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Test: KRK Rokit 8, Nahfeldmonitor


Unten gelb, oben schwarz

In Sachen Hochtonwiedergabe löst der Soft Dome unerwartet hoch auf und legt eine überdurchschnittliche Feinzeichnung an den Tag. Insbesondere der dezente Höhenbereich, der jegliche Schärfe vermissen lässt, gefällt durch einen angenehmen Grundklang. Was sich jedoch für die den KRK Rokit 8 als immens wichtig heraus kristallisiert, ist eine peinlich genaue Einhaltung des Stereodreiecks, das jeder guten Aufstellungsposition zu Grunde liegt. Bereits geringe Abweichungen der Abhörposition äußern sich durch einen massiven Einbruch der Tiefenstaffelung und Auflösung im Hochtonbereich.

Insbesondere bei einer tiefen Platzierung der Monitore, zum Beispiel auf der Arbeitsplatte des PCs, vermindert sich die Qualität das Abstrahlverhaltens in der Vertikalen massiv. Wer also im Studio zu zweit arbeitet, sollte sich unter Umständen darauf einstellen, hinter einander und nicht neben einander zu sitzen, da sonst mindestens einer, wenn nicht beide Hörer sich einem Dead Spot nähern. Wer jedoch das Dreieck nicht verlässt, wird im Gegenzug mit einem ungewöhnlich guten Klang in dieser Preisklasse verwöhnt, der sich zudem mit einer großen Flexibilität im Bezug auf die Musikrichtung auszeichnet.

Was ebenso sehr angenehm auffällt, ist die schnelle Ansprache des Systems. Das geringe Gewicht des Tieftöners macht sich unmittelbar bemerkbar und verschafft den Monitoren auch bei höheren Abhörlautstärken eine hohe Impulstreue.

Fazit

Mit der KRK Rokit 8 Serie schafft es der amerikanische Hersteller, sehr viel Klangkultur seiner Urväter in die Budget Linie zu transportieren. Wie auch bei den teureren Linien, wie zum Beispiel Expose, V oder RP, kommen auch bei der Rokit Serie eine Tief-/Mittelton Konstruktion aus leichten, aber hochfesten Kompositmembranen, in diesem Fall Aramid zum Einsatz, welches das Klangbild nachhaltig durch hohe Impulstreue und gute räumliche Auflösung prägt.

Mit einem günstigen Abgabepreis und guten Detaillösungen ist die Rokit Serie eine echte Empfehlung in dieser Preisklasse.

Plus

  • ausgewogener Klang
  • Verarbeitung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Flexibilität

Preis

  • UVP: 273,- Euro pro Stück
  • Straßenpreis: 229,- Euro pro Stück
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  1. Profilbild
    Marko Ettlich RED

    Die KRK RP8 haben nun schon seit Jahren ihren festen Platz bei mir im Studio. Ich schätze besonders ihr ausgewogenes Klangverhalten und die knackige Basswiedergabe. Ich stimme dem Autor zu, die Plazierung im Raum ist bei den Rokits ausgesprochen wichtig. Für den Preis kann man nichts falsch machen.

  2. Profilbild
    Maxolomeus

    Ein netter Bericht, aber ich würde gerne generell in Frage stellen, ob es noch sinnvoll ist einen Testbericht für Lautsprecher zu veröffentlichen, die seit Juli 2008 verfügbar sind und selbst der Nachfolger mittlerweile ein halbes Jahr verfügbar ist. Außerdem, welche teurere Produktlinie sollen die „RP“ sein? Die KRK Rokit sind die RP-Serie (Rokit Powered) sind die im Test behandelten Lautsprecher der zweiten Generation.

    Grüße Max

  3. Profilbild
    showeee001

    Rezension Hardware
    Monitore – KRK Rokit 8 G2

    Die KRK Rokit 8 G2 werden in einem Karton geliefert und sind mit einer Art Styroporhalterung umgeben. Aus dieser sind die Monitore, aufgrund ihres Eigengewichts leider etwas schwierig zu befreien, jedoch stellt dies keine unlösbare Aufgabe dar. Der erste Eindruck ist dem Preis entsprechend. Das schwarze Kunststoffgehäuse wirkt hochwertig und robust. Der 1“ Tweeter und die gewohnt gelbe KRK 8“ Membran sind an einem Bauteil an der Front befestigt und bieten eine moderne Optik, die das bekannte KRK Design wiederspiegelt.

    Die Rückseite ist aufgeräumt und akkurat beschriftet. Hier findet man Anschlussmöglichkeiten sämtliche Industristandard Stecker wie den XLR, 6,3mm Klinke, Cinch und diverse monitorinterne Equalizereinstellungen, wie den „HF Level Adjust“ sowie einen „Volume“ Regler um die Monitore an den Abhörraum anzupassen. Die Bassreflexöffnung befindet sich auf der Vorderseite direkt unter der 8“ Membran und unterstreicht die coole Optik.

    Der „HF Level Adjust“ bietet Möglichkeiten die Tweeter von -3 dB bis +3d einzustellen. Dadurch kann dem vorzeitigen Ermüden der Ohren bei längerem Arbeiten entgegengewirkt werden. Der Frequenzgang der KRKs bietet ein breites Spektrum von 45 Hz bis 20 kHz (Herstellerangabe).

    Der Klang der KRKs ist sehr ehrlich, mit einen vielleicht etwas zu sehr betonten Tiefenbereich und sehr präsente Mitten. Die Tweeter brauchen sich ebenfalls nicht verstecken, zumal man diese ja noch EQen kann. Wer tieferen Bass als 40 Hz – 80 Hz braucht für Musik für Filmproduktionen oder einfach generell mit tieferen Frequenzen arbeiten muss, sollte sich jedoch überlegen einen Subwoofer dazu zu kaufen, den es ebenfalls von KRK gibt.

    Insgesamt betrachtet hat man mit den KRK Rokit 8 G2 flexible Allrounder, auf die man sich gut verlassen kann. Durch den äußerst ehrlichen Klang der Hoch- und Midtöner stellen die KRKs einen ehrlichen und zuverlässigen Begleiter in der Studioumgebung dar, der für die meisten Musikgenres geeignet ist.

  4. Profilbild
    DanReed

    Schöner Test, aber könntet Ihr mal den Fehler korrigieren, die „Prodipe TDC 8“ zu erwähnen?

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KRK Rokit 8

Bewertung: 5 Sterne Bewertung des Autors
Leserbewertung: 4
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