Test: Kurzweil PC3 A8, A7, A6, Music Workstation

16. September 2015

Update Generation X?

Die Keyboards der PC3-Serie aus dem Hause Kurzweil sind bereits seit vielen Jahren erhältlich und werden sowohl im Studio als auch auf der Bühne gerne eingesetzt. Die Kurzweil Geräte überzeugen dabei vor allem mit ihrer flexiblen Struktur. Etliche Parameter sind editierbar, Effektketten extrem weitreichend programmierbar, also richtig etwas für Musiker und Produzenten, die nicht nur mit Presets auskommen wollen und können. Seit Kurzem ist nun die neuste Version erhältlich, das Kurzweil PC3 A8. Und das schauen wir uns heute einmal genauer an.

Kurzweil PC3 A8

Kurzweil PC3 A8

Verarbeitung und Aufbau

Der erste Eindruck wiegt, wie bei Kurzweil oft üblich, extrem schwer, denn mit 24,5 kg ist die aktuelle Version der PC3-Keyboards wahrlich kein Fliegengewicht. Dafür ist das Innere des Keyboards aber auch sehr solide und robust verpackt. Ein stabiles Metallgehäuse umschließt die inneren Werte des PC3 A8, seitlich hat der Hersteller dunkelbraune Holzleisten angebracht, das verleiht dem Keyboard einen leicht edlen Touch. Ansonsten präsentiert sich das PC3 A8 vor allem als wahres Arbeitstier, hier darf und soll man ohne Bedenken zupacken. Slider, Buttons und Tastatur sind ebenso wie das Gehäuse sehr gut verarbeitet. Da wackelt nichts.

Um es vorweg zunehmen, das PC3 A8 ist eine erweiterte Version des Vorgängers PC3 K8. Im Detail heißt das, die grundlegenden Funktionen und technischen Daten stimmen 1:1 mit dem Vorgänger überein, jedoch enthält die A8 Version ab Werk bereits die Kore64 Erweiterung sowie den neuen Flügelsound German D Grand Piano. Diesen hatte Kurzweil bereits dem Stagepiano Artis spendiert, den Test zum Artis gibt es hier. Die Kore64 Erweiterung ist wie gesagt ebenfalls mit an Bord, dieses mit rund 300 Sound-Presets, 50 Setups und 200 Drum Grooves ausgestattete Expansion ROM Board konnte beim PC3 K8 nur separat erworben werden. Gleiches trifft auf die zwei anderen Versionen der aktuellen PC3-Serie zu, denn neben der 88 Tasten Version gibt es auch wieder eine 61- (PC3 A6) und 73-Tasten Version (PC3 A7).

Kurzweil7

Da die Anzahl und Anordnung der Bedienelemente zum Vorgänger PC3 K8 identisch ist, verweise ich an dieser Stelle auf unseren separaten Test dazu. Somit gibt es hier nur einen kurzen Rundgang, wie die die aktuelle Version ausgestattet ist.

Klangbeispiele
Forum
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    Filterpad  AHU

    Der Maßstab an dem sämtliche Keys gemessen werden ist: Wie klingt das Piano? Und dieses Piano hat mich überzeugt im direkten Vergleich von so manchen Mitbewerbern. Auch die Abwandlungen wie das Recital-Piano klingen so richtig nach „Smooth Jazz“ …Klasse! Die Hammerschlag-Mechanik machen das feeling perfekt. Die Synth-Sounds haben mich jetzt nicht ganz umgehauen aber man müsste definitiv mehr (Anzahl) durchhören. Das waren sicherlich nicht die einzigsten im dem Gerät.

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      arnte  

      Dann hast Du die aus der Kore64 Erweiterung noch nicht gehört. Das ist so ziemlich das Beste was ich an Gitarrensimulationen überhaupt je gehört habe – Software eingeschlossen. Ganz besonders was Spielbarkeit und Artikulationsmöglichkeiten angeht. Da haben die Presetbauer von Kurweil wirklich ganze Arbeit geleistet und die Möglichkeiten der VAST sehr gut genutzt. Aber was das angeht war Kurzweil schon immer sehr gut (im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern…).

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      Dimension D  

      Da kann ich Arnte nur recht geben. Seit ich die Kore64 Erweiterung im meinem PC3x habe macht Gitarre spielen auf dem Keyboard mal endlich Spaß. (Da ich selbst Gitarre spiele bin ich von sowas eigentlich nicht immer wirklich begeistert gewesen)
      Man merkt richtig dass sie sich in der Kategorie Gitarren Mühe gegeben haben, auch von der Spielbarkeit.

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          vssmnn  

          Ich meine keine 80-Jahre Van Halen Gitarre sondern stinknormale clean oder leicht angechrunchte Rhythmusgitarren.
          Der Van Halen Sound ist ansonsten zu nix weiter zu gebrauchen, als zum rumhudeln bis es nervt.
          Ich setze gern im Backround Gitarren ein, die müssen dann aber auch straight anliegen, ohne extrem künstlich zu wirken oder dürfen nicht nur mit unzeitgemäßen 80-er Jahre Effekten zu ertragen sind.
          Bislang fand ich sowas an einem Motif bestens umgesetzt.

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            Dimension D  

            Auch die sind dabei aber ich will dich hier nicht von irgend was überzeugen. Du darfst dir gerne ein Motif kaufen und den besser finden. Kein Problem.

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              vssmnn  

              und davon gibt es kein gescheites Demo, falls Du da was hast, immer her, ich finde jedenfalls nix.

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    changeling  AHU

    Die Rechnung PC3K8 vs. PC3A8 ist etwas falsch: Es gibt den PC3K8 bei allen großen Händlern als Bundle mit Kore64 (und dem Ribbon Controller) für denselben Preis. Damit kosten PC3K8 Bundle plus German D Grand Exp 128 2978 Euro als realer Straßenpreis und man hat im Vergleich zum A8 zusätzlich den Ribbon Controller und das Flash ROM.
    Die Modellpflege mit entferntem Flash ROM kann man getrost als merkwürdig bezeichnen. Zumal die ROM-Größe ja ohnehin im Vergleich zu den Mitbewerbern nicht gerade üppig ist. Und für 2999 Euro kann man sich auch gleich ein Forte holen, mit zeitgemäßerem Display und Speicher.

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    arnte  

    Sorry, aber die Rezi ist eher nicht dolle. Begründung:
    1. Das ist keine Erweiterung des PC3K sondern des Vorgängers PC3. Und zwar wurde dieser um die ROM Boards des German Grand und Kore64 erweitert. Damit hätte man sich dann auch die „rumeierei“ mit dem „entfallen“ des Sample RAM sparen können.
    2. Ob da beim Kore64 tatsächlich neue Samples dabei sind, hätte man ganz einfach selbst herausfinden können. Dazu müsste man nur mal die Edit Taste drücken…
    3. Beim PC3K vom Vorgänger zu sprechen ist also ziemlicher nonsens. Es ist lediglich ein weiteres Modell aus der Reihe. Beide Varianten werden sicher weiter parallel angeboten – auch mit unterschiedlichen Zielgruppen.

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    Betancourt  

    Nach wie vor einer der mit Abstand interessantesten Synthesizer am Markt und gemessen an Verarbeitung und Klanggewalt noch vergleichsweise günstig. Die neue Version ergibt in meinen Augen allerdings keinen rechten Sinn, da es sich ja lediglich um einen technisch leicht abgespeckten PC3K mit integrierten Sounderweiterungen handelt. Vielleicht eine Verlegenheitslösung, um im Synth-Bereich nach Jahren mal wieder ein „neues“ Produkt vorstellen zu können? Es ist vermutlich tatsächlich ein Problem für Kurzweil, daß sich an der Sound-Engine kaum noch etwas besser machen läßt. Höchstens den äußeren Zugang zur VAST-Synthese könnte man zeitgeistiger gestalten, aber besonders „trend-hörig“ war Kurzweil ja (zum Glück) noch nie.

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    CharlesMMailer

    Mich würde interessieren, wie die zitierten Klangbeispiele erzeugt wurden

    a) Lineout aus dem Instrument
    b) via Monitor/Verstärkersystem?

    Meine Erfahrung ist, daß die Kurzweilsounds via Kopfhörer, bzw. Lineout phantastisch klingen und dann bei realer Wiedergabe via P.A. etc. z.B. bei den Pianosounds recht matschen (trotz Einsatz von Equalizern etc.) und sich schnell Frust und Entäuschung breit machen.

    Die Bläsersounds sind leider unterirdisch (Brass) und klingen piepsig eher nach Kinderorgel und Plastik

    Nervig ist auch dass es zwischen den PresetSounds eklatante Lautstärkeunterschiede gibt. Switcht man z.B. in einem Stück zwischen Grand Piano, Fender Rhodes und einem Orgelsound …. dann hat die linke Hand, bzw. der Fuß beim Nachregeln der Lautstärke ziemlich zu tun … das ist leider nicht sehr komfortabel und stört.

    Umschalten zwischen den Sounds per Pedal wäre auch hilfreich….

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    CharlesMMailer

    und noch etwas im Nachgang:

    Die Gebrauchsanleitung ist eigentlich auch für die Tonne … ein englischsprachiger Wälzer fast so dick wie die Bibel – umständlich, ausschweifend, wahrscheinlich vom in seine Sounds verliebten Programmierer selbst geschrieben – Knackige übersichtliche Aussagen zu den Themen:

    1) Wie splitte ich die Tastatur? und belege die Splits mit entsprechenden Presets
    2) wie kreiere ich einen neuen Sound aus mehreren Presets (in möglichst wenigen nachvollziehbaren Schritten)
    3) Wie baue ich eine Bibliothek (z.B. Stück nr. 1 der Setlist: Sounds 1/17/9
    Stück Nr. 2 Sounds 7/53/24 etc) So daß ich nicht mehr zwischen den Sound hin und her scrollen muss, sondern einfach nur noch die Bibliothek durchblättere – das würde beim Livegig einiges an Schrauberei zwischen den Stücken vermeiden.

    – leider Fehlanzeige

    So etwas in Kurzform wäre hilfreich und trotz aller Liebe zur englischen Sprache.. eine Firma, die Ihre Instrumente für viel teueres geld weltweit verkauft sollte auch über Bedienungsanleitungen in den wichtigsten Landessprachen verfügen,

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