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Test: Kurzweil Artis SE, Stage Piano

(ID: 108612)

Klangerzeugung

Hinsichtlich der Sounds ändert sich zum großer Bruder Artis nicht viel. Es wird wieder eine Best of-Sammlung von PC3-Sounds samt Kore 64-Erweiterung und KB3-Orgelsimulation geboten. Wirklich neu ist nur das German 9′ Grand Piano, das als neuer und typischer Kurzweil Flügel wieder sehr durchsetzungsfähig ist. Klanglich eine schöne Erweiterung, die für unterschiedlichste Stile einzusetzen ist. Ansonsten handelt es sich um genau die gleichen Preset-Sounds wie beim Artis auch. Lediglich die Anzahl der Multis/Factory Setups wurde von 256 auf 128 halbiert. Das sind natürlich eine Menge Multis, die hierdurch wegfallen, aber irgendwo her muss ja der Preisunterschied von rund 400,- Euro kommen.

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Da die Sounds wie gesagt ansonsten identisch zum Artis sind, verweise ich an dieser Stelle auf meinen Test zum selbigen Keyboard. Ein paar Soundbeispiele gibt es natürlich trotzdem.

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Die Soundauswahl ist identisch zum großen Bruder Artis, es fehlen allerdings die Hälfte der Multis

Die maximale Polyphonie liegt bei 128 Stimmen, es gibt wieder vier konfigurierbare Zonen, die über die dedizierten Zonen-Taster an und aus geschaltet werden können. Vier Zonen sind bei diesem Preis schon sehr komfortabel, da bietet die Konkurrenz in der Regel deutlich weniger. Direkt von der Oberfläche aus lässt sich zwar nur ein einfacher Split-Punkt setzen, im Menü lassen sich dann im Multi-Mode aber alle Details einstellen, d.h. jeder Zone kann ein bestimmter Tastaturbereich zugewiesen werden, Min/Max Velocity Level, interne Klangerzeugung oder extern über MIDI, Einstellungen der Slider etc. Nervig ist da nur die Arbeitsweise im Menü, denn pro Zone lassen sich 90 Parameter editieren, zum jeweils nächsten Parameter gelangt man nur per Up/Down-Taste. Es gibt zwar einen Schnelldurchlauf, aber eine Einordnung in bestimmte Kategorien wären da auf alle Fälle übersichtlicher gewesen.

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Grundsätzlich gilt beim Kurzweil aber: Ruck zuck, ein Split/Layer programmieren, die Lautstärke per Slider anpassen, Effekte zuweisen, also alles Sachen, die man vor allem im Live-Betrieb schnell und im Direktzugriff benötigt, da ist der Artis SE wirklich gut drin. Aber: Im direkten Vergleich mit dem größeren Bruder Artis ist die SE-Version da doch deutlich weniger praktikabel. Die entscheidenden Unterschiede sind einfach das größere Display mit mehr zugehörigen Funktionstasten, die Slider 5-9 und die frei zuweisbaren Tasten, die beim Artis zu einem noch besseren Direktzugriff führen.

Die zwei Druckschalter können frei mit Funktionen belegt werden

Die zwei Druckschalter oberhalb des Pitch Bend- und Modulationsrad können frei mit Funktionen belegt werden

Direkt am Gerät lassen sich sowohl beim Artis als auch beim Artis SE keine Sounds bearbeiten oder modifizieren. Dafür ist wieder der kostenlos erhältliche Software Editior notwendig, den man sich von der Kurzweil Website herunterladen kann. Hierdurch erhält man dann die Möglichkeit, sehr detailliert in die Sounds des Artis einzugreifen und ist somit ein Must-have für alle Besitzer. Neben dem Zugriff auf die Klangerzeugung lassen sich hier auch eigene Multis erzeugen, Layer/Split-Einstellungen vornehmen oder die Effektketten bearbeiten.

Bei der Namensgebung der Artis-Reihe darf man sich übrigens nicht verwirren lassen. Der bisherige Artis läuft ab sofort unter dem Namen Artis 8, die baugleiche 76-Tasten Version unter Artis 7 und die abgespeckte Version (aber mit 88 Tasten) unter Artis SE.

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Klangbeispiele
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