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Test: KRK Kreate 5, Studiomonitor

Kreate 5: Monitore für ein junges Publikum

29. September 2025
krk kreate 5 studiomonitor einsteiger test

KRK Kreate 5, Studiomonitor

Mit der KRK Kreate 5 haben wir das mittlere Modell der brandneuen Kreate-Serie des kalifornischen Herstellers im Test. Die 2-Wege-Aktivmonitore kommen im bekannten KRK-Markendesign mit der gelben Membran des Tiefmitteltöners. Ich möchte mit euch zusammen herausfinden, wie sich die Kreate 5 in Sachen Ausstattung, Technik und Klang schlägt und auch, wie sie sich im Vergleich zu den anderen KRK-Serien verhält. Viel Spaß!

Kurz & knapp

    • Klang & Dynamik: Sehr lebendiger, detailreicher Sound mit guter Räumlichkeit und kräftigen Bässen.
    • Ausstattung: Bluetooth, flexible Klangregelung und solide Anschlüsse heben die Serie hervor.
    • Zielgruppe: Ideal für junges, preisbewusstes Publikum, das unkomplizierte „Connect & Go“-Monitore sucht.
    • Kritikpunkte: Verarbeitung wirkt teilweise günstig, Auto-Power-Off Funktion ist zu unsensibel.
    • Fazit: Sehr gute Bewertung, klare Kaufempfehlung in der Einsteigerklasse.

Bewertung

KRK Kreate 5

Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Bewertung des Autors
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Ausstattung und Modellvergleich der KRK Kreate 5

Es ist nicht leicht, bei den aktuellen Modellreihen von KRK den Durchblick zu behalten. Topseller ist die bekannte Rokit-Serie, die mittlerweile schon in der fünften Generation angeboten wird. Dann haben wir die Classic -Serie und jetzt die neue Kreate-Serie.

Dazu gibt es auch noch die V-Serie, die preislich über den drei „Standard“-Modellen platziert ist und die günstigeren GoAux-Speaker für den Desktop-Betrieb.

Was für den interessierten KRK-Kunden auf den ersten Blick schon verwirrend ist:

KRK Kreate5_front

KRK Kreate5_RokitRP5

KRK Rokit 5RP

KRK Kreate5_Classic5

KRK Classic 5

Die Serien unterscheiden sich graduell in der Chassis-Bestückung, haben unterschiedliche Verstärker und abweichende Anschlüsse und Einstellungsoptionen: So besitzt die Classic Serie Class A/B-Verstärker, die Rokit Modelle Class-D-Amps und bei der neuen Kreate Serie werden Class-D- für den Bass und Class-A/B-Verstärker für die Höhen genutzt.

Darüber hinaus stattet der Hersteller die KRK-Aktivmonitore mit Glasfaser-Aramid-Tieftönern (Kreate, Classic) oder Kevlar-Tieftöner (Rokit) sowie in den Höhen Gewebekalotten (Kreate), Silk Dome (Rokit) und Soft Dome in der Classic Serie aus.

KRK Kreate5_woofer

Glasfaser-Aramid Tieftöner

KRK Kreate5_Tweet

Gewebekalotte

Anschlüsse der KRK Kreate 5

In Sachen Anschlussfeld bietet die neue Kreate-Serie eine Anpassungsmöglichkeit für die Höhen ab 2 kHz und in den Bässen unterhalb von etwa 200 Hz (jeweils -2 dB, -1 dB, Flat und +1 dB).

Dazu findet man rückseitig einen Pegelregler und die Eingänge sind als XLR und TRS (symmetrisch) und RCA (unsymmetrisch) ausgeführt.

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Die Besonderheit bei der Kreate-Serie ist sicherlich die Möglichkeit, die Lautsprecher kabellos über Bluetooth zu betreiben.

Im Vergleich ist das Anschlussfeld der Classic-Serie zur Kreate identisch (aber ohne Bluetooth) und die Rokits sind zwar nur mit einem XLR-Input ausgestattet, verfügen dafür aber über einen DSP-Prozessor und einen parametrischen Equalizer inklusive Abspeicherung von verschiedenen Charakteristika.

Auch in Sachen Abmessungen und Gewicht ähneln sich die Lautsprecher sehr. Bei der Kreate 5 sind es (B x H x T): 185 x 259 x 229 mm und 4,3 kg pro Speaker. Und um euch das Googeln zu ersparen:

  • Classic 5: (B x H x T): 226 x 332 x 290 mm bei 6 kg Gewicht
  • Rokit RP 5 (H x B x T): 288 x 191 x 242 mm bei 4,95 kg

Übrigens ist bei der Kreate Serie der Bassreflex-Port auf der Rückseite untergebracht, während Classic- und Rokit–Serie die Unterstützung im Tiefbass auf der Vorderseite haben.

KRK Kreate5_reflex

Eine Einordnung der KRK Monitor-Serien

Etwa gleicher Preis, gleiche Abmessungen, ähnliches Gewicht, alles 2-Wege-Lautsprecher. Die drei KRK-Studiomonitor-Serien Kreate, RoKit und Classic ähneln sich auf dem Datenblatt sehr. Da muss man schon die KRK-Marketingabteilung heranziehen, um die unterschiedliche Einordnung zu identifizieren. Hier die zusammengefassten Statements des Herstellers, der übrigens zur Gibson Gruppe gehört:

Die Kreate-Serie bietet den klassischen KRK-Klang und richtet sich an preissensitive Kunden, die „Connect and Go“ wünschen, ohne sich mit DSPs etc. auseinandersetzen zu müssen. Diese Fokussierung auf eine junge, moderne Kundengruppe wird durch die Bluetooth-Anbindung betont.

KRK Kreate5_Freq

Die Classic Serie hat die Klangsignatur des bekannten Producers Scott Storch, der bei der Abstimmung dieser KRK-Monitore unterstützt hat. Analoge Verstärker, einfaches Handling und ein ausgewogener Klang zeichnet diese KRK-Serie aus.

Die Rokits richten sich tendenziell an den Profi, der eine weiterführende Anpassung der Monitore an den Raum wünscht und sich schon auf fortgeschrittener Ebene für das Thema Studio, Recording und Mixing interessiert.

KRK Kreate5_studio_blue

Die Verarbeitung der KRK Kreate Lautsprecher

KRK ist Marktführer im Bereich der Einsteiger-Monitore und hat hier definitiv einen Ruf zu verlieren. Die Kreate 5 Testgeräte in meinem Studio sind gewohnt routiniert verarbeitet mit sauber eingefasstem Verstärkermodul, schraubenlosem Design und einer Gummimatte auf der Unterseite zur Entkoppelung vom Untergrund.

KRK Kreate5_gummi

Leider wirkt die Frontplatte nicht sehr hochwertig und meldet beim Klopftest eine recht günstig wirkende Materialauswahl. Dazu schließt diese Kunststoffblende auch nicht sehr sauber mit dem Holzgehäuse ab und man hat einen etwas scharfkantigen Übergang, schade.

KRK Kreate5_kante

Was mich im Praxis-Betrieb gestört hat: Die KRK-Kreate Serie hat eine automatische Abschaltung, wenn kein Signal anliegt. Leider ist diese nicht sehr sensibel und so kam es immer wieder vor, dass die Monitore schon bei leiser Hintergrundmusik in den Schlaf gefallen sind. Und dann muss man schon ziemlich laut drehen, damit sie wieder erwachen. Kein großes Ding, aber definitiv ärgerlich.

Der Klang der KRK Kreate Serie

Ich sage es gleich vorab: Das ist ein sehr positives Kapitel bei der Kreate 5! Wie meistens bei Monitortests, schließe ich diese zunächst einfach an und betriebe sie ein paar Tage für die Hintergrundbeschallung. Ich nutze sie als Desktop-Speaker für Filme und YouTube-Videos, als Lautsprecher für meinen Synthesizer und höre mir neue Musik damit an.

KRK Kreate5_studio_blue2

Schon in diesem Modus fällt die KRK Kreate 5 positiv auf. Bereits in der Flat-Stellung des Klangreglers spielt sie sehr impulsiv und dynamisch auf. Ein Actionfilm von einer Streaming-Plattform wird mit deutlichen Dynamiksprüngen und „großer“ Abbildung präsentiert.

Generell wird die Kreate 5 sehr schnell unsichtbar. Die kleinen Speaker verschwinden praktisch sofort im Hintergrund und sind kaum noch ortbar.

KRK Kreate5_side

In meinem recht voluminösen Tonstudio habe ich Höhen und Bässe in Stellung +1 dB betrieben und so machen die kleinen KRKs richtig Spaß. Obwohl der Hersteller nur eine untere Frequenz von 46 Hz (-10 dB) angibt und eine Frequenzabdeckung von 58 Hz – 40 kHz (± 3 dB), fehlt einem beim Klang der KRKs nichts. Die Bässe sind straff und ausreichend tiefreichend und die Höhen kommen sauber und ohne zu nerven rüber. Sie verschlucken keine Details und fügen sich gut in das lebendige Klangbild ein.

Wenn überhaupt, dann könnte man vielleicht einen zu präsenten Mittenbereich kritisieren, der gerade bei höheren Pegeln etwas zur Schärfe neigt. Ich gehe davon aus, dass dies keine echte Schwäche in der Klangfärbung ist, sondern eher eine bewusste Abstimmung für ein junges Publikum, das einen nach vorne springenden Klang sucht.

KRK Kreate5_family

Die KRK Kreate Familie

Insgesamt betrachtet, haben wir es bei der KRK Kreate-Serie natürlich mit Einsteigermonitoren zu tun – für 150,- Euro pro Lautsprecher darf man keine Wunder erwarten. Aber ich finde, dass KRK mit der Kreate-Serie eine sehr gute Erweiterung seiner Monitor-Modelle auf den Markt gebracht hat, die sicher ihre Käufer findet.

Die RoKit- und insbesondere die Classic-Serie ist dagegen eher für erfahrene und – Hüstel – ältere Kunden konzipiert. Gerade die Classic-Modelle haben mir bei meinem Test sehr gut gefallen und bieten trotz eingeschränkter Ausstattung einen sehr schönen und runden Klang fürs Geld.

Die Mitbewerber der KRK Kreate 5

Neben der Konkurrenz aus dem eigenen Hause ist die 150,- Euro Preisklasse recht gut bestückt. Ein Top-Seller ist sicherlich die Yamaha HS 5 (159,- Euro), dazu seien auch Presonus Eris Studio 5 (139,- Euro), Mackie MR524 (149,- Euro) und die sehr empfehlenswerten Fluid Audio FX50 V2 für 155,- Euro genannt.

Wer unbedingt Bluetooth haben möchte, dem seien die Mackie CR5 BT (219,- Euro/Paar) und die Behringer Truth 4.5 BT (149,- Euro/Paar) zum Hörtest empfohlen.

Wer aber auf den Marktführer von KRK setzt, für den ist die Kreate 5 eine sehr gute Empfehlung.

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Mehr Informationen

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Fazit

Die KRK Kreate 5 ist ein aktiver Studiomonitor für ein junges, preisbewusstes Publikum. Mit einem modernen, anspringenden Klang mit hoher Dynamik und sehr guter räumlicher Abbildung gefallen die kleinen KRKs auf Anhieb und machen viel Spaß, ohne dabei auf Neutralität zu verzichten. Die Möglichkeit, die Lautsprecher über Bluetooth zu betrieben, unterstreicht die Fokussierung auf eine junge Käufergruppe.

Einzig die beim Testmodell etwas nachlässige Verarbeitung und die sehr unsensible Auto-Power-off-Funktion fallen negativ auf. Trotzdem kann ich die neue KRK Kreate 5 mit der Bewertung „sehr gut“ nur empfehlen.

Plus

  • sehr modernes, dynamisches Klangbild
  • sehr gute räumliche Abbildung
  • kabelloser Betrieb über Bluetooth

Minus

  • etwas nachlässige Verarbeitung beim Testmodell
  • Auto-Sleep-Funktion etwas unsensibel

Preis

  • 149,- Euro (Stückpreis)
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Kundenbewertung:
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Über den Autor
Profilbild

Jörg Hoffmann RED

Ich bin eine ziemlich wilde Mischung aus Kopf und Herz: Studierter Naturwissenschaftler mit Know-How in der Elektroakustik, nebenbei in der HiFi/High End Branche tätig gewesen, bin ich jetzt im Product Marketing in der IT Security aktiv.

Forum
  1. Profilbild
    Monoteur

    Die Firma KRK gehört dem Gibson Konsortium und der Support ist quasi nicht existent. Ich hatte eine Frage zu meinen KRK GoAux Monitoren und nach 2 Mails gab es 0 Antwort.
    Firmen ohne Support können mich mal…

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @Monoteur Ok interessant, aber ich finde sie inzwischen auch nicht mehr so schön mit der sonnengelben Membrane. Das war vor 10 Jahren noch sehr cool, heute finde ich es altbacken. Selbst die recycelten von Focal sind hübscher oder die Carbonkalotte der KSD. Hier wäre meiner Meinung mal eine neue Farbmischung nötig. Türkisgelb oder so.

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @Numitron Künstliche Intelligenz beantwortet dir alle Fragen. 😂

      Aramid ist der Oberbegriff für eine ganze Klasse von Kunstfasern (Aromatische Polyamide).
      Diese Polymere zeichnen sich durch eine sehr hohe Festigkeit, Wärmebeständigkeit und gute chemische Resistenz aus.

      Kevlar hingegen ist ein Handelsname der Firma DuPont für eine spezielle Aramidfaser, die in den 1960er Jahren entwickelt wurde.
      Es gibt auch andere Marken und Typen von Aramidfasern.

  2. Profilbild
    Numitron AHU

    Scott Storch!
    hat u.a. „still d.r.e“, „let me Blow ya mind“ und anderes produziert.
    irre. dachte immer das war Dr. Dre. aber die haben zusammengearbeitet.

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