Test: Kurzweil SP6, Stagepiano

7. Februar 2018

Leichter Bühnenpartner mit Vollausstattung

Kurzweil SP6

Die Stagepiano-Reihe von Kurzweil hat mit dem Kurzweil SP6 kürzlich Nachwuchs erhalten. Rein preislich positioniert sich das neue SP6 direkt unterhalb des bisherigen SP-Primus Kurzweil SP5-8. Doch was genau unterscheidet das SP6 von seinen Brüdern und wie schaut es im Vergleich zu Artis und Forte aus? All das erfahrt ihr in unserem Test zum Kurzweil SP6.

Innerhalb der letzten Monate und Jahre konnte man bei Kurzweil eine deutliche Vergrößerung des Produktkatalogs erkennen. Nach den unterschiedlichsten PC3-Modellen kamen nach und nach die Stagepianos der Forte-, Artis- und SP-Reihe auf den Markt. Trotz der Vielfältigkeit sind alle Tasteninstrumente typisch Kurzweil, sowohl optisch als auch hinsichtlich der Klangerzeugung.

Mit dem Kurzweil SP6 hat der Hersteller nun eine weitere Alternative im Angebot. Funktional bietet es von allem etwas und reiht sich somit in die bestehenden Modelle ein. 2 GB an Sounddaten bietet das SP6, diese verteilen sich auf 256 Programme und 130 Multis. Für eigene Kreationen stehen jeweils 1.024 User-Programme und User-Multis bereit. Laut Kurzweil Website ist der SP6-Klangfundus zu 100% mit dem Forte SE kompatibel, Sounds aus dem Forte und den PC3-Modellen sind mit Einschränkungen kompatibel. Ein erstes Highlight des SP6 ist die schnelle Boot-Zeit, gerade einmal 11 Sekunden benötigt das Stagepiano für den Start.

Kurzweil SP6

Optisch erinnert das SP6 an seine Brüder, wobei das typische Kurzweil Blau in diesem Fall aber deutlich heller ausfällt. Das Gehäuse des Stagepianos besteht aus Kunststoff, wodurch sich das Gewicht des SP6 auf überaus moderate 12 kg beschränkt. Damit ist das SP6 das leichteste Stagepiano der gesamten Kurzweil Familie, kommt hinsichtlich der Haptik aber nicht an die mehr als soliden Metallgehäuse der restlichen Kurzweil Tasteninstrumente heran. Das Gehäuse ist ohne Zweifel sauber verarbeitet und macht einen soliden Eindruck, so robust und „unkaputtbar“ wie die Artis-/Forte-Gehäuse ist es aber nicht.

Die Bedienoberfläche des Stagepianos bietet eine Vielzahl von Bedienelementen zur direkten Steuerung des SP6. Mittig prangt ein 128×64 Pixel monochromes LC-Display, das ausreichend groß geraten und durch die Neigung nach vorne sehr gut ablesbar ist. Unterhalb des Displays hat Kurzweil die Funktions-/Split-/Layer-Buttons positioniert, direkt darunter die fünf Favoriten-Taster, über die man seine fünf Lieblings-Sounds direkt mit einem Tastendruck aufrufen kann. Vor allem für den Live-Betrieb ist das hilfreich.

Die rechte Seite der Bedienoberfläche bietet neben den 10 Soundkategorie-Buttons und der Keypad-Taste die Möglichkeit zur Auswahl des Arbeitsmodus: Program, Multi, User und Global können hier selektiert werden.

Kurzweil SP6

Links des Displays folgen weitere Funktionstasten sowie die Controller-Einheit, die mit jeweils vier Potis und Zone-Buttons, Shift-Taste, Arpeggiator und Tap-Tempo-Taste ausgestattet ist. Diese Elemente steuern die internen vier Zonen sowie verschiedene Parameter.

Abgeschlossen wird die Bedienoberfläche des Kurzweil SP6 mit einem Lautstärkeregler, Transpositionstasten sowie Pitchbend- und Modulationsrad.

Anschlüsse und Tastatur

Alle Anschlüsse des Kurzweil SP6 befinden sich auf der Rückseite des Stagepianos. Hierzu gehören ein Stereo-Pärchen symmetrischer 6,3 mm Klinkenausgänge, ein 6,3 mm Klinke-Kopfhörerausgang, MIDI In/Out, Anschlüsse für drei Pedale, USB-to-device und to-host Ports sowie der Anschluss für ein externes Netzteil.

Kurzweil SP6

Bei der Tastatur setzt Kurzweil klassischerweise auf Tastaturen des Herstellers Fatar, beim SP6 kommt allerdings eine Tastatur des Herstellers Medeli zum Einsatz. 88 Tasten bietet das Stagepiano, anschlagsdynamisch, jedoch ohne Aftertouch. Die Tastatur lässt sich gut spielen, im Vergleich zu den Artis/Forte-Tastaturen empfinde ich die Tastatur aber als etwas träger. Hinzu kommt, dass die Tastaturgeräusche sehr deutlich wahrnehmbar sind, was ich auf das Kunststoffgehäuse zurückführe.

Klangbeispiele
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