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Test: KS Digital C100 Reference, koaxialer Studiomonitor

Der perfekte Monitor?

14. November 2022
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KS Digital C100 Reference, koaxialer Studiomonitor

Die KS Digital C100 Reference sind die neuesten Nahfeldmonitore der KSdigital GmbH aus Saarbrücken. Die Firma wurde 1996 von Dieter Klein und Johannes Siegler gegründet und befasst sich mit der Entwicklung und dem Bau von Studiomonitoren. Nach dem Rückzug von Dieter Klein in die KS Beschallungstechnik GmbH legte Johannes Siegler richtig los und ergänzte die Studiolautsprecherserie mit dem Kauf der legendären deutschen Lautsprechermanufaktur Backes & Müller. Somit konnten die aufwendigen technischen Entwicklungen sowohl im Studio als auch im HiFi-Bereich Einzug finden. Schauen wir uns also das neueste Kind von KS Digital an und versuchen wir – ansatzweise – zu verstehen, warum es sich hier eigentlich schon um Lautsprecherbau der nächsten Generation handelt.

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Die Technik der KS Digital C100 Reference

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Zunächst die Basics: Die C100 Ref. ist ein 2-Wege koaxialer Aktivmonitor mit den Abmessungen 285 x 350 x 350 mm und einem Gewicht von 15 kg. Das eingesetzte Koaxial-Chassis hat einen Durchmesser von 10 Zoll mit einem 1“ Kompressionshorn im Zentrum. Der Öffnungswinkel des Horns beträgt 70 Grad und im Gegensatz zu vielen PA Hochtonhörnern besteht dieses aus solidem Metall.

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Im Inneren arbeiten zwei Endstufen mit jeweils 250 Watt für Hoch- und Tief/Mitteltöner. Der Frequenzgang wird mit 35 Hz bis 22.000 Hz angegeben und der maximale Schalldruck beträgt 118 dB (SPL). Die eingesetzten Endstufen arbeiten nach dem Class-D (nein, D steht nicht für Digital!) -Prinzip. Wer sich hier mehr einlesen möchte, findet im Netz jede Menge Details. Wichtig ist nur: Class-D ist nicht mehr Synonym für Billigverstärker, die schlecht klingen, sondern sie sind eine Weiterentwicklung der klassischen Class A, B, A/B und C Verstärkertechnik.

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Spannend wird es, wenn wir uns die Filtertechnik ansehen, denn hier wird das Prinzip der Finite Impulse Response eingesetzt. Johannes Siegler hat sich damit im Rahmen seiner Diplomarbeit befasst und dieses mathematische Modell mithilfe neuer Materialien und Erkenntnisse zu einer eigenen Marke gemacht: den FITRTEC Filtern (Patent:19823110).

FIR Filter – allgemeinverständliche Erläuterung

Das Gehäuse und das Lautsprecherchassis bilden zusammen mit dem Dämmmaterial ein schwingendes mechanisches und Verstärker, Frequenzweiche und Schwingspulen (im Chassis) ein elektrisches System. Beide Systeme sind fehlerbehaftet, denn Membrane unterliegen der Massenträgheit, Druckschwankungen, Resonanzen etc. und im elektrischen Umfeld haben wir es mit Amplitudenschwankungen, Bauteiletoleranzen und Phasenungenauigkeiten zu tun. Somit ist ein klassischer Lautsprecher eigentlich ein sehr ungenaues System zur korrekten Wiedergabe von Musik- oder Tonsignalen, denn es macht prinzipbedingte Fehler.

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Durch einen digitalen Chip in der Verstärkerelektronik (DSP) werden bei KS Digital die relevanten Daten erfasst und korrigiert: das Überschwingen der Membran, eine Schallwellenbrechung an den Gehäusekanten, Resonanzen, Phasenverschiebungen durch die Bauteile in den Frequenzweichen. Durch komplexe mathematische Algorithmen werden diese Daten im DSP korrigiert und so an die Chassis ausgegeben, dass die nun phasenrichtig und mit linearem Frequenzgang spielen.
Laufzeitunterschiede mehrerer Chassis, Kopfbewegungen des Hörers und andere Effekte werden eliminiert und das Ergebnis ist ein neutraler, impulstreuer und zeitrichtig spielender Lautsprecher.

In der Praxis äußert sich dies durch eine sehr exakte Räumlichkeit, hohe, sehr saubere Impulswiedergabe und eine sehr natürliche Charakteristik (die eigentlich gar keine ist).
Bei einem Nahfeldmonitor, wie der C100 Reference, ist hier im Wesentlichen Schluss, während komplexere Lautsprecher, wie das KSD Line Array oder die „Line“ Serie von Backes Müller, durch spezielle Abstrahlcharakteristika auch den Raum einbezieht bzw. ausblendet.
Übrigens: Da es unvermeidbare Streuungen bei der Herstellung von Chassis gibt (z. B. beim Auftragen des Klebers, der Schwingspule und Membran verbindet), werden alle KSD Lautsprecher final vermessen und mittels DSP in Frequenz und Phase linearisiert.

Ausstattung und Verarbeitung der Studiomonitore

Auf der Rückseite der C100 Ref. finden wir die Elektronikabteilung: Volume, Bass- und Höhenanpassung (natürlich phasenkorrigiert), On/Off-Schalter, Analog In (XLR), Digital In (XLR) und der RJ45 Anschluss für den externen KSD-RC Remote-Controller, mit dem man eine Feinabstimmung mit einem 6-Band parametrischen EQ, Volume, Delay etc. durchführen kann.

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Digital In? Was ist denn das? Die Endstufen der C100 Ref. lassen sich digital ansteuern, d. h. es wird nur das digitale Musiksignal an die Endstufe weitergegeben – Vorverstärkung findet komplett im Lautsprecher statt. Backes und Müller Lautsprecher können dafür mit den hauseigenen ICE Vorstufen befeuert werden, die eigentlich keine Preamps sind, sondern nur als Medienzentrale fungieren. Eine sehr elegante und verlustfreie Lösung, bei denen keine teuren symmetrischen Kabel benötigt werden. Der AD/DA-Wandler in der C100 Ref. arbeitet mit 192 kHz bei 24 Bit.

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Die Fernbedienung (KSD-RC) mit der man das Feintuning der Lautsprecher macht, ist nicht im Lieferumfang enthalten und kostet immerhin 899,- Euro. Das schmucke Kistchen ist aus einem Kunststein gefertigt und kann für viele Monitore (und B&M Modelle) ab 10/2017 verwendet werden. Auf Wunsch kann man sich diese auch für einen kurzen Zeitraum und gegen eine geringe Gebühr vom Hersteller ausleihen.

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Das Gehäuse besteht aus einem Metallrahmen, an dem man Stative oder die hauseigenen U-Elemente zur Positionierung befestigen kann. Die Frontplatte ist schwarz oder Kirsche echtholzfurniert.

Thema Preis: Der Listenpreis für den 2-Wege Monitor beträgt 2.299,- Euro / Stück, was auf den ersten Blick wirklich sehr teuer wirkt. Auch optisch und haptisch wirkt die KSD C100 Ref. nicht wie z. B. eine Focal TWIN6, die in derselben Preisstufe zuhause ist (1.999,- Euro / Stück). Um bei diesem Beispiel zu bleiben: In einer Focal sind keinerlei Maßnahmen zur Korrektur verbaut.

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Die Franzosen vertrauen auf schwere Hölzer, hochwertige Chassis und klassischen „analogen“ Lautsprecherbau. Das wirft natürlich Glaubensfragen auf: wenig Technik im Signalweg, keine Latenzen – dafür aber eine systembedingte Fehleranfälligkeit oder hochpräzise Korrekturen, modernste Technologie, dafür aber minimale Latenzen durch die DSP-Berechnungen im Bereich von 3 ms. Ich freue mich auf viele Kommentare zum Thema!

Wie klingt die KS Digital C100 Reference?

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Ich selbst betreibe in meinem Studio die KS Digital C88 Ref., die über 2x 8“ Tiefmitteltöner verfügen, wobei einer davon als 2-Wege-Koaxialtreiber mit einer 1“ Gewebekalotte ausgelegt ist. Deren Frequenzbereich wird mit 32 Hz – 22 kHz angegeben, also etwas tiefer gehend als die C100 (35 Hz). Auch sind die C88 7 kg schwerer, und insgesamt voluminöser.

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Mein Hörabstand liegt bei ca. 1,20 m zu jeder Box. Der Ursprungspreis der C88 war ca. 1.700,- Euro und liegt aktuell bei 1.495 Euro / Stück – also rund 800,- Euro / Stück günstiger, als die hier getestete C100 Reference. Obwohl fast 1.600,- Euro günstiger pro Paar hat Johannes Siegler der C88 Ref. Kevlar Membranen spendiert – dafür fehlt die Möglichkeit der direkten digitalen Ansteuerung. Die Abstimmung mittels KSD-RC ist aber ebenfalls möglich.

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Lassen Sie uns also herausfinden, ob die C100 Ref. den Aufpreis wert ist!

Bevor man sich einer KS Digital (oder einer Backes & Müller) nähert, sollte man auf eine sehr ehrliche Reproduktion der Tonkonserve gefasst sein. Hören Sie Ihre Musik in der heimischen HiFi Anlage z. B. über passive Bowers & Wilkens Lautsprecher oder lieben Sie den Klang glühender Röhren, dann steht Ihnen bei KS Digital eine Anfang sehr emotionslose Klangwand entgegen. Hmm, die Stimme hat einen seltsamen Hall. Muss das so zischen? Wo ist denn der schön brummende Oberbass?

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Die Erkenntnis kommt meist später. Wo einem viele Hersteller eine ohrschmeichelnde Sauce präsentieren, da gehen die digital geregelten C100 (und C88) mit einem Klangskalpell ran. Ein Kontrabass ist kein tiefer Brummton, sondern eine Rezeptur, bestehend aus resonierendem Bogen, schwingenden Saiten und klingendem Holz. Darüber lassen KSD Lautsprecher keinen Zweifel. So ist es für den Tontechniker ein leichtes, die Transienten mittels Kompressor oder Transientendesigner exakt auf die gewünschte Tonalität einzustellen. Soll die Pauke trocken und kühl klingen oder soll das Nachschwingen im Fokus stehen – kein Problem. Die Aktivmonitore bilden ein mikroskopisches Bild des Frequenzspektrums samt Oberschwingungen ab.

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Das ist nicht gleichzusetzen mit dem, was man von einem Monitor z. B. mit AMT Hochtöner oder Berylliumkalotte kennt. Es ist bei KSD nicht die Auflösung eines speziellen Frequenzsprektrums, sondern das phasenrichtige Darstellen einzelner Klangereignisse. KSDs klingen weder hell noch dunkel, weder basslastig noch übertransparent. Durch die exakte Abstimmung auf den Raum mittels Fernbedienung kann ich die Boxen völlig neutral auf meinen Hörplatz eichen oder (im Falle von Backes & Müller HiFi Lautsprechern) den Charakter geben, den ich bevorzuge.

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Das hat viele Vor-, aber auch Nachteile. Mal eben einen Mix machen erlauben die C100 nicht. Sie zwingen förmlich zum genauen Hinhören und zur Durchführung von Mikrokorrekturen am Mischpult. Die fast schon holografische Platzierung der Band im virtuellen Raum erlaubt keine Überlappungen – ein erfahrenes Ohr stellt die Musiker mit einer KSD C100 zentimetergenau auf seine Position. Die Produktion eines Songs wirkt wie das Scharfstellen eines Fotos mit sehr geringem Schärfebereich. Aber wenn der getroffen wurde, dann ist es eben knackscharf und nicht „passt schon“.

Und so ertappe ich mich beim Abhören mit der C100 Ref. – noch mehr, als bei der C88 – dabei, weniger die Lautsprecher zu hören als mehr die Veränderung am Pegelregler, am Kompressor oder dem Equalizer. Diese Erkenntnis macht einen gleichzeitig stutzig – ist aber auch das größte Kompliment, das man einem Monitor machen kann.

Wo sind die Grenzen der C100? Sie können laut, aber nicht extrem laut (118 dB Peak). Ab einer schon sehr hohen Dynamik merkt man die physikalischen Grenzen des 10-Zöllers. Dann leidet auch der Lupencharakter. Bei der Auslegung als Nahfeldmonitor sollte dies aber nur selten zu einem Problem werden. Die C88 bietet durch ihre beiden 8-Zöller eine deutlich größere Membranfläche (ca. 648 cm²), als der 10-Zöller der C100 (ca. 506 cm²) – was man im Tiefbassbereich schon hört und spürt. Dafür scheint die C100 nochmal eine Schippe exakter zu spielen als die etwas breitere Schallwand der C88. Das konsequente Koax-Prinzip des neuen Modells zeigt hier seine Stärken auf.

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Die KS Digital C100 Ref. im Vergleich zu den Mitbewerbern

Ohne direkten Vergleich ist es natürlich schwierig, verschiedene Lautsprecher miteinander zu vergleichen. Ich versuche Ihnen dennoch aus meiner Hörerfahrung ein paar Tendenzen mitzugeben, mit denen Sie Ihren Monitorkauf besser planen können.

Den Charakter der KSD Lautsprecher ist hier im Detail beschrieben. Die meisten anderen Marken schaffen diese exakte und holografische Abbildung nicht – was nicht immer ein Nachteil sein muss. Eine Focal oder eine Dynaudio sind in vielerlei Hinsicht gnädiger.

dynaudio lyd48

Wenn Sie überwiegend Podcasts, Hörbücher oder TV machen, dann kann einem eine KSD schon auch auf den Keks gehen. Viel zu viel Information ist manchmal auch ermüdend. Insgesamt kommen die Neumann Lautsprecher dem Feeling der KSD sehr nahe.

Extrem neutral und impulstreu, wobei gerade die KH310A schon etwas mehr Abstand benötigt und eher im Midfield zuhause ist. Im Nahfeld sind hier die Chassis Positionen zu lokalisieren: Höhen von links oben, Mitten links unten etc.

Genelec geht einen anderen Weg: Hier wird nicht der Lautsprecher mit seinen Fehlern kompensiert (wie bei KSD), sondern der Speaker wird im Raum optimiert. Auch das ist ein sehr guter Ansatz, der auch sehr gut funktioniert.

Genelec 8341A

Die Genelec 8341A seitlich

Adam und Eva, ähh Eve mit ihren AMT Hochtönern sind eine ganz eigene Sache. Man muss schon Fan dieses sehr crispen Sounds sein, um diese Monitore (in der Preisklasse um 2.000,- Euro/Stück) einer Neumann oder einer KS Digital vorzuziehen.

ADAM Audio test A7X
Noch mal: Das sind Tendenzen, die für den jeweiligen „Signature Klang“ der jeweiligen Hersteller stehen. Eine Dynaudio kann nie und nimmer einen trockenen Bass-Schlag wie eine KSD wiedergeben. Dafür hatte ich beim Test der famosen Focal Trio11 auch schon eine Träne im Knopfloch ob der emotionalen Darbietung.

HEDD Type 20, Focal Trio6, Adam S3V

Focal Trio6 BE

Conclusio

Wenn es bei KSD ein Problem gibt, dann ist es das Marketing. Eine wirklich unterdurchschnittliche Homepage (sorry, Johannes) und sehr wenig Markenpräsenz machen die Lautsprecher aus dem Saarland nach wie vor zu Geheimtipps, die nicht mit Optik, aber mit Fakten, Klang und Technologie begeistern. Es gibt höherauflösende Lautsprecher und es gibt bassstärkere Speaker, aber diese ganz scharfe Ausrichtung als Abhörmonitor, als Präzisionswerkzeug ist in dieser Konsequenz kaum zu finden. Für sehr große Studios muss man bei KS Digital in ein höheres Preisregal greifen, aber in kleinen bis mittelgroßen Räumen ist die C100 Ref. eine ganz klare Empfehlung.

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Fazit

Ja, die KS Digital ist teuer, denn wenn man 2-Wege-Monitore miteinander vergleicht, dann erscheinen fast 2.300,- Euro pro Lautsprecher für eine 10 Zoll Box schon sehr ambitioniert. Wer sich über Marketing und optischen Schein hinwegsetzt, der wird mit der KS Digital C100 Ref. sein akustisches Wunder erleben. Holografische Abbildung, klangliche Neutralität und optimale Flexibilität, gepaart mit Spitzentechnologie made in Germany. Sehr beeindruckend.

Plus

  • extrem neutraler Klang
  • aufwendige Technologie
  • optimale Impulsverarbeitung
  • holografische Räumlichkeit
  • gute Ausstattung

Minus

  • nicht ganz preisgünstig

Preis

  • 2.299,- Euro (Stückpreis)
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Forum
  1. Profilbild
    arnte 1

    Sehr interessanter Test! Ich habe auch die C88 Ref im Einsatz und mag die sehr gern. Aber besser geht ja irgendwie immer ;)
    Darum habe ich mich natürlich auch gefragt, wie die C100 im Vergleich zu den C88 abschneiden. So richtig klar wird mir das hier leider nicht. Also etwas weniger Druck im Tiefbass und weniger Breite (die ich an den C88 auch sehr mag!) stehen einer besseren Auflösung und mehr Detailreichtum gegenüber. Ist das jetzt insgesamt besser oder nur anders? Vielleicht C88 mehr elektronische Musik und C100 mehr akkustische/natürliche? Und ist das aus Sicht des Autors den Mehrpreis wert?

    Noch was meinen Erfahrungen mit den C88 Ref. Wie gesagt tolle Monitore. Ich habe auch die KSD Remote. Damit ist eine beachtliche Optimierung an den jeweiligen Raum möglich. Es kostet aber Mühe und Erfahrung die optimalen Einstellungen zu finden. Eine automatische Einmessung wie einigen Wettbewerbern gibt es nicht. Der Preis der Remote ist darum im Grunde eine Frechheit. Meine Remote ist übrigens seit knapp 2 Monaten beim Service, da sich auf der rechten Seite die Einstellungen immer wieder zurück gesetzt haben (auch nach Monitortausch – es liegt also tatsächlich an der Remote).
    Ich nutze inzwischen aber ohnehin Sonarworks. Die damit erzielten Anpassungen sind nochmals DEUTLICH besser als alles was ich vorher mit der Remote erreicht habe.

    • Profilbild
      Jörg Hoffmann RED

      Ich habe die C100 nur sehr ungern wieder verpackt und weggeschickt – durch die sehr kompakte Bauweise war ich immer wieder erstaunt, wie toll diese Lautsprecher abliefern – insbesondere durch die noch direktere und genauere Abbildung.
      Mir wäre der Schritt von der C88 Ref. zur C100 nicht groß genug, wobei ich aber auch nicht genau sagen könnte, was nach diesen Modellen noch kommen könnte. Aber das ist eine persönliche Meinung.

  2. Profilbild
    Filterpad AHU

    […] Sie zwingen förmlich zum genauen Hinhören und zur Durchführung von Mikrokorrekturen am Mischpult…[…]

    Ja! bei meinen C8 Ref. dachte ich schon in die Esoterik des Gehörten und den Wahnsinn abzudriften. Hier ein Millimeter, dort ein Millimeter… Dann alles wieder wie vor 30 Minuten einstellen u.s.w.! Dank des Artikels weiß ich jetzt, dass die KSD daran schuld sind. Ob der Mix dadurch letztenendes tatsächlich „besser“ wird, kann ich nicht beurteilen.

    Wer schonungslose Monitore möchte, ist bei KSD gut beraten. Dazu made in G. Das alles betrifft auch die weitaus günstigeren Monitore der Firma (C5 & C8 Reference).

  3. Profilbild
    50Hz

    Schön, dass ihr die Rechenfehler bei den Membranflächen so schnell gefunden und ausgebessert habt.
    Toll, wie schön die Charakterstik der Lautsprecher in Worte gefasst wurde, das ist schön fassbar, und weit entfernt von so manchem Hifitest, wo noch jeder offensichtliche Fehler schöngeredet wird.
    Krisieren muss ich aber die mehrfache Erwähnung von Backes & Müller, beim ersten Mal interessant, fühlt sich alsbald wie Werbung an….

    • Profilbild
      Jörg Hoffmann RED

      Danke schön für das Lob. Wegen B&M: nein, das sollte nicht als Werbung verstanden werden. Für beide Marken ist Johannes Siegler verantwortlich und deswegen gibt es immer wieder Technologieüberschneidungen. Wir sind ja hier im Studioumfeld und da spielen HiFi Lautsprecher nur eine untergeordnete Rolle.
      Viele Grüße, Jörg

  4. Profilbild
    dns370

    Ich frage mich gerade wie wohl die C5 klingen, denn die stehen auf meiner Wunschliste für mein kleines Projektstudio. Sie sind sehr klein – keine Giganten und scheinen was zu können. Sie sollten meine alten Yamaha HS80 ersetzen!
    Hat wer Erfahrung mit den C5?
    Lg

    • Profilbild
      Jörg Hoffmann RED

      Lieber dns370, mach Dir einfach selber ein Bild: einfach bei Thomann anrufen und ein Pärchen ordern. Die 30 Tage Rückgabe sind kein Werbespruch sondern kann tatsächlich genutzt werden. Wenn Dich der Test der C100 angesprochen hat, dann wirst Du die C5 lieben!
      Viele Grüße, Jörg

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      dns370: Die Überraschung durch die Analytik der KSD wird definitiv gelingen (absolut positiv gemeint). 😂

  5. Profilbild
    eisen-uli

    Auf Amazona.de gibt’s genau *zwei* Artikel zu Barefoot-Audio-Monitoren, beides nur Produktankündigungen.

    Komplett schändlich, dass die in der Aufführung von Referenz-Monitoren einfach komplett fehlen. Ich hab noch nichts präziseres als die Footprint01 gehört.
    Wäre der einzig interessante Vergleichsspeaker in diesem Test.
    Warum sind die so unterrepräsentiert?
    Kunststein-Controller. Äh ok.

    • Profilbild
      steme

      Vielleicht weil Thomann die nicht im Angebot hat? Ist wohl nicht so einfach die in Deutschland insbesondere zum testen zu bekommen. Sicher, KMR hat sie…

  6. Profilbild
    Garfield Modular AHU

    Hallo Jörg,

    Herzlichen Dank für Dein interessanten Artikel! Deine Beschreibungen von C 88 und C 100 hört sich sehr gut an, (viel?) besser als meine A-100s von KS Digital, wobei ich schon Super Happy bin mit meine A-100s. Ein so schönen und vor allem sauberen Klang, das haut mich um bei KS Digital und ja, die Positionierung im Sound Bild ist auch umwerfend gut!

    Schade das B & Ms so teuer sind weil seit ich in meinem Studio die A-100s habe, will ich in meinem Arbeitszimmer wo ich HiFi B & Ws 603 S2 habe, das wegen den B&W beschreibst Du genau richtig, da will ich jetzt auch den KS Digital Klang haben. Ist aber gar nicht so einfach im HiFi Bereich so schöne und vor allem so ein saubere Klang zu bekommen wie die KS Digital Monitoren das können… das wird wohl noch eine Weile herum suchen werden für mich bevor ich die ideale HiFi Speakers gefunden habe, die bezahlbar sind meine ich (was selbstverständlich für jeder anders aussehen kann), sonst kann ich auch direkt nach Euskirchen (B & M) fahren ;-)

    Eine HiFi Speaker Marke kenne ich die auch sehr schön klingt, also sehr sauber und natürlich, das sind die Speaker von TAD aber die sind ja auch gegen das unbezahlbare :-( Für die TAD Preise ist man auch im Bereich von B & M angekommen…

    Noch mal vielen Dank für Dein Artikel und viele Grüße, Garfield.

    • Profilbild
      Jörg Hoffmann RED

      Vielen Dank für den Kommentar, Garfield. Die A100 ist doch auch schon ein toller Monitor und mit der 603 kann man auch sehr gut leben. Es kommt halt – wie immer – aufs Budget und die Räumlichkeiten an.
      Viele Grüße, Jörg

  7. Profilbild
    beni

    Hi Jörg. Kannst du bitte einmal „Holografische Abbildung“ erklären? Im Kontext des Themas klingt das für mich wie eine Mischung aus Star Trek und Waldorfschule. Oder mir fehlt hier völlig die Knowledge…

    • Profilbild
      50Hz

      Hi Beni,
      lass mich mal dem Jörg vorherkommen und meinen Senf dazugeben. „Holografische Abbildung“ ist auf jeden Fall etwas Reales. Wenn du eine hochwertige Produktion hast, hochauflösend aufgenommen, sinnvoll und mitdenkend produziert, und das mit Detailliebe mischt und (sehr viele und´s) das dann über ein High-End-System hörst, dann fühlt man sich bisweilen wie im Probenraum oder Konzertsaal. Da verschwimmen die Grenzen zwischen Erlebnis und Reproduktion des Schalls…

    • Profilbild
      Jörg Hoffmann RED

      Hallo beni, als Autor möchte man den Höreindruck so plastisch und nachvollziehbar wie möglich zu machen. Holographisch bedeutet, dass man bei den Lautsprechern nicht nur eine „von links nach rechts Platzierung“ der Instrumente hört, sonder auch von vorne nach hinten und dass der Speaker in der Lage ist, jedes Klangereignis mit genügend Raum um ihn herum darzustellen. Ich hoffe, du kannst mit dieser Beschreibung etwas anfangen. Gruß Jörg

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