, das einen nach vorne springenden Klang sucht.
Insgesamt betrachtet, haben wir es bei der KRK Kreate-Serie natürlich mit Einsteigermonitoren zu tun – für 150,- Euro pro Lautsprecher darf man keine Wunder erwarten. Aber ich finde, dass KRK mit der Kreate-Serie eine sehr gute Erweiterung seiner Monitor-Modelle auf den Markt gebracht hat, die sicher ihre Käufer findet.
Die RoKit- und insbesondere die Classic-Serie ist dagegen eher für erfahrene und – Hüstel – ältere Kunden konzipiert. Gerade die Classic-Modelle haben mir bei meinem Test sehr gut gefallen und bieten trotz eingeschränkter Ausstattung einen sehr schönen und runden Klang fürs Geld.
Die Mitbewerber der KRK Kreate 5
Neben der Konkurrenz aus dem eigenen Hause ist die 150,- Euro Preisklasse recht gut bestückt. Ein Top-Seller ist sicherlich die Yamaha HS 5 (159,- Euro), dazu seien auch Presonus Eris Studio 5 (139,- Euro), Mackie MR524 (149,- Euro) und die sehr empfehlenswerten Fluid Audio FX50 V2 für 155,- Euro genannt.
Wer unbedingt Bluetooth haben möchte, dem seien die Mackie CR5 BT (219,- Euro/Paar) und die Behringer Truth 4.5 BT (149,- Euro/Paar) zum Hörtest empfohlen.
Wer aber auf den Marktführer von KRK setzt, für den ist die Kreate 5 eine sehr gute Empfehlung.
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Die Firma KRK gehört dem Gibson Konsortium und der Support ist quasi nicht existent. Ich hatte eine Frage zu meinen KRK GoAux Monitoren und nach 2 Mails gab es 0 Antwort.
Firmen ohne Support können mich mal…
@Monoteur Ok interessant, aber ich finde sie inzwischen auch nicht mehr so schön mit der sonnengelben Membrane. Das war vor 10 Jahren noch sehr cool, heute finde ich es altbacken. Selbst die recycelten von Focal sind hübscher oder die Carbonkalotte der KSD. Hier wäre meiner Meinung mal eine neue Farbmischung nötig. Türkisgelb oder so.
ist Kevlar nicht identisch mit aramid?
@Numitron Künstliche Intelligenz beantwortet dir alle Fragen. 😂
Aramid ist der Oberbegriff für eine ganze Klasse von Kunstfasern (Aromatische Polyamide).
Diese Polymere zeichnen sich durch eine sehr hohe Festigkeit, Wärmebeständigkeit und gute chemische Resistenz aus.
Kevlar hingegen ist ein Handelsname der Firma DuPont für eine spezielle Aramidfaser, die in den 1960er Jahren entwickelt wurde.
Es gibt auch andere Marken und Typen von Aramidfasern.
@Filterpad mag keine ki😃
macht viele Fehler 😂
@Numitron 😅
@Numitron Zum Glück machen Menschen niiiiemals Fehler!🫣
@CDRowell auch..
aber viele Menschen überschätzen leider die „ki“
und glauben es stimmt alles.
immer mehr müll auf YouTube zb mit „ki“ produziert. 😄
@Filterpad Ahja!
danke!🤘
Scott Storch!
hat u.a. „still d.r.e“, „let me Blow ya mind“ und anderes produziert.
irre. dachte immer das war Dr. Dre. aber die haben zusammengearbeitet.